Lonely People Talk A Lot

Yuppies in Urbanity

Nietzsche ohne Bezug, aber mit starkem Spruch

November 26th, 2009 written by moritz

Des acids Suppe ist definitiv einer meiner favorisierten Unterhaltungsblogs. Nicht alles was dort aufgeführt wird ist wirklich interessant. Aber regelmäßig sind Schmuckstücke dabei. Eines dieser hat sich heute im Netz meines Feedreaders verfangen und ich möchte es teilen und weiterführen. Es stammt von Nietzsche und die Autoren des acids Suppe haben es von You May Be Offended kopiert.

Schöner Ausspruch. Da Nietzsche sich auf Deutsch ausgedrückt hat, habe ich mir dazu das passende Original-Zitat gezogen: “Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.” Sexisumus hin oder her. Ich sehe drüber hinweg. Der Inhalt trifft den Nagel auf den Kopf. Ob dies ein Plädoyer für subversive Elemente ist, die sich dem Krawall und dem Anderssein um jeden Preis verschrieben haben? Ich glaube nicht. Meine Interpretation sieht diesen Satz als Plädoyer für Achtung aller Menschen. Ihm hilft sich nicht in falschen Vorbildern oder Idolen finden zu wollen. Erklärt, dass jede Aussage getätigt werden kann, aber dennoch nicht richtig sein muss. Die eigenständige Bewertung aller Aussagen. Nur weil viele das Gleiche sagen muss es nicht richtig sein. Es ist ein Plädoyer für die freie Meinungsäusserung. Für die Freiheit der Gedanken. Und die Aussprache dieser Gedanken. Übertragen auf die heutige Zeit beschreibt es das Bloggen und die Sociosphere des Web2.0. Jeder kann alles sagen und schreiben. Die Entscheidung über die Richtigkeit der Inhalte muss der Leser fällen. Es kann nicht zu viel veröffentlicht werden. Ich möchte hier mit dem Programm der Brücke schließen, auf welches ich kürzlich im Museum für Kunst und Gewerbe in der Ausstellung: Rosa – so eigenartig grün, aufmerksam geworden bin:

Und um es besser lesen zu können, hier noch die Niederschrift des obigen Druckes:

“Mit dem Glauben an Entwicklung an eine neue Generation der Schaffenden wie der Geniessenden rufen wir alle Jugend zusammen und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber dem wohlangesessenen älteren Kräften. Jeder gehört zu uns der unmittelbar und unverfälscht das wiedergiebrt, was ihn zum Schaffen drängt.”

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