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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; Neues</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>meetOne &#8211; Social Discovery Network</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 11:21:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieso ich bei meetOne dem Social Discovery Network arbeite.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Was ist <a href="http://www.meetOne.com" target="_blank">meetOne</a> und was ist ein Social Discovery Network?</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor ich darauf eingehe, hole ich ein bisschen aus, um zumindest einen Grund zu erläutern, weshalb es in letzter Zeit unter <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com" target="_blank">Lonely-People-Talk-A-Lot.com</a> etwas ruhiger war. Das hat das weniger damit zu tun, dass ich nichts erlebt oder gemacht habe, sondern hauptsächlich damit, dass ich im September bei einem neuen Projekt angeheuert habe. 2011, das Jahr der drei Firmen im Leben des Moritz Schott. Im Januar noch  bei <a href="http://www.apprupt.com" target="_blank">apprupt</a> gestartet, wechselte ich zum 01. April zu<a href="http://www.emailvision.com" target="_blank"> emailvision</a> um auch dort im September die Segel zu streichen und bei<a href="http://www.meetOne.com" target="_blank"> meetOne</a> einzusteigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Wechsel von der mobilen App-Vermarktung über einen professionellen E-Mailversender hin zu einem Social Discovery Network erscheint auf den ersten Blick nicht schlüssig, ist aber berechtigt.<br />
Während die ersten beiden Aufgaben inhaltlich klar sind, ist ein Social Discovery Network für die meisten ein neuer Begriff. Am besten erkläre ich dies, wenn ich den Begriff hinsichtlich anderer Angebote im Netz abgrenze. Grundsätzlich hilft <a href="http://www.meetone.com" target="_blank">meetOne</a> dabei, neue Leute kennen zu lernen, bzw. Freunde zu finden. Weshalb, dafür gibt es doch Facebook, mag der eine oder andere geneigte Leser fragen. Ich antworte nein. <a href="http://www.facebook.com" target="_blank">Facebook</a> oder <a href="http://www.studivz.net">StudiVZ</a> helfen dabei, reale Freundschaften ins Netz zu übertragen. Mich interessiert, was mein Freund Franz macht, weil ich einen persönlich Bezug zu ihm habe, der sogenannte Social Graph. Ich kann via Social Network allerdings keinen Freund Franz finden, denn an Hand welcher Kriterien soll ich diesen auswählen? meetOne ist darauf ausgerichtet, andere Personen an Hand Interessen zu finden. Du suchst jemand zum Fußballspielen? Du suchst jemanden zum Quatschen? Du suchst jemaden zum abhängen? meetOne stellt dir Leute vor, die gerade jetzt das Gleiche suchen.</p>
<p style="text-align: center;"><object width="450" height="229"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SRAOsw0-qQI?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="229" src="http://www.youtube.com/v/SRAOsw0-qQI?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Manch einer sagt jetzt vielleicht: &#8220;Pff, einfach nur ein anderes Datingportal.&#8221; Auch wieder falsch. Sicher, bei den oben genannten Interessen kann auch das Interesse: &#8220;Du suchst jemanden zum Daten?&#8221; stehen und ja, meetOne hilft auch Leute zum Daten zu finden, aber nicht aussschließlich. Daher hat meetOne auch herzlich wenig mit den Plattformen wie: <a href="http://www.elitepartner.com" target="_blank">elitepartner</a>, <a href="http://www.parship.com" target="_blank">parship</a> oder <a href="http://www.friendscout24.de" target="_blank">friendscout24</a>. zu tun. Diese Plattformen versuchen an Hand eines Matchmakings zueinander passsende potentielle Partner zu finden. Doch wie allseits bekannt zieht sich nicht immer unbedingt Gleiches an. meetOne hat mit diesen Plattformen herzlich wenig zu tun.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.meetOne.com" target="_blank">meetOne</a> ist die Disco im Internet. Der Laden in den man geht, weil man andere, neue Leute treffen will. Und man hält sich auch genau aus diesem Grund dort auf. Wenn ich ausgehe bin ich auch nicht zwangsläufig auf der Suche nach einer Partnerin, sondern möchte einfach neue Leute treffen, mich unterhalten, Spaß haben, lästern, Blödsinn machen. Und wenn der Abend vorbei ist, geh ich nach Hause und habe entweder neue Freunde gefunden, die ich nun öfter treffen und beehre oder halt nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Und weil es im Netz keinen Platz gibt der dieses Möglichkeit abbildet, arbeite ich beim <a href="http://www.meetone.com" target="_blank">Social Discovery Network meetOne</a> und freue mich auf die kommenden Herausforderungen. Wer möchte kann unser Treiben auch im Teamblog unter:<a href="http://blog.meetone.com" target="_blank"> blog.meetone.com</a> beobachten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Musik des Clips kann man sich in voller Länger auf Soundcloud anhören und runterladen:</p>
<p style="text-align: center;"><object width="100%" height="81"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F26049892" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F26049892" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=2023&amp;md5=7fa2cf9d01f91c2a554514197b8cf826" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Google+ ist auch nur Wave-</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 12:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schweinezykluslambada. All das was über Google+ geschrieben wird und die Art und Weise wie es auf allen Kanälen verkündet wird erinnert stark an die alten Hypes, denen ich selbst teilweise selbst auch gefolgt bin. Wie, z.B. Google Wave, ein Produkt, welches heute eingestellt ist, weil es einfach zu komplex und umfangreich war, als das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Schweinezykluslambada. <a href="http://uarrr.org/2011/07/01/warum-google-das-bessere-social-network-ist/" target="_blank">All</a> <a href="http://www.robertbasic.de/2011/06/google-plus-heisse-ingenieursluf/" target="_blank">das</a> <a href="http://brainblogger.de/2011/07/google-und-meine-ersten-gedanken-dazu/" target="_blank">was</a> <a href="http://scobleizer.com/2011/07/01/why-yo-momma-wont-use-google-and-why-that-thrills-me-to-no-end/" target="_blank">über</a> <a href="http://www.google.com/+" target="_blank">Google+</a> <a href="http://www.was-is-hier-eigentlich-los.de/6878/ich-bei-google.html/" target="_blank">geschrieben</a> wird und die Art und Weise wie es auf allen Kanälen verkündet wird erinnert stark an die alten Hypes, denen ich selbst teilweise selbst auch gefolgt bin. Wie, z.B. <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/google-wave-uberwaltigend/" target="_blank">Google Wave</a>, ein Produkt, welches heute eingestellt ist, weil es einfach zu komplex und umfangreich war, als das man es bedienen konnte. Scheinbar braucht es wirklich einfache Instrumente, um eine Masse begeistern, motivieren und unterhalten zu können. Wichtigster Punkt hierbei ist in meinen Augen, die Möglichkeit einen Punkt machen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">In sich abgeschlossen argumentieren zu können. Wie diese Sätze, die in sich abgeschlossen sind und in ihrer Summe eine Stellungsnahme darstellen. Sollte irgendjemand anderer Meinung sein, hat er die Möglichkeit dies im Comment-Bereich zu tun. Auch wieder in sich abgeschlossen. Google Wave war anders. Dort gab es kein in sich abgeschlossenes Argument. Jeder konnte alles verändern, meine Aussage überarbeiten, das sie ihm gefällt und vielleicht gar nicht mehr das bedeutet, was ich ursprünglich sagen wollte. Massive Überforderung unserer Kommunikationskultur. Vielleicht war das der Grund, wieso sich dieses vielversprechende Produkt nicht etablieren konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Statt dessen gibt es jetzt eine klassische Copy-Cat aus dem Hause Google, welche versucht Twitter und Facebook Nutzer ab zu nehmen. Die Experten sind schon da und faseln Sinnloses. Ich bin mir meiner Schizophrenie umfassend bewusst. Allein dieser Artikel über Google+ reiht mich ein in die Menge der Schreihälse und Wichtigtuer, die schon am Anfang bei Google+ dabei waren. Für alle die noch keinen Blick auf das Netzwerk werfen konnten: Ihr versäumt nichts. Langweiliges Geek-Gefasel in leicht geändertem Layout. Keine Events, keine Schnittstellen, eine halbfertig und halbherzig gestartete Kopie anderer Netzwerke. Am Ende zählt der Inhalt, der Inhalt der Nutzer und den kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1989&amp;md5=e1d92757ddb8fe519eea07a476cb8245" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Raumschiff Erde 2011 #rse11</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 20:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die letztjährige Veranstaltung schon ein schönes, stimmiges und interessantes Format darstellte, erfreute mich die erneute Ankündigung der Wiederholung im Jahr 2011 sehr. Auf ein neues, Raumschiff Erde 2011. Der Saal wirkte besser gefüllt als noch im letzen Jahr, die Themenauswahl ähnlich spannend und ausgewogen.
Insgesamt war ein sauberer roter Faden zu erkennen.
Die Einleitung mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem die <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/raum-schiff-erde-rse10/" target="_blank">letztjährige Veranstaltung</a> schon ein schönes, stimmiges und interessantes Format darstellte, erfreute mich die erneute Ankündigung der Wiederholung im Jahr 2011 sehr. Auf ein neues,<a href="http://www.raumschiffer.de/" target="_blank"> Raumschiff Erde 2011</a>. Der Saal wirkte besser gefüllt als noch im letzen Jahr, die Themenauswahl ähnlich spannend und ausgewogen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.raumschiffer.de/2011/programm.html" target="_blank">Insgesamt war ein sauberer roter Faden zu erkennen.</a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Einleitung mit Mandelbrot war mir etwas zu komplex, bzw. diese hab ich auf der Suche nach WLAN ordentlich verschlafen. Der erste Vortrag von <a href="http://uncondition.wordpress.com/" target="_blank">Dannie Jost</a> hinterfragte die Sinnhaftigkeit der Wissenschaft und die an sie gerichtete Hoffnung der Steuerung der Welt. Eine Aufforderung zur Duldung und Akzeptanz der Komplexität.</p>
<p style="text-align: justify;">Der zweite Vortrag von<a href="http://www.truthdaredoubledare.com/"> Jeremy Tai Appet</a> über die Veränderung der Geschwindigkeit und der Reduzierung des Möglichen auf die individuelle Aufmerksamkeit. Das gezeigte Konzept der <a href="http://www.haw-hamburg.de/">HAW</a> zur Interaktion mit Computern und Design, war zwar interessant, nur leider konnte ich diesen nicht richtig dem eigentlichen Ansinnen zuordnen, das da hieß: Get offline.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel Sylvester sprach über das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fablab" target="_blank">FabLab</a> und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für die urbane Gesellschaft. Ein wirklich gutes Konzept und wenn ich mir vorstelle, dass ich in Zukunft ein teures Ersatzteil für irgendwas brauche, was aber weder vom Hersteller noch von sonstwem vorghalten wird, sehe ich in nem Fablab mit 3D Drucker und Laserschneidern eine Möglichkeit diese Ersatzteile selbst zu produzieren. Und ja, es wäre wünschenswert einen solchen Raum in Hamburg zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend sprach <a href="http://junes.eu/">Jürgen Neumann</a> über die<a href="http://www.ohanda.org/" target="_blank"> Open Hardware Initiative</a>. Das Konzept der<a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;sqi=2&amp;ved=0CCkQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fde.creativecommons.org%2F&amp;ei=kIlZTdHtOIHFtAb98LSlCw&amp;usg=AFQjCNFeyu1clotDjmMeiD_qyNsLrZFAyQ&amp;sig2=QZeQocENRq6bXUyuy3Ho4Q" target="_blank"> Creative Commons</a> auf Hardware und Pläne übertragen. Ein absolut sinnvolles Vorhaben, welches hoffentlich auf absehbare Zeit viele Mitstreiter gewinnt. Ich stelle mir vor, VW stellt die Baupläne des Käfers unter diese Lizenz und ich geh dann mit den Plänen ins FabLab und druck mir nen Käfer aus. Da ich im Moment das Auto aber noch nicht brauche und es erst in ein paar Jahren haben will, optimiere ich die Pläne hinsichtlich des verbauten Motors und bau ne Elektromaschine ein. Diese dem Zeitgeist angepasste Modifikation stelle ich dann auch wieder allen zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: justify;">Passend zum Thema Raumschiff Erde kamen dann tatsächlich ein <a href="http://www.part-time-scientists.com/" target="_blank">Teilzeitwissenschaftler</a> der Raumfahrtforschung auf die Bühne und präsentierten in Person Karsten Beckers den Lunar Rover für die Teilnahme am <a href="http://www.googlelunarxprize.org/" target="_blank">Lunar XPrize</a>. Witziger Vortrag über den Versuch ein Fahrzeug auf den Mond zu befördern und von dort Livebilder zu senden. Ein Prototyp des Fahrzeuges bildete während der ganzen Veranstaltung den visuellen Hintergrund für das Raumschiff.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.raumschiffer.de/2011/programm.html#tanja" target="_blank">Tangible Interfaces</a>, neuer Begriff den ich bisher noch nicht wirklich gehört habe, war das Thema von <a href="http://www.tanjadoering.de/">Tanja Döring</a>. Sie zeigte neue Formen der Interaktionen mit dem Rechner und Tools. Nette Anwendungsbeispiele, das wars dann aber auch.</p>
<p style="text-align: justify;">Concepts of IT-Based Modern Living von <a href="http://seamlessinteraction.com/" target="_blank">Matthias Vogt</a>. Er stellte einen vollständigen interaktiven Lebensraum in Form des <a href="http://livingplace.informatik.haw-hamburg.de/blog/?page_id=47" target="_blank">Living Place  an der HAW vor</a>. Quasi eine Umsetzung und ein Versuchsfeld für interaktives Wohnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://nonuts.de/" target="_blank">Benjamin Rabe</a> und <a href="http://jan.krutisch.de/" target="_blank">Jan Krutisch</a> präsentierten sich als Künstler im urbanen Nahverkehr. Der eine zeichnet auf dem iPhone, der andere produziert während der Fahrt Musik. Nett anzusehen, ich für meinen Teil werde mich jedoch weiterhin eher auf den Konsum von Musik oder Printprodukten beschränken.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch kann als Fazit nur gesagt werden, dass es wieder ein echt guter Event ist und ich mich schon heute auf den hoffentlich stattfindenden Nachfolger im nächsten Jahr freue.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1903&amp;md5=6c7faf059283887295d65f1845cce17d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kaugummis nicht runterschlucken</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 20:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Blog hat auch immer eine gewisse pädagogische Verpflichtung und des weiteren sollten Blogs auch aufklärend Mythen der Gesellschaft bestätigen oder widerlegen. Ich bestätige heute die Warnungen der Eltern und Großeltern bezüglich des Herunterschluckens von Kaugummis, weil dann nämlich das passiert:
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ein Blog hat auch immer eine gewisse pädagogische Verpflichtung und des weiteren sollten Blogs auch aufklärend Mythen der Gesellschaft bestätigen oder widerlegen. Ich bestätige heute die Warnungen der Eltern und Großeltern bezüglich des Herunterschluckens von Kaugummis, weil dann nämlich das passiert:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://asset.soup.io/asset/0429/8419_cbf1.jpeg" rel="lightbox[1823]"><img class="aligncenter" src="http://asset.soup.io/asset/0429/8419_cbf1.jpeg" alt="" width="320" height="228" /></a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1823&amp;md5=75c680f7d142a7a2347ec9676bc801ff" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der gezeichnete Witz</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 14:29:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der alte Bürohumor funktioniert einfach weiterhin am besten. Einfach mal was witziges in der Mailbox finden. So wie den hier:
Ansonsten fehlt die Zeit um mehr zu schreiben, daher nur grinsen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Der alte Bürohumor funktioniert einfach weiterhin am besten. Einfach mal was witziges in der Mailbox finden. So wie den hier:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/11/image003.gif" rel="lightbox[1804]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1805" title="image003" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/11/image003-300x157.gif" alt="" width="300" height="157" /></a>Ansonsten fehlt die Zeit um mehr zu schreiben, daher nur grinsen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1804&amp;md5=49d99997049dd0e065c828f4fd2f91c6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hamburger Dienstleister</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 08:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss eine Lanze für die Hamburger Dienstleister brechen.
Heute für die Taxifahrer Hamburgs. Deren Einsamkeit habe ich bereits thematisiert, heute muss ich ihre Aufrichtigkeit loben. Während meines Urlaubs in Israel habe ich meine Wohnung einem Bekannten geliehen, der im Moment mit dem Hamburger Wohnungsmarkt zu kämpfen hat. Er ist Architekt und Spanier. Wir trafen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich muss eine Lanze für die Hamburger Dienstleister brechen.<br />
Heute für die Taxifahrer Hamburgs. <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/einsamkeit-des-taxifahrers/" target="_blank">Deren Einsamkeit habe ich bereits thematisiert</a>, heute muss ich ihre Aufrichtigkeit loben. Während meines <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/tel-aviv/" target="_blank">Urlaubs in Israel</a> habe ich meine Wohnung einem Bekannten geliehen, der im Moment mit dem Hamburger Wohnungsmarkt zu kämpfen hat. Er ist Architekt und Spanier. Wir trafen uns am Tag meiner Abreise und ich gab ihm den Schlüssel zu meiner Wohnung. Während ich mich auf den Weg zum Flughafen machte nahm er ein Taxi und fuhr mit seinem Gepäck zu meiner Wohnung. Leider vergaß er eine Tasche im Taxi. Da es ein Taxi war, welches er auf der Straße gestoppt hatte und nicht über eine Funktaxiverbindung gerufen hatte, waren auch all seine und die Versuche anderer Freunde über die Taxizentralen den Fahrer ausfindig zu machen erfolglos. Geknickt die Tasche mit dem für ihn wertvollen Inhalt (Festplatte und Ladekabel) verloren zu haben verließ er nach fünf Tagen meine Wohnung. Ich kehrte am darauf folgende Tag zurück. An der Eingangstür prangte folgendes Bild:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/09/P1030543.jpg" rel="lightbox[1739]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1741" title="P1030543" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/09/P1030543-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin begeistert. Der Taxifahrer kam zurück und schrieb einen Brief auf Englisch mit seinen Kontaktdaten. Er wußte nichts über meinen Untermieter, außer das er dort anscheinend wohnte und das er Architekt ist. Der Rest des Hauses denkt dies jetzt wohl auch von mir, aber egal wenn es der Sache dient.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1739&amp;md5=95b5f2f299a756b696bf9ab71b14d82d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tel Aviv</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 11:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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		<category><![CDATA[kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[oder: Wonderful Life


Wie bekomme ich jetzt den Bogen vom Urlaubsbericht zu einem Low-Speed Song geschlagen? Im Endeffekt gar nicht oder relativ einfach: Wonderful Life von Hurts war der Soundtrack in den Köpfen von Gerret und mir in den vergangenen sechs Tagen. Der spannendere Teil ist komplizierter. Was haben wir in diesen sechs Tagen erlebt? ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">oder: Wonderful Life</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="330" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Kuwdw7KmGwA?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="330" src="http://www.youtube.com/v/Kuwdw7KmGwA?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Wie bekomme ich jetzt den Bogen vom Urlaubsbericht zu einem Low-Speed Song geschlagen? Im Endeffekt gar nicht oder relativ einfach: Wonderful Life von Hurts war der Soundtrack in den Köpfen von Gerret und mir in den vergangenen sechs Tagen. Der spannendere Teil ist komplizierter. Was haben wir in diesen sechs Tagen erlebt? Ich werfe Buzzwords an: <strong>Scheiß Internet, Bargeldloses Bezahlen, Hitze, Nepperfreiheit, Offenheit und Sicherheitswahnsinn.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich fülle die Buzzwords mit Inhalten, <strong>Scheiß Internet</strong>:<br />
Nach einem unspektakulären Flug kamen wir in Tel Aviv an. Dort fand uns sofort ein netter und kompetenter Taxifahrer der uns zum von mir vorab gebuchten Hotel bringen sollte. So zumindest der Plan. Leider entpuppte sich das gebuchte Hotel als Baustelle. Nicht als Baustelle im Privatfernsehenstyle, sondern als umfängliche Baustelle, die die Schließung inbegriffen hatte. Irgendwie hatte ich die Buchungsanfrage als Bestätigung angesehen. Also standen wir um fünf Uhr morgens in Tel Aviv und hatten kein Hotel. Mir hängen die Worte des Taxifahrers in den Ohren: „Internet is shit, you can never trust this shit. I hate it.“ Diese Aussage ist zum Großteil gerechtfertigt. Andererseits hatte ich zuvor auch noch mit anderen Hotels Kontakt aufgenommen und Emails ausgetauscht, somit konnte relativ schnell eine Alternative gefunden werden in <a href="http://www.momoshostel.com/" target="_blank">Momo&#8217;s Hostel</a>. Hotels in Tel Aviv sind relativ teuer, daher der Umschwenk auf Hostel, dort gab es das Doppelzimmer für knapp 60 € pro Nacht. 60 € für Gefängnissgefühl, was beim Schlafen allerdings keinen großen Einfluss hat, man schläft einfach weniger.<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bargeldloses Bezahlen</strong><br />
In vollständiger Naivität und blindem Vertrauen auf meine Kreditkarte mit den vier großen Buchstaben habe ich Deutschland ohne Bargeld verlassen. Schon am Flughafen stellte sich dies als Problem heraus. Denn leider hatte ich die PIN meiner kürzlich neu zu gesendete Karte vergessen. Somit konnte ich mit der Karte keinerlei Bargeld abheben. Immerhin ist Tel Aviv so fortschrittlich, dass man ohne Probleme weiterhin mit der Karte zahlen kann. Denn zur Zahlung mit Kreditkarte langt bekanntlich die Unterschrift. Das Ausweichen auf andere Karten stellte sich dahingegen zu Beginn als kompliziert heraus, da nicht alle Geldautomaten Maestrokarten unterstützen. Immerhin hatte Gerret Bargeld am Start, welches er schon am Flughafen wechselte und somit hatten wir eine klare Rollenverteilung, wo immer viel Geld in die Hand genommen werden musste zückte ich die Karte, beim Rest war ich auf ihn angewiesen.<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hitze</strong><br />
Schon bei Ankunft um vier Uhr morgens konnte die Jacken getrost abgelegt werden. Mit Ankunft in der finalen Unterkunft war es bereits hell. Ein Ablegen zum Schlafen im Hotel kam uns zu diesem Zeitpunkt eher unpassend vor, daher beschlossen wir nach kurzem Abduschen direkt den Weg zum 100 Meter entfernten Strand einzuschlagen um dort den fehlenden Schlaf aufzuholen. Angekommen am Strand zwei Liegen mit Schirm gewählt und relativ umgehend eingeschlafen. Ab spätem Vormittag wieder wach und fit, zumindest ich für meinen Teil. Da der Reisebegleiter noch schlief machte ich mich auf den Weg den Strand zu erkunden. Als ich nach ausgiebigem Spaziergang in beide Richtungen des Strandes zurückkam war auch Gerret wieder wach. Hochrot. Leider hatten wir zu Beginn unseres Strandaufenthalts die Vorsorge bezüglich des Auftragens von Sonnencreme auf Grund des frühen morgens unterlassen. Somit fand ich den arischen Begleiter bei meiner Rückkehr hochrot vor. Wir beschlossen uns einen Platz zum Mittagessen zu suchen. Eine Straße hinter dem Strand schlug die Hitze unerbittlich auf uns ein. Der fehlende Wind trieb uns den Schweiß ins Gesicht und dunkle Flecken auf die Oberbekleidung. Für Ende September ein ungewohntes Gefühl.<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nepperfreiheit<br />
</strong>Eine der positivsten Überraschungen. Egal an welchem Strand wir uns die Tageszeit vertrieben, nie wurden wir von Kokosnuss, Sonnenbrillen oder sonstigen Verkäufern belangt. Als weiteres Highlight muss das vollständige Fehlen von Wasserjets, Bananen und Fallschirmfliegern beschrieben werden. Die einzigen Geräusche am Strand waren brechende Wellen, quiekende Kinder und sprechende Menschen, in der Ferne selten das Geräusch der nahen Hauptverkehrsstraße. Das ganze in unmittelbarer Stadtnähe. Ein Traum. Auch in der Stadt keine ständige Aufmerksamkeitsstörer, die den Versuch starten, zwei unbedarfte Besucher in irgendwelche Etablissements zu locken. Auf dem Rückflug hatten wir acht Stunden Aufenthalt in Prag. Der Ausflug in die Stadt zeigte uns wie es laufen kann im Touristenzirkus.<br />
<strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Offenheit</strong><br />
Die Offenheit umfasst zwei Themengebiete. An jeder Straßenecke findet man freies WLAN, selten im Ausland gewesen und nie gezwungen die mobile Datenverbindung zu nutzen um auf dem Laufenden zu bleiben oder zusätzliche Informationen über das Umfeld abzurufen. Große Offenheit zeigten jedoch auch die Bewohner der Stadt Tel Aviv. Deutsche Auswanderer, die uns bei unseren Unterhaltungen identifizieren konnten, sprachen uns ungezwungen an und unterhielten sich mit uns, sprachen Empfehlungen aus oder nahmen uns weiter mit zu irgendwelchen Veranstaltungen, in die wir dann teilweise dank den Begleitern umsonst rein kamen.<br />
<strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sicherheitswahnsinn</strong><br />
Es herrscht schon eine große Unsicherheit und Spannung in der Stadt, bzw. im Land. Es ist nicht so, dass alle ängstlich umher laufen würden, aber abgesehen vom Strand sind alle anderen Gebäude von bewaffneten Sicherheitsleuten geschützt und überall muss vor dem Eintritt die Tasche geöffnet werden. Auch werden immer wieder Straßen von der Polizei abgesperrt, da in der Straße eine Bombenentfernungsoperation am Laufen ist. Wenn dies auf unserem Weg der Fall war sind wir meist gleich weiter gezogen. Der Sicherheitswahnsinn gipfelte in einem Ausflug nach Jerusalem. Die Reise dorthin war noch entspannt. Der Eingang der Altstadt von Polizei und Militär komplett umstellt. Auch innerhalb der Altstadt eine enorme Polizei- und Militärpräsenz. In Hinterhöfen der Seitengassen ganze Reservearmeen. Es war ein jüdischer Feiertag, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sukkot" target="_blank">Sukkot</a> und gleichzeitig Freitag, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freitagsgebet" target="_blank">der höchste, wöchentliche islamische Feiertag</a>. Unangenehm wurde es für Gerret und mich als wir uns im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalemer_Altstadt#Muslimisches_Viertel" target="_blank">muslimischen Viertel</a> etwas verlaufen hatten und plötzlich von einer Herde kleiner Jungen beschimpft und Steine vor unsere Füße geschmissen wurden. Was Auslöser war ist unklar. Ruhig gingen wir weiter in Richtung israelischer Soldaten, die an der Straßenecke auftauchten. Als die Kinder die Soldaten kommen sahen überholten sie uns und gaben uns zu verstehen, dass wir in die andere Richtung verschwinden sollten. Umgedreht und an der nächsten Kreuzung abbiegend liefen wir einem älteren Mann und seinem Sohn in die Arme, die beide hervorragend englisch Sprachen und uns ins <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalemer_Altstadt#Christliches_Viertel" target="_blank">christliche Viertel</a> geleiteten. Die beiden meinte, die Kinder seien nur etwas nervös bezüglich der militärischen Präsenz im Viertel. Vom christlichen Viertel aus zogen wir Richtung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klagemauer" target="_blank">Klagemauer</a>, die unglaublich stark besucht war. Die Aktionen und Rituale der orthodoxen Juden wirkten befremdlich und unverständlich. Seit der Erfahrung mit den islamischen Kindern waren meiner Reisebegleitung nur noch karge Wortfetzen über die Lippen gekommen, wer ihn kennt wäre überrascht. Nach abschließendem Besuch der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grabeskirche" target="_blank">Grabeskirche</a> (die religiösen Stätten des Islams waren an diesem Tag, da Freitag für uns außer Reichweite). Auch wenn ich jeglicher Religion eher gleichgültig gestimmt bin und sie den Praktizierenden überlasse, verwirrte mich die gesehene, „aggressive“ Ausübung. Um das Thema Sicherheitswahnsinn nochmals ausdrücklich zu belegen: Ich erlebte am Flughafen die längste Sicherheitskontrolle meines Lebens. Zwei Stunden lang wurden mein Gepäck und ich von allen Seiten beleuchtet und durchsucht. Am Ende wurde dennoch nichts gefunden und ich konnte ausreisen. Angenehm war die Kontrolle trotzdem nicht.<br />
Dennoch würde ich jederzeit wieder nach Israel gehen. Der Erholungswert der Stadt Tel Aviv, die Stadt mit Strand kombiniert und das fehlen der Touristenfallen lassen einfach unglaublich viel Platz für Entfaltung und Entdeckungen. Unten der Link zu den Bildern auf <a href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/sets/72157625044105848/with/5029552816/" target="_blank">Flickr.</a></p>
<p style="text-align: center;"><div class="flickr-photos"><a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5029552816/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5029552816" title="Tel Aviv 2010 - Zufällig per Selbstauslöser entstandener Shot."><img src="http://farm5.static.flickr.com/4132/5029552816_c2a001a1de_t.jpg" width="100" height="56" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5028947509/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5028947509" title="Tel Aviv 2010 - Ankunft in Tel Aviv um sechs Uhr morgens, gleich zum Strand, Ausschlafen."><img src="http://farm5.static.flickr.com/4128/5028947509_34dc90bce1_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5029562568/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5029562568" title="Tel Aviv 2010 - Strandansicht bei Morgen"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4146/5029562568_f55430a59a_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5029561264/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5029561264" title="Tel Aviv 2010"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4105/5029561264_2df7bbe77f_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5028943813/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5028943813" title="Tel Aviv 2010"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4110/5028943813_c3f08b84ea_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5028942653/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5028942653" title="Tel Aviv 2010"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4126/5028942653_39baf2a2b2_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5029557684/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5029557684" title="Tel Aviv 2010"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4107/5029557684_27e0c721b3_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5029556780/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5029556780" title="Tel Aviv 2010"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4145/5029556780_deb46b6cf1_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5028939339/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5028939339" title="Tel Aviv 2010"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4104/5028939339_2a4f89fa56_t.jpg" width="56" height="100" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5029554280/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5029554280" title="Tel Aviv 2010"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4146/5029554280_64051a6245_t.jpg" width="100" height="56" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5028935243/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5028935243" title="Tel Aviv 2010 - Nur damit es jeder glauben kann, dass wir dort waren."><img src="http://farm5.static.flickr.com/4145/5028935243_720e45de83_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> <a class="tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/5028934339/" rel="album-72157625044105848" id="photo-5028934339" title="Tel Aviv 2010 - 8 Stunden Aufenthalt in Prag bieten Zeit für Unternehmungen."><img src="http://farm5.static.flickr.com/4147/5028934339_e6e854e6b9_t.jpg" width="100" height="75" alt="Tel Aviv 2010" /></a> </div></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1730&amp;md5=b5eed9442adc540b3e59ae08aa129632" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Oben Unten September</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 12:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einmal von oben nach unten. Kurz vor der Nordsee gestartet bis kurz vor die österreichische Grenze. Im Frühherbst per Bahn durch die abgeernteten Flure. Noch stehen die Bäume in vollem Saft und Grün. Die Felder zeichnen sich als geometrische Figuren ab, begrenzen sich gegenseitig. Was hier zuvor wohl gestanden ist? Weizen, Gerste, Mais? Einzig ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Einmal von oben nach unten. Kurz vor der Nordsee gestartet bis kurz vor die österreichische Grenze. Im Frühherbst per Bahn durch die abgeernteten Flure. Noch stehen die Bäume in vollem Saft und Grün. Die Felder zeichnen sich als geometrische Figuren ab, begrenzen sich gegenseitig. Was hier zuvor wohl gestanden ist? Weizen, Gerste, Mais? Einzig die Kartoffeln und manch Sonnenblumenfeld steht noch unter vollem Ertrag. Dazwischen die Maschinen schon mit dem Ausbringen von Dünger und der Feldbearbeitung beschäftigt. Für eine erneute reiche Ernte im nächsten Jahr.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1706&amp;md5=9ed694fecf32ff7c16bfe5b9d9e2b16a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Reisezeit ist Lesezeit &#8211; Chantal Mouffe</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 13:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich möchte nicht unbedingt behaupten, dass ich gerne verreise. Aber wenn dann richtig. Dies bedeutet nicht, dass ich zwingend weit weg muss, aber es bedeutet, die Vorteile der Reise zu nutzen. Nicht die Vorteile nach der Ankunft, sondern die Reise als Reise. Kürzlich Griechenland und die Türkei, danach Berlin und dieses Wochenende bayrischer Wald. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/weihnachten-und-jahreswechsel-2009-in-indien/">möchte</a> <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/autopiesis-oder-sammeln-fur-fortgeschrittene/" target="_blank">nicht </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/vier-tage-prag-fur-30-jahre-wahnsinn/" target="_blank">unbedingt </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/die-deutsche-bahn-verarschung-am-kunden/" target="_blank">behaupten</a>, <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wochenendausfluge-und-die-entsprechenden-leiden/" target="_blank">dass </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/munchner-tage/" target="_blank">ich </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/istanbul/" target="_blank">gerne </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/nachts-in-berlin/" target="_blank">verreise</a>. Aber wenn dann richtig. Dies bedeutet nicht, dass ich zwingend weit weg muss, aber es bedeutet, die Vorteile der Reise zu nutzen. Nicht die Vorteile nach der Ankunft, sondern die Reise als Reise. Kürzlich Griechenland und die Türkei, danach Berlin und dieses Wochenende bayrischer Wald. Nicht spektakulär, alles mit Grund und einem gewissen Zwang versehen. Zumindest für die Zeit nach der Ankunft. Die Reise an sich nervt mich eigentlich unendlich. Gefangen in Röhren, Blechhüllen, Vakuumzylindern. Abgenabelt von der Nabelschnur der Gegenwart, kein oder nur schlechten Empfang mit den mobilen Geräten, gewöhnlich alleine unter Fremden, als Fremder für Fremde, was bleibt ist die Zeit. Sie verinnt und geht dahin. Wurmlochhaft, doch statt einem Stehenbleiben der Zeit während der Fahrt, läuft sie mit und weiter. Also was kann ich tun? Schlafen? Nein, unbequem und nicht wirklich vorteilhaft. Vorbereiten und Aufbereiten von Projekten, Präsentationen und Stellungsnahmen? Nein, wenn ich reise halte ich mir den Rücken frei. Die Reise als Reise zu verstehen, deren Inhalt die Bewegung von A nach B ist. Das Sprung zwischen Lokalitäten. Die Arbeit kann ich im Büro oder zu Hause verrichten, mit all den Mitteln und Werkzeugen, die ich hierzu benötige. Unterwegs wäre es doch nur eingeschränkte Normalität. Ich muss es anders füllen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich lese.</p>
<p style="text-align: justify;">Überraschenderweise mehr und aufmerksamer als sonst irgendwo. Die letzten Wochen waren es Romane von<a href="http://www.tcboyle.de/" target="_blank"> T.C. Boyle</a>, <a href="http://chuckpalahniuk.net/" target="_blank">Chuck Palahniuk</a>, <a href="http://www.houellebecq.info/deutsch.php3" target="_blank">Michel Houellebecq</a> und Sachbücher von <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26676.html" target="_blank">Chantal Mouffe</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ein Zug ging es hindurch durch die Texte. Kurzgeschichten, Erzählungen, <a href="http://www.amazon.de/Ausweitung-Kampfzone-rororo-Michel-Houellebecq/dp/3499243393/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383889&amp;sr=8-2" target="_blank">meine eigene Biographie</a> oder wirklich gute politische Festellungen wie sie <a href="http://www.amazon.de/%C3%9Cber-das-Politische-kosmopolitische-Illusion/dp/3518124838/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383957&amp;sr=1-1" target="_blank">Chantal Mouffe</a> an den Tag legt. Selten habe ich ein Werk gelesen, welches den aktuellen Zeitpunkt und die aktuelle gesellschaftliche Lage so klar und deutlich beschreibt, wie ich wünschte es selbst darlegen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Zusammenbruch des eisernen Vorhangs sieht Chantal Mouffe den Neoliberalismus und das kapitalistische Wirtschaftssystem als allein verbleibendes Gesellschaftssystem, welches sich in seiner Alleinstellung und der moralischen Vereinnahmung der &#8220;Menschlichkeit&#8221; als einzig wahres System für alle Menschen profiliert. Auf dem Weg dorthin wird jeder Konflikt im Konsens beigelegt und führt zu einer &#8220;dialogischen Politik&#8221;, welche in der neuen Mitte aufgeht. Doch bevor ich mühsam den Inhalt mit meinen eigenen Worten zusammenfasse zitiere ich lieber aus ihrem Buch: <strong>&#8220;Über das Politische &#8211; Wider die kosmopolitische Illusion&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Thema Unsicherheit der &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; zerlegt sie <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Giddens,_Anthony" target="_blank">Giddens</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Beck,_Ulrich" target="_blank">Beck</a>:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Beck sieht auch Giddens die Ursache vieler dieser Ungewißheiten allein im Abwachsen des menschlichen Wissens. Die seien das Ergebnis menschlicher Eingriffe in das gesellschaftliche Leben und in die Natur. Die neuen Möglichkeiten globaler Kommunikation in Echtzeit hätte die Globalisierung noch intensiviert und dadurch den Trend zu &#8220;hergestellter Unsicherheit&#8221; beschleunigt. Vermittels der Entwicklung einer globalisierten kosmoplotischen Gesellschaft könnten deren Traditionen nun in Frage gestellt werden; ihr Status habe sich verändert, da sie jetzt gerechtfertigt werden müssten und nicht mehr wie in der Vergangenheit vorausgesetzt würden.&#8221; (S. 57)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies mündet in die &#8220;reflexive Modernisierung&#8221; zu der Mouffe sagt:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Die Theoretiker der reflexiven Modernisierung stellen die von ihnen befürwortete Politik als in ihrer soziologischen Analyse begründet dar. Sie behaupten, aus den Veränderungen der Gesellschaft &#8211; dem Bedeutungsverlust der kollektiven Identitäten und dem Veralten des Modells der Gegnerschaft &#8211; nur die Konsequenzen für den Bereich der Politik zu ziehen. Das verleiht ihrer postpolitischen Vision einen Anschein von Wissenschaftlichkeit und Selbstverständlichkeit und lässt all jene, die nicht ihrer Meinung sind, als Gefangene eines altmodischen Denkens erscheinen. Das Schlüsselwort dieser Strategie ist natürlich &#8220;Modernisierung&#8221;. (S.72)<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; mit ihrem Drang nach &#8220;Modernisierung&#8221; führt zum dritten Weg, der &#8220;dialogischen Politik&#8221;:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Nur aus diesem Grund kann er (</em>Anmerkung: Giddens<em>) eine &#8220;dialogische Politik&#8221; anvisieren, die vermeintlich das Modell der Gegnerschaft überschreitet und für alle Bereiche der Gesellschaft vorteilhafte Lösungen findet. Bezeichnend für diese konsensorientierte, postpolitische Perspektive ist das Ausweichen vor fundamentalen Konflikten und das Vermeiden jeder kritischen Analyse des modernen Kapitalismus. Daher ist sie nicht in der Lage, die Hegemonie des Neoliberalismus in Frage zu stellen.&#8221; (S.79)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In dieser Konsensorientierung und Nicht-in-Frage-Stellung der herrschenden Ordnung sieht sie die Verantwortung für die aktuellen Probleme mit unseren Volksvertretern.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Statt ein Terrain für eine agonistische Diskussion zwischen linker und rechter Politik zu eröffnen, wird Politik aufs &#8220;Spinning&#8221;, auf Öffentlichkeitsarbeit, reduziert. Da es keinen fundamentalen Unterschied mehr zwischen den Parteien gibt, versuchen sie, ihre Produkte mit Hilfe von Werbeagenturen durch cleveres Marketing zu verkaufen. Die Folge ist eine wachsende Politikverdrossenheit und ein dramatisches Sinken der Wahlbeteiligung. Wie lange wird es dauern, bis die Bürger das Vertrauen in den demokratischen Prozess vollkommen verloren haben?&#8221; (S.84)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In den darauf folgenden Seite verteufelt Chanta Mouffe die Aussage der Modernisierer, rechtspopulistisches Gedankengut entstehe auf Grund von Rückwärtsgewantheit der Wähler und zeigt auf, dass dieser Erfolg Großteils auf der Berufung auf eine kollektive Identität besteht, die die ähnlichen, ja fast gleichen Parteien der Mitte auf Grund ihrer Austauschbarkeit nicht mehr bieten können. Und um die Aussage nach Differenzierung zu unterstreichen zitiert sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt" target="_blank">Carl Schmitt</a> der bemerkte, <em>&#8220;daß die Welt, &#8230;,  kein &#8220;Universum&#8221;, sondern ein &#8220;Pluriversum&#8221; ist.&#8221; (S. 114)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem auf dieses Zitat eine tiefere Auseinandersetzung mit dem postsozialistischen Werk <a href="http://www.amazon.de/Empire-neue-Weltordnung-Michael-Hardt/dp/3593372304/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277386074&amp;sr=8-4" target="_blank">Empire</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Habermas,_J%C3%BCrgen" target="_blank">Habermas</a> erfolgt fasst sie ab Seite 156 zusammen um in einer radikalen aber argumentativ vertretbaren These zu schließen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Niklas Luhmann betont hat, fordert moderne Demokratie eine &#8220;Spaltung der Spitze&#8221;, eine klare Trennung zwischen Regierung und Opposition.&#8221; (S.157)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies widerspricht jedoch nicht der Bindung an gewisse Prinzipen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Eine demokratische Gesellschaft verlangt ihren Bürgern die Bindung an gemeinsame ethisch-politische Prinzipien ab, die üblicherweise in einer Verfassung artikuliert und in einem gesetzlichen Rahmen verankert werden. Sie kann keine Koexistenz widerstreitender Legitimitätsprinzipien in ihrer Mitte zulassen. Zu glauben, einer Gruppe von Immigranten sollte im Namen des Pluralismus eine Ausnahme zugestanden werden, ist nach meiner Ansicht ein Fehler, der von mangelnder Kenntnis um die Rolle des Politischen bei der symbolischen Ordnung gesellschaftlicher Beziehungen zeugt.&#8221; (S. 160)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Über eine letzte Stellungsnahme zur Position die Europa in ihren Augen in Zukunft einnehmen sollte führt sie letztendlich auf Seite 170 all ihre Aussagen in diesem letzten Zitat zusammen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Daher kommen wir, wenn wir das demokratische Projekt verteidigen und radikalisieren wollen, nicht darum herum, das Politische in seiner antagonistischen Dimension anzuerkennen und den Traum von einer versöhnten Welt, die Macht, Souveränität und Hegemonie überwunden hätte, aufzugeben.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">In der Hoffnung, die wichtigsten Argumentationslinien des Buchs getroffen zu haben möchte ich mit einem eigenen Statement schließen. Nur weil wir in einer Welt leben, die nicht mehr die Bipolarität besitzt, wie sie dies noch vor 1990 getan hat, bedeutet noch lange nicht, dass sich das bessere System durchgesetzt hat. Es hat sich eines der beiden damals vorliegenden Modelle durchgesetzt und somit den, aus dem Wettbewerb hervorgehenden, Anspruch das Bessere zu sein erworben. &#8220;Ceasar dominus et supra grammaticam: <em>Der Kaiser ist Herr auch über die Grammatik.</em>&#8221; Wenn wir uns nicht kritisch mit dem was im Moment passiert auseinandersetzen und uns nicht dazu durchringen können, dass Konflikte nicht immer im Konsens gelöst werden müssen, werden die nächsten Jahre nicht sonderlich angenehm für uns werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt sitze ich hier auf dem <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=edenhof,+wiesenfelden&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=11.256167,43.286133&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Edenhof,+94344+Wiesenfelden,+Straubing-Bogen,+Bayern&amp;ll=49.064391,12.579989&amp;spn=0.011472,0.042272&amp;t=h&amp;z=15" target="_blank">Hof meiner Eltern</a> und treffe all meine Geschwister wieder. Sollte ich bleiben? Ich glaube nein. Ohne Reise, weniger Zeit zu lesen. Daher nehme ich mir für den Rückweg ein weiteres Werk vor, oder ich versuche endlich nach sechs Monaten Qual das Buch: &#8220;Unendlicher Spaß&#8221; zu Ende zu bringen.</p>
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		<title>Nachts in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 16:53:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin macht sich daran seine Faszination mehr und mehr einzubüßen. Zumindest für mich. Nicht auf Grund der aktuellen Schlagzeilen, dass sie den Spitzenplatz in der Unterhaltungsgastronomie verloren haben, nein, mein Gefühl sagt mir: „Berlin kocht auch nur mit Wasser.“ Am Ende treffe ich auf meinen Ausflügen die gleichen Menschen wie überall anders auch. Ausgehend, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Berlin macht sich daran seine Faszination mehr und mehr einzubüßen. Zumindest für mich. Nicht auf Grund <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,701234,00.html">der aktuellen Schlagzeilen</a>, dass sie den Spitzenplatz in der Unterhaltungsgastronomie verloren haben, nein, mein Gefühl sagt mir: „Berlin kocht auch nur mit Wasser.“ Am Ende treffe ich auf meinen Ausflügen die gleichen Menschen wie überall anders auch. Ausgehend, mit dem Wunsch sich der kollektiven Identität der Ausgeher und Unternehmungslustigen anzuschließen. Nicht allein zu sein, Menschen zu treffen die man treffen müsste. Und so steht man in Kneipen, Bars und Clubs und lässt den Blick durch die Menge schweifen. Hoffend in einem klaren Ausschnitt eine interessante Person allein auf Grund ihres Aussehens zu erkennen. Man kann nur gucken. Sprechen ist unmöglich, die Katze im Sack. Nehm ich das Heft in die Hand und spreche den ersten Satz oder nicht. Was, wenn sich der Angesprochene nicht für meinen Text interessiert? Vielleicht schätz ich die Person auch falsch ein und sie ist gar nicht auf der Suche nach Anschluss, sondern geht hier einem anderen Antrieb nach? Oder was mache ich, wenn die Angesprochene sich als Hohlbrot entpuppt? Als hübsches Ding, als Schmuck, der Inhalt der Erstkontaktaufnahme allerdings schon so langweilig, das man eigentlich sofort die Flucht ergreifen sollte. Doch was sagt man dann? „Sorry, du bist mir zu doof. Tschüss dann.“  Ich wünschte ich könnte, doch so quäle ich mich durch die Gespräche bis sich die Möglichkeit zur Flucht ergibt. Also was ist das Ziel des Ausgehens? Die Antwort bleibt mir auch Berlin schuldig. Wir waren viele, zu fünft unterwegs den Abschied eines Freundes zu feiern. Deshalb waren wir dort, doch was war dein Antrieb?</p>
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