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	<title>Comments on: Spontan ist das neue Geplant</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>By: moritz</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/spontan-ist-das-neue-geplant/comment-page-1/#comment-150</link>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 18:09:15 +0000</pubDate>
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		<description>Das mit dem eigenen Selbstverständnis der Künstler erscheint durchaus nachvollziehbar, wobei genau da der Hase im Pfeffer liegt. Selbst zu definieren, wie viel Zeit man benötigt um sich selbst oder sein Tun darzustellen ist etwas kompliziert. Daher striktere Vorgaben. 7 Minuten. Basta.
Schaff es oder lass es. Die ersten Vortragenden hielten sich noch mehr oder weniger daran.

Witzig. Genau diese Geschichte mit &quot;Hamburg City Cycle Chic&quot; (trotz genialer Alliteration, [Chemnitz würde noch besser klingen]) ließ die Veranstaltung zum Prototypen eines Lifestylemagazins verkommen. Ich kann diese Bildserien schon im Magazin nicht ab, wo ein neuer Hype ausgerufen wird, dies mit Hilfe einer Bildserie visualisiert wird. Das Model Uschi trägt eine Tasche von &quot;xyz&quot;, einen Schal von &quot;abc&quot;, und das Oberteil von &quot;Michi Maus&quot;. Das ganze in Kombination mit Single Speed Fahrrad. Es ist ein Fahrrad, nicht mehr oder weniger. Verklärung zum Statussymbol, neben Haus, Frau/Mann und Auto. Die Kleidung schaut an mir eh nie so aus, wie auf den Fotostrecken, vielleicht liegt es am fehlenden Photoshop? Am eigenen Widerstand? Ich wähle meine Kleidung und mein Fahrrad nicht an Hand irgendwelcher redaktioneller Werbung. Und Fahrrad fahr ich nicht um cool zu sein oder werden, sondern um unabhängig und unkompliziert von A nach B zu kommen. Ja, genau dieser Teil des Abendprogramms hat mich rausgeworfen. 
Um noch eine Sache lobend zu erwähnen: Hans Dampf&#039;s Vortrag hatte für mich noch den innovativsten Ansatz, mit dem Verteilen von Salzproben auf Papierseiten. Eine Art Spezialdruck. Den Bogen von Live zu Magazin zurückgespannt. Das fand ich wirklich gut und erinnerte mich an den Vortrag auf der &lt;a href=&quot;http://www.rebelart.net/diary/blatt-magazine-hamburg-vernissage/002575/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;blatt  contemporary magazines&lt;/a&gt;, über Vertriebsmöglichkeiten für Magazine im Jahr 2010. Konkret: Sonderdrucke. Salz auf Papier, erleben mit allen Sinnen. Gut gemacht.

Auch die Ausführung des Sammlers alter Tonaufzeichnungen fand ich gut.

Aber leider alles etwas langatmig. Auch das Publikum machte nicht ausschließlich einen unterhaltenen Eindruck. Ständig hohe Fluktuation und am Ende leerte sich der Raum schlagartig.

Das mit den Hamburgern, bzw. den fehlenden Hamburgern war eher mein Eindruck aus beiden Veranstaltungen zusammen. Ignite und 7Live. Viele der Protagnoisten waren keine Urhamburger. Was ich nicht als störend empfinde, aber irgendwie überraschend ist. Es läge die These nahe: Veränderung durch Zuzug. Kann eine Stadtbevölkerung aus sich selbst weniger Inhalt oder Neues produzieren, wenn es keinen Zuzug gibt? Müssen die Verhältnisse in der Stadt von Externen neu vermessen werden? Ich finde das gar nicht sonderlich schlimm, sondern einfach nur etwas verwunderlich.
Bezüglich der Magazine, sicher war das eine oder andere interessante und lesenswerte Magazin unter den Ausgewählten, Ausgestellten und Prämierten jedoch muss ich der Einleitung der Moderatoren und der Jury beipflichten: Die angenehmste Art ein Magazin zu lesen ist entweder auf dem Sofa oder auf dem Klo. Zug find ich auch noch gut, aber so im stehen mit vielen Leuten in einem engen Raum, da kann ich es nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit dem eigenen Selbstverständnis der Künstler erscheint durchaus nachvollziehbar, wobei genau da der Hase im Pfeffer liegt. Selbst zu definieren, wie viel Zeit man benötigt um sich selbst oder sein Tun darzustellen ist etwas kompliziert. Daher striktere Vorgaben. 7 Minuten. Basta.<br />
Schaff es oder lass es. Die ersten Vortragenden hielten sich noch mehr oder weniger daran.</p>
<p>Witzig. Genau diese Geschichte mit &#8220;Hamburg City Cycle Chic&#8221; (trotz genialer Alliteration, [Chemnitz würde noch besser klingen]) ließ die Veranstaltung zum Prototypen eines Lifestylemagazins verkommen. Ich kann diese Bildserien schon im Magazin nicht ab, wo ein neuer Hype ausgerufen wird, dies mit Hilfe einer Bildserie visualisiert wird. Das Model Uschi trägt eine Tasche von &#8220;xyz&#8221;, einen Schal von &#8220;abc&#8221;, und das Oberteil von &#8220;Michi Maus&#8221;. Das ganze in Kombination mit Single Speed Fahrrad. Es ist ein Fahrrad, nicht mehr oder weniger. Verklärung zum Statussymbol, neben Haus, Frau/Mann und Auto. Die Kleidung schaut an mir eh nie so aus, wie auf den Fotostrecken, vielleicht liegt es am fehlenden Photoshop? Am eigenen Widerstand? Ich wähle meine Kleidung und mein Fahrrad nicht an Hand irgendwelcher redaktioneller Werbung. Und Fahrrad fahr ich nicht um cool zu sein oder werden, sondern um unabhängig und unkompliziert von A nach B zu kommen. Ja, genau dieser Teil des Abendprogramms hat mich rausgeworfen.<br />
Um noch eine Sache lobend zu erwähnen: Hans Dampf&#8217;s Vortrag hatte für mich noch den innovativsten Ansatz, mit dem Verteilen von Salzproben auf Papierseiten. Eine Art Spezialdruck. Den Bogen von Live zu Magazin zurückgespannt. Das fand ich wirklich gut und erinnerte mich an den Vortrag auf der <a href="http://www.rebelart.net/diary/blatt-magazine-hamburg-vernissage/002575/" rel="nofollow">blatt  contemporary magazines</a>, über Vertriebsmöglichkeiten für Magazine im Jahr 2010. Konkret: Sonderdrucke. Salz auf Papier, erleben mit allen Sinnen. Gut gemacht.</p>
<p>Auch die Ausführung des Sammlers alter Tonaufzeichnungen fand ich gut.</p>
<p>Aber leider alles etwas langatmig. Auch das Publikum machte nicht ausschließlich einen unterhaltenen Eindruck. Ständig hohe Fluktuation und am Ende leerte sich der Raum schlagartig.</p>
<p>Das mit den Hamburgern, bzw. den fehlenden Hamburgern war eher mein Eindruck aus beiden Veranstaltungen zusammen. Ignite und 7Live. Viele der Protagnoisten waren keine Urhamburger. Was ich nicht als störend empfinde, aber irgendwie überraschend ist. Es läge die These nahe: Veränderung durch Zuzug. Kann eine Stadtbevölkerung aus sich selbst weniger Inhalt oder Neues produzieren, wenn es keinen Zuzug gibt? Müssen die Verhältnisse in der Stadt von Externen neu vermessen werden? Ich finde das gar nicht sonderlich schlimm, sondern einfach nur etwas verwunderlich.<br />
Bezüglich der Magazine, sicher war das eine oder andere interessante und lesenswerte Magazin unter den Ausgewählten, Ausgestellten und Prämierten jedoch muss ich der Einleitung der Moderatoren und der Jury beipflichten: Die angenehmste Art ein Magazin zu lesen ist entweder auf dem Sofa oder auf dem Klo. Zug find ich auch noch gut, aber so im stehen mit vielen Leuten in einem engen Raum, da kann ich es nicht.</p>
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	<item>
		<title>By: Kixka Nebraska</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/spontan-ist-das-neue-geplant/comment-page-1/#comment-149</link>
		<dc:creator>Kixka Nebraska</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 22:19:24 +0000</pubDate>
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		<description>Nach meinem Eindruck bestand das Hauptproblem darin, dass das Selbstverständnis der Akteure eines als &quot;Künstler&quot; ist - und damit natürlich nicht vereinbar mit nur sieben Minuten Auftritt, wo nach Selbsteinschätzung vermutlich eher eine halbe Stunde angebracht gewesen hätte (und das Publikum in den meisten Fällen für ein Ende nach fünf Minuten dankbar gewesen wäre) 

So wurde es in der Tat ein wenig zäh und weder die Versprechen noch die daraus resultierenden hohen Erwartungen konnten ganz eingelöst werden. 

Am besten hat mir Nicolette Scharpenbergs &quot;Hamburg City Cycle Chic&quot; gefallen. Auch wenn die Bühne für ihre Performance zu klein war und auch sie überzogen hat, aber die Umsetzung war sehr gelungen und passte zu dem Format und der Absicht des Abends &quot;Kein Papier, kein Online-Content, kein Abo – dieses Magazin existiert nur für eine Nacht, nur an diesem Ort!&quot;

Deinen &quot;Keine Hamburger vor Ort&quot; Eindruck kann ich allerdings so nicht teilen. Ich habe jede Menge wiedererkannt ...

PS: Die lobenden Anerkennungen für das &quot;Jungsheft&quot;, das &quot;Schnitzel&quot; und &quot;Edit&quot; sind durchaus der Erwähnung wert. Sehr lesenswert, alle drei. Das Bewertungskriterium der Jury, der &quot;Sofalümmelwunsch&quot; gefiel mir im Übrigen auch sehr gut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach meinem Eindruck bestand das Hauptproblem darin, dass das Selbstverständnis der Akteure eines als &#8220;Künstler&#8221; ist &#8211; und damit natürlich nicht vereinbar mit nur sieben Minuten Auftritt, wo nach Selbsteinschätzung vermutlich eher eine halbe Stunde angebracht gewesen hätte (und das Publikum in den meisten Fällen für ein Ende nach fünf Minuten dankbar gewesen wäre) </p>
<p>So wurde es in der Tat ein wenig zäh und weder die Versprechen noch die daraus resultierenden hohen Erwartungen konnten ganz eingelöst werden. </p>
<p>Am besten hat mir Nicolette Scharpenbergs &#8220;Hamburg City Cycle Chic&#8221; gefallen. Auch wenn die Bühne für ihre Performance zu klein war und auch sie überzogen hat, aber die Umsetzung war sehr gelungen und passte zu dem Format und der Absicht des Abends &#8220;Kein Papier, kein Online-Content, kein Abo – dieses Magazin existiert nur für eine Nacht, nur an diesem Ort!&#8221;</p>
<p>Deinen &#8220;Keine Hamburger vor Ort&#8221; Eindruck kann ich allerdings so nicht teilen. Ich habe jede Menge wiedererkannt &#8230;</p>
<p>PS: Die lobenden Anerkennungen für das &#8220;Jungsheft&#8221;, das &#8220;Schnitzel&#8221; und &#8220;Edit&#8221; sind durchaus der Erwähnung wert. Sehr lesenswert, alle drei. Das Bewertungskriterium der Jury, der &#8220;Sofalümmelwunsch&#8221; gefiel mir im Übrigen auch sehr gut.</p>
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