Lonely People Talk A Lot

Yuppies in Urbanity

Burgerwahnsinn

April 11th, 2014 written by moritz

Der neuste kulinarische Trend nach Pizzeria, Döner und Sushi scheint die Rückkehr zum Burger zu sein. Nicht mehr als pampiger Brocken von den Heizplatten der Fastfood-Ketten sondern als hippes, urbanes und zeitgemäßes Gericht der Großstadtguerilla. Das Fleisch von liebevoll in den Tod gestreichelten Rindern, der Salat frisch und knackig, die Pommes handgeschnitzt. Dies als Trend zu bezeichnen ist meiner Ansicht nach schon zu spät. Allein im Umfeld meiner Nachbarschaft der Schanze haben in diesem Jahr drei neue Burgergrillereien aufgemacht. Und wirken doch alle irgendwie gleich.

Da stellt sich die Frage wie gut ist eine Marktstudie, wenn man nicht weiß dass zum gleichen Zeitpunkt mindestens zwei andere Personen die gleiche Idee haben mit der sie den Standort aufmischen wollen?

Wer soll denn die ganzen Burger essen?

So lecker sind all die Kombination auch nicht. Die kulinarische Tiefe und der handwerkliche Anspruch unterscheidet sich nur unwesentlich von der Dönerproduktion.

Aber für einen “guten” Burger kann man statt 4 € den der Döner kostet halt das Doppelte verlangen. Und schon hat man wirtschaftlich einen Vorteil erarbeitet. Und die Vielfalt der Läden bietet immerhin im Small-Talk neue Möglichkeiten seine Szeneaffinität zur Schau zu stellen. Dennoch langweilig.

Mahlzeit.

Florida: Sonne satt im März

March 26th, 2014 written by moritz

Pia und ich sind die letzten beiden Wochen in Florida gewesen und haben dort unseren Jahresurlaub verbracht. Einmal rum könnte man sagen, wenn man sich unseren Weg vor Augen führt.

Selbst, wenn man in 15 Tagen die Rundreise vollbracht und jeden Tag viel gesehen und erlebt hat, bleibt dennoch das mulmige Gefühl, irgendwas übersehen oder nicht gemacht zu haben. Doch fangen wir von vorne an. Mit airberlin sind wir von Hamburg nach Miami geflogen und ich betone die Fluglinie hier ausdrücklich. Sowohl der Flug als auch die Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord haben uns positiv überrascht. In Miami angekommen haben wir am Flughafen unseren Leihwagen und treuen Begleiter für die nächsten Tage in Empfang genommen und sind in den via airbnb gemieteten Bungalow in Miami South Beach gefahren. Unweit des Bungalows stand eine Station des örtlichen öffentlichen Stadtradangebots. Super praktisch, um Stadt und Strand zu erkunden, das Gelände ist flach und die Stationen so dicht gesetzt, dass man jederzeit eine Station findet, an der man sein Mietfahrrad wieder abstellen kann, um bei der Weiterfahrt einfach ein anderes zu nehmen.

Miami Beach fühlt sich an, wie ich mir Ibiza vorstelle. Lauter coole, junge Leute, die Spaß haben wollen. Aber das war zu Zeiten der Springbreak auch nicht anders zu erwarten. “Miami Beach ist Art Deco und Art Deco ist Miami Beach” – besser lässt sich die Bausubstanz der Stadt wohl nicht beschreiben. Aber bevor ich das versuche in Worte zu fassen, lieber ein paar Bilder:

Nachdem wir uns in Miami ein paar Tage an Temperatur, Klima und Zeitzone gewöhnt hatten, machten wir uns auf nach Key West, die letzte Perle auf der Kette der Florida Keys im Golf von Mexiko. Wir nächtigten in einem Bed and Breakfast in unmittelbarer Strandnähe und begleiteten den Sonnenuntergang. Allerdings umschreibt Key West die Aussage: “Der Weg ist das Ziel” wohl am besten. Auf dem Hinweg machten wir in Marathon auf dem örtlichen Seafood-Festival halt, um ein paar frische Austern und Krebszangen zu genießen. Auf dem Rückweg blieben wir den Nachmittag am Bahia Honda Beach, dem offiziell schönsten Strand der Florida Keys.

 

Nach den Florida Keys war unser nächstes Ziel die Everglades. Im Shark Valley machten wir uns mit Fahrrädern auf die Suche nach noch wilderen Tieren, als wir sie bisher zu Gesicht bekommen hatten. Denn Tiere sieht man in Florida ständig. Die nächsten Bilder sollen auch nur diejenigen zeigen, die ich vor die Linse bekommen habe, nicht nur im Shark Valley. Egal wo, irgendwo sind immer Eidechsen, Iguanas, Schildkröten, Krokodile, Flamingos, Manatis, Delfine, Haie oder die ständig anzutreffenden Pelikane. (Die anderen Vögel kann ich leider nicht benennen, aber ich bin mir sicher, dass ein Ornithologe seinen Spaß daran hat. (Im Bezug auf Schmetterlinge ist die Sache auch nicht anders.) )

Vom Shark Valley sind wir weiter nach Naples gefahren. Ein hübsches Städtchen im Westen von Florida. Downtown wirkt geradezu provokativ mediterran und läuft direkt auf den kilometerlangen, weißen Strand zu. Kulinarisch erlebten wir in Naples den Höhepunkt unserer Reise. Die Stadt ist geradezu gemacht, um zu Flanieren, gut zu Essen und sich im Sand zu räkeln. Anschließend war unser Ziel St. Petersburg, aber nicht ohne zuvor noch den Stränden von Fort Meyers Beach und Sanibel Island einen Besuch abzustatten, da uns diese als äußerst idyllisch mit weißem Quarzsand beschrieben wurden. Zu Recht.
In St. Pete angekommen haben wir erstmal einen Tag Abstand vom Strand genommen und uns stattdessen auf dem lokalen Markt und im örtlichen Dali Museum rumgetrieben. In der zeitgleich stattfindenden Warhol Ausstellung haben wir den folgenden Screentest aufgenommen:

Von Naples führte unser Weg nach Orlando, um die Heimat von Mickey Maus zu besuchen. Walt Disney World, konkret den Park Magic Kingdom. Leider war dieser Ausflug so enttäuschend, dass es gar keinen Grund gab, irgendwelche Bilder zu machen. Die möglichen Fahrattraktionen waren, nachdem man lange dafür angestanden hatte, sehr langweilig und die Shows auch nur bedingt unterhaltsam. Orlando hätte man sich tatsächlich schenken können. Allerdings folgte auf Orlando mein persönlicher Höhepunkt der Rundreise: das Kennedy Space Center in Cape Canaveral. Von dort aus wollte ich eigentlich immer mal irgendwann ins All fliegen. Da der Personenverkehrsbetrieb dort allerdings bis auf Weiteres eingestellt ist, blieb mir nichts anderes, als die verwaisten Anlagen und Gerätschaften der Vergangenheit zu begutachten. Und das allein war schon beeindruckend genug.

Von Cape Canaveral ging es weiter zu unserer letzten Station, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Miami machten. Cocoa Beach. Das Surfmekka der Amerikaner. Die Geburtsstadt des mehrmaligen Surfweltmeisters Kelly Slater. Ein entspannter Fleck, an dem wirklich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Surfer ihr Glück versuchen. Wir selbst haben uns nicht auf die Bretter gewagt, aber auch Strand, Kneipen und Leute allein verstrahlen diesen gewissen Surferflair, so dass man sich ziemlich wohl fühlt. Nichtsdestotrotz haben wir die Jungs und Mädels bei Ihrem Kampf mit den Kräften der Natur bewundert.

Die letzten Tage vor Abflug verbrachten wir dann noch in Miami und besuchten dort Orte und Strände wie Key Biscayne, die wir bisher nicht gesehen haben. Wir hatten eine unglaublich gute Zeit und Florida lockt mit allen Bequemlichkeiten, die man sonst nur vom Hörensagen kennt. Ob Supermärkte mit allem, was man sich vorstellen kann, die 24 Stunden an sieben Tagen die Woche geöffnet haben, innerstädtische Straßen so breit wie Autobahnen, kulinarische Ekstase und Dekadenz oder Pfannkuchenautomaten im Hotel. Wer mich persönlich nach unserem Urlaub fragt, bekommt immer mein Fazit zu hören: “Wir haben gelebt, wie die Maden im Speck.”

Vier Tage Ischgl, vier Tage Powder

February 22nd, 2014 written by moritz

Das Internet bringt gar nix, wenn man es nicht zu bedienen weiß. Denn eigentlich hätte ich die passende Ausrüstung, die für eine mehrtägige Übernachtung auf einer Alpenvereinshütte notwendig ist, durch geschickte Recherche locker rausfinden können. Dann hätte ich nicht eine riesen Reisetasche mit dem Skidoo auf und von der Heidelberger Hütte transportieren lassen müssen. Denn dort braucht man außer einem Hüttenschlafsack, Wechselunterwäsche, einem Alltagsoutfit, einem Handtuch und absolut rudimentärem Toilettenartikeln gar nichts. Und das hätte auch in einen kleinen 25 Liter Rucksack gepasst. In die Skiklamotte schmeißt man sich eh schon auf dem Parkplatz in Ischgl, die Anreise erfolgt über Lifte und Abfahrten des Skigebiets und wenn man Abends gegen fünf auf der Hütte eintrifft, kann man sie nicht mehr verlassen.

Heidelberger Hütte

Traumhaft schön liegt die Hütte am Ende eines sieben Kilometer langen Trails, der einen morgens in das Skigebiet bringt und auf dem man sich abends von Skidoos zur Hütte ziehen lassen kann. Die Zimmer in der Hütte sind mit dem notwendigsten ausgestattet und wir teilten uns unser “Lager” mit fünf Schwaben. Da die Hütte bewirtet ist, gab es als Halbpension ein dreigängiges, warmes Abendessen mit Nachschlag, sowie jeden Tag ein üppiges Frühstück, das darauf ausgelegt war, sich Stullen für den Tag zu schmieren. Da wir unseren Fokus auf den Abfahrtslauf gelegt haben, ließen wir diese Möglichkeit im Gegensatz zu den ganzen Tourengängern ungenutzt.

Zufahrt Heidelberger Hütte

Ischgl

Wir hatten richtig viel Glück mit dem Wichtigsten beim Skifahren im alpinen Umfeld, denn das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Am Anreisetag Kaiserwetter mit angenehmen Temperaturen. Nur oben auf den Gipfeln um die 3.000 Metern wehte ein eisiger Wind, so dass sich die Bergbahnen gezwungen sahen, einige Lifte abzuschalten, so dass wir leider nicht die Möglichkeit nutzen konnten über den Gipfel des Piz Val Gronda direkt zur Heidelberger Hütte abzufahren, sondern stattdessen hinter dem Skidoo gezogen wurden.

Kaiserwetter Ischgl

 

Philipp hinterm Skidoo

Der zweite Tag war von starkem Schneefall gekennzeichnet. Oberhalb von 2.000 Metern hing alles in den Wolken und man sah zum Teil die Hand vor Augen nicht mehr. Da es aber schon in der Nacht konstant zu schneien begonnen hatte, konnten wir den Neuschnee für erste Experimente im Powder nutzen und Abfahrten abseits der Pisten genießen. Aufgrund der eingeschränkten Sicht war auch am zweiten Tag die Abfahrt zur Unterkunft unmöglich.

Startposition Tiefschnee

Der dritte Tag war nach Aussage meiner Begleiter der beste Skitag, den sie je erlebt haben. Am morgen dauerte die Anreise über den bereits erwähnten Ziehweg 15 Minuten länger als sonst, da wir uns mit Abfahrtsski den Weg durch den ungespurten Neuschnee kämpfen mussten. Bei unserer Ankunft im eigentlichen Gebiet wurden wir mit feinsten Bedingungen belohnt. Kaiserwetter und Neuschnee. Den Tag verbrachten wir zu 95 Prozent abseits der Piste im Pulverschnee. Der Powder stob uns bis zur Brust und wir konnten eine Querpassage vom Piz val Gronda zur Gampenalp über knapp 1.000 Höhenmeter realisieren. Da wir vom Piz val Gronda leider keine Spuren Richtung Heidelberger Hütte sahen und gegen Abend die Sicht schlechter wurde, mussten wir auch an unserem letzten Abend auf der Hütte auf die Abfahrt verzichten.

jungfräuliches Ischgl

Gradwanderer

Zufahrt zur Abfahrt

Am letzten Tag brachen wir wie gehabt früh um acht auf und waren die ersten Personen, die von der Bodenalpe ins Skigebiet fuhren. Jungfräulich präparierte Pisten lagen vor uns und die ersten Stunden heizten wir ausschließlich über ausgezeichnetes Gelände. Nachmittags dann allerdings wieder abseits der Pisten. Das führte allerdings zu einer enormen Verkürzung des Skitages. Oben am Palinkopf entdeckten wir die Möglichkeit in einen unberührten Steilhang mit ca 45 Grad Gefälle einzufahren. Nach kurzer Diskussion bin ich in den Hang eingesprungen, doch leider deckte der dort liegende Neuschnee die darunter liegenden Steine und das Geröll nur ungenügend ab. Daher war nach 30 Metern Schluss mit der Abfahrt und ich verabschiedete mich mit einem Köpfer von einem Ski und stürzte. Persönlich zog ich keinerlei Schmerzen oder Verletzungen davon und der Sturz war auch nicht sonderlich schlimm. Einzig ein Ski fehlte. Nachdem wir zusammen eine halbe Stunde den halben Hang umgegraben hatten, mussten wir aufgeben und ich machte mich mit nur einem Ski auf den Weg zurück zur Idalpe.

Somit war der letzte Skitag unfreiwillig vorzeitig beendet. Immerhin stellte sich die Entscheidung für eine Versicherung auf die Leihski als richtig heraus: Der verlorene Ski zog keine weiteren finanziellen Konsequenzen für mich nach sich. Alles in allem waren die vier Tage im Schnee ein absolutes Highlight meiner bisherigen Skireisen und im Bezug aufs Freeriden bin ich jetzt richtig angespitzt. Und irgendwann muss ich auf die Heidelberger Hütte zurück, um die Abfahrt vom Piz val Gronda mindestens einmal zu machen

2014 nimmt Fahrt auf

January 28th, 2014 written by moritz

Zügig schreitet das Jahr 2014 voran. Kaum begrüßt weiß, man nicht, ob es bleiben wird. Nachdem acht Prozent schon durch sind: Zeit für einen ersten Blick zurück. Dank der strengen White-Month-Diät ohne weiße Kohlehydrathe und vor allem Zucker gepaart mit über 100 km Lauftraining haben einige Kilos das Jahr schon wieder verlassen. Gut so. Für den, den es interessiert, sei hier die Übersicht über die Lebensmittel, die man Essen darf und die, von denen man die Finger lässt.

Da zu dieser Diät auch der vollständige Verzicht auf Alkohol, gehört war das Jahr 2014 bis zum jetzigen Zeitpunkt nüchtern. Aber am 31. Januar folgt das große Fastenbrechen zusammen mit Pia und auf dem Konzert von Adam Green.
- Nüchtern ist sein Humor auch nur schwer zu ertragen -

Und das erste Wochenende des Februars ist reserviert für zwei gespannt erwartete Albenneuveröffentlichungen:

Auf der einen Seite sind das die Broken Bells, deren ersten Album sich in meinen last.fm Gewohnheitscharts auf den unglaublichen zweiten Platz gespielt hat. Einfach weil das Album so unfassbar gut ist. Und ihr bereits veröffentlichter Track Holding On For Life sowie die beiden Kurzfilme vorab machen Lust auf mehr.

“After The Disco” Part I

 

“After The Disco” Part II

Am allermeisten freue ich mich allerdings auf das neue Album von Ja, Panik, nach dem letzten Meisterwerk DMD KIU LIDT macht mich die Auskopplung des gleichnamigen Albums LIBERTATIA geradezu heiß.

Also, wer immer mich am 01. und 02. Februar sucht, wird mich vermutlich zu Hause auf dem Sofa vor der Anlage antreffen. Und kann gerne Bier & Wein mitbringen, um auf diese weltbewegenden Ereignisse anzustoßen.

Norbert Schott for Wiesenfelden

December 13th, 2013 written by moritz

Dieser Blog droht zu verwaisen und gleichzeitig ziehe ich eine neue Internetseite hoch. Wie passt das zusammen? Gar nicht. Meine publizistische Tätigkeit wird weder auf eine andere Domain wandern, noch werden sich hier die Themen groß ändern. Grund ist einfach und allein, dass mein Vater, Norbert Schott, als Bürgermeisterkandidat der Liste 2 für Wiesenfelden in den Wahlkampf zieht. Ich finde das toll und meine Unterstützung hat er auf jeden Fall. Auch wenn ich in der schönen Gemeinde Wiesenfelden überhaupt nicht wählen darf.

Header Website www.norbert-schott.de

Jeder Wahlberechtigte der Gemeinde Wiesenfelden sollte seine Stimme Norbert Schott geben, um die beständige Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Gemeinde zu unterstützen. Ich kenne meinen Vater als visionären Vordenker und pragmatischen Geschäftsmann mit Durchsetzungsvermögen. Er krempelt die Ärmel hoch und packt die Dinge, die vor ihm liegen, mit Sorgfalt und aufs Ergebnis bedacht an. Dabei hat er immer ein Ohr für seine Mitmenschen und seine Umgebung. Seit 30 Jahren bewirtschaftet er erfolgreich landwirtschaftliche Flächen und Nutztiere nach biologischen Richtlinien, hat zahlreiche Praktikanten und Lehrlinge ausgebildet sowie gemeinnützige Initiativen wie Zivilcourage e.V. für eine gentechnikfreie Anbauregion Straubing-Bogen ins Leben gerufen.

Ich bin der festen Überzeugung: Mein Vater ist der geeignete Bürgermeister, damit die Gemeinde Wiesenfelden lebenswert und attraktiv bleibt und weithin über große Ausstrahlung verfügt.

 

Experiment Ironblogger – für mich gescheitert?

October 13th, 2013 written by moritz

Bis eben thronte ein Artikel über meine Teilnahme an den Ironbloggern Hamburg an der Spitze meines Bloggs. Doch tatsächlich muss ich sagen, dass mein Experiment geplatzt ist. Weder der Gruppendruck noch der finanzielle Zwang haben mich dazu gebracht wöchentlich zu Blogposts zu verfassen.

Vielleicht ist mein Leben einfach zu langweilig als das ich wöchentlich davon erzählen möchte. Vielleicht auch nicht. Im Moment gibt es nur zu wenig zu sagen und mehr zu denken.

Ich hoffe, die anderen Ironblogger sind konsequenter.

Ironblogger – ohne Druck läuft nix

September 15th, 2013 written by moritz

Ist man ein faules Schwein, wenn man nur auf Druck Disziplin an den Tag legt? Diese Frage ist dahingehend berechtigt, da ich mich um regelmäßiger den Blog zu befüllen einer Inititative angeschlossen habe.

Ironblogger:

Ironblogger sind ein willkürlicher Zusammenschluss von Bloggern, die sich dazu verabredet haben, mindestens einmal die Woche einen Blogpost zu veröffentlichen. Wer dieser Verabredung nicht folgt, muss 5 € in die Ironbloggerkasse zahlen, sozusagen als Penale. Dieses Geld wird dann je nach lokaler Abmachung gemeinsam mit allen Bloggern vertrunken oder wie in Hamburg, gespendet. Nachdem ich Mitte Juli beigetreten bin habe ich es zweimal nicht geschafft Inhalt zu veröffentlichen, daher ist mein aktueller Schuldenstand bei 10€.

Trotz des Druckes schaffe ich es leider nicht, mich jede Woche mitzuteilen. Aber ich bin dennoch regelmäßiger am veröffentlichen, als es zuvor der Fall war. Natürlich läuft dieses Experiment Gefahr, dass die Inhalte verflachen, wenn Menschen wie ich am Sonntag da sitzen und verzweifelt irgendetwas produzieren, denn das Internet ist ja geduldig.

Grundsätzlich sollte es jedoch kein Problem sein, einmal pro Woche etwas sinnvolles zu verfassen. Denn irgendwas ist ja immer.

In diesem Sinne gelobe ich Besserung, dass nicht zu viele Füllartikel entstehen, ansonsten kann man das als Leser auch getrost als ausführliches Lebenszeichen betrachten.

 

Fremde Trends

August 31st, 2013 written by moritz

Es gibt so Trends die sind mir fremd. Aktuell wunder ich mich über die Verunstaltung von Körpern in Form von bunten Tatoos und großen Löchern in den Ohren. Sieht man mehr und mehr auf den Straßen. Und ich stehe da und wundere mich, ob ich zum Spießer geworden bin.

Wörthersee 2013 – 54 km³ pure Erholung

August 25th, 2013 written by moritz

Mitten im August, 12 Tage in Pörtschach am Wörthersee. Blauer Himmel, Sonnenschein und glasklares 24°C warmes Wasser.

Besuche von Freunden

21 km Halbmarathon

1.34 km den Wörthersee durchschwommen

aus 1.9 km Höhe am Gleitschirm geflogen

Gut gegessen

Ljubljana bewundert

Zeit genossen

Fleisch is for Loser

August 11th, 2013 written by moritz

Meat is Murder sangen die Smiths auf dem gleichnamigen Album schon 1985. Sicher, es gibt unzählig viele moralisch und ethische Gründe auf Fleisch zu verzichten. Und es gibt auch welche, die für den Verzehr von Fleisch sprechen. Doch in den letzten Wochen ist mir eine Sache bewusst geworden: Fleisch ist langweilig.

Meine Freundin Pia hat beschlossen Vegetarierin zu werden. In der Vergangenheit waren gemeinsame Abendessen, zu denen festliche Gerichte zubereitet und verspeist wurden, essentieller Bestandteil unserer Freizeit. Inoffizieller Höhepunkt dieser Schlemmereien war eigentlich immer irgendeine Art von Fleischgericht. Diese Art der gemeinsamen Aktivität wollen wir natürlich trotz einseitiger Abkehr vom Fleisch erhalten. Und plötzlich stellt man fest, dass man außer Fleisch recht wenige Rezepte der vegetarischen Küche kennt, die über Salat und Beilagen hinausgehen. Als ich dann kürzlich auf Empfehlung von Fabian die Doku: “Nie wieder Fleisch” (hier in voller Länge auf YouTube) gesehen habe, wurde es so deutlich wie selten ausformuliert.

“…Fleisch ist billig und einfach zu zubereiten…”

Das stimmt definitiv und wenn ich mir die orgastischen Grillgelage vor Augen führe, die in regelmäßigen Abständen auf jeglichen Freiflächen Hamburgs, ob Park, Garten oder Balkon stattfinden, sehe ich diese Aussage erst recht bestätigt. Fleisch, das Dank Einlage in Grillmarinade ein verlängertes Verfallsdatum hat, oder aber zu Grillgut gemacht wird, sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum für den “normalen” Vertrieb abgelaufen ist. Mit diesem Wissen und dem Wissen um die grundsätzlichen Zustände in den Erzeugungs- und Verarbeitungsbetrieben, übertrifft der Karma-Schaden durch den unbedachten Verzehr von Fleisch durchaus eine Bestellung bei Zalando.

Mein Ziel ist nicht irgendjemanden vom Verzehr von Fleisch abzuhalten. Ich möchte, dass man sich beim nächsten Restaurantbesuch oder beim nächsten Einsatz am Herd Gedanken darüber macht, was man zubereiten oder bestellen will. Ein filigranes Meisterwerk aus Gemüse mit unterschiedlichen Garpunkten und Konsistenzen oder ein profanes Stück Fleisch mit den beschränkten Wahlmöglichkeiten Rare, Medium oder Well-Done.

Ich habe meine Entscheidung gefällt und messe mich an den großen Herausforderungen. Das Ergebnis des heutigen Tages: Zwetschgenknödel.

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