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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; generation</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Google+ ist auch nur Wave-</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 12:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schweinezykluslambada. All das was über Google+ geschrieben wird und die Art und Weise wie es auf allen Kanälen verkündet wird erinnert stark an die alten Hypes, denen ich selbst teilweise selbst auch gefolgt bin. Wie, z.B. Google Wave, ein Produkt, welches heute eingestellt ist, weil es einfach zu komplex und umfangreich war, als das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Schweinezykluslambada. <a href="http://uarrr.org/2011/07/01/warum-google-das-bessere-social-network-ist/" target="_blank">All</a> <a href="http://www.robertbasic.de/2011/06/google-plus-heisse-ingenieursluf/" target="_blank">das</a> <a href="http://brainblogger.de/2011/07/google-und-meine-ersten-gedanken-dazu/" target="_blank">was</a> <a href="http://scobleizer.com/2011/07/01/why-yo-momma-wont-use-google-and-why-that-thrills-me-to-no-end/" target="_blank">über</a> <a href="http://www.google.com/+" target="_blank">Google+</a> <a href="http://www.was-is-hier-eigentlich-los.de/6878/ich-bei-google.html/" target="_blank">geschrieben</a> wird und die Art und Weise wie es auf allen Kanälen verkündet wird erinnert stark an die alten Hypes, denen ich selbst teilweise selbst auch gefolgt bin. Wie, z.B. <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/google-wave-uberwaltigend/" target="_blank">Google Wave</a>, ein Produkt, welches heute eingestellt ist, weil es einfach zu komplex und umfangreich war, als das man es bedienen konnte. Scheinbar braucht es wirklich einfache Instrumente, um eine Masse begeistern, motivieren und unterhalten zu können. Wichtigster Punkt hierbei ist in meinen Augen, die Möglichkeit einen Punkt machen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">In sich abgeschlossen argumentieren zu können. Wie diese Sätze, die in sich abgeschlossen sind und in ihrer Summe eine Stellungsnahme darstellen. Sollte irgendjemand anderer Meinung sein, hat er die Möglichkeit dies im Comment-Bereich zu tun. Auch wieder in sich abgeschlossen. Google Wave war anders. Dort gab es kein in sich abgeschlossenes Argument. Jeder konnte alles verändern, meine Aussage überarbeiten, das sie ihm gefällt und vielleicht gar nicht mehr das bedeutet, was ich ursprünglich sagen wollte. Massive Überforderung unserer Kommunikationskultur. Vielleicht war das der Grund, wieso sich dieses vielversprechende Produkt nicht etablieren konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Statt dessen gibt es jetzt eine klassische Copy-Cat aus dem Hause Google, welche versucht Twitter und Facebook Nutzer ab zu nehmen. Die Experten sind schon da und faseln Sinnloses. Ich bin mir meiner Schizophrenie umfassend bewusst. Allein dieser Artikel über Google+ reiht mich ein in die Menge der Schreihälse und Wichtigtuer, die schon am Anfang bei Google+ dabei waren. Für alle die noch keinen Blick auf das Netzwerk werfen konnten: Ihr versäumt nichts. Langweiliges Geek-Gefasel in leicht geändertem Layout. Keine Events, keine Schnittstellen, eine halbfertig und halbherzig gestartete Kopie anderer Netzwerke. Am Ende zählt der Inhalt, der Inhalt der Nutzer und den kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1989&amp;md5=e1d92757ddb8fe519eea07a476cb8245" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>The Strokes: Angels</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 20:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zögern oder auch nicht. The Strokes. Angels. Ich muss nach den vernichtenden oder irgendwie gleichgültigen und selbstreferentiellen Rezensionen eine weitere hier erscheinen. Mitnichten. Vielleicht ist es eine pure Hommage an die Band, die wie keine zweite mir bekannte den Beginn des 20igsten Jahrhunderts mitprägte. Sie standen Spalier, als sich die Seichtigkeit des 90iger Jahre, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zögern oder auch nicht. <a href="http://www.thestrokes.com/home" target="_blank">The Strokes</a>. <a href="http://new.thestrokes.com/featured/listen-to-angles-here" target="_blank">Angels</a>. Ich muss nach den <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,750350,00.html" target="_blank">vernichtenden</a> <a href="http://blog.zeit.de/tontraeger/2011/03/14/the-strokes-angles_8086#more-8086" target="_blank">oder</a> <a href="http://plattenvorgericht.blogspot.com/2011/03/strokes-angles.html" target="_blank">irgendwie gleichgültigen und selbstreferentiellen Rezensionen</a> eine weitere hier erscheinen. Mitnichten. Vielleicht ist es eine pure Hommage an die Band, die wie keine zweite mir bekannte den Beginn des 20igsten Jahrhunderts mitprägte. Sie standen Spalier, als sich die Seichtigkeit des 90iger Jahre, eine Ausgeburt der 80iger Synthiephase, kurz aufgeschreckt durch Grunge und Brit-Pop in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. Garagen waren plötzlich nicht mehr nur ein Synonym für lötende und Code-frickelnde Nerds, sondern Garagen entpuppten sich als die Brutstätte eines neuen Genres von Bands mit Gitarrennutzung. Doch nicht nur auf dem Feld der Musik, entpuppten sich Gitarren als en vogue. Nein, auch die Mainstream-mode wurde maßgeblich durch die Jungs um Julian Casablanca beeinflusst. Chucks zu Second-Hand Klamotten und Röhrenjeans.</p>
<p style="text-align: justify;">Das neue Album: Angels. Gesamtspiellänger ca. 35 Minuten. Mehr muss nicht sein. Das Cover nervig poppig à la <a href="http://www.whoismgmt.com/us/home" target="_blank">MGMT</a>, es scheint in New York gäbe es eine neue Vorliebe für Bonbon-Farben.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://thestrokesnews.com/wp-content/uploads/2011/02/The-Strokes-Angles-Artwork1.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p style="text-align: justify;">Auch der Opener: &#8220;Machu Pichu&#8221;, klingt wie MGMT auf Fischer Z Trip. Ok, wenn ich oben noch schrieb, sie trugen, die Seichtigkeit zu Grabe, beweisen sie mit dem Opener das Gegenteil. Aber was solls, Hauptsache, schmissig und einprägsam. Und der Gesang von Julian Casablancas hört sich weiterhin an, als würde er entspannt ein altbekanntes Kinderlied trällern.</p>
<p style="text-align: justify;">Die erste Singleauskopplung: &#8220;Under Cover Of Darkness&#8221; klingt wie Strokes und hätte sich auf jedem der bisherigen Alben perfekt eingefügt. Ausgenommen vielleicht das Erste, liegt aber vermutlich hauptsächlich an der glatten Produktion. Ich freue mich, dass es nach über fünf Jahren endlich wieder ein Album von den Jungs gibt:</p>
<p style="text-align: center;"><object width="425" height="360"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="movie" value="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=107564173,t=1,mt=video" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="360" src="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=107564173,t=1,mt=video" wmode="transparent" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1935&amp;md5=32576ff12579fe43d4a7210904e5f794" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die digitale Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 18:43:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Eine oder die Andere, der nicht so zahlreichen Leser dieses Blogs wird vermutlich festgestellt haben, dass die Häufigkeit der Artikel in letzter Zeit zurückgegangen ist. Es liegt weniger an fehlender Inspiration, eher an fehlendem Interesse einer Gesellschaft anzugehören, einer Gesellschaft, die sich als digitale Boheme, digital Natives oder digitale Avantgarde bezeichnet:
"In einer Gesellschaft, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Eine oder die Andere, der nicht so zahlreichen Leser dieses Blogs wird vermutlich festgestellt haben, dass die Häufigkeit der Artikel in letzter Zeit zurückgegangen ist. Es liegt weniger an fehlender Inspiration, eher an fehlendem Interesse einer Gesellschaft anzugehören, einer Gesellschaft, die sich als<a href="http://szenesprachenwiki.de/definition/digitalen-boh%C3%A8me/" target="_blank"> digitale Boheme</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Native" target="_blank">digital Natives</a> oder digitale Avantgarde bezeichnet:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=8iLKjv2Sz04" target="_blank"><em>&#8220;In einer Gesellschaft, in der man bunte Uhren trägt,<br />
in einer Gesellschaft, wie dieser bin ich nur im Weg.&#8221;</em></a></p>
<p style="text-align: justify;">Den<a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,747543,00.html" target="_blank"> Nerd-</a> und Geekismus als <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,746949,00.html" target="_blank">höchst anzustrebendes Ideal</a> ausgelobt und stolz die Insignen zu tragen: Bart, Hornbrille, und Karohemd. Um nicht zu oberflächlich zu erscheinen, will ich erst mal meine These in den Raum stellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Geeks sind die Reinkarnation der Ökos der 80iger</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie ich darauf komme? Rand und Splittergruppen, die sich aufmachen, die Mitte der Gesellschaft zu übernehmen oder zumindest zu bewegen. Bewusstsein schaffen, welches früher nicht vorhanden war und Argumentationslinien aufgreifen, die für den überraschten Ersthörer  verlockend und nachvollziehbar klingen.  Weshalb sind die Argumente all zu oft verlockend und nachvollziehbar? Weil sie in erster Linie auf eine gelernte Kultureigenschaft zurückgreifen, nach der dem geschriebenen Wort ein höherer Stellenwert einzuräumen ist, als dem Gesprochenen. Ich kann die Wertigkeit nicht abschließend beurteilen und möchte den vielen wertvollen digitalen Publikationen auch keine Qualität absprechen. Im Gegenteil. Erschrecken sind für mich meist die obskuren Antworten und Diskussionen innerhalb von Kommentarfeldern bei jeglichen digitalen Veröffentlichungen, bei Twitter und ganz speziell in meinem Facebook-Stream. Dort wird munter über Guttenberg, Atomkraft, Demokratie und den Islam diskutiert. Da in diesem Stream aber alle Teilnehmer, Freunde oder zumindest Bekannte von mir sind, weiß ich eines ganz genau. Darunter verstecken sich einige wenige Doktorväter, die keinen Beitrag zu den Diskussionen geliefert haben, eine Atomkraftfachkraft, die auch noch keinen Kommentar zu den aktuellen Vorgängen abgegeben hat und ca. 40 Moslems, die auch nicht viel zu vermelden haben. Personen, die durch die Vorgänge der letzten Wochen und Monate eigentlich persönlich ein Interesse an Mitteilung haben sollten.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber nein, sie sind still. Stattdessen schwingen sich die selbsternannten neuen Herrscher der Welt auf, diese mit ihren erbärmlichen, haltlosen und hoch propagandistischen und ketzerischen Parolen und Ansichten zu penetrieren. Ihr, die Meister der <a href="http://www.prokrastination.net/umfrage/grundlagen.php" target="_blank">Prokrastination</a>, könnt ihr nicht ausnahmsweise mal das nächste Posting vergessen? Eure Parole überdenken, die Egowelt  kurz verlassen und mit Hilfe der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie" target="_blank">Empathie</a> den Gedankensprung wagen eure wunden Punkte aufzudecken? Die von anderen ebenso verletzt werden könnten, wenn eure Gesellschaftsgruppe der ihr euch zuordnet, vielleicht sogar berechtigterweise angefeindet wird? Oder, und das ist eigentlich der häufigere und schlimmer Fall: unberechtigterweise verleumdet wird? Von irgendwelchen egozentrischen Rechthabern.</p>
<p style="text-align: justify;">Stattdessen suhlt ihr euch im vermeintlichen Recht, welches ihr aus den &#8220;Like&#8221; Bekundungen eurer treuen Jubelperser ableitet. Das ist dann also Basisdemokratie. Ihr Demagogen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was hat das jetzt mit den 80igern und den Ökos zu tun? Auch diese hatten ihre Insignien: Jesuslatschen, Wollpulli und: es folgt eine für jeden erkennbare Parallele: Vollbart. Die Einstellung war die Gleiche. Friedfertigkeit und die beständige Geduld und das Vertrauen auf die eigenen Argumente mit dem absoluten Wahrheitsanspruch.  Hat sich die Geduld bewährt? Ja, sie sind salonfähig. Mit eigener, drittgrößter Partei ständig in den Parlamenten vertreten und ihre damalige Randerfahrungen als neue Geschäftsmodelle etabliert. Ob Bioladen, fair-gehandelter Kaffee oder die Ökoerlebnisreise. Kein Produkt, keine Dienstleistung für die sich nicht eine ökologisch sinnvolle Alternative etabliert hat. Toll.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Veränderungen sind eingetreten. Doch wie tief ist sie in der Gesellschaft tatsächlich verwurzelt? Ich behaupte, sie hat es nicht weit geschafft. Ein Luxusobjekt derer, die es sich leisten können. Öko, verkommen zum Statussymbol des nachhaltigen Lebens. Wer etwas auf sich hält ernährt sich gesund. Wer es sich nicht leisten kann, pfeift drauf und argumentiert: &#8220;Ich muss  aufs Geld schauen, und Bio ist so teuer.&#8221; Klar, vor allem wenn man beim Discounter vorm Regal steht und zwischen der grünen und der orangen Packung zu wählen hat. Insgeheim fällt keinem auf, dass es nicht das Ökologische war, welches sich durchgesetzt hat, sondern nur die Idee. Dieser Idee wurden die Produktionsprozesse der Etablierten übergestülpt und der zusätzliche Ertrag mit bestem Gewissen eingestrichen. Nicht alles was heute mit welch Ökosiegel auch immer als öko vertrieben wird, hat dieses Siegel tatsächlich verdient. Oder kann mir irgendjemand die Nachhaltigkeit von Ökoprodukten bei Lidl oder Schlecker erklären, wenn die dort Beschäftigten auf ein Mindestmaß an Grundrechten verzichten, oder verzichten mussten? Dort verschwindet für mich die Nachhaltigkeit und der ursprünglich altruistische Ansatz, verantwortungsvoll zu konsumieren driftet ins Obskure ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch das ist die Zustandsbeschreibung der Öko-Bewegung. Den Zustand der digitalen Elite habe ich oben beschrieben. Ich möchte einen furchtbaren Entwurf projizieren, den ich bei weiterer Vereinnahmung durch die Digitale befürchte:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die digitale Schlangengrube:</strong><br />
Seit langem warte ich darauf, dass mich keine weiteren Freundschaftsanfragen bei Facebook mehr erreichen.  Der Zulauf nimmt weiter nicht ab. Daraus schließe ich, dass die Digitalisierung der Gesellschaft nicht abgeschlossen ist. Doch wer profitiert von diesem Zulauf? Ich persönlich nicht mehr. Die Bestätigung der Anfragen wird zu lästigen Pflicht. Der Inhalt meines Newsstreams wie oben skizziert wandelte sich die letzten Jahre von lustig, zu interessant, zu langweilig, zu nervig. Und <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-4/" target="_blank">nervig hätte ich vor sechs Monaten gesagt</a>. Mittlerweile fehlt mir der passende Ausdruck. Leider trägt der Zulauf an Teilnehmern nicht nur mehr Menschen in die Netze, was ich grundsätzlich positiv bewerten. Nein, er trägt dies auch umgekehrt tiefer in die Gesellschaft. Der junge Nachwuchskellner zeigt dem Chef die unglaublichen Vorteile einer eigenen Facebookpage für die Kneipe auf. Kaum ist diese erstellt, lädt er all seine digitalen Freunde ein, diese Seite zu mögen. Und aus freundschaftlicher Verbundenheit folgen diesem Aufruf ein paar seiner Freunde und tun ihm damit vermutlich einen Gefallen. Nur ist diese freundschaftliche Verbundenheit höchst einseitig. In meiner Timeline erscheint dies als unfreundliche Verblödung. Und hier kann ich gerne auch den Haken zurück zu Twitter schlagen um Facebook nicht als alleiniges Übel der Assozialität stehen zu lassen. Der Großteil der Meldungen, welche ich auf all diesen Social Media Kanälen erhalte sind pure Plagiate und Wiederholungen. Am häufigsten dann, wenn große Ressonanz-Tsunamis durch das Netz wallen. Irgendeine These findet schon ihren Agitator der mit Hilfe seiner Jubelperser und Wiederkäuer den nächsten Shitstorm vom Zaun brechen wird. Was dies zur Folge haben wird?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kreativität nimmt sich selbst die Luft zu atmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Schöne neue Welt.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1930&amp;md5=8f047e57f0ea021e14dba3f3f472f1d6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scheiße, Wahlen in Hamburg</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 07:46:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[2011, Wahlen zur Bürgschaft in Hamburg, ich weiß nicht wirklich was ich wählen soll. Meinung eines Bürgers in Hamburg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dass ich 20 Stimmen als einen der Ursprünge des Konsens sehe, habe <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/ursprung-des-konsens/" target="_blank">ich bereits erwähnt</a>. Nächsten Sonntag, den 20. Februar sind Wahlen zur Bürgschaft hier in Hamburg und ich weiß beim besten Willen nicht, <a href="http://www.profilagentin.com/2011/02/plakative-profile/" target="_blank">wo ich meine Kreuze machen soll</a>. Nichts spricht mich an, keine Partei interessiert sich für mich, noch ich mich für sie.</p>
<p style="text-align: justify;">Bleibt der Versuch das Pferd von hinten aufzuzäumen: &#8220;Lieber Moritz, wenn du freie Hand hättest in Hamburg Politik zu machen, was würdest du ändern?&#8221;, &#8220;<em>&#8230;-äh-&#8230;</em>&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Verdammt, wo bin ich geendet?<br />
Ich hielt mich immer für politisch interessiert, für motiviert und dachte ich hätte eine eigene Meinung.<br />
Bin ich einer der &#8220;glücklichen Sklaven&#8221; und somit Feind der Freiheit?<br />
Liebe Ägypter, wisst ihr überhaupt für was ihr auf die Straße gegangen seit?<br />
Könnt ihr euch vorstellen wie hart es ist, freie Wahlen zu haben, sich aber nicht entscheiden zu können?<br />
Ich wünsche euch einen politische Landschaft die sich nicht dem Konsens hingibt: Die wirkliche Wahlmöglichkeiten stellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Brauche ich den <a href="http://www1.wahl-o-mat.de/hamburg2011/" target="_blank">Wahlomat</a>?<br />
Ich will ihn nicht brauchen. Wozu brauch ich eine Maschine, die mir die verklausulierten Aussagen der Politik wieder in eine mir einfach verständliche Sprache übersetzt? Bin ich vielleicht einfach nur doof und nicht schlau genug die Absichten der zur Wahl stehenden zu erkennen?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich resigniere.</p>
<p style="text-align: justify;">Ok, ein paar Punkte fallen mir dann doch ein.<br />
Ja, ich bin für die Stadtbahn von der Kellinghusenstraße zum Rathaus. Wer morgentlich oder abendlich den Bus auf dieser Strecke genutzt hat kann ein Lied vom ständigen Geruckel und den Verspätungen singen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin gegen das Kohlekraftwerk und für stärken Einsatz zur Reduzierung der Energieverschwendung in allen Belangen des Verantwortungsbereichs der Stadt. Stadteigene Gebäude müssen alle mit großtmöglichem Einsatz isoliert und restauriert werden. Dies stellt zwar erstmals eine Investition dar, diese refinanziert sich durch senkende Kosten dann nach und nach. Gleiche Möglichkeiten sollten auch den Bürger/innen gegeben werden. Wer nicht Maßnahmen zur Einsparung von Energie ergreifen will, den holt am Ende des Tages die Realität in Form der Strom- und Heizkostenrechnung ganz von selbst ein. Man könnte z.B. ein Finanzierungsmodell der folgenden Art verfolgen. Die Stadt gibt den Bürgern ein zinsfreies (von mir aus auch niedriger Zins) Darlehen und die Rückzahlungsraten berechnen sich aus dem Delta der eingesparten Energie. Sprich, der/die Bürger/in zahlt monatlich weiterhin den gleichen Betrag an die Stadt, welchen er in der Vergangenheit an seine Energieversorger abgetreten hat und die Stadt zahlt an den Energieversorger ihrer Wahl nur die tatsächlich verbrauchte Energiemenge.</p>
<p style="text-align: justify;">Ok, zwei Punkte gemacht, ich kann mir langsam schon vorstellen in welche Richtung meine Wahl gehen muss. Man kann s<a href="http://edenhof.blogspot.com/" target="_blank">einen eigenen Ursprung</a> auch schlecht verleugnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Desweiteren bin ich für freies Netz für alle. Ich möchte, dass die Stadt Hamburg allen Bürgern/innen einen Breitbandanschluss zur Verfügung stellt, damit jeder die Möglichkeit und den Zugang zum Netz und somit zu Information hat. Dieser Zugang soll frei und und unüberwacht sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Und ja, auch ich möchte mehr Wohnraum in Hamburg und nicht mehr diesen horenden Miet- und Vermittlungspreisen aufsitzen müssen. Weshalb können gewerbliche Immobilien nicht schneller zu Wohnimmobilien umgewandelt werden? Warum zahle ich für die Vermittlung durch Makler eine Courtage, obwohl die ganze Arbeit doch an mir hängen bleibt?</p>
<p style="text-align: justify;">Auch bin ich gegen die großen Einsparungen im kulturellen Bereich. Wir brauchen diese Räume und Veranstaltungen um aus der Tristesse des Alltags ausbrechen zu können. Als Räume, in denen man einfach den Geist durchhängen lassen kann um auf andere Gedanken zu kommen. Da diese Kulturgüter jedoch so stark subventioniert sind, sollte man sich überlegen ob man ein zweigeteiltes Eintrittsgeld nimmt. Einmal für Hamburger, die den Unterhalt schon in Form ihres Steuerbeitrages zahlen und einmal für Nicht-Hamburger, die eben diesen steuerlichen Beitrag nicht bringen. Ausserdem wäre eine Ausweitung der Mitbestimmung über zukünftige Programme für kulturelle Einrichtungen zu Befürworten. Ich sage ja zu Kultur in Hamburg.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte einen Stadtpark, der befreit ist von Einweggrills und den zurückbleibendem Schachbrettmuster der eingebrannten Böden, daher fordere ich: Verbot von Einweggrills.</p>
<p style="text-align: justify;">Und ja, das war es. Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Vielleicht verschließe ich die Augen vor den großen Problemen Hamburgs, vor den großen Problemen der Welt. Doch leider muss ich sagen: <strong>Das sind nicht meine Probleme.</strong> Ich kenne diese Probleme nur aus der Zeitung oder aus stammtisch-ähnlichen Diskussionen in denen irgendwelche Leute auch nur phrasenhaft die Aussagen wiederholen, die sie in irgendwelchen Zeitungen oder Fernsehsendungen gesehen haben: Arbeitslosigkeit, Migrationsproblematik, Schuldendruck, Bildungsmisere, Rentenkollaps, Gesundheitreform, Islamisums, Wetten daß&#8230;?,&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, ich befürchte, ich bin einer der von <a href="http://mspr0.de/?p=2070" target="_blank">Michael Seemann</a> skizzierten. Erwartet von mir keine Revolution, ich gehe am Sonntag einfach nur wählen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1912&amp;md5=268d000a08c4ed8f36db52ee7e4f14bc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Großväter</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/grosvater/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 09:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Großvater hat damit begonnen seine Familienbilder zu digitalisieren und mir eine Kopie des Albums gegeben. 180 Bilder aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Er, seine Geschwister und seine Familie, gebannt auf schwarzweiß. Ich habe mir alle Bilder von ihm vorführen lassen. Wir verbrachten den gesamten Nachmittag damit. Ein schöner Nachmittag. Vielleicht ähnlich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mein Großvater hat damit begonnen seine Familienbilder zu digitalisieren und mir eine Kopie des Albums gegeben. 180 Bilder aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Er, seine Geschwister und seine Familie, gebannt auf schwarzweiß. Ich habe mir alle Bilder von ihm vorführen lassen. Wir verbrachten den gesamten Nachmittag damit. Ein schöner Nachmittag. Vielleicht ähnlich dem, den er auf unterem Bild mit seinem Großvater in der Stadt verbracht hat.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/07/000013.jpg" rel="lightbox[1630]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1631" title="000013" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/07/000013-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1630&amp;md5=955632180b4d4e0a2508be1e6534b034" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abgesang auf Social Media -Teil 1-</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 21:23:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Lange Zeit war ich ein Fan, geraderzu abhängig, wie zahlreiche Postings beweisen können. Es ist vorbei. Ich verabscheue Social Media mehr und mehr. Die Kommunikation verkommt von einer tatsächlichen Push-Kommunikation hin zur einer reinen Gießkannen-Kommunikation. Im Überfluss der geposteten Daten auf allen Social Media Plattformen besteht der Haupteil meiner Zeit darin, diese Daten zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Lange Zeit war ich ein Fan, geraderzu abhängig, wie <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wenn-es-keinen-sinn-macht-sich-zu-wehren/" target="_blank">zahlreiche</a> <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/re-publica-2010/" target="_blank">Postings </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/formspring-me/" target="_blank">beweisen </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/barcamp-hamburg-09-bchh09/" target="_blank">können</a>. Es ist vorbei. Ich verabscheue Social Media mehr und mehr. Die Kommunikation verkommt von einer tatsächlichen Push-Kommunikation hin zur einer reinen Gießkannen-Kommunikation. <strong>Im Überfluss der geposteten Daten auf allen Social Media Plattformen besteht der Haupteil meiner Zeit darin, diese Daten zu bewerten, zu sortieren und die Relevanz abzuschätzen. Ersaufen an der Oberflächlichkeit.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rückblick:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mein junges Alter erlaubt mir keinen persönlichen Rückblick in die Prä-Telefonzeit. Meine ersten Erfahrungen mit dem Telefon waren hauptsächlich, dass die Nutzung des Gerätes unglaublich teuer war. Mir fällt immer der Vergleich meiner Mutter ein. 30 Pfennige. Das entsprach damals dem Preis einer Brezel beim Dorfbäcker. Sprich, sinnloses Anrufen beim Nachbarn war nicht gerne gesehen. Daher musste ich mich zu Fuss auf den Weg machen und ihn persönlich treffen. Ok, Dorfjugend, in der Stadt eventuell nicht nachvollziehbar. Die Preise für Kommunikation sanken oder stiegen nicht im gleichen Maß wie die Preise für Lebensmittel. Den Minutenpreis für Telefonate mit den Preisen für Brezeln gleichzusetzen ist aus heutiger Sicht unvorstellbar, wir sprechen von einem Faktor 26. (ich geh von einem Brezelpreis von 80 cent aus und einem Minutenpreis von 0,03 €). Doch trotz dieser Entwicklung und auch mit Einführung des Mobiltelefons stand mir nur die Möglichkeit zur Verfügung jemanden <strong>direkt</strong> anzusprechen und ihn über eine Veranstaltung ein Geschehnis oder sonstwas zu informieren. Denn jeder hatte eine eindeutige Adresse/ Telefonnummer / ID und ich konnte nur die betreffende Person erreichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch mit der Einführung der Email hatte sich an diesem Prozess nur wenig bis gar nichts geändert. Eine Adresse, ein Ansprechpartner, ein Empfänger. Der einzige Unterschied zu zuvor war das <strong>direkte Feedback</strong>. Beim <strong>persönlichen Treffen</strong> konnte <strong>sofort </strong>die <strong>Reaktion </strong>des Empfängers erkannt werden. Beim <strong>Telefonat</strong> erhält man meist auch <strong>sofort </strong>eine <strong>Antwort</strong>, die einem zumindest sagt, das Gegenüber habe die Nachricht erhalten. Bei der Email war das nicht immer so eindeutig und viele Mails verliefen sich im Sande oder wurde nie beantwortet. Man konnte sich ja immer noch mit Lesebestätigungen helfen. Aber auch nicht nötig. Wenn ich es jemanden geschickt habe, dann wird es auch schon ankommen, wenn nicht ist es nur bedingt mein Problem, da die Person für den Erhalt der Meldungen an die von ihr genutzten Adresse zuständig ist.  Jedoch kam mit der Email auch das erste mal die Mögliclhkeit Inhalte in bisher unbekanntem Ausmaß günstig zu reproduzieren und an mehrere Empfänger zu versenden. Dies war die erste Stufe der unpersönlichen Kommuikation, als Inhalte in der Art und Weise aufbereitet werden, dass sie für möglichst viele Personen passend sein sollten und nicht für  einen dedizierten Empfänger. Chatten folgte als nächste Form der Kommunikation und stellt in meinen Augen die Fortführung des Telefonats dar. Wieder:  Umgehendes Feedback: <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/bar-2-0/">Super</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Aktuell:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann, ich weiß nicht mehr wann es begann, zogen Web 2.0 gefolgt von Social Media in mein Leben ein und plötzlich waren viele meiner früheren Freunde Unternehmen. Selbstdarsteller, Narzisten, oberflächlich und glatt. Mich interessiert es nicht an welchem Flughafen ihr steht oder wohin ihr fahrt. Mich interessiert euer Befinden auch nicht die Bohne. Sagt mir was ihr von mir wollt und hört auf eure Einsamkeit mit allen zu teilen, da ihr keinen mehr habt mit dem ihr sprechen könnt. Was mich interessiert sind höchstens noch Sprüche, aber selbst das nur in geringen Dosen. Wenn ihr was von mir wollt, dann schreibt mich direkt an oder sprecht mit mir. Ich werde auf euere Ankündigungen auf den Plattformen nicht reagieren. Die genauen Gründe hierfür folgen in <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-2/" target="_blank">einem weiteren Blogpost</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1571&amp;md5=04fa65019506bc8ba91d48f307c64c0b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Re-publica 2010</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/re-publica-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 17:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Internet, ein Wohlstandsproblem
2500 Blogger und Social Media Enthusiasten trafen in Berlin vom 14. April bis zum 16. April zusammen. Vielversprechende Themen und Namen von Vortragenden stehen für ein interessantes Programm. Ich fand die Veranstaltung sehr gut organisiert und auch das erneut schwache Funknetzwerk konnte mir die Laune nicht verderben, eher im Gegenteil. Sobald ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;">Das Internet, ein Wohlstandsproblem</h4>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://re-publica.de/10" target="_blank">2500 Blogger und Social Media Enthusiasten trafen in Berlin vom 14. April bis zum 16. April zusammen</a>. Vielversprechende Themen und Namen von Vortragenden stehen für ein interessantes <a href="http://re-publica.de/10/programm/" target="_blank">Programm</a>. Ich fand die Veranstaltung sehr gut organisiert und auch das erneut schwache Funknetzwerk konnte mir die Laune nicht verderben, eher im Gegenteil. Sobald ich mich damit abgefunden hatte, kein Netz zu bekommen legte ich meine digitalen Geräte zur Seite um mich mehr auf die Ausführungen der Vortragenden zu konzentrieren. Daher mein Lob an die Organisatoren, für den zu zahlenden Preis eine wirklich gute Veranstaltung. Die Themen und Vorträge bieten die Möglichkeit aus dem bekannten Rahmen auszubrechen und sich nicht ständig mit neuesten Techniken, Plattformen und Diensten beschäftigen zu müssen. Stattdessen Hinterfragen der Kultur, dem Einfluss auf die Gesellschaft, die nahe Zukunft.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich verzichte dieses Mal im Gegensatz zum <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/republica-09-letzter-tag-und-fazit-rp09/" target="_blank">letzten</a> auf eine Auflistung der besuchten Veranstaltungen. Die herausragenden Eindrücke werden unten dokumentiert und ich möchte mehr auf meinen persönlichen Eindruck der diesjährigen Re-publica eingehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Euphorie ist gedämpft</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der beste Vortrag kam von <a href="http://www.nextpractice.de/unternehmen/prof-dr-peter-kruse/" target="_blank">Peter Kruse</a>:</p>
<p style="text-align: left;"><object id="doc_219055635815594" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="500" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_219055635815594" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=29900810&amp;access_key=key-2303ssi1p5jlbjitb4id&amp;page=1&amp;viewMode=slideshow" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=29900810&amp;access_key=key-2303ssi1p5jlbjitb4id&amp;page=1&amp;viewMode=slideshow" /><embed id="doc_219055635815594" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="500" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=29900810&amp;access_key=key-2303ssi1p5jlbjitb4id&amp;page=1&amp;viewMode=slideshow" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_219055635815594"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Mit 89 Folien in 60 Minuten belegte er eindrucksvoll die Ergebnisse einer Studie unter Hardcore Netznutzern, deren Ansicht über das Netz sich geradezu diametral über alle Altersgrenzen hinweg gleich verhält. 50% sehen die Chancen der freien Kultur, 50% haben Angst vor der totalen Überwachung. Wie gesagt, bei Hardcore Netznutzern. Aufgrund dieser Betrachtung geht Peter Kruse davon aus, dass diese Abgrenzung sich wie eine Mauer durch die gesamte Bevölkerung zieht. Er unterteilt sie in &#8220;Digital Residents&#8221; und &#8220;Digital Visitors&#8221;, wobei Erstgenannte eher optimistisch sind und die Chancen des Netzes erkennen, nutzen und davon profitieren wollen. Zweitere sind dagegen eher skeptisch und haben Angst bezüglich Datensicherheit, Interessen von Privatunternehmen und der Webgemeinde. Dies ist die extreme Zuspitzung der Ergebnisse, aber irgendwie bekannt. Ich kann es nur bestätigen und auch die Re:publica hat mich diese Überzeugung gelehrt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Digital Visitors:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Waren zu Hauf da, Journalisten und Theoretiker, die sich dem Netz zwar hingeben, am Ende aber doch etwas verängstigt sind, da sie nicht wissen, wie es tatsächlich funktioniert. Ich würde der Gruppe der Digital Visitors auch gerne die ganzen selbsternannten Social Media Experten hinzurechnen. Diese sind im Moment zwar als einzige voller Euphorie, da man Social Media besser verkaufen kann als sonstige Dinge die im Netz möglich sind, deren Euphorie wird allerdings nach den ersten misslungenen oder umgeschlagenen Social Media Kampagnen in Skepsis umschlagen. Das ist noch nicht der Fall, aber meine Vermutung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Digital Residents:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Coder, Entwickler und Unternehmer. Sie wissen wie was funktioniert und wie sie sich von den Gefahren des Internets fern halten können. Entschlossen die Welt zu verbessern entwickeln sie Tools und Teilchen für alles was sich irgendwo im <a href="http://www.thelongtail.com/" target="_blank">Long Tail</a> befindet. Spielereien für Kleingruppen die sich für StarWars, Lego oder andere Skurilitäten interessieren. Also meist von sich für sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ähnlich zwiegespalten wie es Peter Kruse skizziert hat, waren auch die Besucher und Vortragenden. Wobei ich gestehen muss, dass ich mich vermutlich mehr in Vorträgen der Digital Visitors aufhielt, als in Vorträgen der Digital Residents. Ersteren ordne ich z.B. <a href="http://www.miriammeckel.de" target="_blank">Miriam Meckel</a> zu, <a href="http://www.buzzmachine.com/" target="_blank">Jeff Jarvis</a> wäre eher das Gegenteil, wobei ich mich hier nicht endgültig festlegen möchte. Außen vor ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner" target="_blank">Götz Werner</a>. Sein Denkanstoß zum bedingungslosen Grundeinkommen brachte etwas Interdisziplinarität in die Veranstaltung auch wenn er sich den vermutlich immer gleichen Fragen stellen musste.</p>
<p style="text-align: justify;">Sollte sich jemand fragen wo ich mich sehe, eindeutig Digital Visitor.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Stagnation der Websociety:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn die Blogosphäre langsam dazu übergeht den Mund aufzumachen und Unternehmen wie Apple nicht mehr bedingungslosen Gehorsam schwören, sind diese Ansätze nur unzureichend formuliert. Während sich bezüglich der Vertriebskonzepte von Apple langsam die Überzeugung durchsetzt, das Apps zu nichts anderem dienen, als den Herstellern von Content, im klassischen Sinne den Publizisten, wieder die Werkzeuge in die Hand zu geben, die Inhalte über Applikationen zu kontrollieren (oder kann mir jemand verraten, wie ich auf Inhalte in Apple-Applikationen verlinke?) traute sich niemand Vorschlägen zur Transparenz des Netzes vorzustellen. Was bleibt ist ein Sumpf.</p>
<p style="text-align: justify;">Anstatt sich ein Herz zu nehmen und sich für die umfassende Transparenz auszusprechen wird weiterhin das Ideal der Anonymität hochgehalten und verteidigt. Und genau hier liegt in meinen Augen der Hase im Pfeffer. Ich glaube nämlich nicht, dass diese Anonymität aufrecht erhalten wird um Bürgern von totalitären Systemen die Möglichkeit zu geben, ihre freie Meinung zu äußern. Bürger totalitärer Systeme und im Speziellen Gegner dieser totalitären Systeme haben keinen Nutzen vom derzeitigen Netz. Wenn Sie überhaupt die Möglichkeit besitzen, im Netz systemkritische Gedanken zu formulieren ist zu diesem Zeitpunkt dem System schon einhellig bekannt wer sie sind und was ihre politische Gesinnung ist. Anonymität wird von Menschen gefordert, die in meinem Staat, in meinem System leben. Sie möchten diese Anonymität nutzen um sich unerkannt Pornografien an zu sehen oder unerkannt auf den Profilen anderer Nutzer schnüffeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Beispiel welches ich hierzu anführen möchte ist auch direkt auf der Veranstaltung der Re-publica geschehen. <a href="http://melissa.tumblr.com/" target="_blank">Melissa Gira Grant</a> sprach über Sex und Internet (leider habe ich nur das Ende gesehen, auf welches ich mich jetzt beziehe) und wählte sich abschließend live ins <a href="http://chatroulette.com/" target="_blank">Chatroulette</a> ein um dort das häufige Auftreten masturbierender Männer zu demonstrieren. Mit Erfolg. Von sechs Kontakten die sie in kurzer Zeit durchlief waren derer zwei auf der Leinwand zu sehen. Und nun stellt sich mir die Frage: For what? Würden diese Personen, wenn nicht in der Anonymität geschützt dies auch mit ihrem vollständigen, echten Namen machen? Ich glaube nicht und ich möchte jetzt auch nicht als prüde oder Feind der sexuellen Revolution gelten. Es ist einfach widerlich und unglaublich langweilig. Wenn wir das Netz nur nutzen um unsere Instinkte zu befriedigen, kann ich gerne darauf verzichten. Denn diese Instinkte brauchen die Anonymität. Ein Mensch, der Gefangener eines totalitären Systems ist, oder noch schlimmer repressiver Gewalt, Hunger oder Krankheit ausgesetzt ist, interessiert sich vermutlich nicht die Bohne um seine Anonymität. Eher das Gegenteil könnte der Fall sein. Er möchte aufstehen und sagen: &#8220;Seht her, das bin ich und mir geht es beschissen. Ist dort irgendjemand der mir verdammt nochmal was zu Essen geben kann?&#8221; Und wir zeigen ihm: Anonyme Geschlechtsorgane. Auf diese Art und Weise trägt das Netz mit Sicherheit nicht zur Verbesserung der Zustände bei.</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, auch ich mag die Anonymität des Netzes, aber ich würde diese opfern, wenn dafür die allgemeine Transparenz für alle zunimmt. Denn nur dann sehe ich eine mögliches rechtliches Korsett des Netzes, welches auf dem gleichen Prinzip wie das unseres Gesellschaftslebens basiert: <a href="http://www.freitag.de/2000/39/00392101.htm" target="_blank">&#8220;Die Einschränkung meiner Freiheit, ist die Freiheit der Anderen.&#8221;</a> (nach Rosa Luxemburg)</p>
<p style="text-align: justify;">Und hier fehlt mir die Klarheit und Strukturiertheit in der Debatte, die notwendig ist, dem Netz mehr als Konsum abzuringen. Dann können wir von politischem und ideologischem Diskurs sprechen, wenn Worte nicht von Unbekannten kommen, sondern wenn sich dahinter ein Mensch, ein Charakter versteckt. Ich greife nicht die Meinungsfreiheit an und wenn dies jemand vermutet, dann nicht über das Ausmaß hinaus, welches in unserer Gesellschaft auch heute schon gilt. Die Meinung über den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust" target="_blank">Holocaust</a> kann von jedem gehandhabt werden wie es will. Spricht er seine Meinung aus und widerspricht diese den Tatsachen handelt es sich um eine Straftat. Und genau dies möchte ich gerne auch im Netz angewendet finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten stehen am Ende des Tages viele da und kommen vermutlich auf das gleiche Fazit welches ich von der Re:publica 2010 ziehen muss:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;So viel Information, doch nirgendwo Aktion.&#8221;</strong></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nietzsche ohne Bezug, aber mit starkem Spruch</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/nietzsche-ohne-bezug-aber-mit-starkem-spruch/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 20:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[generation]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[jugend]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Des acids Suppe ist definitiv einer meiner favorisierten Unterhaltungsblogs. Nicht alles was dort aufgeführt wird ist wirklich interessant. Aber regelmäßig sind Schmuckstücke dabei. Eines dieser hat sich heute im Netz meines Feedreaders verfangen und ich möchte es teilen und weiterführen. Es stammt von Nietzsche und die Autoren des acids Suppe haben es von You ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://acid.soup.io" target="_blank">Des acids Suppe</a> ist definitiv einer meiner favorisierten Unterhaltungsblogs. Nicht alles was dort aufgeführt wird ist wirklich interessant. Aber regelmäßig sind Schmuckstücke dabei. Eines dieser hat sich heute im Netz meines Feedreaders verfangen und ich möchte es teilen und weiterführen. Es stammt von <a href="http://www.friedrichnietzsche.de/">Nietzsche</a> und die Autoren des acids Suppe haben es von <a href="http://youmaybeoffended.tumblr.com/" target="_blank">You May Be Offended</a> kopiert.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://youmaybeoffended.tumblr.com/post/257051634"><img class="aligncenter" src="http://18.media.tumblr.com/tumblr_ktoaujTtyF1qzyagco1_500.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Schöner Ausspruch. Da Nietzsche sich auf Deutsch ausgedrückt hat, habe ich mir dazu das passende Original-Zitat gezogen: <strong>&#8220;Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.&#8221;</strong> Sexisumus hin oder her. Ich sehe drüber hinweg. Der Inhalt trifft den Nagel auf den Kopf. Ob dies ein Plädoyer für subversive Elemente ist, die sich dem Krawall und dem Anderssein um jeden Preis verschrieben haben? Ich glaube nicht. Meine Interpretation sieht diesen Satz als Plädoyer für Achtung aller Menschen. Ihm hilft sich nicht in falschen Vorbildern oder Idolen finden zu wollen. Erklärt, dass jede Aussage getätigt werden kann, aber dennoch nicht richtig sein muss. Die eigenständige Bewertung aller Aussagen. Nur weil viele das Gleiche sagen muss es nicht richtig sein. Es ist ein Plädoyer für die freie Meinungsäusserung. Für die Freiheit der Gedanken. Und die Aussprache dieser Gedanken. Übertragen auf die heutige Zeit beschreibt es das Bloggen und die Sociosphere des Web2.0. Jeder kann alles sagen und schreiben. Die Entscheidung über die Richtigkeit der Inhalte muss der Leser fällen. Es kann nicht zu viel veröffentlicht werden. Ich möchte hier mit dem Programm <a href="http://www.bruecke-museum.de/bruecke.htm" target="_blank">der Brücke</a> schließen, auf welches ich kürzlich im <a href="http://www.mkg-hamburg.de/" target="_blank">Museum für Kunst und Gewerbe</a> in der Ausstellung: <a href="http://www.art-in.de/klmoderne.php?id=1423" target="_blank">Rosa &#8211; so eigenartig grün</a>, aufmerksam geworden bin:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCcke_(K%C3%BCnstlergruppe)"><img class="aligncenter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/03/Programm_der_Br%C3%BCcke.jpg/317px-Programm_der_Br%C3%BCcke.jpg" alt="" width="317" height="600" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Und um es besser lesen zu können, hier noch die Niederschrift des obigen Druckes:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Mit dem Glauben an Entwicklung an eine neue Generation der Schaffenden wie der Geniessenden rufen wir alle Jugend zusammen und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber dem wohlangesessenen älteren Kräften. Jeder gehört zu uns der unmittelbar und unverfälscht das wiedergiebrt, was ihn zum Schaffen drängt.&#8221;</strong></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Inmitten der Unbedeutsamkeit</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/inmitten-der-unbedeutsamkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 11:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[generation]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[mozzen]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2009 liegen gerade mal seit sieben Tagen vor. Die sogenannten Gewinner sind nach anfänglichen Feier- und Dankesreden in den Kammern verschwunden und streiten den Koalitionsvertrag aus. Die Verlierer starten eine Kampagne gegen die für das Debakel verantwortlichen Persönlichkeiten oder sitzen in Trash-TV Sendungen auf der Couch um dort Sympathiepunkte zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die <a href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/index.html" target="_blank">Ergebnisse der Bundestagswahl 2009</a> liegen gerade mal seit sieben Tagen vor. Die sogenannten Gewinner sind nach anfänglichen Feier- und Dankesreden in den Kammern verschwunden und streiten den Koalitionsvertrag aus. Die Verlierer starten eine Kampagne gegen die für das Debakel verantwortlichen Persönlichkeiten oder sitzen in Trash-TV Sendungen auf der Couch um dort Sympathiepunkte zu sammeln. Wen interessierts? Niemanden. Das ist Politik. Die Geschicke dieses Landes werden von Parteien und deren Vertretern bestimmt. Doch wird hier nach meinem Gutdünken bestimmt? Sicherlich nicht. Selbst der Mitgliederschwund der großen Parteien wirkt sich in keinster Weise auf die Schlagfertigkeit und Durchsetzungskraft der Parteien aus. Stundenlange organisatorische Selbstmarterungsexzesse füllen zwar die Sendezeit der Tagesnachrichten und Zeitungen. Aber wen interessierts? Genauso spannend ist die Neubesetzung von Trainerstühlen in den höchsten Fußballligen und die Aussenwirkung sind nicht minder unbedeutend.) Was zählt das Individuum? Nix. Niemand kann raus aus der Rolle, die ihm seine Organisation überstülpt. Prozesstechnisch betrachtet macht dies vielleicht Sinn und hat vielleicht auch eine gewissen Notwendigkeit. Am Ende des Tages kommen wir aber auf einen Kernansatz der Prozesse im wirtschaftlichen und arbeitstechnischen Umfeld zurück. &#8220;Jeder ist austauschbar.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht das mir das bis heute noch nicht aufgefallen ist und das ich ein sonderlich großes Problem damit hätte. Spätestens Rocko Schmamoni hat mit seinem Werk: &#8220;<a href="Sternstunden der Bedeutungslosigkeit" target="_blank" class="broken_link">Sternstunden der Bedeutungslosigkeit</a>&#8221; die eigene Unbedeutsamkeit in unserer Gesellschaft hervorragend scharf gezeichnet. Es nährt sich mein Verdacht, mehr und mehr Bewohner dieses Landes werden sich dieser Bedeutungslosigkeit und der damit einhergehenden Ohnmacht bewusst. Dies spiegelt sich in den Eingangs skizzierten Wahlergebnissen wieder. Eine Wahlbeteiligung von 70 % davon nochmals über 1% ungültige Stimmen: Da haben ziemlich viele keinen Bock mehr auf die bewährten Mittel der parlamentarischen Demokratie. Das diese Personen stattdessen politisch uninteressiert sind ist angesichts der absoluten Anzahl von 18.774.900 eine falsche, aber gern genannte Aussage. Das würde bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl einen Anteil von 20% politisch uninteressierter Menschen ausmachen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe gewählt. Widerwillig, aber ich habe. Das Gesamtergebnis hat jedoch nichts mit dem, was ich auf dem Wahlzettel angekreuzt habe zu tun. Was ist eigentlich das Ergebnis der Wahl? Fünf Parteien ziehen ins Parlament ein. Mit jeweils einer zweistelligen Prozentzahl. Ich möchte jetzt nicht in den Abgesang auf die Volksparteien einstimmen, da dies im Blätterwald der Republik zur Genüge getan wird. Ich frage mich: Wer sind die Personen die hier wählen?</p>
<p style="text-align: justify;">Auf Grund fehlender Zahlen muss ich die Argumentation auf mein eigenes Empfinden und Indizien aufbauen. Wähler sind für mich: Meine Großeltern, meine Eltern, meine Onkel und Tanten und deren Generation. Also ungefähr alles was gesetzt und einigermaßen fest verwurzelt ist in der Gemeinschaft. Was Werte besitzt und jahrelang die Steuern und Renten gezahlt hat und im Falle eines Umbruchs Angst vor dem Ruin hat. Darüber hinaus ist die Generation 45+, die Generation die am Stärksten von dem herrschenden System profitiert hat. Ich möchte jetzt keine historischen Tatsachen wie 68 und den daraus folgenden deutschen Herbst vernachlässigen. Jedoch sind das für mich nur Nebenerscheinungen der Systementwicklung und Systemfestigung. (Ich möchte es gerne als die Pubertät der Bundesrepublik bezeichnen.) Die 80er geprägt von der Öko- und Friedensbewegung, die in der Entstehung einer neuen Partei des guten Gewissens gipfelte, stellt für mich die Abnabelung und teilweise Eigenständigkeit der Generation 45+ dar. Dann kommt der harte Schnitt.</p>
<p style="text-align: justify;">Camille de Toledo bringt in seinem Buch: &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Goodbye-Tristesse-Bekenntnisse-unbequemen-Zeitgenossen/dp/3453810864/ref=sr_1_7?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1254651567&amp;sr=8-7" target="_blank">Goodbye Tristesse</a>&#8221; diese Tatsache schön auf den Punkt in dem er die darauf folgende Generation als 9/11 Generation bezeichnet. Damit meint er die Personen, die in der Zeit zwischen dem Mauerfall und Zusammenbruch des eisernen Vorhangs (9. November 1989) und dem Einsturz der Zwillingstürmen (11. September 2001) erwachsen wurden und eigenständig werden sollten. Konnten diese Personen eigenständig werden?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube nicht. Das einzige lebende System war zu dieser Zeit das liberale kapitalistische Konzept. Alternative Entwürfe waren auf Grund des Versagens des früheren Gegenpols unpopulär und außer auf kleinen Inselstaaten nicht lebensfähig. Was macht eine Entwicklung aus, bzw. was ist das Ziel der Entwicklung?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklung zum eigenständigen und selbstständigen Individuum setzt die Fähigkeit voraus, Entscheidungen zwischen Alternativen fällen zu können unter Abwägung der möglichen Konsequenzen. Was aber, wenn ich auf Grund von fehlenden Alternativen keine Entscheidung treffen kann, sondern in bester: &#8220;Friss oder Stirb-Manier.&#8221; Ein System annehmen muss, zu dem niemand Alternativen bieten kann? Was, wenn selbst Gedankenspiele bezüglich anderer Systeme und Möglichkeiten im allgemeinen Jubel der Befürworter des Siegessystems untergehen, oder schlimmer, erst gar nicht geführt werden? Kann ich in einem solchen Umfeld eigenständig werden? Ich glaube nicht. Da die Möglichkeit zur wirklichen Wahl und Entscheidung vorweggenommen ist durch fehlende Alternativen kann ich nur mitlaufen. Mitlaufen mit den Älteren, in der Hoffnung diese haben zu Recht den Weg der verbleibenden Alternative gewählt. Ist dies Eigenständigkeit? Wohl kaum.Das ist eher eine Art Lotterie. Ich mache mein Kreuz nach Gutdünken und die Zahlen wenden sich dem statistischen Mittel zu. Oder ich verzichte aufs Glücksspiel und verzichte auf die Stimmabgabe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin relativ fest davon überzeugt, dass die Mehrzahl der Stimmverweigerer aus  dem Umfeld der Zweit-, Dritt- und Viertwähler kommt. Aus Enttäuschung über die eigene Machtlosigkeit und das fehlende Verständnis für das derzeitige System. Ich kann nur zu einem System stehen, welches ich gegen andere verteidigen muss. Es muss Alternativen geben, damit ich wählen kann. Wenn alle das Gleiche sagen, dann kann ich auch mit Stimmverweigerung zustimmen. Somit kann ich durch Untätigkeit dem Ruf von Joseph Heath und Andrew Potter nachkommen, die in ihrem Buch: &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Konsumrebellen-Mythos-Gegenkultur-Joseph-Heath/dp/3936252203/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1254655125&amp;sr=1-1" target="_blank">Konsumrebellen</a>&#8221; Ende des Kapitels 6 und eigentlich durchgehend fordern: &#8220;<em>Statt &#8220;den Mut zu haben, anders zu sein&#8221;, sollten wir vielleicht den Mut haben, die Gleichen zu sein.</em>&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Dem möchte ich grundsätzlich nicht widersprechen, nur ist ein Gleich zu sein auf Grund fehlender Alternativen nicht wirklich schwer. Wenn man sich dessen bewusst wird, erlangt man die Gleichheit nicht durch Aktion, sondern durch Nichtstun. Da wir ja alle gleich sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Schöne neue Welt. Die Ohnmacht vor dem Markt und der fehlende Wille unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen zu fällen wird uns die nächsten Jahre weiterhin begleiten. Wir werden in die Geschichte eingehen als Ära Konsens. Der Versuch es allen zu allen Zeiten recht zu machen legt uns die Fesseln der Untätigkeit an.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bar 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 17:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Titel weckt die Hoffnung auf einen Bericht über mein Nachtleben. Das moderne Nachtleben. Aber nein, darauf will ich gar nicht hinaus. Ich möchte ein Bild an die Wand werfen, welches sich gestern in einem Chat über Skype entwickelt hat.
Wie ist es entstanden?
Mein Gegenüber ließ sich über die Unverbindlichkeit des Netz aus. Das wir ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Titel weckt die Hoffnung auf einen Bericht über mein Nachtleben. Das moderne Nachtleben. Aber nein, darauf will ich gar nicht hinaus. Ich möchte ein Bild an die Wand werfen, welches sich gestern in einem Chat über <a href="http://www.skype.com" target="_blank">Skype </a>entwickelt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ist es entstanden?</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Gegenüber ließ sich über die Unverbindlichkeit des Netz aus. Das wir uns nie unterhalten würden, wir den Telefonhörer nicht in die Hand nehmen würden und den anderen anrufen. Richtig, aber dieser Direct Messenger ist kein Telefon. Er ersetzt auch das Telefon nicht. Er ist mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Technologie ermöglicht uns einen ungezwungenen Austausch, der an der Oberflächlichkeit entlang gleiten oder auch tiefer gehen kann. Der Inhalt ist definiert durch die Teilnehmer der Konversation. Der passende Vergleich und somit die Rückführung zur Überschrift ist die Bar 2.0. Skype oder Messenger im allgemeinen stellen für mich meine Haus- oder Zimmerbar da. (Nicht so ein 70er Jahre Ding mit Jägermeisterleuchte über dem DunkelholzpalisadenmitPVCabschluss und Diskokugel im Keller.)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Meine Bar 2.0</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit einem vertrauten &#8220;Plop&#8221; schließt sich die Tür und ich stehe in meiner Bar.<br />
Langsam erscheinen aus dem Nebel die Gesichter der Anwesenden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer ist da?<br />
Ich kenne alle.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit wem will ich sprechen?<br />
Hm, erstmal mit niemand.</p>
<p style="text-align: justify;">Einfach nur ein Bier trinken und nebenbei ein bisschen die Jukebox bedienen oder mich der Unterhaltung des Fernsehers hingeben. Vielleicht auch ein bisschen Zeitung lesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Geräusche an den Nebentischen höre ich nicht. Ich bin anwesend aber niemand interessierts.</p>
<p style="text-align: justify;">Ach sieh an, da kommt jemand und spricht mich an.<br />
Ich gehe auf die Person ein.<br />
Es entwickelt sich nichts.<br />
Wir trennen uns wieder und hängen unseren Gedanken nach.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer kommt  da? Werde ich gleich begrüßen.<br />
Die Freude ist beiderseits.<br />
Wir vertiefen uns in ein Gespräch, ignorieren den Rest.<br />
Lassen Jukebox, Zeitung und Fernsehen links liegen.<br />
Es geht nur noch um den Inhalt unserer Konversation.<br />
Der Fluß zieht sich bis zur Verabschiedung.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann plötzlich Schluss.<br />
Ich schalte die Bar aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Stehe auf der Straße.<br />
Kalter Wind bläst mir ins Gesicht.<br />
Der Abend war gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gedanken hängen dem Gespräch nach.<br />
Schön sich mal wieder getroffen zu haben.<br />
Es hat sich gelohnt den Abend nicht allein zu verbringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weniger einsam schlummere ich dahin.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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