“Ich hänge mir ein Fähnchen an
und stehe hinterm Vaterland.”
Es fällt mir schwer zu verstehen, was im Zuge der Fußballweltmeisterschaft alles im Land passiert.
Sparpaket?
Fahnen im Angebot nur 1,50 €.
Wirtschaftskrise?
Bier nur 2,50€.
Alle Antworten auf die ungelösten Fragen erscheinen plötzlich so einfach. Bleibt nur ein Problem. Diese verdammten Vuvuzelas. Zweckentfremdete Benzin Trichter, die uns den Spaß am Public Viewing vermiesen. Wie konnte die FIFA nur zulassen unseren schönen europäischen Sport und die damit verbundene Kultur so durch den Dreck zu ziehen. Jahrelang einstudierte und gelernte Fangesänge und Gegrölle. Die Spielgeräusche durch die Atmo-Mikrophone der Berichterstattung zur Untätigkeit verdammt. Der ständige Krach, Moderatoren dazu gezwungen ohne Punkt und Komma zu reden, um das monotone Summen zu übertönen. Doch so sind die Ursachen dieser Geräte nur schwer zu entdecken. Vom Pegel her müsste man ein ganzes Heer Bläser im Publikum vermuten. Die Kamerashots ins Publikum zeigen nur wenige. Vielleicht ist dieses Geräusch nur mutwillig über die Stadiongeräusche gelegt um die Ordner, Angestellten und Ansässigen nicht schreien zu hören. Sie könnten schlechte Stimmung verbreiten und härtere Maßnahmen erzwingen. Wir lassen uns unseren schönen Sport nicht von Vuvuzelas zerstören: Dieses Spiel hat nach unserer Leitkultur gespielt zu werden und in dieser Kultur sind auch die Spielregeln für die Zuschauer klar definiert.
Liebe Südafrikaner,
Ihr dürft unsere Fußball-WM veranstalten, aber wenn ihr nicht so mitspielt wie wir es uns vorstellen setzt es was.
In diesem Sinne allen viel Spaß unter den bunten Mützen, Fahnen, Schirmen zur Abwendung der Depression.