Lonely People Talk A Lot

Yuppies in Urbanity

Sushi-Dreh-Sonntag

March 22nd, 2009 written by moritz

Speicherstadt, Cremon 35, NIDO, ein wunderbares Restaurant mit einer Küche die immer wieder mit neuen Überraschungen lockt. Spezialitäten sind Sushi und Schnitzel. Und Sushischnitzel. Was ist Sushischnitzel? Um das herzauszufinden haben mir Freunde zu meinem Geburstag einen Gutschein für einen Sushikurs im NIDO geschenkt. Sonntag Nachmittag, was kann man besseres machen als eine Einführung in die Kunst des Sushirollens zu erhalten. Nicht dass ich zuvor noch nie Sushi gemacht hätte. Mich durchzucken Schauer wenn ich an meinen Kampf mit dem rohen Tunfisch zurückdenke. An den musste ich mich diesen Tag nicht heranwagen. Auch der Reis musste nicht gekocht werden. Alles perfekt vorbereitet. Die Gruppe der Sushinteressierten bestand aus 12 Leuten mit unterschiedlichen Erfahrungen aber grundsätzlich alle mit dem Willen selbst Hand anzulegen. Nach einer kurzen Einführung und dem ersten Vorrollen des Sushimeisters, wurden wir an zwei Tische gebeten, wo für jeden Teilnehmer Bastmatten und Sushizubehör vorbereitet lag.

Und ab dafür. Das Gegatsche mit dem Reis blieb uns nicht ersparrt. Dabei hat das beim Meister so einfach ausgesehen. Und eine Maschine haben sie dafür auch nicht. Egal, wir begannen mit Makirollen. Gemüse oder Fisch auf den Reis, schwungvoll eindrehen und in mundgerechte Stücke schneiden. Vielleicht sollte ich nebenbei noch einmal betonen, dass mein Mund sehr groß ist. Also mehr gedreht und weniger geschnitten. Nach Maki wurde die Matte in Cellophan gewickelt und ab dem Zeitpunkt folgte dem Reisgematsche eine 180° Drehung des Nori, so dass man nun die Füllung auf die Algen legte und dann erst eindreht. Aussen dann mit Sesam oder buntem Rogen vom fliegenden Fisch einfach witzig, diese California Rolls. Und nochmal zurück zum Reisgematsche. Der Trick ist, den Reis möglichst dünn aufzumatschen, dann werde die Rollen nicht zu dick und das Noriblatt das es im Handel gibt einmal in der Mitte zu teilen. Dann klappt das.

Sobald das mit den California-Rolls geklappt hat kamen die wilden und unüblichen Zutaten. PekingEnte, Hünchen und eben schon angekündigtes Schnitzel. Der Trick sind die Soßen. Am leckersten ist Schnitzel mit Gurke und Preiselbeermarmelade. Peking Ente mit einer Asiatischen Soße des eigenen belieben. Süß-Sauer, Hoisin, oder die Soße vom Hund.

Auch wenn uns Teilnehmern der Kampf mit dem Fisch ersparrt wurde gab es Sashimi satt. Lachs und Tunfisch. Roh und fein aufgeschnitten. Lecker zum gereichte Grünen Veltliner. Am Kursende stand ein gut bis übergut gefüllter Magen, ein paar neue Tricks und Kniffe für zukünftige Sushiexperimente und vier Boxen mit Sushirollen. Die hielten aber auch nur zwei Tage. Und seitdem hatte ich keines mehr. Es wäre mal wieder Zeit ins NIDO zu gehen. Oder aber einfach an Ostern dort Zeit verbringen. Da gibt es zwar kein Sushi, aber asiatisches vom Buffett und zum Nachtisch Kaiserschmarrn. Das wäre doch was.

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