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Yuppies in Urbanity

Re:publica 2013

May 10th, 2013 written by moritz

Die Re:publica 2013 ist seit Mittwoch Vergangenheit und ich bereue nix. Ich kann weder den Jublern zustimmen, noch den unvermeidlichen Besserwisser, die unter den Menschen die viel im Internet sind besonders häufig anzutreffen sind. Es war ein netter Mix aus sinnvollen, spannenden Vorträgen und spannenden Titeln, die schlecht vorgetragen wurden.

Da der Großteil der Vorträge im Bewegtbild festgehalten wurde, bin ich in diesem Post faul und verweise direkt auf die entsprechenden Videos, die ich als sehenswert betrachte.

1. Katrin Passig: Mass Customization – Da geht noch mehr

Am Beispiel ihres eigenen Shops Zufallsshirt stellt Katrin Passig die Frage: Wie kommt das Neue in die Welt? und beleuchtet die Möglichkeiten der möglichen Evolution der Schaffensprozesse.

2. Johannes Kleske: Das Ende der Arbeit – Wenn Machinen uns ersetzen

Demonstration der Vision eines digitalen Athens, in dem Roboter für Menschen die Arbeit verrichten und Menschen mehr Zeit für Kreatives und Freizeit haben. Die Idee ist technisch konsequent hergeleitet, es fehlt lediglich das nötige politische und wirtschaftliche Fundament.

3. Tanja Haeusler & Johnny Haeusler: Netzgemüse – The Kids Are Alright

Ein Beispiel für einen gut vorbereiteten, unterhaltsamen und andersartigen Vortrag, auch wenn am Ende für mich zu viel “müsste” und zu wenig konkrete Aktion enthalten ist.

4. Kerstin Tackmann + Christoph Wissing + Kerstin Borras + Henning Krause: Fazination Grundlagenforschung – Das Higgs, Big Data und die Teilchenphysik

Und plötzlich fühlt man sich ganz klein, wenn man sieht mit welchen Themen sich diese Menschen beschäftigen und was sie aus den technischen Möglichkeiten herausholen. Dagegen ist das Niveau von ein bisschen auf einem Mac oder Smartphone rumhacken und Twitter, Foursquare und Facebook bedienen zu können doch äußerst trivial.

5. Marcus Brown: I palindrom I – Your Life Is Mine

Zeigt anschaulich an Hand konkreter Beispiele auf, wohin der Veröffentlichungswahnsinn via unterschiedlicher Dienste im Netz führen kann, ohne mahnend den Finger zu heben.

Die oben gezeigten Vorträge beinhalteten für mich neue Gedanken und Ideen, darüber hinaus habe ich noch weitere Sessions besucht und war mal mehr, mal weniger erfreut über die Teilnahme. Ich glaube, genau das ist die Re:publica. Eine Veranstaltung die versucht, Impulse und Ideen zu vermitteln ohne den Anspruch auf Vollkommenheit zu haben. Ich würde nicht sagen, dass es ein Event ist, an dem man teilnehmen muss, aber wenn man kann und Zeit hat, sollte man es sich gut überlegen, ob man sich diese Konferenz entgehen lässt. Am Ende möchte ich das so oft gehörte Plädoyer und irgendwie das Fazit der diesjährigen Veranstaltung an alle Teilnehmer richten.

“Macht es besser, aber fangt endlich damit an zu ‘Machen’!”

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