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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; Gedacht</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>The Party Is Over</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:01:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Normal  versuche ich mich nicht auf die Massenereigniss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Normal  versuche ich mich nicht auf die Massenereignisse zu stürzen, die zur  Genüge von allen &#8220;klassischen&#8221; Medien bis zur gesellschaftlichen  Übersättigung, zum Erbrechen und somit zum absoluten Desinteresse  beleuchtet werden. Auch will ich mich nicht hinstellen und sagen ich  hätte es gewusst. Aber: Was auf der Veranstaltung in Duisburg vorgefallen ist hat mich nicht  sonderlich überrascht. Hatte, musste das was dort geschehen ist nicht  passieren? Ich spreche dabei nicht davon, dass Menschen sterben mussten.  Ich spreche davon, dass eine der zig Massenveranstaltungen die  regelmäßig von allen medialen Organen, klassisch wie modern, zu  Non-Plus-Events des kollektiven Vergnügens ausgerufen werden in einem  Drama enden musste.</p>
<p style="text-align: justify;">Liest man die kritische Berichterstattung zum Unglück erfährt man von  den Absagen in Bochum, der beinahe Katastrophe in Dortmund und denkt mit  Schrecken an die eigenen Erfahrungen in den Absperrgittern der Public  Viewing Veranstaltungen zurück:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wir  feiern die ganze Nacht!&#8221; Schon pfeifen die Ohren, dabei stehe ich doch  noch im Eingangsbereich. Vor mir irgendwo die Sperre der Ordner.  Einzeleinlasskontrolle. Wegen Waffen, Flaschen und sonstigem Zubehör  welches auf dem Veranstaltungsort nicht gewünscht ist. Noch kann ich den  Standort der Ordner nur ahnen, eigentlich kann ich alles um mich herum  nur noch ahnen. Eingeklemmt im ekstatischen Mob der zur Jagd nach den  individuellen Anteilen am kollektiven Gedächtnis bläst.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehüllt  in Klamotten von denen geglaubt wird, dass sie den Personen stehen und  Teil der kollektiven Erfahrung sind. Uniformen. Diese Klamotten sind nicht billig, sie sehen nur  so aus. Meine Kontrollmöglichkeit beschränkt sich auf das Heben und  Senken der Schultern. Der Druck der von hinten drängelnden und  gröhlenden Menschenmasse schiebt mich unaufhaltsam nach vorne. Doch  vorne fließt es nicht oder nur zögerlich ab. Links und Rechts drängt zur  Mitte. In der Mitte hänge ich. Mein Gewicht nicht mehr voll auf meinen  eigenen Beinen. Ich hänge.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Woher kommt diese Kraft die mich bewegungsunfähig zurück lässt? Wer veranlasst diese? Wo soll ich hin?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Ich  will raus, nicht mehr mitgezogen und geschoben werden. Ich pfeife auf  eure kollektiven Events des exzessiven Rausches. Mein Leben spielt  nicht dort wo ich viele von euch treffen kann, mein Leben spielt dort  wo ich bin.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wenn  ihr um mich seid, seid sanft und lasst mir meinen Raum. Ich werde auch  euch nicht zu nahe kommen und die notwendige Distanz wahren. </em></p>

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		<title>Greisbook</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 18:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich besuchte ich mal wieder all meine Großeltern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Kürzlich besuchte ich mal wieder all meine Großeltern. Dies ist glücklicherweise nicht sehr schwierig, da alle vier in zwei unterschiedlichen Häusern in der selben Stadt wohnen. Es ist jedes mal nett die Alten zu treffen, zusammen zu speisen, sich auszutauschen und sich über die neuesten Stände aus den jeweiligen Leben aufklären zu lassen. Da ich sonst relativ wenig bis gar nicht mit Personen im Alter von 75+ zu tun habe ist es natürlich auch immer etwas anders, als Treffen mit Gleichaltrigen oder der Elterngeneration. Alle haben so ihre Eigenheit.</p>
<p style="text-align: justify;">So fiel mir dieses Mal auf, das all die Punkte an denen Facebook ansetzt und einem suggeriert am Leben der Bekannten teilhaben zu können, meinen Großeltern das Leben leichter machen würden. Es überrascht mich immer wieder, wenn ich nach irgendwelchen Personen gefragt werde, die mal irgendwann in meinem Leben eine Rolle gespielt haben und ich beantworten soll was die nun machen. Ob das jetzt Freunde, Kollegen oder Bekannten von mir waren, die das Glück hatten meine Großeltern kennen zu lernen, bzw. von denen ich meinen Großeltern erzählt habe. Oder ob es Bekannte meiner Eltern sind, Personen also, die ich zum Großteil selbst seit zehn Jahren nicht mehr gesehen habe, oder deren Kinder. Sorry, Oma, tut mir leid Opa, alle die ich nicht bei Facebook habe kenn ich nicht mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist zwar so nicht war, aber vermutlich wäre es der schnellste Weg mehr über diese Personen herauszufinden. Doch woher diese Neugier am Leben der Anderen? Vielleicht lasse ich hier gerade einen tiefen Blick in die Psyche meiner Familie zu, aber ich bin selbst verwundert ob dies einfach eine ganz normale Funktion des gesellschaftlichen Zusammenlebens ist, auf die soziale Netzwerke in erster Linie abzielen. Ist dieses tatsächliche Interesse am Verbleib der Anderen vielleicht sogar der Punkt den ich im Bereich Social Media vermisse?</p>
<p style="text-align: justify;">Zumindest eines wurde mir klar, nachdem ein Name nach dem anderen tief aus den Falten meines Gehirns gezogen wurde. Ich habe zu einigen den Bezug komplett verloren. Nein, ich werde mich nun nicht hinsetzen und versuchen die Personen zu finden um dann eine Nachricht zu schreiben in der dann steht: &#8220;Wie geht es dir? Was machst du so?&#8221; Es ist nicht an mir. Der normale Lauf der Dinge. Wir werden dennoch Gesprächsthemen haben, sollten wir uns jemals wieder treffen. Ansonsten bleibt was war.</p>

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		<title>Klimawandel</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 07:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Sommer 2010, es ist heiß. Alle Orte mit Klimaan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Sommer 2010, es ist heiß. Alle Orte mit Klimaanlage potentielle Rettungsorte zum Schutz vor Schweißflecken und unangenehmen Geruch. Ungeschützt in der Hitze am Bahngleis freut man sich der nahenden Erfrischung im klimatisierten ICE. Schon beim Eintritt weicht dieses Gefühl entsetzen. Drinnen wie Draußen, kein Unterschied auszumachen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Reise beginnt. Gleich nach der Fahrkartenkontrolle verteilt die nette Schaffnerin mit den roten Haaren und dem dicken roten Lippenstift Wasser.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Entschuldigen Sie bitte, die Klimaanlage ist defekt. Möchten Sie gerne ein kostenloses Wasser haben?“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ihr ist die Hitze nicht anzumerken. Wie auch? Puder und Make-Up lassen die echte Gesichtsfarbe nur durch die Referenz des Haaransatzes erkennen.</p>
<p style="text-align: justify;">„Kein Problem, ich bin Hobbyklimaanlagentechniker, soll ich mir die Maschine mal ansehen?“</p>
<p style="text-align: justify;">Sie lacht.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Ja, ich verteil nur noch kurz die Getränke, kommen Sie doch einfach hinter zum Schaltschrank dann können wir das Problem sicher lösen.“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Vor dem Wegdrehen zwinkert sie mir nochmals auffordernd zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bleib natürlich sitzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach 20 Minuten kommt sie enttäuscht zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Jetzt habe ich die ganze Zeit auf Sie gewartet.“</em></p>
<p style="text-align: justify;">„Oh, Entschuldigung, das war nur ein Scherz und glauben Sie mir, wenn ich Ihnen zum Schaltschrank gefolgt wäre, dann wäre uns auch nicht kühler geworden.“</p>
<p style="text-align: justify;">Auf ihrer Wange bahnt sich ein Tropfen in Bronze den Weg zum Hals.</p>

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		<title>Reisezeit ist Lesezeit &#8211; Chantal Mouffe</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/reisezeit-ist-lesezeit-chantal-mouffe/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 13:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezession]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte nicht unbedingt behaupten, dass ich gerne v [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/weihnachten-und-jahreswechsel-2009-in-indien/">möchte</a> <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/autopiesis-oder-sammeln-fur-fortgeschrittene/" target="_blank">nicht </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/vier-tage-prag-fur-30-jahre-wahnsinn/" target="_blank">unbedingt </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/die-deutsche-bahn-verarschung-am-kunden/" target="_blank">behaupten</a>, <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wochenendausfluge-und-die-entsprechenden-leiden/" target="_blank">dass </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/munchner-tage/" target="_blank">ich </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/istanbul/" target="_blank">gerne </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/nachts-in-berlin/" target="_blank">verreise</a>. Aber wenn dann richtig. Dies bedeutet nicht, dass ich zwingend weit weg muss, aber es bedeutet, die Vorteile der Reise zu nutzen. Nicht die Vorteile nach der Ankunft, sondern die Reise als Reise. Kürzlich Griechenland und die Türkei, danach Berlin und dieses Wochenende bayrischer Wald. Nicht spektakulär, alles mit Grund und einem gewissen Zwang versehen. Zumindest für die Zeit nach der Ankunft. Die Reise an sich nervt mich eigentlich unendlich. Gefangen in Röhren, Blechhüllen, Vakuumzylindern. Abgenabelt von der Nabelschnur der Gegenwart, kein oder nur schlechten Empfang mit den mobilen Geräten, gewöhnlich alleine unter Fremden, als Fremder für Fremde, was bleibt ist die Zeit. Sie verinnt und geht dahin. Wurmlochhaft, doch statt einem Stehenbleiben der Zeit während der Fahrt, läuft sie mit und weiter. Also was kann ich tun? Schlafen? Nein, unbequem und nicht wirklich vorteilhaft. Vorbereiten und Aufbereiten von Projekten, Präsentationen und Stellungsnahmen? Nein, wenn ich reise halte ich mir den Rücken frei. Die Reise als Reise zu verstehen, deren Inhalt die Bewegung von A nach B ist. Das Sprung zwischen Lokalitäten. Die Arbeit kann ich im Büro oder zu Hause verrichten, mit all den Mitteln und Werkzeugen, die ich hierzu benötige. Unterwegs wäre es doch nur eingeschränkte Normalität. Ich muss es anders füllen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich lese.</p>
<p style="text-align: justify;">Überraschenderweise mehr und aufmerksamer als sonst irgendwo. Die letzten Wochen waren es Romane von<a href="http://www.tcboyle.de/" target="_blank"> T.C. Boyle</a>, <a href="http://chuckpalahniuk.net/" target="_blank">Chuck Palahniuk</a>, <a href="http://www.houellebecq.info/deutsch.php3" target="_blank">Michel Houellebecq</a> und Sachbücher von <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26676.html" target="_blank">Chantal Mouffe</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ein Zug ging es hindurch durch die Texte. Kurzgeschichten, Erzählungen, <a href="http://www.amazon.de/Ausweitung-Kampfzone-rororo-Michel-Houellebecq/dp/3499243393/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383889&amp;sr=8-2" target="_blank">meine eigene Biographie</a> oder wirklich gute politische Festellungen wie sie <a href="http://www.amazon.de/%C3%9Cber-das-Politische-kosmopolitische-Illusion/dp/3518124838/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383957&amp;sr=1-1" target="_blank">Chantal Mouffe</a> an den Tag legt. Selten habe ich ein Werk gelesen, welches den aktuellen Zeitpunkt und die aktuelle gesellschaftliche Lage so klar und deutlich beschreibt, wie ich wünschte es selbst darlegen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Zusammenbruch des eisernen Vorhangs sieht Chantal Mouffe den Neoliberalismus und das kapitalistische Wirtschaftssystem als allein verbleibendes Gesellschaftssystem, welches sich in seiner Alleinstellung und der moralischen Vereinnahmung der &#8220;Menschlichkeit&#8221; als einzig wahres System für alle Menschen profiliert. Auf dem Weg dorthin wird jeder Konflikt im Konsens beigelegt und führt zu einer &#8220;dialogischen Politik&#8221;, welche in der neuen Mitte aufgeht. Doch bevor ich mühsam den Inhalt mit meinen eigenen Worten zusammenfasse zitiere ich lieber aus ihrem Buch: <strong>&#8220;Über das Politische &#8211; Wider die kosmopolitische Illusion&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Thema Unsicherheit der &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; zerlegt sie <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Giddens,_Anthony" target="_blank">Giddens</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Beck,_Ulrich" target="_blank">Beck</a>:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Beck sieht auch Giddens die Ursache vieler dieser Ungewißheiten allein im Abwachsen des menschlichen Wissens. Die seien das Ergebnis menschlicher Eingriffe in das gesellschaftliche Leben und in die Natur. Die neuen Möglichkeiten globaler Kommunikation in Echtzeit hätte die Globalisierung noch intensiviert und dadurch den Trend zu &#8220;hergestellter Unsicherheit&#8221; beschleunigt. Vermittels der Entwicklung einer globalisierten kosmoplotischen Gesellschaft könnten deren Traditionen nun in Frage gestellt werden; ihr Status habe sich verändert, da sie jetzt gerechtfertigt werden müssten und nicht mehr wie in der Vergangenheit vorausgesetzt würden.&#8221; (S. 57)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies mündet in die &#8220;reflexive Modernisierung&#8221; zu der Mouffe sagt:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Die Theoretiker der reflexiven Modernisierung stellen die von ihnen befürwortete Politik als in ihrer soziologischen Analyse begründet dar. Sie behaupten, aus den Veränderungen der Gesellschaft &#8211; dem Bedeutungsverlust der kollektiven Identitäten und dem Veralten des Modells der Gegnerschaft &#8211; nur die Konsequenzen für den Bereich der Politik zu ziehen. Das verleiht ihrer postpolitischen Vision einen Anschein von Wissenschaftlichkeit und Selbstverständlichkeit und lässt all jene, die nicht ihrer Meinung sind, als Gefangene eines altmodischen Denkens erscheinen. Das Schlüsselwort dieser Strategie ist natürlich &#8220;Modernisierung&#8221;. (S.72)<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; mit ihrem Drang nach &#8220;Modernisierung&#8221; führt zum dritten Weg, der &#8220;dialogischen Politik&#8221;:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Nur aus diesem Grund kann er (</em>Anmerkung: Giddens<em>) eine &#8220;dialogische Politik&#8221; anvisieren, die vermeintlich das Modell der Gegnerschaft überschreitet und für alle Bereiche der Gesellschaft vorteilhafte Lösungen findet. Bezeichnend für diese konsensorientierte, postpolitische Perspektive ist das Ausweichen vor fundamentalen Konflikten und das Vermeiden jeder kritischen Analyse des modernen Kapitalismus. Daher ist sie nicht in der Lage, die Hegemonie des Neoliberalismus in Frage zu stellen.&#8221; (S.79)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In dieser Konsensorientierung und Nicht-in-Frage-Stellung der herrschenden Ordnung sieht sie die Verantwortung für die aktuellen Probleme mit unseren Volksvertretern.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Statt ein Terrain für eine agonistische Diskussion zwischen linker und rechter Politik zu eröffnen, wird Politik aufs &#8220;Spinning&#8221;, auf Öffentlichkeitsarbeit, reduziert. Da es keinen fundamentalen Unterschied mehr zwischen den Parteien gibt, versuchen sie, ihre Produkte mit Hilfe von Werbeagenturen durch cleveres Marketing zu verkaufen. Die Folge ist eine wachsende Politikverdrossenheit und ein dramatisches Sinken der Wahlbeteiligung. Wie lange wird es dauern, bis die Bürger das Vertrauen in den demokratischen Prozess vollkommen verloren haben?&#8221; (S.84)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In den darauf folgenden Seite verteufelt Chanta Mouffe die Aussage der Modernisierer, rechtspopulistisches Gedankengut entstehe auf Grund von Rückwärtsgewantheit der Wähler und zeigt auf, dass dieser Erfolg Großteils auf der Berufung auf eine kollektive Identität besteht, die die ähnlichen, ja fast gleichen Parteien der Mitte auf Grund ihrer Austauschbarkeit nicht mehr bieten können. Und um die Aussage nach Differenzierung zu unterstreichen zitiert sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt" target="_blank">Carl Schmitt</a> der bemerkte, <em>&#8220;daß die Welt, &#8230;,  kein &#8220;Universum&#8221;, sondern ein &#8220;Pluriversum&#8221; ist.&#8221; (S. 114)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem auf dieses Zitat eine tiefere Auseinandersetzung mit dem postsozialistischen Werk <a href="http://www.amazon.de/Empire-neue-Weltordnung-Michael-Hardt/dp/3593372304/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277386074&amp;sr=8-4" target="_blank">Empire</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Habermas,_J%C3%BCrgen" target="_blank">Habermas</a> erfolgt fasst sie ab Seite 156 zusammen um in einer radikalen aber argumentativ vertretbaren These zu schließen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Niklas Luhmann betont hat, fordert moderne Demokratie eine &#8220;Spaltung der Spitze&#8221;, eine klare Trennung zwischen Regierung und Opposition.&#8221; (S.157)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies widerspricht jedoch nicht der Bindung an gewisse Prinzipen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Eine demokratische Gesellschaft verlangt ihren Bürgern die Bindung an gemeinsame ethisch-politische Prinzipien ab, die üblicherweise in einer Verfassung artikuliert und in einem gesetzlichen Rahmen verankert werden. Sie kann keine Koexistenz widerstreitender Legitimitätsprinzipien in ihrer Mitte zulassen. Zu glauben, einer Gruppe von Immigranten sollte im Namen des Pluralismus eine Ausnahme zugestanden werden, ist nach meiner Ansicht ein Fehler, der von mangelnder Kenntnis um die Rolle des Politischen bei der symbolischen Ordnung gesellschaftlicher Beziehungen zeugt.&#8221; (S. 160)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Über eine letzte Stellungsnahme zur Position die Europa in ihren Augen in Zukunft einnehmen sollte führt sie letztendlich auf Seite 170 all ihre Aussagen in diesem letzten Zitat zusammen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Daher kommen wir, wenn wir das demokratische Projekt verteidigen und radikalisieren wollen, nicht darum herum, das Politische in seiner antagonistischen Dimension anzuerkennen und den Traum von einer versöhnten Welt, die Macht, Souveränität und Hegemonie überwunden hätte, aufzugeben.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">In der Hoffnung, die wichtigsten Argumentationslinien des Buchs getroffen zu haben möchte ich mit einem eigenen Statement schließen. Nur weil wir in einer Welt leben, die nicht mehr die Bipolarität besitzt, wie sie dies noch vor 1990 getan hat, bedeutet noch lange nicht, dass sich das bessere System durchgesetzt hat. Es hat sich eines der beiden damals vorliegenden Modelle durchgesetzt und somit den, aus dem Wettbewerb hervorgehenden, Anspruch das Bessere zu sein erworben. &#8220;Ceasar dominus et supra grammaticam: <em>Der Kaiser ist Herr auch über die Grammatik.</em>&#8221; Wenn wir uns nicht kritisch mit dem was im Moment passiert auseinandersetzen und uns nicht dazu durchringen können, dass Konflikte nicht immer im Konsens gelöst werden müssen, werden die nächsten Jahre nicht sonderlich angenehm für uns werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt sitze ich hier auf dem <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=edenhof,+wiesenfelden&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=11.256167,43.286133&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Edenhof,+94344+Wiesenfelden,+Straubing-Bogen,+Bayern&amp;ll=49.064391,12.579989&amp;spn=0.011472,0.042272&amp;t=h&amp;z=15" target="_blank">Hof meiner Eltern</a> und treffe all meine Geschwister wieder. Sollte ich bleiben? Ich glaube nein. Ohne Reise, weniger Zeit zu lesen. Daher nehme ich mir für den Rückweg ein weiteres Werk vor, oder ich versuche endlich nach sechs Monaten Qual das Buch: &#8220;Unendlicher Spaß&#8221; zu Ende zu bringen.</p>

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		<item>
		<title>Fußballtortur</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 17:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rezession]]></category>

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		<description><![CDATA["Ich hänge mir ein Fähnchen an
und stehe hinterm Vat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Ich hänge mir ein Fähnchen an<br />
und stehe hinterm Vaterland.&#8221;</em></p>
<p>Es fällt mir schwer zu verstehen, was im Zuge der Fußballweltmeisterschaft alles im Land passiert.</p>
<p><strong>Sparpaket?</strong><br />
Fahnen im Angebot nur 1,50 €.</p>
<p><strong>Wirtschaftskrise? </strong><br />
Bier nur 2,50€.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle Antworten auf die ungelösten Fragen erscheinen plötzlich so einfach. Bleibt nur ein Problem. Diese verdammten Vuvuzelas. Zweckentfremdete Benzin Trichter, die uns den Spaß am Public Viewing vermiesen. Wie konnte die FIFA nur zulassen unseren schönen europäischen Sport und die damit verbundene Kultur so durch den Dreck zu ziehen. Jahrelang einstudierte und gelernte Fangesänge und Gegrölle. Die Spielgeräusche durch die Atmo-Mikrophone der Berichterstattung zur Untätigkeit verdammt. Der ständige Krach, Moderatoren dazu gezwungen ohne Punkt und Komma zu reden, um das monotone Summen zu übertönen. Doch so sind die Ursachen dieser Geräte nur schwer zu entdecken. Vom Pegel her müsste man ein ganzes Heer Bläser im Publikum vermuten. Die Kamerashots ins Publikum zeigen nur wenige. Vielleicht ist dieses Geräusch nur mutwillig über die Stadiongeräusche gelegt um die Ordner, Angestellten und Ansässigen nicht schreien zu hören. Sie könnten schlechte Stimmung verbreiten und <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,700473,00.html" target="_blank">härtere Maßnahmen erzwingen</a>. Wir lassen uns unseren schönen Sport nicht von Vuvuzelas zerstören: Dieses Spiel hat nach unserer Leitkultur gespielt zu werden und in dieser Kultur sind auch die Spielregeln für die Zuschauer klar definiert.</p>
<p><em>Liebe Südafrikaner, </em></p>
<p><em>Ihr dürft unsere Fußball-WM veranstalten, aber wenn ihr nicht so mitspielt wie wir es uns vorstellen setzt es was.</em></p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Sinne allen viel Spaß unter den bunten Mützen, Fahnen, Schirmen zur Abwendung der Depression.</p>

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		<title>Hamburg ist erstklassig!</title>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 17:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Geschichte über den 1. FC St. Pauli habe ich bere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/fusballlokalpatriotismus-in-hamburg/" target="_blank">Geschichte über den 1. FC St. Pauli habe ich bereits erzählt</a>. Als ich vor drei Jahren nach Hamburg gekommen bin, kickten die Jungs noch in der 3. Liga, wenn es diese damals überhaupt gab und sich nicht noch Regionalliga schimpfte. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Zum meiner Ankunft anschließenden Saisonabschluss stieg St. Pauli in die zweite Liga auf. Ein rauschendes Fest auf dem Kiez. Auch dort hielt sich der Verein nur kurz auf, eine Zwischenstation. Jetzt sind sie <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/hamburger-auflauf-am-09-mai-2010/" target="_blank">angekommen</a>. Wie passend. Hamburg in der ersten Liga. Mit beiden Vereinen. Die einzige Stadt Deutschlands die dies im Moment vorweisen kann. Und mit was? Mit Recht.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="320" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/KPLYJ7uySK8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="320" src="http://www.youtube.com/v/KPLYJ7uySK8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn <a href="http://www.clueso.de/" target="_blank">Clueso</a> nicht aus Hamburg kommt, trifft er den Ton der Zeit. Ich kam allein, war außer einmal zu einem Vorstellungsgespräch noch nie hier. Ich kannte eine Person. Und dennoch, ich wollte dorthin. Heute kann ich sagen, nie war eine Entscheidung besser. Die Menschen um mich herum, meine Freunde und Bekannten. Das Gefühl Teil einer Gemeinschaft zu sein. Die Stadt bei Sonne und Licht ein Traum. Selbst unter Regen eine Homage an die Sentimentalität. Die Vorfreude auf den Tag, an dem die Wolken Sonnenschein und blauem Himmel weichen. Was auch immer um Hamburg herum ist, es interessiert mich nicht. Ich lebe hier, die Stadt als Epizentrum meines persönlichen Bebens. Die Wege nicht weiter als von Stadtpark bis Elbstrand mit gelegentlichen Ausreißern aus der die beiden Punkte verbindenden Elipse. Wenn Clueso am Ende sagt: &#8220;Wer wohin wohl am besten passt.&#8221; Dann geh ich davon aus, hierher am besten zu passen. Hamburg ist erstklassig.</p>

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		<title>Sonntagmorgen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 17:59:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[nacht]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon spät. Oder früh. Der Unterschied liegt i [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist schon spät. Oder früh. Der Unterschied liegt im Auge des Betrachters. Wir stehen auf der Reeperbahn. Der Abend soweit mäßig erfolgreich verlaufen. Gefangen im Chaos des Feiervolks. Hier muss man Spaß haben. Wer ihn nicht hat, hilft nach. Mit Alkohol oder sonstigen Brandbeschleunigern. Diese haben bereits die erste Wirkung gezeigt. Die Köpfe mit I-Gel-Frisur wanken beängstigend, die Wortfetzen gelallt oder gebrüllt. Immer laut Lachen, es handelt sich schließlich um Spaß. Mir langts. Als letzte Rettung erchore ich den Golden Pudel am Fuße der Hafentreppe aus. Über die Rückseite der Reeperbahn hinunter in die Hafenstraße. Der Blick auf die Elbe im fortgeschrittenen Sonnenaufgang ein Traum. Schade das es heute wieder bewölkt ist. Auf der gegenüberliegenden Seite, direkt an der Elbe die Wallfahrt der Survivaljacken. Bevorzugt Rot mit Schwarz, getoppt von silbergrauem Haar, Halbglatze oder der Bubifrisur der über 45-jährigen Frauen. Die Gäste Hamburgs haben sich früh aus dem Bett gequält um  die Attraktionen des Fischmarktes zu erleben. Um Bilder zu machen, Fischbrötchen zu frühstücken, den Marktschreiern zu lauschen oder in der Fischauktionshalle die Unterhaltungsbands mit den ewig alten Gassenhauern zu bejubeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Danach steht es mir überhaupt nicht. Zuviel Spaß am frühen morgen. Dann lieber nochmal Pudel. Der Eintritt lächerlich. Schon im Eingangsbereich schlägt einem menschlicher Geruch in Form einer Dampfwolke entgegen. Die Brille meiner Begleitung beschlägt umgehend. Doch gute Musik lässt uns tiefer vordringen in die ewige Nacht der Musikkatakomben. Französischer House. Fluffig weich nimmt uns die Musik auf, umarmt vom Dampf der anderen Besucher. Wenn Musik eine Wolke wäre, hier würde ich mich gerne fallen lassen. Hineinlegen, die Glieder von mir strecken, die Augen schließen und mich tragen lassen, hinweg ins Licht.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider unvollendbare Phantasie. Doch auch so ist der Bann der Musik zu anziehend als das man den Raum verlassen könnte. Um einen zuckende Leiber, sich ekstatisch im Rythmus bewegend. Blicke treffen sich. Sehen und gesehen werden. Das Spiel der Überlebenden der Nacht. Zu nüchtern oder zu aufgedreht um wach zu bleiben, die letzten Energieschübe vernichtend. Meine Begleitung hat die Energie schon verlassen, ich bleibe allein zurück in einer Herde Fremder, die sich gebaren wie Freunde. Mitstreiter im Kampf gegen das Licht und die Ruhe. Die Dame gegenüber starrt mich an, versucht mich zum Lächeln zu animieren. Ich bin allein, ich bin frei, ich lasse mich nicht unter Druck setzen. Tapfer verweigere ich die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Sie bewegt sich aus meinem Blickfeld, eher hinter mich. Ist das schon der Sieg? Nein, sie tänzelt wieder zurück in mein Blickfeld. Weiterhin bleibt mein Gesicht wie versteinert. Plötzlich geht alles ganz schnell. Die Neonröhren an der Decke bringen Licht ins Dunkel. Mein Blick auf die Gesichter wirkt wie ein Spiegel auf mich. Erschrocken von der Bleiche der Gesichter, die im schummrigen Discolicht noch so attraktiv und fit wirkten drehe ich mich auf der Stelle um, schnappe mir meine Jacke und stolpere hinaus in den Hamburger Regen. Die zum Fischmarkt Wallenden keines Blickes würdigend, stoppe ich das nächste Taxi zurück in meine Wohnung. Beim Einsteigen ein letzter Blick auf den Strom der Versprengten die den Laden nun ebenso verlassen. Die Gesichter noch bleicher als die, die mich zuvor schon erschreckten.</p>
<p style="text-align: justify;">Sonntagmorgen in Hamburg.</p>

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		<title>Wer hat die Macht?</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 17:42:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ausflug der Zeppelin Universität nach Hamburg. Mit hoc [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeppelin-university.de/veranstaltungen/index.php?id=278&amp;my=04-2010" target="_blank">Ausflug der Zeppelin Universität nach Hamburg</a>. Mit hochkarätigen Vertretern ihres Fachs wurde die Frage beleuchtet: &#8220;Wer hat die Macht?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Gabriele Fischer, ihres Zeichens Chefredakteurin der <a href="http://www.brandeins.de/">brandeins</a>, <a href="http://ies.berkeley.edu/enews/articles/old/eckhard.html">Prof. Dr. Eckhard Schröter</a>, Dekan des Departments für Politik und Verwaltungswissenschaften der ZU und <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/institute/ijk/personal/professorinnen/dr-markus-rhomberg/" target="_blank">Dr. Markus Rohmberg</a> Medienwissenschaftler der ZU.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon der einleitende Satz mit den hochkarätigen Vertretern ihres Fachs weißt ein wenig daraufhin, was in der Diskussion passiert ist. Ziemlich wenig. Jeder scheute sich, eine klare Definition der Macht zu geben und statt dessen immer von Einfluss oder Verantwortung zu sprechen. Leider sprach niemand von Schuld, obwohl es irgendwie die ganze Zeit im Raum stand. Die Politik hätte dies zu machen, die Parteien hätten jenes zu machen und die Wirtschaft ist nochmal ganz anders. Nur die Medien, die können nix, ausser Ressonanz verstärken und Aufmerksamkeitsströme lenken. Sind aber total ohnmächtig bezüglich der Gesellschaft. Und Web2.0 schreibt nur von den Medien ab. Bringt sich dementsprechend auch nicht in den machtpolitischen Diskurs ein. Nestlé, Shell <span style="text-decoration: line-through;">und jetzt vielleicht BP</span> hat es nie gegeben. Dafür werden die NGOs als mächtig beschrieben. Als der Zusammenschluss von Individuen ausserhalb der politischen Parteien.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus dem Publikum linksradikale Krawallmacher die auf Ackermann und Konsorten geschimpft haben und denen ihre Gehälter und Boni streitig machen wollten, da augenscheinlich Machtmißbrauch vorliege.</p>
<p style="text-align: justify;">Diesmal konnte ich schon in der Veranstaltung nicht mehr ruhig bleiben und musste mich zu Wort melden. Mit einem Statement, welches ich auch gerne hier als meine Meinung zum Thema Macht hinterlassen möchte:</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Die Macht liegt nicht bei jemand anderem. Wenn ich die Macht einer anderen Person oder Organisation zuspreche, begründe ich darauf nicht nur meine eigene Ohnmacht, sondern auch die Unfähigkeit der Übernahme der Verantwortung für mein eigenes Handeln. Auch ich selbst habe Macht. Ich muss meine Macht gezielt und verantwortungsbewußt einsetzen um, über Konsum und Verhalten in der Gesellschaft, die volle Verantwortung für mein Handeln und meine Macht zu übernehmen.&#8221;</p>

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		<title>Wenn es keinen Sinn macht sich zu wehren</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 17:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
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		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[bleibt nur die Kapitulation. Eingeständnis des Unverme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">bleibt nur die <a href="http://www.lastfm.de/music/Tocotronic/_/Kapitulation" target="_blank">Kapitulation</a>. Eingeständnis des Unvermeidbaren. Ich hab den Punkt erreicht. Ich kann mich nicht mehr wehren. Der Versuch dem Netz auszuweichen, dem Netz zu entkommen liefert mich ihm aufs Neue aus. Argumente gegen die Partizipation im Netz finden sich meist im Netz. Ich nehme es hin. Als größte Erfindung aller Zeiten, als die Universalmaschine die unser Leben besser machen wird. Als eierlegende Wollmilchsau, die alles jedem umsonst bereit stellt. Wozu noch fliegen, wozu noch bewegen, wozu noch essen. Ich bin eins mit dem Inhalt. Der Inhalt bin ich.</p>
<p style="text-align: center;"><a title=" caught in the net by patrizia_ferri, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/9154668@N02/4032121504/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2656/4032121504_3f9ce041c7.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Genug des Lobgesanges, ich übergebe dem Chor. Einsatz des Solisten. <a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article7297780/Lass-uns-Freunde-bleiben.html" target="_blank">Lass uns Freunde bleiben</a>, <a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article7297786/Die-Lawine-donnert-bereits.html" target="_blank">Die Lawine donnert bereits</a>, <a href="http://www.zeit.de/2009/14/Last-fm" target="_blank">Mein musikalischer Zwillingsbruder</a> und der ultimative <a href="http://www.facebook.com/deactivate.php" target="_blank">Exit-Link für Facebook</a>, den ich leider nicht drücken konnte im Angesicht meiner Freunde, die mich dort vermissen würden, sind ein Anzeichen dafür, dass es mich zu sehr beschäftigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Reihe nach:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article7297780/Lass-uns-Freunde-bleiben.html" target="_blank">Lass uns Freunde bleiben</a></p>
<p style="text-align: justify;">Wie oft prangere ich die Unverbindlichkeit der Beziehungen im Netz an und wie sehr schätze ich sie. Ich schätze sie mehr als das ich sie verteufle, denn weiterhin bin ich der Ansicht auf diese auch verzichten zu können. Ob ich mich täusche weiß ich nicht, aber es hilft mir ungemein weiterhin den Eindruck zu haben alles unter Kontrolle zu haben. Nachdem ich jedoch nicht fähig war <a href="http://www.facebook.com/deactivate.php" target="_blank">den Link</a> zu drücken muss ich es ein weiteres Mal überdenken. Oder hinnehmen und kapitulieren. Ich kann nicht dabei sein ohne dabei zu sein. Ich will dabei sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article7297786/Die-Lawine-donnert-bereits.html" target="_blank">Die Lawine donnert bereits</a></p>
<p style="text-align: justify;">Welch hervorragende Metapher. Social Media erschreckt die Produzenten indem sie diesen zu verstehen gibt, dass sie mit der Art und Weise der Produktion oder mit dem Produkt nicht einverstanden sind. Kein reines Pushen von Meldungen mehr, ein Rückkanal den Keiner geöffnet hat, der plötzlich da war und beachtet werden muss. Ob man will oder nicht.<br />
Dieses Donnern kann ich auch hören ohne von der Lawine tatsächlich betroffen,  sprich mitgerissen werde. Derzeit höre ich ab und zu ein Donnern. Die Resonanzwellen gehen an mir vorbei. Aber wie lange noch? Wann kommt der Zeitpunkt an dem ich mich persönlich beteilige und Teil der Lawine werde oder selbst betroffen bin? Erneut das Problem: Ich kann nicht dabei sein ohne dabei zu sein. Ich will dabei sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeit.de/2009/14/Last-fm" target="_blank">Mein musikalischer Zwillingsbruder</a></p>
<p style="text-align: justify;">Den Artikel habe ich von einer Freundin zugesendet bekommen. <a href="http://www.last.fm/user/moedahoe" target="_blank">Last.fm</a> sammelt mit meiner Zustimmung Daten über meinen Musikkonsumverhalten und gleicht es mit dem Konsumverhalten Anderer Last.fm Nutzern ab. Auf Grund meines Konsums werden mir Vorschläge für alternative, von mir noch nicht gehörten Titeln gemacht, die von Nutzern mit ähnlichem Konsumverhalten gehört wurden. Hier dreht sich alles nur um die Musik. Am Ende steht aber die soziologische Frage: &#8220;Steht mir ein Mensch mit ähnlichem Konsumverhalten wie meinem näher als jemand mit einem total verschiedenen?&#8221; Um diese Frage zu beantworten muss ich mich der Werkzeugkiste des Netzes bedienen. Mir selbst fehlt es an der Akkuratheit meinen Konsum sauber zu protokollieren. Also nutze ich die gestellten Werkzeuge um am Ende des Tages herauszufinden ob der Konsum vereint. Ich kann nicht dabei sein ohne dabei zu sein. Ich will dabei sein.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Mein Unvermögen mich zu widersetzen, die Angst irgendwas zu versäumen halten mich gefangen im Netz. Ich nehme es hin. Ich kenne den Ausgang nicht und übe mich in Geduld. Ob jemals der Punkt erreicht sein wird an dem ich beurteilen kann ob ich mit oder ohne Netz leben will? Ich kann es wohl nicht herausfinden ohne dabei zu sein. Ich will dabei sein.</p>

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		<item>
		<title>Konsumrebellion</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 17:41:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Shopping]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte meinen Artikel über die Re:publica 10 noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich möchte <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/re-publica-2010/" target="_blank">meinen Artikel über die Re:publica 10 </a>noch um weitere Belege ergänzen um die These: &#8220;Internet, ein Wohlstandsproblem&#8221; zu stärken. Ohne Verschwörungstheorien weiter zu verfolgen beobachte ich derzeit zwei Phänomene mit großem Interesse. Wobei dieses Interesse eher dem Interesse ein einem Unfall entspricht: &#8220;Es ist schrecklich, aber ich kann nicht weg sehen.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1. OneClickActivism:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nur weil ich auf meinem digitalen Profil einer Seite oder Gruppe beitrete, die sich für den Schutz des Regenwaldes einsetzt, trägt dies in gar keiner Weise zum Schutz des Regenwaldes bei. Wozu macht man dies dann?</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der einen Seite definitiv aus persönlichem Engagement. Die grüne Seele blickt hervor und es tut ja auch nicht weh, sich zum Schutz der Umwelt zu bekennen. Speziell wenn es so einfach mit einem Click geschehen kann. Aber wieviel ist dieses Bekenntnis wert? Kann ich anschließend gleich ins Möbelhaus gehen und mir schöne Tropenwaldstücke zulegen? Ok, soweit würde vermutlich keiner gehen, aber dennoch behaupte ich, dass man diese Bekenntnisse eher auf Grund der Aussenwirkung macht, als das man wirklich die Ziele einer solchen Bewegung aktiv verfolgt. Sicher, ein öffentliches Bekenntnis kommt Werbung für die Idee gleich. Aber die Idee allein ohne persönliches Engagement bleibt eine reine Idee. Ein Worthülse zur Stärkung des eigenen Charakters.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2. Konsumrebellion:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin mit Sicherheit weder ein Freund von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3354flS1KJs&amp;feature=related" target="_blank">Wham</a> noch ein Freund der Fernsehcastingshows, ABER: Gegenkonsum sorgt in diesem Fall für höheren Gesamtkonsum. Um die Leser abzuholen:  Weihnachten 2009 organisierte ein Gruppe Menschen in England mit Hilfe diverser Online-Plattformen einen Konsumkrieg im Musikmarkt. Normalerweise stehen an der Spitze der britischen Charts vor Weihnachten <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3354flS1KJs&amp;feature=related" target="_blank">Wham mit &#8220;Last Christmas&#8221;</a>. Die Initatoren hinter der Bewegung haben dies erfolgreich verhindert, indem sie ihre Mitstreiter dazu aufforderten, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=clpCQFiSIBg" target="_blank">Rage Against The Machine mit &#8220;Killing In The Name Of&#8221;</a> an die Spitze der Charts zu befördern. Es hat funktioniert. Ein netter Gag. Das was ich nun für den aktuellen Konsumkrieg sehe erschreckt mich mehr:</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Status: <a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/musik/2010/04/22/dsds-mehrzad-bluemchen-led-zeppelin/boomerang-stairway-to-heaven-dont-believe-dreikampf-um-die-chartspitze.html" target="_blank">Im Moment kämpfen zwei Bewegungen gegen den designierten No. 1 Startplatz für den Gewinner der aktuellen Stafel von DSDS</a>. Einmal <a href="http://www.facebook.com/#!/group.php?gid=114758248551023&amp;ref=ts" target="_blank">Blümchen mit Boomerang</a> und auf der anderen Seite <a href="http://www.meinvz.net/bestimme-die-charts" target="_blank">Led Zeppelin mit Stairway To Heaven</a>. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich alle daran beteiligten im Klaren sind, wer am Ende des Tages der Gewinner ist. Denn eigentlich kann es nur einen geben. Die Musikindustrie. Dieser Konsumkriegt führt am Ende des Tages nur dazu, dass von allen drei sich herauskristallisiernden Favoriten mehr gekauft wird, als es sonst von einem Einzelnen gekauft worden wäre. Es steht nicht die Entscheidung &#8220;OB?&#8221; zu Debatte sondern nur &#8220;WAS?&#8221;. Eine Konsumentscheidung die auf keinerlei Konkurrenz zwischen den Titeln aufbaut, sondern einzig und allein ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rat_Race" target="_blank">Rat Race</a> anfeuert um die Spitze der Charts. Rebellion durch Konsum zeigt sich allerdings nicht an Bestsellerlisten oder Charterfolgen. Konsumrebellion bedeutet für mich Konsumverweigerung gegenüber den Produzenten. Verzicht und Intoleranz. Denn im aktuellen Beispiel sehe ich zwei Effekte: Gegner von DSDS kaufen viele Titel der anderen beiden. Es ist an sich auch kein hoher Betrag, 0,99 € für einen Download kann man verschmerzen. Fans des neuen &#8220;Superstars&#8221; kaufen hingegen viele Titel des Bohlentitels, denn auch hier gilt. Was sind 0,99€ wenn ich damit den Rebellen eines auswischen kann. Am Ende greift die Logik der Skaleneffekte nach dem jeder gekaufte Titel in der Kasse der Musikindustrie klingelt. Am Ende stellt sich die Frage: &#8220;Was bringt mir ein Titel meiner Plattensammlung auf Platz 1 der Charts?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Naja, wenn ich mir den obigen Post jetzt so ansehe stelle ich erschreckenderweise fest, dass ich vielleicht den einen oder anderen Leser nun dazu gebracht habe, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Bitte nicht. Wer keinen Bock auf DSDS hat soll sich einen Titel kaufen der ihm tatsächlich gefällt, die Kohle stecken lassen oder dem nächsten Obdachlosen geben <span style="text-decoration: line-through;">oder in den Klingelbeutel werfen</span>. Denn am Ende kann man dem Produzenten nur mit einem Schaden zufügen. Verzicht auf seine Produkte.</p>

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