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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; geschichten</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Moment verweile</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 18:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgens wenn der Wecker klingelt,
noch einmal umdrehen,
noch fünf Minuten dösen,
draußen ist es doch noch so dunkel.
Kalt ist es auch,
der Hals trocken.
Die digitale Anzeige erhebt drohend den Finger,
ich könnte, aber will nicht.
Der Weg ins Bad wird vermutlich mein letzter Gang sein,
So koste ich den Moment in Decken gehüllt aus.
Nur noch fünf Minuten,
schon wieder fünf Minuten.
Da ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Morgens wenn der Wecker klingelt,<br />
noch einmal umdrehen,</p>
<p style="text-align: left;">noch fünf Minuten dösen,<br />
draußen ist es doch noch so dunkel.</p>
<p style="text-align: left;">Kalt ist es auch,<br />
der Hals trocken.</p>
<p style="text-align: left;">Die digitale Anzeige erhebt drohend den Finger,<br />
ich könnte, aber will nicht.</p>
<p style="text-align: left;">Der Weg ins Bad wird vermutlich mein letzter Gang sein,<br />
So koste ich den Moment in Decken gehüllt aus.</p>
<p style="text-align: left;">Nur noch fünf Minuten,<br />
schon wieder fünf Minuten.</p>
<p style="text-align: left;">Da wird mir klar:<br />
Zeit ist relativ.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1851&amp;md5=390cf7766516869947c6b384ba4cd0ff" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beziehungskiste</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 18:03:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gestehe es war keine Liebe auf den ersten Blick. Zumindest nicht im klassischen Sinn. Eher im modernen. Liebe auf den ersten Blick wie Liebe im Internet. Man kennt sich nicht persönlich, nur von Bildern und den Inhalten der ausgetauschten Mails. Man findet Interesse an diesen Inhalten. Irgendwann folgt der telefonische Kontakt und dann, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich gestehe es war keine Liebe auf den ersten Blick. Zumindest nicht im klassischen Sinn. Eher im modernen. Liebe auf den ersten Blick wie Liebe im Internet. Man kennt sich nicht persönlich, nur von Bildern und den Inhalten der ausgetauschten Mails. Man findet Interesse an diesen Inhalten. Irgendwann folgt der telefonische Kontakt und dann, bei weiterem beidseitigem Interesse ein persönliches Treffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Da Linux nicht so viele Verehrer hat wie man landläufig meinen könnte, gehe ich einfach davon aus, dass Linux immer Interesse an mir hatte. (Nicht quantitativ viele Verehrer aber <a href="http://royal.pingdom.com/2010/08/10/failure-of-linux-to-grab-1-percent-of-desktop-os-market/" target="_blank">mit einem Marktanteil kleiner 1%</a> auf alle Fälle relativ wenig Verehrer). Also trafen wir uns persönlich und das erste Mal mit offenem Visier und gesenktem Haupt. Linux trug ein Kleid von <a href="http://de.opensuse.org/Willkommen_auf_openSUSE.org" target="_blank">SUSE</a>. Es war häßlich. Als ich mich an Linux ranmachte, stellte sich diese Kleidung darüber hinaus auch äusserst unpraktisch dar. Die wahre Schönheit hinter der Fassade konnte ich mit meinen bescheidenen Fähigkeiten des Schmeichelns und der Umgarnung nicht erfassen. Ein langwieriges modisches Missgeschick. Um weiterhin meine dringensten Bedürfnisse befriedigen zu können musste ich daher lange Zeit auf Käufliches zurückgreifen. Es war mit Sicherheit keine Herzensangelegenheit, aber manch Bedürfnisse duldeten keinen entsprechenden Aufschub.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe es gemacht, jedoch nicht gerne.</p>
<p style="text-align: justify;">Linux lebte weiterhin mit mir und wir gaben uns auch miteinander ab, aber so richtige Fortschritte machte unsere Beziehung nicht. <a href="http://burnachurch.com/43/linux-ist-nichts-fuer-dich-lass-es/" target="_blank">(Ich befürchtete sogar ein berechtigtes Ende auf Grund von grundlegenden Missverständnissen)</a></p>
<p style="text-align: justify;">Hinter meinem Rücken vollzog Linux scheinbar eine Therapie. Ich bemerkte es zuerst am neuen Kleidungsstil: <a href="http://www.ubuntu.com/" target="_blank">Ubuntu</a>. Plötzlich waren all meine Probleme die Linux zuvor noch so widerborstig erscheinen ließen hinweggefegt. Linux erkennt seitdem an meinem Augenaufschlag was mein Bedürfnis ist und zeigt mir die entsprechende Lösung auf. Kein Gezicke, keine Querelen, wir führen nun eine harmonische und hoffentlich langanhaltende Beziehung.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann all denjenigen die sich fragen ob sie Linux eine Chance geben sollten nur den Tipp geben, macht es. Mit Ubuntu ist auch keine sonderliche Geduld notwendig. Am Ende des Tages wird es nicht nur ein zugiges Fenster sein, aus dem man die Welt betrachten, aber nicht selbst teilnehmen kann oder wie ein fauler Apfel vom Baum fallen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1727&amp;md5=07b57a696f0d81c32f3ca34b890b34f0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sonne runter</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/sonne-runter/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 17:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[nacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonnenuntergang verkündet das Ende des einen Tages. Den Horizont hinabgleitend, mich zurücklassend im Dunkeln. Der Zustand der Helligkeit geht hinüber über den Teich. Ich sehe sie sinken, oder steige ich?

Erhebe mich aus dem Sand und gehe auf die Dunkelheit zu, nehme sie an, jeder Schritt durch sie hindurch verkürzt sie, zurück zum Licht.

gefunden hier]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonnenuntergang verkündet das Ende des einen Tages. Den Horizont hinabgleitend, mich zurücklassend im Dunkeln. Der Zustand der Helligkeit geht hinüber über den Teich. Ich sehe sie sinken, oder steige ich?</p>
<p>Erhebe mich aus dem Sand und gehe auf die Dunkelheit zu, nehme sie an, jeder Schritt durch sie hindurch verkürzt sie, zurück zum Licht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://farm5.static.flickr.com/4076/4929267533_f2c62457e7_b.jpg" rel="lightbox[1693]"><img class="aligncenter" src="http://farm5.static.flickr.com/4076/4929267533_f2c62457e7_b.jpg" alt="" width="205" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: center;">gefunden <a href="http://www.everythingyoulovetohate.com/2010/08/blog-post_26.html" target="_blank" class="broken_link">hier</a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1693&amp;md5=6c550485407872e0929eb5f679657855" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Klimawandel</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/klimawandel/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 07:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Sommer 2010, es ist heiß. Alle Orte mit Klimaanlage potentielle Rettungsorte zum Schutz vor Schweißflecken und unangenehmen Geruch. Ungeschützt in der Hitze am Bahngleis freut man sich der nahenden Erfrischung im klimatisierten ICE. Schon beim Eintritt weicht dieses Gefühl entsetzen. Drinnen wie Draußen, kein Unterschied auszumachen.
Die Reise beginnt. Gleich nach der Fahrkartenkontrolle ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Sommer 2010, es ist heiß. Alle Orte mit Klimaanlage potentielle Rettungsorte zum Schutz vor Schweißflecken und unangenehmen Geruch. Ungeschützt in der Hitze am Bahngleis freut man sich der nahenden Erfrischung im klimatisierten ICE. Schon beim Eintritt weicht dieses Gefühl entsetzen. Drinnen wie Draußen, kein Unterschied auszumachen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Reise beginnt. Gleich nach der Fahrkartenkontrolle verteilt die nette Schaffnerin mit den roten Haaren und dem dicken roten Lippenstift Wasser.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Entschuldigen Sie bitte, die Klimaanlage ist defekt. Möchten Sie gerne ein kostenloses Wasser haben?“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ihr ist die Hitze nicht anzumerken. Wie auch? Puder und Make-Up lassen die echte Gesichtsfarbe nur durch die Referenz des Haaransatzes erkennen.</p>
<p style="text-align: justify;">„Kein Problem, ich bin Hobbyklimaanlagentechniker, soll ich mir die Maschine mal ansehen?“</p>
<p style="text-align: justify;">Sie lacht.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Ja, ich verteil nur noch kurz die Getränke, kommen Sie doch einfach hinter zum Schaltschrank dann können wir das Problem sicher lösen.“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Vor dem Wegdrehen zwinkert sie mir nochmals auffordernd zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bleib natürlich sitzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach 20 Minuten kommt sie enttäuscht zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Jetzt habe ich die ganze Zeit auf Sie gewartet.“</em></p>
<p style="text-align: justify;">„Oh, Entschuldigung, das war nur ein Scherz und glauben Sie mir, wenn ich Ihnen zum Schaltschrank gefolgt wäre, dann wäre uns auch nicht kühler geworden.“</p>
<p style="text-align: justify;">Auf ihrer Wange bahnt sich ein Tropfen in Bronze den Weg zum Hals.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1621&amp;md5=85356eed917437fb0e511f30f4037027" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Baby Melancholie</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 19:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Hansen Band. Frontman Jürgen Vogel. Nett. Aber nicht wirklich gut. Immerhin hat über dieses Filmprojekt die gute Heike Makatsch nen Typen kennen gelernt, der zuvor mit Oli Schulz im Hundekostüm (oder war es ein Känguruh?) durch die Landen getourt ist. Der Film ist selbst auch nicht so der Brüller. Was ich dennoch sagen will? ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Hansen Band. Frontman Jürgen Vogel. Nett. Aber nicht wirklich gut. Immerhin hat über dieses Filmprojekt die gute Heike Makatsch nen Typen kennen gelernt, der zuvor mit Oli Schulz im Hundekostüm (oder war es ein Känguruh?) durch die Landen getourt ist. Der Film ist selbst auch nicht so der Brüller. Was ich dennoch sagen will? Um eine Basis zu legen, zu Beginn das Video zum Song.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="340" height="285" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qW5DhZOQuFg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="340" height="285" src="http://www.youtube.com/v/qW5DhZOQuFg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Netter, angenehmer Beat. So klingt sie, die kommerzielle Hamburger Schule. Der Inhalt selten lahm. Er bietet mehr:</p>
<p style="text-align: justify;">Wäre ich der Autor eines Stückes mit dem schönen Titel: &#8220;Baby Melancholie&#8221; gewesen hätte ich mich tiefer mit dem Thema auseinandergesetzt. Das Paretoprinzip des Lebens herausgearbeitet. 20% Spaß, Spontanität, Euphorie und 80% Leiden, Ausharren und Warten. Und das in unserer sogenannten Spaßgesellschaft. Dennoch, die Popliteratur trieft vor Leid. Vor Unglück. Alles getragen vom allgegenwärtigen Zynismus. Die Ironie, selbst das Leid zur Komik, zum Grinsen zu verkehren. Zwanghaft. Mit Humor nimmt sich alles leichter. Von wegen. Die allwissenden Erzähler in all diesen Büchern. Die von Außen das Leben des Protagonisten an unsichtbaren Fäden leiten und schon in der Geschichte die Interpretation, die sich uns im waren Leben erst in der Retrospektive erschließt, vorweg nehmen. Dennoch sollte dieser überwiegende Teil des Leides ebenso ausgelebt werden, wie der Rest. Nur so macht es uns zum existierenden Individuum, nicht zu einem Wesen der Fiktion. Und gibt uns die Möglichkeit einander zu helfen. Zu inspirieren und zu stützen. Der letzte Satz meines Textes über die Melancholie wäre vermutlich folgender:</p>
<p><em>&#8220;Während Baby Melancholie sich am Ausgang des Friedhofs die Tränen der Trauer aus dem Gesicht wischte, zauberte sich ein Lächeln auf ihr Gesicht. Sie war sich ihres Lebens bewußt.&#8221;</em></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Saharasand</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 18:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[mozzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Saharasand hat die Eigenschaft nicht griffig zu sein. Die Hand gefüllt mit ihm wird innerhalb kürzester Zeit wieder leer sein. Ganz ohne Druck rieselt er durch die dünnsten Lücken der geschlossenen Faust. Am Ende bleibt nichts.
Nicht wie Wasser, das man auch nicht halten kann. Dieses hinterlässt zumindest etwas Feuchtes. Man weiß was da war. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Saharasand hat die Eigenschaft nicht griffig zu sein. Die Hand gefüllt mit ihm wird innerhalb kürzester Zeit wieder leer sein. Ganz ohne Druck rieselt er durch die dünnsten Lücken der geschlossenen Faust. Am Ende bleibt nichts.<br />
Nicht wie Wasser, das man auch nicht halten kann. Dieses hinterlässt zumindest etwas Feuchtes. Man weiß was da war. Das unschuldige Rinnsal des Sandes hinterlässt nichts. Was mach ich hier eigentlich. Wie bin ich hierher gekommen?</p>
<p style="text-align: justify;">Immerhin. Ich habs versucht.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Leben im Glasscherbenviertel</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 21:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein 3D Drucker und ich. Wir sind ein Spitzenteam. Nicht unbedingt mit sonderlich innovativ, aber wir haben was zu tun. Ich mit dem befüllen der Rohstoffe: Blech, Glas, Plastik, Alu, ??? füttern der Steuereinheit mit Konstruktionsplänen und mit dem Vergnügen dem Gerät bei der Arbeit beizuwohnen. Ich lausche dem Summen der Verarbeitung und mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mein 3D Drucker und ich. Wir sind ein Spitzenteam. Nicht unbedingt mit sonderlich innovativ, aber wir haben was zu tun. Ich mit dem befüllen der Rohstoffe: Blech, Glas, Plastik, Alu, ??? füttern der Steuereinheit mit Konstruktionsplänen und mit dem Vergnügen dem Gerät bei der Arbeit beizuwohnen. Ich lausche dem Summen der Verarbeitung und mit einem freundlichen <em>&#8220;CLACK-CLICK!&#8221; </em>fällt das Objekt der Begierde in die Auffangschale.<br />
Heute ein Ersatzteil für mein Fahrrad. Ne neue Übersetzung, damit ich mich nicht mehr so anstrengen muss. Ausserdem bastel ich doch auch so gerne. Müll muss ich auch nicht mehr runtertragen. Alles wird verbaut.<br />
Aus dem Altglas werden Murmeln gedreht, für die Nachbarkinder oder für die Zwille. Mein Hobby ist vom Balkon aus die Fensterscheiben der Nachbarschaft zu zerstören. Vorbereitet wie ich bin habe ich aber schon ein paar Scheiben ausgedruckt die ich Minuten nach den Einschlägen den Nachbarn vor die Wohnungstür stelle oder direkt übergebe. Am Anfang fanden sie es nicht so lustig, mittlerweile haben sie sich daran gewöhnt und vertrauen mir. Erstens schieße ich selbst nur auf Fenster an warmen und sonnigen Tagen. Bei Regen kann ich nicht so gut zielen. Zweitens bin ich jedesmal kurz danach zur Stelle mit einer neuen Scheibe und mit Schaufel und Besen um das zerstörte Glas wieder in den Kreislauf einzuführen. Drittens finden die Leute gefallen daran, dass die Scheiben durch das häufige Recyceln immer trüber werden. Weniger Arbeit um die Fenster zu putzen ist notwendig. Lohnt sich eh nicht. Sind rausgeschossen bevor sie dreckig sind. Darauf gebe ich acht.</p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile habe ich die gesamte Nachbarschaft mit meinen Scheiben ausgestattet. Zumindest an den Fenstern, die auf meinen Balkon blicken. Bei den anderen helfen mir die Nachbarskinder. Dafür habe ich jedem einen Fußball gedruckt.Ich liebe das Geräusch der zerberstenden Scheiben. Am Geräusch erkenne ich ob der Treffer mittig oder versetzt die Scheibe zum platzen gebracht hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich lebe gern im Glasscherbenviertel.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lehrreiche Winterwanderung</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 19:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Gekauft]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Abendessen steht das dreckige Geschirr auf der Spüle und der Ruf nach der Verdauungszigarette drängt sich auf. Mist, keine Kippen mehr. Es ist kalt und dunkel. Ungemütlich. Der nächste Automat liegt zwei Blöcke weiter.
Als Ausweg in der Not bietet sich die Kneipe gegenüber an. Benannt nach dem deutschen Kapitalzentrum wirbt es schon ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach dem Abendessen steht das dreckige Geschirr auf der Spüle und der Ruf nach der Verdauungszigarette drängt sich auf. Mist, keine Kippen mehr. Es ist kalt und dunkel. Ungemütlich. Der nächste Automat liegt zwei Blöcke weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Ausweg in der Not bietet sich die Kneipe gegenüber an. Benannt nach dem deutschen Kapitalzentrum wirbt es schon an der Eingangstür mit rauchender Zigarette auf blauem Hintergrund. Distanz zwischen der markierten Tür und meiner Wohnungstür sind vier Stockwerke plus eine Straßenüberquerung. Bisher habe ich den Laden gemieden und auch keine empirischen Untersuchungen vom Wohnzimmerfenster aus angestellt um mich über die Besucher des Etablisments zu informieren. Von außen wirkte es einfach nur unattraktiv. Farbiges Ornamentglas in Sproßen eingefasst in Kombination mit dem aussen angebrachten Schild erwecken den Anschein, der Innenraum sei eben so undurchsichtig wie die eingesetzten Fenster. Sitzen im Rauch unzähliger Zigaretten die einen Dunst entwickelnd der nur noch mit einem Messer getrennt werden könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">In dieser dunklen, harten, kalten Nacht ändert sich diese Ansicht blitzartig. Plötzlich das befürchtete Moloch als erhoffter Hort wohliger Wärme, der mich davor behütet vollständig auszukühlen. Ich entscheide mich für die Entdeckungsreise. Die drei Stufen hinauf, ich öffne die Tür und alle Blicke sind auf mich gerichtet. Es sitzend die Notleidenden auf Bänken. Anscheind sind schon alle da. Freude erkenn ich auf keinem Gesicht, in keinem der Augen, die nur entfernt an die Parallelität mir bekannter Blicke erinner. Es ist noch nicht wirklich spät, der Rauch beachtlich, antialkoholische Getränke kann ich auf den ersten Blick auf keinem der Tische entdecken. Einer steht auf und bewegt sich im taumelnden Wiegeschritt auf mich zu.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Was willste?&#8221;,</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Kippen&#8230;&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Hammer nicht.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wo dann?&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Über den Park und dann am Kindergarten, steht ein Automat.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Danke, Tschüss.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">
Das ich da nicht selber drauf gekommen bin? Logischer Prozess, Kinder abliefern, Kippen ziehen und dann ins Frankfurter Stübchen. Immerhin kenn ich jetzt einen Automaten der deutlich näher ist als die mir zuvor bekannten.</p>
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		<title>Den Löwen zum Fraß vorgeworfen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 23:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine zweite Station führte mich als aufstrebender Werbefachmann direkt in eine der Top-Agenturen dieser Erde. Art Director, verantwortlich für einen der wichtigsten Kunden. Eine große Brauerei. Der Frühling kündigte sich an und eine neue Kampagne wollte geschmiedet werden. Der Frühling des Sports. Der Zeitgeist schrie nach fitten, aktiven und gesunden Produkten.
Das Jahr des Kletterns. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Meine zweite Station führte mich als aufstrebender Werbefachmann direkt in eine der Top-Agenturen dieser Erde. Art Director, verantwortlich für einen der wichtigsten Kunden. Eine große Brauerei. Der Frühling kündigte sich an und eine neue Kampagne wollte geschmiedet werden. Der Frühling des Sports. Der Zeitgeist schrie nach fitten, aktiven und gesunden Produkten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Jahr des Kletterns. Klettern entpuppte sich nach und nach in allen Gesprächen der  Marketingavantgarde als Top-Smalltalk-Thema. Wer etwas auf sich hält spielte letzes Jahr Squash und klettert jetzt. Nachdem mich nach den späten Abenden in der Agentur niemand mehr ins &#8220;Normalo-Fitnessstudio&#8221; begleiten wollte, hängte ich mich ihnen an. An die Wand. Der Erfolg berauschte. Innerhalb kürzester Zeit enorme Fortschritte. Gestern nicht mal die Babyrouten geschafft, nach vier Wochen hänge ich schon Überkopf an der Decke. Ohne Sicherung. Nicht weil ich ein sonderlich tollkühner Held bin, sondern eher aus dem Grund, dass es keine Kurse in den großen Hallen gab. Der Trend füllte die Kurse zum richtigen Sichern lange im voraus. Zu allem Überfluss zu Zeiten, an denen der normale Spießbürger seinen Bürosessel vielleicht verlassen hat, nicht aber der aufstrebende Stern am Werberhimmel mit seinen Kollegen. Also blieb uns nur das Bouldern. Bouldern bedeutet Klettern ohne Sicherung, in Höhen bis ungefähr drei Meter unten gesichert durch weiche Schaumstoffunterlagen. Solange man beim Fallen nicht wieder an die Kletterwand oder auf einen &#8220;Mitspieler&#8221; knallt, der es sich unten auf der Matte bequem gemacht hat, ist es relativ risikoarm.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir ist noch nie etwas passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Eines Abends, nach erfolgreichem Kletterexperiment saß ich noch in der Halle mit meinem isotonischen Trendgetränk und dachte über die nächste Kampagne für meinen Kunden nach. Im besagten Frühling des Sports.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich verabscheue isotonische Getränke und hatte eigentlich viel mehr Lust auf ein Bier. Da kam mir die Idee. Klettern und Bier kombinieren. Anstatt Kreide in der Chalkbag eine Flasche Bier. Die Route hoch, mit viel Atmogeräusch das Anstrengung symbolisiert, oben am Ziel angekommen, die Flasche Bier am letzen Griff beherzt geöffnet. Noch im Hängen getrunken.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu der Slogan: &#8220;Wir haben es uns verdient.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Ich konnte fast die ganze Nacht nicht schlafen. Am nächsten Morgen war ich der erste im Büro um die Idee auszuarbeiten. Die Kollegen begeistert. Termin beim Kunden, zur Präsentation. Gekauft.</p>
<p style="text-align: justify;">Also ran an den Dreh des Werbefilms. Bei der Ortsbegehung hatten wir den künftigen Akteur noch nicht dabei. Für den ersten Test schwang ich mich eigenhändig in die Wand. Mit Flasche. Oben angekommen, am letzten Griff die Flasche geöffnet, geleert, ich habs mir verdient. Flasche fallengelassen und selbst die Hände von der Wand gelöst. Kurzer Fall und ein unmöglicher Schmerz beim Aufprall. Mir wird schwarz vor Augen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich erwache benommen in einem weißen Zimmer. Ich erkenne an den angeschlossenen Gerätschaften und an der Tapete, dass es sich hier um ein Krankenhaus handelt. Eine Schwester kommt ans Bett und fragt mich wie es mir geht. Erschöpft nicke ich, bevor ich wieder hinwegdämmer. Beim nächsten Erwachen steht ein Arzt bei ihr und die beiden unterhalten sich flüsternd. Ich sehe mich um. Sie bemerken, meinen Zustand und kommen näher. &#8220;Was ist passiert?&#8221;, ich erkenne meine eigene Stimme nicht mehr. &#8220;Sie müssen jetzt sehr stark sein&#8221;, sagt der Arzt, &#8220;Sie hatten einen schweren Unfall.&#8221; Selbst in diesem Zustand zwingt mir diese Auskunft ein Lächeln auf die Lippen. Ich bin mir durchaus bewußt so ein Zimmer nie freiwillig aufzusuchen. &#8220;Sie sind beim Klettern abgestürzt und haben eine Fraktur des pars lumbalis erlitten. L4 ihrer Lendenwirbelsäule wurde zerstört. Sie werden nie wieder laufen können. Sie sind querschnittsgelähmt.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Die Brauerei konnte auf Grund dieser Kampange ihren Umsatz um 7% steigern. Die Kampagne gewann beim darauf folgenden Cannes Lions International Advertising Festival einen Löwen. Die beste Kampange meines Lebens.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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