Lonely People Talk A Lot

Yuppies in Urbanity

Netzlos, Planlos, Hirnlos

April 7th, 2009 written by moritz

Der folgende Text stammt aus den Zeiten zu denen ich nicht fähig war mit meinem ersten Linux Netbook ans Netz zu gehen. Mittlerweile ist dies möglich, ursprünglich geschrieben habe ich die folgenden Zeilen allerdings am: 25. März 2009.

So schauts aus und nicht anders. Aber wenn das Display nur zur Hälfte zu sehen ist, dann ist es irgendwie komisch: ungewohnt.

Wenn ich mit dieser Auflösung arbeite, schaut es ja schon fast gut aus.

Aber so richtig gefällt es mir noch nicht.

Immerhin habe ich jetzt den ersten Text auf diesem Rechner geschrieben aber kann damit nicht viel anfangen. Was bin ich, ohne einen Zugang ins Netz? Ein Niemand, ich habe nichts zu sagen, aber weiß wie ich es sagen kann. Das Betriebssytem an dem ich sitze wurde erstellt unter Public Licence. Unglaublich. Ich kann im Moment keine Musik hören, keine Emails abrufen, ich bin ein Versager. Ich kann mich nicht mitteilen, ich kann nichts lesen und trotzdem bin ich unfähig das Gerät aus der Hand geschweige denn vom Schoß zu nehmen. Ich leide. Am allerschlimmsten ist es dieses Leiden nicht mitteilen zu können. Nicht twittern, Skypen oder sonstwas zu können. Ich könnte mein Telefon zur Hand nehmen. Doch wen anrufen? Keiner kann mir mit diesem Problem helfen. Wie kann ich die schwachen Knoten aktivieren ohne im Besitz meines Senders fürs anonyme Netz zu sein?

Wer das hier ließt hat meine schwierigste Zeit nicht miterlebt. Vielleicht lacht man über diesen stumpfsinnigen Text. Doch wer da lacht, der hat keine Ahnung. Ja, ich bin einfach nicht der Crack, der Linux, Java, Windows, und all die dazu gehörigen Technologien perfekt beherrscht. Ich kann mir in einem kleinen Fehlerkreis selbst helfen. Aber wer da draußen kann mehr? Jeder der sich einen Rechner zu Hause aufgestellt hat? Ich glaube nicht. Wahrscheinlich hat am Ende der gute Albert Einstein recht: „Wir arbeiten heute mit Technologien daran, Probleme zu lösen, die wir ohne die Technologie gar nicht gehabt hätten.“ Das tragische an diesem Zitat ist: Es ist falsch, oder zumindest nicht ganz richtig. Um das zu klären brauche ich Netzzugang. Hab ich nicht. Vielleicht kann das Zitat somit mir zugeschrieben werden.

Das richtige Einsteinzitat lautet: Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.” Woher das andere stammt kann ich im Moment nicht ganz nachvollziehen. Wenns jemand weiß darf er es gerne in den Kommentar schreiben.

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