Lonely People Talk A Lot

Yuppies in Urbanity

Experiment Ironblogger – für mich gescheitert?

October 13th, 2013 written by moritz

Bis eben thronte ein Artikel über meine Teilnahme an den Ironbloggern Hamburg an der Spitze meines Bloggs. Doch tatsächlich muss ich sagen, dass mein Experiment geplatzt ist. Weder der Gruppendruck noch der finanzielle Zwang haben mich dazu gebracht wöchentlich zu Blogposts zu verfassen.

Vielleicht ist mein Leben einfach zu langweilig als das ich wöchentlich davon erzählen möchte. Vielleicht auch nicht. Im Moment gibt es nur zu wenig zu sagen und mehr zu denken.

Ich hoffe, die anderen Ironblogger sind konsequenter.

Ironblogger – ohne Druck läuft nix

September 15th, 2013 written by moritz

Ist man ein faules Schwein, wenn man nur auf Druck Disziplin an den Tag legt? Diese Frage ist dahingehend berechtigt, da ich mich um regelmäßiger den Blog zu befüllen einer Inititative angeschlossen habe.

Ironblogger:

Ironblogger sind ein willkürlicher Zusammenschluss von Bloggern, die sich dazu verabredet haben, mindestens einmal die Woche einen Blogpost zu veröffentlichen. Wer dieser Verabredung nicht folgt, muss 5 € in die Ironbloggerkasse zahlen, sozusagen als Penale. Dieses Geld wird dann je nach lokaler Abmachung gemeinsam mit allen Bloggern vertrunken oder wie in Hamburg, gespendet. Nachdem ich Mitte Juli beigetreten bin habe ich es zweimal nicht geschafft Inhalt zu veröffentlichen, daher ist mein aktueller Schuldenstand bei 10€.

Trotz des Druckes schaffe ich es leider nicht, mich jede Woche mitzuteilen. Aber ich bin dennoch regelmäßiger am veröffentlichen, als es zuvor der Fall war. Natürlich läuft dieses Experiment Gefahr, dass die Inhalte verflachen, wenn Menschen wie ich am Sonntag da sitzen und verzweifelt irgendetwas produzieren, denn das Internet ist ja geduldig.

Grundsätzlich sollte es jedoch kein Problem sein, einmal pro Woche etwas sinnvolles zu verfassen. Denn irgendwas ist ja immer.

In diesem Sinne gelobe ich Besserung, dass nicht zu viele Füllartikel entstehen, ansonsten kann man das als Leser auch getrost als ausführliches Lebenszeichen betrachten.

 

Fremde Trends

August 31st, 2013 written by moritz

Es gibt so Trends die sind mir fremd. Aktuell wunder ich mich über die Verunstaltung von Körpern in Form von bunten Tatoos und großen Löchern in den Ohren. Sieht man mehr und mehr auf den Straßen. Und ich stehe da und wundere mich, ob ich zum Spießer geworden bin.

Wörthersee 2013 – 54 km³ pure Erholung

August 25th, 2013 written by moritz

Mitten im August, 12 Tage in Pörtschach am Wörthersee. Blauer Himmel, Sonnenschein und glasklares 24°C warmes Wasser.

Besuche von Freunden

21 km Halbmarathon

1.34 km den Wörthersee durchschwommen

aus 1.9 km Höhe am Gleitschirm geflogen

Gut gegessen

Ljubljana bewundert

Zeit genossen

Fleisch is for Loser

August 11th, 2013 written by moritz

Meat is Murder sangen die Smiths auf dem gleichnamigen Album schon 1985. Sicher, es gibt unzählig viele moralisch und ethische Gründe auf Fleisch zu verzichten. Und es gibt auch welche, die für den Verzehr von Fleisch sprechen. Doch in den letzten Wochen ist mir eine Sache bewusst geworden: Fleisch ist langweilig.

Meine Freundin Pia hat beschlossen Vegetarierin zu werden. In der Vergangenheit waren gemeinsame Abendessen, zu denen festliche Gerichte zubereitet und verspeist wurden, essentieller Bestandteil unserer Freizeit. Inoffizieller Höhepunkt dieser Schlemmereien war eigentlich immer irgendeine Art von Fleischgericht. Diese Art der gemeinsamen Aktivität wollen wir natürlich trotz einseitiger Abkehr vom Fleisch erhalten. Und plötzlich stellt man fest, dass man außer Fleisch recht wenige Rezepte der vegetarischen Küche kennt, die über Salat und Beilagen hinausgehen. Als ich dann kürzlich auf Empfehlung von Fabian die Doku: “Nie wieder Fleisch” (hier in voller Länge auf YouTube) gesehen habe, wurde es so deutlich wie selten ausformuliert.

“…Fleisch ist billig und einfach zu zubereiten…”

Das stimmt definitiv und wenn ich mir die orgastischen Grillgelage vor Augen führe, die in regelmäßigen Abständen auf jeglichen Freiflächen Hamburgs, ob Park, Garten oder Balkon stattfinden, sehe ich diese Aussage erst recht bestätigt. Fleisch, das Dank Einlage in Grillmarinade ein verlängertes Verfallsdatum hat, oder aber zu Grillgut gemacht wird, sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum für den “normalen” Vertrieb abgelaufen ist. Mit diesem Wissen und dem Wissen um die grundsätzlichen Zustände in den Erzeugungs- und Verarbeitungsbetrieben, übertrifft der Karma-Schaden durch den unbedachten Verzehr von Fleisch durchaus eine Bestellung bei Zalando.

Mein Ziel ist nicht irgendjemanden vom Verzehr von Fleisch abzuhalten. Ich möchte, dass man sich beim nächsten Restaurantbesuch oder beim nächsten Einsatz am Herd Gedanken darüber macht, was man zubereiten oder bestellen will. Ein filigranes Meisterwerk aus Gemüse mit unterschiedlichen Garpunkten und Konsistenzen oder ein profanes Stück Fleisch mit den beschränkten Wahlmöglichkeiten Rare, Medium oder Well-Done.

Ich habe meine Entscheidung gefällt und messe mich an den großen Herausforderungen. Das Ergebnis des heutigen Tages: Zwetschgenknödel.

Schau an, wie die Zeit vergeht

August 4th, 2013 written by moritz

Ich gestehe: Dieser Blogpost wurde durch die Geburt des britischen Thronfolgers ausgelöst. Nicht, weil dies sonderlich interessant oder spannend ist, sondern weil mir plötzlich eine Analogie zu Personen des öffentlichen Lebens aufgefallen ist, die mich lange begleiten und mir an ihrem Älterwerden die eigene Entwicklung vor Augen führen.

Beispiel Philipp Lahm:

Es ist schon seltsam, dass Philipp Lahm vor wenigen Jahren noch ein aufstrebender Fußballer war, der aussah wie ein 13-jähriger Schüler. Auch heute sieht er nicht älter aus, mit dem einzigen Unterschied, dass er kurz vor Vollendung seines 30. Lebensjahres steht. 10 Jahre hat mich diese Person medial begleitet. Ich wußte zu jedem Zeitpunkt, wo er gerade spielt, ob er verletzt ist und was er zu sagen hat. Es bleiben vielleicht noch fünf Jahre und er wird ähnlich einem Michael Ballack in der Versenkung verschwinden, oder wie ein Lothar Matthäus weiterhin im medialen Konzert mitspielt. Als Philipp Lahm seine Profilaufbahn begann, hatte ich meine Fußballschuhe schon an den Nagel gehängt und ein Studium begonnen. Lahm war zu dieser Zeit das Nesthäckchen jeder Mannschaft, ein junger, aufstrebender Spieler, der im Schnitt aber 8 Jahre jünger war, als alle anderen Spieler auf dem Platz. Genauso jung war ich selbst, wenn auch wenige Jahre älter. Und plötzlich siehst Du ein Bild von eben jenem Philipp Lahm, der die letzten 10 Jahre nichts gemacht hat, außer gegen den Ball zu treten und man sieht seinem Gesicht an, dass er bald 30 wird.

Beispiel Prinz William:

Bilder von Prinz William kenne ich, seit ich lesen kann. Bei meiner Oma waren in jeder Ausgabe ihrer Kreuzworträtsel-Heftchen mindestens ein Artikel über die Verfehlungen des britischen Könighauses. Und diese kurzen Ausschnitte in bildlicher Form, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung meist schon überholt sind, holen einen mit dem nächsten, bewußten Wahrnehmen der Bilder wieder ein. Da die Zeit dazwischen fehlt, zeigt sich das Altern in Zeitraffer und führt einem selbst vor Augen, wie sehr man sich verändert haben muss. Und mit der Geburt des neuen britischen Thronfolgers wird genau dieser Effekt wieder eintreten. Nach den Bildern, die jetzt veröffentlicht wurden, wird es immer wieder nur kurze Einblicke in der Yellowpress geben, in 27 Jahren wird er heiraten und in 45 den Thron besteigen. Und wir haben das öffentliche Bild des Babys noch vor Augen und erkennen, wie die Zeit verstrichen ist.

Lagerfeuerromantik im bayrischen Wald

July 22nd, 2013 written by moritz

Auch wenn ich dem bayrischen Wald vor mehr als zehn Jahren den Rücken zugekehrt und mein Glück in der nordischen Tiefebene gefunden habe, blicke ich doch von Zeit zu Zeit mit Wehmut zurück. Am vergangenen Wochenende konnte meine alte Heimat wieder mit all dem glänzen, was es ausmacht. Trockene, heiße Sommertage, blaue Badeseen, sternklaren Nächten, absoluter Ruhe, alte Freund und hervorragendes Essen. Gerne war ich hier, gerne komme ich zurück.

Techbikers: Von Prag nach Berlin für .hiv

July 17th, 2013 written by moritz

Techbikers sind eine Gruppe von ca. 40 Menschen, die im Tech- und Onlineumfeld arbeiten und sich vom 24.07. bis zum 26.07. mit dem Fahrrad von Prag nach Berlin quälen. Ziel dieser Reise ist Einsatz zu zeigen und Spenden zu generieren für .hiv. Die Organisation .hiv sammelt Spenden, um die Toplevel-Domain: .hiv zu registrieren. So soll künftig neben Endungen wie: .de oder .com (also z.B. www.lonely-people-talk-a-lot.com) auch .hiv als Domain existieren. Wenn ich mir jetzt die Domain www.lonely-people-talk-a-lot.hiv sichern würde, gäbe ich damit auf der einen Seite ein Statement ab, auf der anderen würde ich für jeden Besucher, der über www.lonely-people-talk-a-lot.hiv kommt, einen gewissen Betrag spenden. Diese Spende kommt Engagierten auf der ganzen Welt zu Gute, die Aufmerksamkeit für das Thema HIV/Aids schaffen und die Stigmatisierung derer senken, die mit HIV leben.

Mein Akanoo-Kompagnon Fabian ist bereit, sich drei Tage lang den Hintern auf einem Fahrrad wund zu reiben, um die Aktion persönlich zu unterstützen. Teilnehmer dieser Strapaze haben neben dem Ziel, die 350 km möglichst schadfrei zu überstehen, auch die Aufgabe, mindestens 750 € an Spendengeldern zu sammeln. Nachdem Fabian schon Waffeln und Leetmate an der Uni Hamburg verkauft hat, können wir alle ihn noch weiter unterstützen und ihm Geld spenden über den Auftritt der Techbikers. Daher rufe ich alle Leser dieses Blogs dazu auf, einen gewissen Betrag für die gute Sache und für die Tortur von Fabian zu geben. Vielen Dank im voraus und für Steuersparfüchse: Es gibt auch eine Spendenquittung.

Am vergangenen Wochenende habe ich mit mehreren Freunden in Zürich getroffen um mit einem Alt-Hamburger Kollegen zusammen die Stadt unsicher zu machen. Für dieses Vorhaben prädestiniert war die Tatsache, das am selbigen Wochenende mehrere Highlights zusammengetroffen sind:

  1. 1. Ankunft bis Abflug blauer Himmel und Sonnenschein
  2. 2. Das Touch The Lake Festival
  3. 3. Das Züri Fäscht
  4. 4. Die Promenade am Limmat

Das Wetter war vermutlich der ausschlaggebende Punkt, der die anderen Punkt erst befeuert hat und das Wochenende zu einem solch unvergesslichen Erlebnis werden ließ. Das Touch The Lake Festival an sich war nämlich eher unspektakulär. Die Headliner vom Samstag, Deichkind und Fritz Kalkbrenner alleine wären auch kein Grund, Hamburg zu verlassen. Das Züri Fäscht hingegen könnte ein solcher Grund sein. Auch wenn ich kein großer Freund von Volksfesten bin, war das Treiben um den Zürichsee herum geradezu ekstatisch. Das Züri Fäscht ist nur alle drei Jahr und lockt dann an drei Tagen über 2 Millionen Besucher an. In allen angeschlossenen Straßen reihen sich Imbiss an Bar an Fahrgeschäft. Das ist an und für sich noch nichts besonders, die Öffnungszeiten hingegen wohl. Als wir am Sonntag morgen gegen fünf Uhr das Touch The Lake Festival verlassen haben, waren die Straßen immer noch voll, die Bars haben die Straßen beschallt und die Fahrgeschäfte liefen auch noch. Absoluter Höhepunkt war allerdings das Tagesprogramm von Samstag und Sonntag, an dem wir nichts anderes gemacht haben, als zusammen am Limmat zu liegen, ins Wasser zu springen und sich von der Strömung den Fluß hinab treiben zu lassen. Ein rundum gelungenes Wochenende.

 

Amazon baut am eBooks Monopol

July 5th, 2013 written by moritz

Vor etwas über einem halben Jahr habe ich den Kindle noch als tolles Gerät über alles gelobt. Mittlerweile sind Schatten aufgezogen, die mich von dem Gerät nicht mehr ganz so überzeugen. Wobei um es genau zu sagen, weniger das Gerät den Ausschlag gibt – das finde ich weiterhin ganz gelungen – eher das Geschäftsmodell dahinter ärgert mich.

Für den Kindle muss ich jedes Buch ausschließlich bei Amazon kaufen.

Weder mit Freundin noch Freunden kann ich Bücher tauschen oder diese weitergeben, weder auf den Kindle noch auf die Kindle App noch auf irgendeiner anderen App. Zwar gibt es eine Leihbibliothek aus der ich mir als Amazon Prime Kunde jeden Monat ein Buch ausleihen kann, aber was ist ein Buch im Monat? Spätestens wenn mal eine Woche frei ist oder über ein verregnetes Hamburger Wochenende, ist ein Buch keine Menge.

Ich habe für mich eine andere Lösung entdeckt. Die Bücherhallen Hamburg hat auch eine Bibliothek für elektronische Medien. Für 40  € im Jahr habe ich Zugriff auf alle Medien. Und die elektronischen kann ich mit der Onleihe – App direkt auswählen. Im Moment ist der Bestand noch überschaubar und die Ausleihfrist mit 14 Tagen sehr kurz, aber ansonsten stimmt mich diese Lösung sehr zufrieden. Als eBook Reader muss ich mich wohl in Kürze von meinem Kindle verabschieden, da keiner der Kindle Reader mit dem ePub Format kompatibel ist. Im Moment nutze ich die App von eBook, mit der ich auch soweit zufrieden bin.

Allerdings möchte ich mich deutlich gegen die Geschäftspraktiken von Amazon aussprechen. Ich empfehle niemandem mehr einen Kindle zu kaufen, statt dessen sollte man sich einen eBook Reader von Tolino oder Kobo holen, die beide das offenere Format ePub verstehen. Bücher weitergeben oder weiterverkaufen kann ich damit allerdings auch nicht. Amazon hingegen setzt voll darauf, dass die Kunden, die den Kindle kauften, sowieso nur im Amazon Store einkaufen, dort ist die Auswahl auch fantastisch groß. Allerdings bleibt der teure Preis der Bücher. Denn wenn ich für eine aktuelle eBook Version nur einen Euro weniger zahle, als für das gedruckte Buch, welches ich danach allerdings noch verschenken, verkaufen oder verleihen kann, wird es für mich zu einer sinnlosen Investition. Eigentlich erwartet ich von einem eBook-Reader, dass er mein Leben entlastet, weil ich nicht mehr so viele Sachen mit mir rumziehen muss. Stattdessen fällt mir jedes Mal, wenn ich den Kindle in die Hand nehme ein, wie viel wertloses Kapital in diesem Gerät in Form bereits gelesener Bücher gebündelt ist.

Über eine Plattform für den Handel mit mp3 und eBook Lizenzen würde ich mich persönlich sehr freuen. Ich hätte einiges, von dem ich mich gut trennen könnte.

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