Es liegt vermutlich an dem gut zum Titel dieses Blogs tauglichen Refrain: “Allein, allein” der Gruppe Polarkreis 18. Vermutlich liegt es aber nicht nur allein am Titel. Die Melodie ist eingängig und der leicht säuselige Gesang lässt sich gut anhören.
Die Geschichte des Bandnamens ist witzig, kann mir aber nicht mehr als ein Schmunzeln abringen. Was ich spannender fand war die Tatsache, dass es sich erneut um eine junge, deutsche Band aus dem Osten des Landes handelt. Richtig, dem Osten. Der Osten der einem immer wieder mit Trostlosigkeit, Nationalismus, Arbeitslosigkeit, Landflucht und sonstigen negativen Assoziationen verkauft wird. Wieso aber kommen so viele, erfolgreiche deutsche Bands aus genau diesem Teil des Landes? Die Prinzen lasse ich bewußt aussen vor. Deren Zenit war schon Mitte der 90iger überschritten. Vermutlich sogar schon nach dem ersten Smash-Hit: “Ich wär so gerne Millionär.” Die nächsten waren Rammstein. Laut, wild, ungestüm und provokant. Zu speziell für den Mainstream aber nichts desto trotz erfolgreiche Band im Ausland. Ein deutsches Exportgut. Gerne erinnere ich mich an Auslandsreisen in denen ich nach meinem Outing: “Du…, du hascht..” entgegengeschmettert bekommen habe. Direkt nach Mercedes, BMW und Hitler.
Und heute? Seit mehreren Jahren setzen sich Bands in den Playlisten fest, die aus dem Teil der Republik kommen, der ja angeblich so verloren ist. Auf Rammstein folgten Silbermond, Rosenstolz und die unvermeidlich erfolgreichen Tokio Hotel. Ich kanns mir nicht erklären. Aber ich finde es gut und will eigentlich nicht trennen, zwischen West und Ost. Aber wieso sollte man nicht auch einmal die Punkte in denen der so oft geprügelte Landesteil dem Anderen überlegen ist anerkennen? Mich freuts. Es bestätigt meine These:
Egal wo du wohnst, egal wer du bist, Menschen mit denen man etwas erschaffen kann findet man überall, egal wie trostlos dein Umfeld auf andere wirken mag.