Eine Geschichte über den 1. FC St. Pauli habe ich bereits erzählt. Als ich vor drei Jahren nach Hamburg gekommen bin, kickten die Jungs noch in der 3. Liga, wenn es diese damals überhaupt gab und sich nicht noch Regionalliga schimpfte. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Zum meiner Ankunft anschließenden Saisonabschluss stieg St. Pauli in die zweite Liga auf. Ein rauschendes Fest auf dem Kiez. Auch dort hielt sich der Verein nur kurz auf, eine Zwischenstation. Jetzt sind sie angekommen. Wie passend. Hamburg in der ersten Liga. Mit beiden Vereinen. Die einzige Stadt Deutschlands die dies im Moment vorweisen kann. Und mit was? Mit Recht.
Auch wenn Clueso nicht aus Hamburg kommt, trifft er den Ton der Zeit. Ich kam allein, war außer einmal zu einem Vorstellungsgespräch noch nie hier. Ich kannte eine Person. Und dennoch, ich wollte dorthin. Heute kann ich sagen, nie war eine Entscheidung besser. Die Menschen um mich herum, meine Freunde und Bekannten. Das Gefühl Teil einer Gemeinschaft zu sein. Die Stadt bei Sonne und Licht ein Traum. Selbst unter Regen eine Homage an die Sentimentalität. Die Vorfreude auf den Tag, an dem die Wolken Sonnenschein und blauem Himmel weichen. Was auch immer um Hamburg herum ist, es interessiert mich nicht. Ich lebe hier, die Stadt als Epizentrum meines persönlichen Bebens. Die Wege nicht weiter als von Stadtpark bis Elbstrand mit gelegentlichen Ausreißern aus der die beiden Punkte verbindenden Elipse. Wenn Clueso am Ende sagt: “Wer wohin wohl am besten passt.” Dann geh ich davon aus, hierher am besten zu passen. Hamburg ist erstklassig.