Lonely People Talk A Lot

Yuppies in Urbanity

Lee Fields – Live in Hamburg

July 26th, 2014 written by moritz

Etwas verspätet eine Rezession zu einem der beeindruckendsten Konzert dieses Jahres in Hamburg. Lee Curtis bespielte am 10. Juni das Mojo in Hamburg zusammen mit seiner Group The Expressions. Ich wäre nie auf die Idee gekommen dorthin zu gehen, aber als Fabian fragte und ich bisher noch kein echtes Livekonzert im Mojo besucht habe, stimmte ich zu. Und das ist auch gut so. Den erstens ist die Musik einfach fantastisch, wie das folgende Lied zeigt.

Und zweites geht es live richtig ab, wie das auf dem Konzert mitgeschnittene Video offensichtlich macht.

Cooler Typ, coole Musik, cooler Abend.

Irgendwann hab ich angefangen damit aufzuhören

May 26th, 2014 written by moritz

singen ClickClickDecker in ihrem Song: “Wer hat mir auf meine Schuhe gekotzt“. Vor ein paar Jahren war ich heiß auf jede neue App, jeden neuen Webdienst und habe mich darüber gefreut diesen zu nutzen und dabei zu sein, wie er besser und besser wird. Irgendwann war das dann aber vorbei. Wenn mich heute jemand fragen würde: “Was ist der letzte Scheiß, den alle nutzen?” antworte ich: “Tinder, zum Daten.” und habe es selbst noch kein einziges Mal genutzt. So hipp finde ich es eigentlich auch gar nicht, aber meine irgendwann mal aufgebaute Reputation als Early Adopter will ich nicht selbst zerstören. Formspring, Google Wave, Google Buzz, Foursquare, Banjo, Google Reader, Google Plus etc. Alles Dienste die ich genutzt habe, bei denen ich händeringend versucht habe an eine exklusive Einladung zu kommen. Der Großteil davon existiert nicht mehr oder ist in der Bedeutungslosigkeit versunken. Ein Blogpost drüben bei Netzwertig erinnerte mich an die Spannung und den Eifer den man mit jedem neuen Dienst verspürt hat. Irgendwann ist das alles abgeflacht. Irgendwann habe ich angefangen mich nicht mehr gleich anzumelden. Irgendwann habe ich angefangen damit aufzuhören.

Kenne Deine Nächsten – Schwerin

May 14th, 2014 written by moritz

Das Leben in Hamburg ist vielfältig und unterhaltsam. Dennoch verlässt man von Zeit zu Zeit die Stadt, um andere Menschen zu Besuchen oder Urlaub zu machen. Diese Ausflüge sind oft durch lange Anreisen gekennzeichnet. Und jedes Mal stellt sich mir die Frage: “Wieso kenn’ ich denn in der näheren Umgebung nichts Schönes?” So nutze ich immer wieder die Möglichkeit auch die umliegenden Regionen mit einem Besuch zu beehren, um selbst ein besseres Gefühlt für das direktere Umland zu erhalten.

Nachdem Pia meine Aufmerksamkeit an ihrem Geburtstag an den Hamburger Marathon abtreten musste, schenkte ich ihr meine volle Aufmerksamkeit in Form eines Erholungswochenende in Schwerin. Vom Hauptbahnhof Hamburg erreicht man Schwerin in gerade einmal 54 Minuten. Schwerin ist die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern und als diese die kleinste Landeshauptstadt in Deutschland. Sie liegt in einer Seenlandschaft und hat eine historische Altstadt, einen Dom, sowie ein herzögliches Schloss mit angrenzendem Schlossgarten. Viel mehr kann ich auch nach dem Aufenthalt dort nicht sagen. Außer: die genannten Landmarken sind sehenswert, gut erhalten oder renoviert und die Stadt strahlt eine erholsame Ruhe aus. Nach unserer Ankunft am Hauptbahnhof sind wir als erstes durch die Altstadt zum Schloss getingelt und haben uns dort im Schlossgarten niedergelassen und Anblick, Ausblick und Ruhe genossen.

Überblick Stadt Schwerin:

 

Blick aufs Schloss von Seiten der Orangerie:

 

360° Panorama im Schlossgarten:

 

 

Unser Hotel Speicher am Ziegelsee

Das Hotel war sehr ruhig gelegen und wir hatten ein Zimmer mit Blick auf den Ziegelsee. Das Hotel ist sehr neu und die Wellness-Angebote ideal zur Erholung. Besonders gut gefiel mir im Ruheraum der Sauna die ausliegenden Bücher über die Geschichte von Schwerin und das Schloss. Auch haben wir im Restaurant sehr gut gegessen, die Küche dort greift mit Vorliebe auf bestenfalls Bio-Zutaten aus der Region zurück. Alles in allem ein sehr schöner und erholsamer Ausflug, der lediglich besseres Wetter verdient gehabt hätte und meine normale Kamera. Die blieb an diesem Wochenende nämlich in Hamburg um Regal liegen. Daher auch die wenigen Bilder. Ich glaube allerdings, dass dies nicht der letzte Ausflug nach Schwerin war.

Marathon Hamburg 2014

May 11th, 2014 written by moritz

Die Geschichte des Marathons ist, glaube ich, hinlänglich bekannt. Nach der Schlacht im gleichnamigen Ort im Jahr 490 v.Chr., die von der athener Armee gegen die Perser gewonnen wurde, lief der Bote die ca. 40 km von Marathon nach Athen, um dem Herrscher den Sieg zu verkünden. Mit der Übermittlung brach der Bote vor Erschöpfung tot zusammen. Dieses Drama ist Ausgang für eine in der Neuzeit größte körperliche Herausforderung für Frauen und Männer. Sicher gibt es noch weit anstrengendere Herausforderungen, wie Ultramarathon oder Ironman, doch sind diese Disziplinen für Normalos nicht mehr zu bewerkstelligen und richten sich eher an eine hochspezialisierte Klientel. Der Marathon über 42 km ist dahingegen fast für jeden zu schaffen. Jeder der Gehen kann, kann auch Laufen. Nichtsdestotrotz ist die Anstrengung nicht zu unterschätzen. Selbst Profis mit Ambitionen auf Bestzeiten können diese Rekorde nur zweimal im Jahr abrufen. Ich kann meine Bestzeiten sogar nur einmal im Jahr abrufen. Besser gesagt, nachdem ich 2013 herausgefunden habe, dass ich grundsätzlich fähig bin einen Marathon zu beenden, hatte ich das Ziel diesmal deutlich schneller zu sein und die letzten Kilometer nicht gehend zu absolvieren. Ziel erreicht. Am 04. Mai 2014 um 09:00 fiel der Startschuss für die Eliteläufer und etwas mehr als sieben Minuten später ging auch ich auf die Strecke. Während sich die Elite schon vor 11:10 das erste alkoholfreie Bier Munden ließ, kam ich erst um 12:37 zu diesem Genuss. Dann allerdings mit der persönlichen Bestzeit von unter 3:30. Nachdem ich in der Vorbereitung Halbmarathons in Berlin und Hamburg gelaufen bin, kann ich abschließend sagen, dass dies auch der letzte Marathon für dieses Jahr war: Die Halbdistanz macht einfach viel mehr Spaß. Dennoch muss ich den Hamburger Marathon für die Streckenführung loben. Man kommt tatsächlich an den wesentlichen Punkten der Stadt vorbei und fühlt sich überall von Zuschauern am Streckenrand unterstützt. Aber öfter als einmal im Jahr brauche ich diese Unterstützung nicht.

 

Burgerwahnsinn

April 11th, 2014 written by moritz

Der neuste kulinarische Trend nach Pizzeria, Döner und Sushi scheint die Rückkehr zum Burger zu sein. Nicht mehr als pampiger Brocken von den Heizplatten der Fastfood-Ketten sondern als hippes, urbanes und zeitgemäßes Gericht der Großstadtguerilla. Das Fleisch von liebevoll in den Tod gestreichelten Rindern, der Salat frisch und knackig, die Pommes handgeschnitzt. Dies als Trend zu bezeichnen ist meiner Ansicht nach schon zu spät. Allein im Umfeld meiner Nachbarschaft der Schanze haben in diesem Jahr drei neue Burgergrillereien aufgemacht. Und wirken doch alle irgendwie gleich.

Da stellt sich die Frage wie gut ist eine Marktstudie, wenn man nicht weiß dass zum gleichen Zeitpunkt mindestens zwei andere Personen die gleiche Idee haben mit der sie den Standort aufmischen wollen?

Wer soll denn die ganzen Burger essen?

So lecker sind all die Kombination auch nicht. Die kulinarische Tiefe und der handwerkliche Anspruch unterscheidet sich nur unwesentlich von der Dönerproduktion.

Aber für einen “guten” Burger kann man statt 4 € den der Döner kostet halt das Doppelte verlangen. Und schon hat man wirtschaftlich einen Vorteil erarbeitet. Und die Vielfalt der Läden bietet immerhin im Small-Talk neue Möglichkeiten seine Szeneaffinität zur Schau zu stellen. Dennoch langweilig.

Mahlzeit.

Florida: Sonne satt im März

March 26th, 2014 written by moritz

Pia und ich sind die letzten beiden Wochen in Florida gewesen und haben dort unseren Jahresurlaub verbracht. Einmal rum könnte man sagen, wenn man sich unseren Weg vor Augen führt.

Selbst, wenn man in 15 Tagen die Rundreise vollbracht und jeden Tag viel gesehen und erlebt hat, bleibt dennoch das mulmige Gefühl, irgendwas übersehen oder nicht gemacht zu haben. Doch fangen wir von vorne an. Mit airberlin sind wir von Hamburg nach Miami geflogen und ich betone die Fluglinie hier ausdrücklich. Sowohl der Flug als auch die Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord haben uns positiv überrascht. In Miami angekommen haben wir am Flughafen unseren Leihwagen und treuen Begleiter für die nächsten Tage in Empfang genommen und sind in den via airbnb gemieteten Bungalow in Miami South Beach gefahren. Unweit des Bungalows stand eine Station des örtlichen öffentlichen Stadtradangebots. Super praktisch, um Stadt und Strand zu erkunden, das Gelände ist flach und die Stationen so dicht gesetzt, dass man jederzeit eine Station findet, an der man sein Mietfahrrad wieder abstellen kann, um bei der Weiterfahrt einfach ein anderes zu nehmen.

Miami Beach fühlt sich an, wie ich mir Ibiza vorstelle. Lauter coole, junge Leute, die Spaß haben wollen. Aber das war zu Zeiten der Springbreak auch nicht anders zu erwarten. “Miami Beach ist Art Deco und Art Deco ist Miami Beach” – besser lässt sich die Bausubstanz der Stadt wohl nicht beschreiben. Aber bevor ich das versuche in Worte zu fassen, lieber ein paar Bilder:

Nachdem wir uns in Miami ein paar Tage an Temperatur, Klima und Zeitzone gewöhnt hatten, machten wir uns auf nach Key West, die letzte Perle auf der Kette der Florida Keys im Golf von Mexiko. Wir nächtigten in einem Bed and Breakfast in unmittelbarer Strandnähe und begleiteten den Sonnenuntergang. Allerdings umschreibt Key West die Aussage: “Der Weg ist das Ziel” wohl am besten. Auf dem Hinweg machten wir in Marathon auf dem örtlichen Seafood-Festival halt, um ein paar frische Austern und Krebszangen zu genießen. Auf dem Rückweg blieben wir den Nachmittag am Bahia Honda Beach, dem offiziell schönsten Strand der Florida Keys.

 

Nach den Florida Keys war unser nächstes Ziel die Everglades. Im Shark Valley machten wir uns mit Fahrrädern auf die Suche nach noch wilderen Tieren, als wir sie bisher zu Gesicht bekommen hatten. Denn Tiere sieht man in Florida ständig. Die nächsten Bilder sollen auch nur diejenigen zeigen, die ich vor die Linse bekommen habe, nicht nur im Shark Valley. Egal wo, irgendwo sind immer Eidechsen, Iguanas, Schildkröten, Krokodile, Flamingos, Manatis, Delfine, Haie oder die ständig anzutreffenden Pelikane. (Die anderen Vögel kann ich leider nicht benennen, aber ich bin mir sicher, dass ein Ornithologe seinen Spaß daran hat. (Im Bezug auf Schmetterlinge ist die Sache auch nicht anders.) )

Vom Shark Valley sind wir weiter nach Naples gefahren. Ein hübsches Städtchen im Westen von Florida. Downtown wirkt geradezu provokativ mediterran und läuft direkt auf den kilometerlangen, weißen Strand zu. Kulinarisch erlebten wir in Naples den Höhepunkt unserer Reise. Die Stadt ist geradezu gemacht, um zu Flanieren, gut zu Essen und sich im Sand zu räkeln. Anschließend war unser Ziel St. Petersburg, aber nicht ohne zuvor noch den Stränden von Fort Meyers Beach und Sanibel Island einen Besuch abzustatten, da uns diese als äußerst idyllisch mit weißem Quarzsand beschrieben wurden. Zu Recht.
In St. Pete angekommen haben wir erstmal einen Tag Abstand vom Strand genommen und uns stattdessen auf dem lokalen Markt und im örtlichen Dali Museum rumgetrieben. In der zeitgleich stattfindenden Warhol Ausstellung haben wir den folgenden Screentest aufgenommen:

Von Naples führte unser Weg nach Orlando, um die Heimat von Mickey Maus zu besuchen. Walt Disney World, konkret den Park Magic Kingdom. Leider war dieser Ausflug so enttäuschend, dass es gar keinen Grund gab, irgendwelche Bilder zu machen. Die möglichen Fahrattraktionen waren, nachdem man lange dafür angestanden hatte, sehr langweilig und die Shows auch nur bedingt unterhaltsam. Orlando hätte man sich tatsächlich schenken können. Allerdings folgte auf Orlando mein persönlicher Höhepunkt der Rundreise: das Kennedy Space Center in Cape Canaveral. Von dort aus wollte ich eigentlich immer mal irgendwann ins All fliegen. Da der Personenverkehrsbetrieb dort allerdings bis auf Weiteres eingestellt ist, blieb mir nichts anderes, als die verwaisten Anlagen und Gerätschaften der Vergangenheit zu begutachten. Und das allein war schon beeindruckend genug.

Von Cape Canaveral ging es weiter zu unserer letzten Station, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Miami machten. Cocoa Beach. Das Surfmekka der Amerikaner. Die Geburtsstadt des mehrmaligen Surfweltmeisters Kelly Slater. Ein entspannter Fleck, an dem wirklich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Surfer ihr Glück versuchen. Wir selbst haben uns nicht auf die Bretter gewagt, aber auch Strand, Kneipen und Leute allein verstrahlen diesen gewissen Surferflair, so dass man sich ziemlich wohl fühlt. Nichtsdestotrotz haben wir die Jungs und Mädels bei Ihrem Kampf mit den Kräften der Natur bewundert.

Die letzten Tage vor Abflug verbrachten wir dann noch in Miami und besuchten dort Orte und Strände wie Key Biscayne, die wir bisher nicht gesehen haben. Wir hatten eine unglaublich gute Zeit und Florida lockt mit allen Bequemlichkeiten, die man sonst nur vom Hörensagen kennt. Ob Supermärkte mit allem, was man sich vorstellen kann, die 24 Stunden an sieben Tagen die Woche geöffnet haben, innerstädtische Straßen so breit wie Autobahnen, kulinarische Ekstase und Dekadenz oder Pfannkuchenautomaten im Hotel. Wer mich persönlich nach unserem Urlaub fragt, bekommt immer mein Fazit zu hören: “Wir haben gelebt, wie die Maden im Speck.”

Vier Tage Ischgl, vier Tage Powder

February 22nd, 2014 written by moritz

Das Internet bringt gar nix, wenn man es nicht zu bedienen weiß. Denn eigentlich hätte ich die passende Ausrüstung, die für eine mehrtägige Übernachtung auf einer Alpenvereinshütte notwendig ist, durch geschickte Recherche locker rausfinden können. Dann hätte ich nicht eine riesen Reisetasche mit dem Skidoo auf und von der Heidelberger Hütte transportieren lassen müssen. Denn dort braucht man außer einem Hüttenschlafsack, Wechselunterwäsche, einem Alltagsoutfit, einem Handtuch und absolut rudimentärem Toilettenartikeln gar nichts. Und das hätte auch in einen kleinen 25 Liter Rucksack gepasst. In die Skiklamotte schmeißt man sich eh schon auf dem Parkplatz in Ischgl, die Anreise erfolgt über Lifte und Abfahrten des Skigebiets und wenn man Abends gegen fünf auf der Hütte eintrifft, kann man sie nicht mehr verlassen.

Heidelberger Hütte

Traumhaft schön liegt die Hütte am Ende eines sieben Kilometer langen Trails, der einen morgens in das Skigebiet bringt und auf dem man sich abends von Skidoos zur Hütte ziehen lassen kann. Die Zimmer in der Hütte sind mit dem notwendigsten ausgestattet und wir teilten uns unser “Lager” mit fünf Schwaben. Da die Hütte bewirtet ist, gab es als Halbpension ein dreigängiges, warmes Abendessen mit Nachschlag, sowie jeden Tag ein üppiges Frühstück, das darauf ausgelegt war, sich Stullen für den Tag zu schmieren. Da wir unseren Fokus auf den Abfahrtslauf gelegt haben, ließen wir diese Möglichkeit im Gegensatz zu den ganzen Tourengängern ungenutzt.

Zufahrt Heidelberger Hütte

Ischgl

Wir hatten richtig viel Glück mit dem Wichtigsten beim Skifahren im alpinen Umfeld, denn das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Am Anreisetag Kaiserwetter mit angenehmen Temperaturen. Nur oben auf den Gipfeln um die 3.000 Metern wehte ein eisiger Wind, so dass sich die Bergbahnen gezwungen sahen, einige Lifte abzuschalten, so dass wir leider nicht die Möglichkeit nutzen konnten über den Gipfel des Piz Val Gronda direkt zur Heidelberger Hütte abzufahren, sondern stattdessen hinter dem Skidoo gezogen wurden.

Kaiserwetter Ischgl

 

Philipp hinterm Skidoo

Der zweite Tag war von starkem Schneefall gekennzeichnet. Oberhalb von 2.000 Metern hing alles in den Wolken und man sah zum Teil die Hand vor Augen nicht mehr. Da es aber schon in der Nacht konstant zu schneien begonnen hatte, konnten wir den Neuschnee für erste Experimente im Powder nutzen und Abfahrten abseits der Pisten genießen. Aufgrund der eingeschränkten Sicht war auch am zweiten Tag die Abfahrt zur Unterkunft unmöglich.

Startposition Tiefschnee

Der dritte Tag war nach Aussage meiner Begleiter der beste Skitag, den sie je erlebt haben. Am morgen dauerte die Anreise über den bereits erwähnten Ziehweg 15 Minuten länger als sonst, da wir uns mit Abfahrtsski den Weg durch den ungespurten Neuschnee kämpfen mussten. Bei unserer Ankunft im eigentlichen Gebiet wurden wir mit feinsten Bedingungen belohnt. Kaiserwetter und Neuschnee. Den Tag verbrachten wir zu 95 Prozent abseits der Piste im Pulverschnee. Der Powder stob uns bis zur Brust und wir konnten eine Querpassage vom Piz val Gronda zur Gampenalp über knapp 1.000 Höhenmeter realisieren. Da wir vom Piz val Gronda leider keine Spuren Richtung Heidelberger Hütte sahen und gegen Abend die Sicht schlechter wurde, mussten wir auch an unserem letzten Abend auf der Hütte auf die Abfahrt verzichten.

jungfräuliches Ischgl

Gradwanderer

Zufahrt zur Abfahrt

Am letzten Tag brachen wir wie gehabt früh um acht auf und waren die ersten Personen, die von der Bodenalpe ins Skigebiet fuhren. Jungfräulich präparierte Pisten lagen vor uns und die ersten Stunden heizten wir ausschließlich über ausgezeichnetes Gelände. Nachmittags dann allerdings wieder abseits der Pisten. Das führte allerdings zu einer enormen Verkürzung des Skitages. Oben am Palinkopf entdeckten wir die Möglichkeit in einen unberührten Steilhang mit ca 45 Grad Gefälle einzufahren. Nach kurzer Diskussion bin ich in den Hang eingesprungen, doch leider deckte der dort liegende Neuschnee die darunter liegenden Steine und das Geröll nur ungenügend ab. Daher war nach 30 Metern Schluss mit der Abfahrt und ich verabschiedete mich mit einem Köpfer von einem Ski und stürzte. Persönlich zog ich keinerlei Schmerzen oder Verletzungen davon und der Sturz war auch nicht sonderlich schlimm. Einzig ein Ski fehlte. Nachdem wir zusammen eine halbe Stunde den halben Hang umgegraben hatten, mussten wir aufgeben und ich machte mich mit nur einem Ski auf den Weg zurück zur Idalpe.

Somit war der letzte Skitag unfreiwillig vorzeitig beendet. Immerhin stellte sich die Entscheidung für eine Versicherung auf die Leihski als richtig heraus: Der verlorene Ski zog keine weiteren finanziellen Konsequenzen für mich nach sich. Alles in allem waren die vier Tage im Schnee ein absolutes Highlight meiner bisherigen Skireisen und im Bezug aufs Freeriden bin ich jetzt richtig angespitzt. Und irgendwann muss ich auf die Heidelberger Hütte zurück, um die Abfahrt vom Piz val Gronda mindestens einmal zu machen

2014 nimmt Fahrt auf

January 28th, 2014 written by moritz

Zügig schreitet das Jahr 2014 voran. Kaum begrüßt weiß, man nicht, ob es bleiben wird. Nachdem acht Prozent schon durch sind: Zeit für einen ersten Blick zurück. Dank der strengen White-Month-Diät ohne weiße Kohlehydrathe und vor allem Zucker gepaart mit über 100 km Lauftraining haben einige Kilos das Jahr schon wieder verlassen. Gut so. Für den, den es interessiert, sei hier die Übersicht über die Lebensmittel, die man Essen darf und die, von denen man die Finger lässt.

Da zu dieser Diät auch der vollständige Verzicht auf Alkohol, gehört war das Jahr 2014 bis zum jetzigen Zeitpunkt nüchtern. Aber am 31. Januar folgt das große Fastenbrechen zusammen mit Pia und auf dem Konzert von Adam Green.
- Nüchtern ist sein Humor auch nur schwer zu ertragen -

Und das erste Wochenende des Februars ist reserviert für zwei gespannt erwartete Albenneuveröffentlichungen:

Auf der einen Seite sind das die Broken Bells, deren ersten Album sich in meinen last.fm Gewohnheitscharts auf den unglaublichen zweiten Platz gespielt hat. Einfach weil das Album so unfassbar gut ist. Und ihr bereits veröffentlichter Track Holding On For Life sowie die beiden Kurzfilme vorab machen Lust auf mehr.

“After The Disco” Part I

 

“After The Disco” Part II

Am allermeisten freue ich mich allerdings auf das neue Album von Ja, Panik, nach dem letzten Meisterwerk DMD KIU LIDT macht mich die Auskopplung des gleichnamigen Albums LIBERTATIA geradezu heiß.

Also, wer immer mich am 01. und 02. Februar sucht, wird mich vermutlich zu Hause auf dem Sofa vor der Anlage antreffen. Und kann gerne Bier & Wein mitbringen, um auf diese weltbewegenden Ereignisse anzustoßen.

Norbert Schott for Wiesenfelden

December 13th, 2013 written by moritz

Dieser Blog droht zu verwaisen und gleichzeitig ziehe ich eine neue Internetseite hoch. Wie passt das zusammen? Gar nicht. Meine publizistische Tätigkeit wird weder auf eine andere Domain wandern, noch werden sich hier die Themen groß ändern. Grund ist einfach und allein, dass mein Vater, Norbert Schott, als Bürgermeisterkandidat der Liste 2 für Wiesenfelden in den Wahlkampf zieht. Ich finde das toll und meine Unterstützung hat er auf jeden Fall. Auch wenn ich in der schönen Gemeinde Wiesenfelden überhaupt nicht wählen darf.

Header Website www.norbert-schott.de

Jeder Wahlberechtigte der Gemeinde Wiesenfelden sollte seine Stimme Norbert Schott geben, um die beständige Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Gemeinde zu unterstützen. Ich kenne meinen Vater als visionären Vordenker und pragmatischen Geschäftsmann mit Durchsetzungsvermögen. Er krempelt die Ärmel hoch und packt die Dinge, die vor ihm liegen, mit Sorgfalt und aufs Ergebnis bedacht an. Dabei hat er immer ein Ohr für seine Mitmenschen und seine Umgebung. Seit 30 Jahren bewirtschaftet er erfolgreich landwirtschaftliche Flächen und Nutztiere nach biologischen Richtlinien, hat zahlreiche Praktikanten und Lehrlinge ausgebildet sowie gemeinnützige Initiativen wie Zivilcourage e.V. für eine gentechnikfreie Anbauregion Straubing-Bogen ins Leben gerufen.

Ich bin der festen Überzeugung: Mein Vater ist der geeignete Bürgermeister, damit die Gemeinde Wiesenfelden lebenswert und attraktiv bleibt und weithin über große Ausstrahlung verfügt.

 

Experiment Ironblogger – für mich gescheitert?

October 13th, 2013 written by moritz

Bis eben thronte ein Artikel über meine Teilnahme an den Ironbloggern Hamburg an der Spitze meines Bloggs. Doch tatsächlich muss ich sagen, dass mein Experiment geplatzt ist. Weder der Gruppendruck noch der finanzielle Zwang haben mich dazu gebracht wöchentlich zu Blogposts zu verfassen.

Vielleicht ist mein Leben einfach zu langweilig als das ich wöchentlich davon erzählen möchte. Vielleicht auch nicht. Im Moment gibt es nur zu wenig zu sagen und mehr zu denken.

Ich hoffe, die anderen Ironblogger sind konsequenter.

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