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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; Konzert</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Die Insel nach Jacques Palminger</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 21:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erfrischend die Einleitung zum Theaterstück von Jacque [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Erfrischend die Einleitung zum <a href="http://www.kampnagel.de/index.php?page=detail&amp;cluster=447062" target="_blank">Theaterstück</a> von <a href="http://www.myspace.com/palminger" target="_blank">Jacques Palminger und den Kings of Dubrock.</a> &#8220;Arbeit mit Jugendlichen macht keinen Sinn, andauernd hat einer keine Zeit, wenn dann kommt immer jemand zu spät und wenn mal alle gleichzeitig zusammenkommen, dann hat man am nächsten Tag nen Kater.&#8221; Wunderbar, es muss richtig Spaß gemacht haben mit der Gruppe Jugendlichen zusammen gearbeitet zu haben. Es war ein schönes Theaterstück. Kurzer Abriss aus der Beschreibung:</p>
<p style="text-align: justify;">Klassenfahrt erleidet Schiffbruch, die gesamte Gruppe strandet auf einer einsamen Insel 16 Schüler, zwei Lehrer.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="315" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/j0ajPhDbRso&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="315" src="http://www.youtube.com/v/j0ajPhDbRso&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Dort beginnt eigentlich das Stück. Morgenweckruf, Unterricht, der Versuch Routine aufrecht zu erhalten. Der Lehrer etwas sehr &#8220;altbacken&#8221;. Korrekt, streng, traditionsbewusst, nationalistisch aber überfordert. Die Schüler kämpfen gegen die Langweile, gegen die neue, herrschende Ordnung. Die Darstellung der Szenen bunt und witzig. Musik und Tanz, es ist immer was geboten, keine schwachen Minuten, die Story treibt die vollen 90 Minuten. Die Texte der Lieder etwas verrückt: &#8220;Der Sommer ist da, der Sommer ist da, M-D-M-A&#8230;&#8221; Intoniert aus Kinderkehlen. Ob zum Theater auch noch eine Aufklärung über Drogen und Teenieschwangerschaften hinzukam? Immerhin wurden Beides deutlich thematisiert. Hauptaufgabe der Schüler auf der Insel ist Früchte zu sammeln, diese mit Speichel zu vermischen, in einen Eimer spucken und damit ein alkoholhaltiges Getränk anzusetzen, welches sich der Lehrer dann hinter die Binde kippt und abstürzt. Die Rettung erfolgt in Form eines Hais, der erst eines der Kinder frisst, dann aber zurückkehrt und das verschluckte Kind der Gruppe zurückbringt. leider hat sich dieses Mädchen, während der Abwesenheit in eine Meerjungfrau verwandelt. Um sie wieder zurück in eine menschliche Gestalt zu überführen, fordern magische Figuren die Kinder auf, zwei Personen im Gegenzug als Opfer darzubieten. Einzige Bedinung: Diese Personen müssten freiwillig der magischen Figur die mit einem Boot kommen würde folgen. Als das Boot kommt springen die beiden Lehrer natürlich sofort ins Boot und sind weg. Dann ist die Story leider auch vorbei. Wobei es spannend gewesen wäre, wie sich die Kinder anschließend auf der Insel verhalten hätten.</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend gab es noch ein Konzert von den Kings of Dubrock. Einfach fantastisch. Sehr guter Sound im Kampnagel, treibende, flockige Reggeabeats mit gewitzten Texten brachten die Besucher zum Tanzen. War schön, sehr schön. Hoffe es ergibt sich bald wieder die Möglichkeit die Kings of Dubrock live zu sehen.</p>

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		<title>Fünfundzwanzigtausend müde Knochen</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 18:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[aufgepumpt zu neuem Leben, mit Mitteln für die schnell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>aufgepumpt zu neuem Leben, mit Mitteln für die schnelle Tour.</em></p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="340" height="285" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Vk5pQxJFv0A&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="340" height="285" src="http://www.youtube.com/v/Vk5pQxJFv0A&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Montag im Büro zufällig vom Konzert <a href="http://diesterne.de" target="_blank">der Sterne</a> im <a href="http://www.thalia-theater.de/" target="_blank">Thalia Theater</a> erfahren: Montag Abend: Konzerte persönlich eher unwillkommen, zu hart ist schon der Rückfall in die Arbeitsroutine, den geordneten Tagesablauf, allein. Auf der anderen Seite, in der Vergangenheit wurden weit höhere Strapazen in Kauf genommen um diese Band zu sehen. Außerdem: Thalia Theater, sicherlich bestuhlt. Ich habe es bis jetzt  noch nicht geschafft einem der Hamburger Theater einen Besuch abzustatten. Also spiele ich Roulette. Ich fahr zum Thalia und wenn es noch Tickets an der Abendkasse gibt schau ich mir die Band an.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt noch Tickets.</p>
<p style="text-align: justify;">Die erste Überraschung auf dem Ticket: Freie Platzwahl. Wohl nicht bestuhlt. Die nächste Überraschung durch den Ordner: &#8220;Bitte gehen Sie nach hinten zur Bühne durch.&#8221; Ich also auf die Bühne. Riesige hohe Decke, alles schwarz, kein Stuhl, vorne eine minimal Ausstattung für die Band. Es beginnt pünktlich. Ein neuer Keyboarder an Board, da der Alte, <a href="http://www.richard-universum.de/" target="_blank">Richard von der Schulenburg</a> jetzt häufiger im <a href="http://www.pudel.com/" target="_blank">Golden Pudel</a> anzutreffen ist. Das Konzert entspannt und unspektakulär, nichts besonderes, nichts was vom Hocker reißt oder mich überzeugt. Einige Tempofehler in denen das Schlagzeug die Band überholt. Stimmung kommt nur bei den alten &#8220;Hits&#8221; auf. Immerhin hab ich es so mal ins Thalia geschafft.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiterer Artikel mit zumindest einem Bild findet sich <a href="http://kommander.wordpress.com/2010/02/02/nach-fest-kommt-lose/" target="_blank">hier.</a></p>

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		<title>Tocotronic Album Release</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 13:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Live]]></category>
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		<category><![CDATA[kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezession]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenende]]></category>

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		<description><![CDATA[Schall und Wahn
Ich bin euch Untertan
Ich bin euch zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em>Schall und Wahn<br />
Ich bin euch Untertan<br />
Ich bin euch zugeteilt<br />
Ich bin ein Teil des Teils</em></p>
<p style="text-align: justify;">So beginnt der Titelsong des neuen, gleichnamigen <a href="http://www.tocotronic.de/" target="_blank">Tocotronic</a> Albums. Erschienen ist es am Freitag, 22. Januar. Abends sollte es im Rahmen des <a href="http://www.spex.de/tag/Tocotronic/" target="_blank">Spex 30</a> Live Konzerts im <a href="http://www.uebelundgefaehrlich.com/" target="_blank">Übel und Gefährlich</a> vorgestellt werden. Die Tickets habe ich schon lange und mein kleiner Bruder Jakob aus Berlin hatte sich auch schon lang angekündigt mich an diesem Tag zu besuchen um mit mir daran teil zu nehmen. Haben wir dann auch gemacht. Zuerst zum Album.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn mich die Berichterstattung der letzten Woche, bzw. der letzten Tage vor dem Konzert etwas überrascht hat: <a href="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/bigview.php?url=http%3A//paper.meedia.de/titelgallery_drupal/%3Fq%3Dgallery/%26g2_view%3Dcore.DownloadItem%26g2_itemId%3D74645" target="_blank">Titelseite in der Welt Kompakt</a>, <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,673245,00.html" target="_blank">Artikel in SPON</a>, <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32373" target="_blank">Süddeutsche</a>, <a href="http://www.ard.de/kultur/musik/rock-und-pop/tocotronic-interview-dirk-von-lowtzow/-/id=825782/nid=825782/did=1360904/17meotk/index.html" target="_blank">Tagesschau</a>, <a href="http://www.spex.de/ausgaben/spex324/" target="_blank">Cover der Spex</a>, viele mehr und sogar fürs <a href="http://www.lustiges-taschenbuch.de/index.php?id=25" target="_blank">lustige Taschenbuch</a>. Ihm war nicht zu entrinnen. Was sehen wir dort? Der letzte Aufstand der alten Garde? Wird es kein zehntes Album mehr geben? Oder soll der Titel des Albums möglichst authentisch gelebt werden, indem die Propagandamaschine gefüttert wird? Ist dies eher Schall oder Wahn?</p>
<p style="text-align: justify;">Das Album ist gut, toco-like. Wenig anders als die letzten drei, aber die eindeutig erkennbare Handschrift der Popotronic, dazu der weiter verbesserte Gesang von Dirk von Lotzow gepaart mit Texten, deren eindeutige Doppeldeutigkeit unendlichen Raum zur Interpretation und Transformation in alle Lebensräume lässt, ohne arrogant oder besserwisserisch zu wirken. Subtiler Widerstand. Subtile Kritik aber eingängig. Nach dem ersten Durchhören freute ich mich richtig aufs Konzert.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider war es kein Tocotronickonzert, sondern die Veranstaltung einer bedeutenden Musikzeitschrift, die ihren 30igsten Geburstag feiern wollte. Das Übel und Gefährlich dennoch ausverkauft bis auf den letzten Platz. Wir treten zu Beginn der ersten <span style="text-decoration: line-through;">Vor</span>band, <a href="http://www.owenpalletteternal.com/" target="_blank">Final Fantasy</a> ein. Die Violine schmerzt meinen Ohren, Final Fantasy nutzt die Violine als Leadinstrument und baut aus Fragmenten ständige Loops. Es tat einfach nur weh. Das Rest des Publikums wirkte auch nicht wirklich angetan davon. Wieso auch. Seitenscheitel und langer Pony, die Mehrheit männlich. Eindeutig: Tocotronic Anhänger. Freundlich, Final Fantasy nicht beleidigend, aber grundsätzlich wartend. Irgendwann war es dann auch vorbei und nach kurzer Umbauphase kamen sie auf die Bühne. Euphorisch empfangen und selbst auch gut gelaunt. Es machte fast den Eindruck als seien sie froh, wieder live spielen zu dürfen, Grinsen umspielen die Münder als alte Kalauer in Richtung Bühne gedroschen werden. Der Ruf nach &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=UCOpPWc70as" target="_blank">Michael Ende</a>&#8221; wird mit breitem Grinsen quitiert. Hier sind Zuschauer, die die Band lange kennen, hier ist eine Band, die sich freut an der Geburtstätte ihres Zusammenschlusses wieder vor den Langzeitanhänger aufzutreten. Ein Konzert unter Freunden. Die Opener vom neuen Album, die tatsächliche Playlist habe ich mir nicht gemerkt. Gespickt mit ein paar Songs von vorangegangenen Alben, &#8220;<a href="http://www.myvideo.de/watch/319285/Tocotronic_Let_There_Be_Rock" target="_blank">Let there be Rock</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Z6IkRmEUTxw" target="_blank">Drüben auf dem Hügel</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=B4Jl4_jattI" target="_blank">Jungs hier kommt der Masterplan</a>&#8221; noch herausragend, da diesmal auch in Vier-Mann Besetzung vorgetragen, endet das Konzert mit &#8220;Gift&#8221;, dem ebenso letzten Lied des neuen Albums. Naja, Gitarrenvirtuosen werden Tocotronic vermutlich nicht mehr, aber sie haben es versucht. Mir zu Art-Rock-Schwülstige-Gitarrensoli-Verzerr-Gedöns, leider war danach dann nach ca. 60 Minuten und dem Song Schluss. Noch eine Zugabe, mit Querverweis auf das veranstaltende Musikmagazin, die 93 als erstes deutsches Musikmagazin über Toco geschrieben haben. Da muss man dann anscheinend unterwürfig sein. &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=GYY4nSy5eis" target="_blank">Die Idee ist gut, doch&#8230;</a>&#8221; und schon war Schluss und es ging weiter mit Reggae.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Liebes Spex Magazin,</p>
<p style="text-align: justify;">ich möchte mich für 30 Jahre Musikjournalismus bedanken und hoffe ihr hattet ebenso viel Spaß an der Sache wie es eure Leser mit der rezitierten Musik hatten. Es ist bedauerlich, wenn auch eure Auflage im Zuge der Modernisierung der Medienwelt schmilzt, Anzeigenpreise ausfallen, der Umsatz einbricht und Bands ihre Vermarktung auch ohne euch zu Stande bekommen. Ja, der Eigentümer will Rendite und wenn er die aus dem Zeitschriften- und Anzeigenverkauf nicht mehr erhält, dann macht ihr halt auch Konzerte. Es ist auch ein willkommener Aufhänger für Konzerte zum 30igsten Geburtstag 30 Euro Eintritt zu verlangen, eine loyale Band zu verpflichten und ihr einen Termin zu geben, den sie sowieso wahr genommen hätte und die Zuschauer in ihrem veränderten Musikkonsumverhalten zu melken.</p>
<p style="text-align: justify;">Danke für die fehlende Loyalität und Verachtung gegenüber den eigenen Kunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Danke das ihr auch mich gemolken habt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte euch einen Satz mitgeben: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8iLKjv2Sz04" target="_blank">Digital ist Besser</a>&#8220;</p>

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		<title>Von NIN zu Depeche Mode</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 21:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
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		<category><![CDATA[musik]]></category>

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		<description><![CDATA[mozze: Wenn man in Hamburg wohnt und sich überlegt, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>mozze:</strong> Wenn man in Hamburg wohnt und sich überlegt, dass Hamburg die größte Stadt Europas ist, die nicht gleichzeitig Hauptstadt eines Landes ist, dann ist es durchaus verwunderlich, dass regelmäßig Bands auf Deutschlandtournee, Hamburg außer acht lassen und die Stadt nicht mit einem Besuch beehren: NIN, Nine Inch Nails. Bleibt nur die Befolgung des alten Sprichworts. Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten. Der Prophet war in Berlin. Der Berg Simotzki, Lennart und ich. Da Einlaß ab 18 Uhr war und wir noch unsere Tickets abholen mussten, brachen wir um drei Uhr auf um pünktlich in Berlin zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #800000;">simotzki:</span></strong> Ach Mozze, du weißt ja, ich nenne ja den Propheten lieber &#8220;Meister&#8221; – obwohl &#8220;Prophet&#8221; auch eine äußerst gute Bezeichnung für Trent Reznor ist. Mit ungehaltener Vorfreude – zumindest meinerseits, denn es war ja schließlich mein 7. Konzert von Good old Trent – bretterten wir in brütender Hitze Richtung Berlin.  An der Berlin Arena angekommen bekamen wir als Pre-Sale Ticket Holder vom nin-stuff  unsere Konzerttickets, welche uns Zugang zu einer kleinen Tribüne gewährten, genehmigten uns ein Bier und mischten uns unter die Gleichgesinnten&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>mozze:</strong></span> Gleichgesinnte von wegen! Alle schwarz gekleidet oder, wenn nicht das, mit kurzer Armeehose und natürlich Springerstiefeln. Du in knallrot und ich im Anzug, dass wirkte eher wie gefangen im Flashmob. Und diese Hitze. Stickige Luft schon auf der ganzen Fahrt, im Auto ohne Klima. In Berlin nicht besser. Ein Gewitter liegt in der Luft, aber es kann sich nicht durchringen, die Konzertbesucher zu schonen, stattdessen Berlin Arena mit gefühlten 45 Grad. Mit Beginn des Konzertes, ein weiterer Temperaturanstieg. Jetzt sind es gefühlte 70 Grad. Luftfeuchtigkeit 60% Tendenz steigend&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>simotzki:</strong></span> Ich habe mich zwischen den Schwarzgekleideten äußerst wohl gefühlt. Schließlich hat mich das an meine gute alte Jugend erinnert. Obwohl, ich muss zugeben, dass bei meinem letzten Konzert von nin in Berlin 2007 in der Columbiahalle das Publikum farbenfroher angezogen war – liegt vielleicht an den düsteren Allgemeinstimmung der aktuellen Wirtschaftskrise, mmmh. Die Hitze war echt heftig. Ich hätte mal ein Vorher-Photo machen sollen und nicht nur eins danach, wo wir aussehen als wären wir gerade mit samt unseren Klamotten unter der Dusche gestanden. Außerdem ist rot meine Farbe und rot lässt sich ausgesprochen gut mit nachtschwarz kombinieren&#8230;. und DU hast doch auch gleich Freunde gefunden in deinem Anzug, oder?</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>mozze:</strong></span> Freunde ist für die Unterhaltung dann doch etwas übertrieben. Typisches Berliner Großmaul, dass unbedingt seine Meinung verbreiten musste. Außerdem hat er weniger auf meinen Anzug als meine &#8220;Elvis&#8221;-Sonnenbrille angespielt. Da er angeblich die Gleiche hätte. Die hat er mir dann gezeigt. Die war genauso wenig Elvis, wie meine, und er genauso wenig Freund. Auf dem Konzert hat es sich dann nicht mehr ergeben, sich mit irgendjemanden zu unterhalten. Nine Inch Nails legten los und ruck-zuck war Schluss mit leise. Schlagzeug Stakkato an breiten Gitarrenriffs. Über allem der durchaus stimmgewaltige Trent Reznor. Ich kenne NIN nicht gut. Deshalb fühlte ich mich auch ein bisschen alleine unter all den Hardcore Fans, die gekonnt jedes Wort der gezeigten Kunst mitsingen, oder zumindest grölen konnten. Auch fehlt mir das Wissen hier eine detaillierte Setlist abzugeben. Aber ich nehme mal an, Simotzki, da kannst du mir zur Seite springen.</p>
<p style="text-align: justify;">[slideshow id=2]</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>simotzki:</strong></span> Pas de souci, mon ami! Ich kriege zwar die genaue Reihenfolge der Songs nicht mehr richtig hin, aber ich geb&#8217; mein bestes. So weit ich mich erinnere fing der Spaß mit Somewhat Damaged von &#8220;The Fragile&#8221; an – aber ich leg&#8217; dafür nicht meine Hand ins Feuer, ich war viel zu angefixt, es könnte auch der zweite oder dritte Song gewesen sein. Es folgten einige Songs von &#8220;The Downward Spiral&#8221;, wie March Of Pigs, Eraser, Piggy, Heresy, nicht zu vergessen, der geniale <a href="http://www.youtube.com/watch?v=o22eIJDtKho" target="_blank">Klassiker Hurt</a>, welcher 2002 erfolgreich von Johnny Cash gecovert wurde  und einfach nur schön ist, viel aus der Zeit Anfang der 90er von der &#8220;Broken&#8221;-EP, wie Wish, Gave Up, Suck oder auch Burn vom &#8220;Natural Born Killers Soundtrack&#8221;, Songs von &#8220;Pretty Hate Machine&#8221; –ganz klar: Down in It, Head Like A Hole, Something I Can Never Have. Die Jungs haben relativ wenig neue Stücke gespielt, darunter unter anderem Non-Entity, welches TR erstmal bei der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qNp__P4dO0Q" target="_blank">ReAct Show for Hurricane Katrina relief</a> gespielt hat, Lights In The Sky, Survivalism, Metal und ein paar Songs vom &#8220;With Teeth&#8221;-Album: Home, The Hand That Feeds, You Know Who You Are und Beside You In Time. Toll war auch die phantastische Version von I&#8217;m Afraid Of Americans, welches er zusammen mit David Bowie &#8216;96 aufgenommen hat:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="340" height="285" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/slKNd22GGaQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="340" height="285" src="http://www.youtube.com/v/slKNd22GGaQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Auf jeden Fall legten die Jungs total los. 2 Songs später war ich schon bis auf die Knochen durchgeschwitzt und glücklich. Den Bandmitgliedern ging es nicht anders. &#8220;It&#8217;s hot like fuck in here&#8221;, war dazu des Meisters Kommentar.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>mozze:</strong></span> Das war dann vermutlich auch der Grund wieso die Band ohne Zugabe abgerauscht ist. Auf der anderen Seite finde ich sowas durchaus charmant. Vollgas, Schluss, Punkt! Dafür war die Konzertdauer durchaus beträchtlich. Ich habe weder vor noch nach dem Konzert auf die Uhr gesehen, aber es ging an die zwei Stunden. Das konnte man dem Publikum dann auch ansehen. Nicht nur das Lidschatten verlaufen waren. Nein, die Lidschatten waren geradezu hinweggespült. Während drinnen NIN polterten musste es draußen ein Gewitter gegeben haben. Zwecks Halle bekam ich davon nichts mit. Aber als wir aus dem Ausgang kamen hatte draußen ein sanfter Sommerregen eingesetzt, der einen zumindest in vertretbarer Zeit auf Normaltemperatur abkühlte. Zurück zum Auto, zurück nach Hamburg. Bei der Ankunft in Hamburg ist es halb drei morgens.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>simotzki:</strong></span> Hey Moe, du bist schon beim Ausgang und ich hab&#8217; noch gar nicht richtig losgelegt. Gönn&#8217; mir noch ein wenig &#8220;Quality Time&#8221; mit good old Trent!  Die Hitze war brütend und dennoch bekam ich regelmäßig eine Gänsehaut – so perfekt der Sound, so gewaltig die Präsenz der Band, so berauschend das Publikum. NIN war diesmal nur zu viert unterwegs –  Alessandro Cortini, seines Zeichens Keyboarder, war diesmal nicht mehr mit von der Partie, dafür hat aber nach langer Abstinenz Robin Finck (Gitarrist) wieder zurück zur Band gefunden. Er und Trent Reznor sind die längsten Mitglieder der Liveband und ein perfekt eingespieltes Team. Ich habe noch nie jemanden so mit seiner Gitarre verschmelzen sehen, selbst wenn er quer über die Bühne fegt ist jeder Ton perfekt. Die Lightshow war relativ gediegen gehalten, nur mehrere Dutzend Strahler an der Decke und einige Lichtsäulen im Hintergrund ergaben das Bühnenbild. Der Fokus war diesmal definitiv auf die Musik gelenkt. Die Spannung zwischen den Songs war super ausbalanciert und die Stimmung auf beiden Seiten ausgesprochen gut und ekstatisch. Nach einigen Krachern wurde auch wieder das eine oder andere ruhigere Lied gespielt, um sowohl Band als auch Publikum eine kleine Verschnaufpause zu ermöglichen, bevor die Bassline einen wieder vom Boden fegte und die Stimme heiser wurde vom Mitsingen (oder für die weniger musikalischen Mitstreiter: Mitgrölen). Immer wieder ein absolutes Erlebnis ist der Moment wenn die ersten Takte zu Hurt angespielt werden. Es wird mucksmäuschenstill im Saal bis alle synchron zur Band mit den Lyrics einsetzen. Davon kann ich nie genug kriegen – spätestens dann verschmilzt der komplette Saal zu einer Einheit. 2 Stunden hielt das Level an, bevor die erdrückende Hitze sowohl NIN als auch die Fans in die Knie zwang. Ich verwette meine CD-Sammlung, dass es ansonsten noch mindestens &#8216;ne halbe Stunde weitergegangen wäre.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>mozze:</strong></span> Ne halbe Stunde hin oder her, als ob das noch was ausgemacht hätte. Vermutlich wären dann doch noch ein paar Leute umgekippt und die Atmosphäre hätte sich einem Tokyo Hotel Konzert angepasst. Was solls. Es war ein gutes Konzert und es hat Spaß gemacht. Das Problem bin in diesem Fall auch eher ich. Durch den Druck, am nächsten Tag nach Würzburg zu fahren um dann Abends wieder in Hamburg zu sein um zu Depeche Mode zu gehen hat mich halt doch nicht tiefgenentspannen lassen. Im Nachhinein kann ich nur sagen ein Marathon. Aber dazu muss noch der Rest der Geschichte erzählt werden. Also, nachdem Simotzki und ich uns um drei Uhr morgens getrennt haben, haben wir uns nach einem vollen Arbeitstag um halb acht wieder am Bahnhof getroffen, wo erneut ein Chauffeur zur Verfügung stand, der uns in die Nordbankarena gebracht hat. Wir hatten noch etwas Zeit, so konnte erstmal noch ein kleiner Drink eingenommen und etwas gegessen werden. 12 Stunden nach NIN sprangen die Yuppie-Heroen der 80er auf die Bühne.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>simotzki:</strong></span> Ja, du hast recht. &#8216;ne halbe Stunde hätte doch nicht für alle Songs gereicht, die ich noch gerne gehört hätte. Auf jeden Fall bin ich nach einem solchen Konzert immer total aufgeputscht und glücklich, obwohl ich gleichzeitig auch traurig bin, dass schon wieder alles vorbei ist – es ist halt nie genug. Das fällt mir ein schönes Zitat von Oscar Wilde ein: &#8220;Die Zigarette ist das vollendete Bild des Genusses. Sie ist köstlich und lässt dennoch unbefriedigt!&#8221; Das könnte sich auch gut auf eine Performance von NIN beziehen.<br />
Auf jeden Fall trafen wir uns am Abend gut gelaunt und zumindest äußerlich ausgeruht (dank &#8220;Touche Éclat&#8221; – nicht umsonst eines der meistverkauftesten Kosmetikprodukte) am Hauptbahnhof und folgten dem Mob zur Nordbankarena (Stau durch DM-Fans auf der ganzen Strecke). Die Vorgruppe war nicht besonders nennenswert (haben wir eh fast komplett verpasst) aber wir konnten uns ausgesprochen gute Plätze mit freier Sicht auf die Bühne sichern. Und schon ging es los: Die Jungs von Depeche Mode enterten gut gelaunt und frenetisch gefeiert die Bühne. Auch hier wurde war man umgeben von einer äußerst loyalem Fangemeinde, die die Jungs schon seit Jahrzehnten begleiten. Die ersten Songs waren allen neueren Datums, viel vom &#8220;Master Of The Universe&#8221;-Album, welches Anfangs des Jahres raus kam.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #333399;">mozze</span>:</strong> Ob die Platte jetzt Anfang dieses Jahres herauskam oder nicht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich außer den populären Grölsong aus Radio und TV eigentlich nichts von Depeche Mode kenne. Dennoch war es ein Heidenspaß. Ganz vorne an der Bühne, der Basse massiert das Zwerchfell und um mich herum grölen wieder alle mit. Zwischenzeitlich entschloss ich mich dazu mal ganz nach Hinten unter das Dach des Stadions zu gehen. Aus dieser Perspektive habe ich noch nie ein Konzert gesehen. Und, ich muss sagen, dennoch beeindruckend. Man erkennt die Personen auf der Bühne zwar so gut wie gar nicht, was dank der Bildschirme links und rechts nicht so wirklich schlimm ist, aber man hört den Gesang der Massen besser und hat einen schönen Überblick über die Körper und Hände, die sich im Takt der Musik bewegen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>simotzki</strong>:</span> Auch hier kann ich wieder gut einspringen. Schließlich bin ich mit einer 10 Jahre älteren Schwester groß geworden und habe durch sie die volle Breitseite der 80er mitbekommen (Biene Maja kam samstags immer nach Formel Eins), Bravo Starschnitt mit 7 inklusive. Ich finde es immer wieder beeindruckend, welche Zeitlosigkeit in ihren Songs steckt, auch bei nine inch nails, als würden sie wie ein guter Cognac mit dem Alter reifen, um mit mehr Kraft auf&#8217;s Publikum losgelassen zu werden. Das hat man auch gemerkt. Während bei den neueren Songs die Meisten etwas unsicher im Mitsingen waren, stimmte die komplette Masse bei Songs wie Master And Servants, Enjoy The Silence, Waiting For The Night To Come, I Feel You , Waking In My Shoes, Personal Jesus, Policy Of Truth und einigen mehr mit ein und bildete eine geschlossene Einheit mit der Band. Auch die faszinierende Präsenz von Dave Gahan hat mit den Jahren nicht gelitten. Wie ein Derwisch fegte dieser über die Bühne und legte diese in Flammen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>mozze:</strong></span> Stimmt, die Bühnenpräsenz von Dave Gahan war wirklich gut. Wenn man bedenkt, dass er zwischenzeitlich die Tour unterbrechen musste auf Grund einer Krebserkrankung an der Blase. Er wirkte fit und so als hätte er wirklich Spaß da oben auf der Bühne. Auch Der Gitarrist in Silber (Martin Gore) wirkte gut gelaunt. Andy Fletcher hatte anscheinend einen Ruhe oder Erholungstag gebucht. Wie Balu der Bär torkelte er hinter seinen Keyboards rum und drückte unkoordiniert in unregelmäßigen Abständen Tasten. Vermutlich macht das alles der Neue Keyboarder den sie im Gepäck hatten. Mit einem wunderschönen 3D Cross auf der Brust, welche ich als Justice Homage interpretieren möchte. Ein gelungenes Konzerterlebnis. Sowohl Berlin als auch Hamburg für mich.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><strong>simotzki:</strong></span> Ja, es waren zwei wirklich geniale Tage, die mal wieder viel zu schnell vorbei waren – ich könnte mich daran ja echt gewöhnen.  Mit einem fetten Grinsen im Gesicht hüpfte ich zwischen den Massen rum, wie eine 5-jährige zu Weihnachten. Es gibt nur wenige Bands, die nach über 2 Jahrzehnten Bühnenpräsenz noch nichts an Ausstrahlung und Leidenschaft verloren haben. I have to admit: &#8220;I&#8217;m addicted.&#8221; All that&#8217;s left to say, is: &#8220;Let&#8217;s play master and servant! &#8216;Cause, I find, you can find happiness in slavery!</p>
<p style="text-align: justify;">[slideshow id=1]</p>
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<p style="text-align: center;"><span style="color: #333399;"><strong> </strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
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<p><strong> </strong></p>

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		<title>Coco Rosie im Kampnagel</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 22:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Kampnagel, oft gelobt für das Programm, heute ein we [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><object width="350" height="200" data="http://blip.fm/_/swf/BlipEmbedPlayer.swf" type="application/x-shockwave-flash"><param name="id" value="BlipEmbedPlayer" /><param name="quality" value="high" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="FlashVars" value="blipId=12731020" /><param name="src" value="http://blip.fm/_/swf/BlipEmbedPlayer.swf" /><param name="name" value="BlipEmbedPlayer" /><param name="align" value="middle" /><param name="flashvars" value="blipId=12731020" /></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.kampnagel.de/" target="_blank">Kampnagel</a>, <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?p=98" target="_blank">oft</a> <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?p=298" target="_blank">gelobt</a> <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?p=405" target="_blank">für das Programm</a>, heute ein weiteres Mal Bestätigung erhalten. <a href="http://www.cocorosieland.com/" target="_blank">Coco Rosie</a>, zwei Schwestern wie Schneeweisschen und Rosenrot, oder wie Pippi Langstrumpf und Ami Winehouse im Wunderland. Ihres Zeichens Musiksammlerinnen, die Töne von der Bühne feuern, die unerwartet kommen und dennoch wunderschöne Melodien ergeben. Begleitet von Flügel und Harfe. Von Gitarre und Bass. Trompete. Dann hört es auf mit dem Sachverstand. Den Rest der, ich nenne es, Instrumente, hinterließ zu Hause in Amerika ein heulendes Kind in seinem Zimmer, dass bei nach dem Erwachen sein Spielzeug vermisst. Alles was nicht von Batterien betrieben wird oder in die Hand genommen werden kann, wurde im Schlagzeug auf dem Leiterwagen verbaut. Die Blechdose mit Kurbel und dem komischen Geräusch kenne ich noch aus der eigenen Kindheit als Nervtöter für alle Erwachsenen. Die Dose mit dem Kuh Muhen hatte mir der Bekannte meiner Großeltern geschenkt. Ich hatte dafür keine Verwendung, ausser die Demontage um Jahre später in der Puppe meiner Schwester die gleiche Vorrichtung zu entdecken, die die Puppe zum schreien brachte und nach der Demontage meine Schwester. Man hätte die Dinge auch besser Einsetzen könne. Aber darauf muss man erst mal kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">YouTube-Videos, von mir als langweilige Abendgestaltung deklariert live gemixt. Das nenne ich Einfachheit. Die Bilder im Hintergrund zeugen von einer trosten Umgebung der Heimat. Die Netze die laut der Einen von zu Hause mitgebracht wurden, stinken nach Katzenpisse. Angerochen werden durfte auch. Wieso sich dafür bloß niemand gefunden hat?</p>

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		<title>Miss Kittin &amp; The Hacker</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 14:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Karfreitagabend, eher Karsamtagmorgen, eigentlich unwic [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Karfreitagabend, eher Karsamtagmorgen, eigentlich unwichtige Nebensächlichkeit. <a href="http://www.misskittin.com" target="_blank">Miss Kittin</a> im <a href="http://www.uebelundgefaehrlich.com">Übel und Gefährlich</a> Hamburg. Ursprünglich wollten wir eine größere Truppe werden die dort aufläuft, am Ende waren es nur Simone und ich. Es ist noch Platz im Laden. Entweder wurde ursprünglich mit den, dem ersten Sommernachmittag geschuldeten, Alkoholleichen der Schanze gerechnet, die es einfach physisch nicht mehr geschafft haben, oder alle die Karfreitag Fleisch gegrillt haben wurden mit göttlicher Strafe einer Verdauungsstörung geknechtet und saßen auf der Schüssel und nicht im Bunker. Wir kamen zur perfekten Zeit. Kaum die Jacken an der Gaderobe abgegeben und kurz das Bier der Schanze der Kanalisation übergeben ging es schon los. Tolle Lichtshow, erstmal wenig zu sehen, einfach nur hell, Zeit die Nachbarn anzusehen. Muskelbepackt und braungebtrant im Mussleshirt und natürlich zwei Köpfe größer als ich, zumindest die vor mir stehen, die hinter mir kleiner, logisch. Die Mädels durchaus hübsch, Typ: &#8220;Ich hör auch Black.&#8221; Sprich halt hier, weil man gehört hat es könnte was passieren, aber nicht wirklich interessiert an der Veranstaltung. Der Beat geht los. Leider nicht der Beat, den ich schon den ganzen Tag im Kopf habe. Dieses Scheppern wenn der Stick auf den Höcker des Beckens schlägt. Dazu hätte ich vermutlich auf eine francophonere Elektroveranstaltung gehen müssen. Hinweg der Beat der mich den Tag geleitet hat. Hin zum Beat von Miss Kittin. Die Anlage ist gut eingestellt, das Publikum gut gelaunt und sie und der Hacker auf der Bühne heizen die Stimmung weiter an. Es ist nichts ultraspektakuläres. Es kommen Erinnerungen an <a href="http://www.alec-empire.com/">Alec Empire</a> auf, wobei der mir bei seinem letzten Besuch in selbiger Lokalität meine Ohren Dreiecksdrehungen lehrte. Ihr Outfit materialistisch: irgendwie Offizier mit schwarzen Fischschuppen, bisschen Presswurst. Der Hacker könnte vermutlich in jeder Elektrogruppe spielen, schon wieder vergessen. Die Visauzlisierung im Hintergrund: Bomberangriffe des zweiten Weltkriegs. Seltsam, aber einen gewissen Witz kann man dem ganzen nicht absprechen, wenn man bedenkt, dass das Übel und Gefährlich in einem ehemaligen Luftabwehrbunker ist. Spannender wäre die Antwort auf die Frage ob diese Visualisierung immer der Fall ist. Ich nehme an ja, passt schließlich zum Göring-Schuppen-Presswurst-Dress. Macht die Frau auch dominant auf der Bühne. Deshalb vielleicht auch die ganzen &#8220;starken&#8221; Männer um mich herum. Auf der Suche nach einer Herrin. Miss Kiddin könnte es sein. Tiga, der anschließend noch auflegte regte die Meute deutlich mehr zum Tanze an und es wurde lang. Zum Glück hat er seinen alten Tanzhallen-, und zwischenzeitlich sogar von Oliver Pocher verwursteten, -Kracher nur kurz angespielt was schon ausreichte Leute Gröllen zu bringen. Und einige Unverbesserlichen kamen natürlich auch mit Sonnenbrille. Wie witzig. Das ich da nicht drauf gekommen bin. Tiga erweckte eher den Eindruck als sei: <a href="http://blip.fm/profile/moedahoe/blip/6966936" target="_blank">&#8220;I wear my sunglasses at night&#8221;</a> eine Jugendsünde. Es ging lang. Wie lang genau weiß ich nicht genau irgendwann quittierte das Handy seinen Dienst.</p>

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		<title>The Notwist im Schlachthof Bremen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 20:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich die Tickets schon lange. Das Konze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eigentlich hatte ich die Tickets schon lange. Das Konzert war irgendwann auch mal für den 8.Dezember angekündigt worden. Leider kurzfristig auf Grund von Krankheit der Künstler abgesagt. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Ein Alternativtermin sollte noch verkündet worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Alternativtermin war gestern. 16. Februar 2009. Die Location die Alte: <a href="http://www.schlachthof-bremen.de/" target="_blank">Schlachthof Bremen</a>. Das Wetter auf der Autofahrt von Hamburg nach Bremen richtig, richtig schlecht. Regen, aufgepeitschte Wassergischt und wir zwischen all den LKW, die sich durch all die Brückenbaustellen quetschen müssen, mit uns. In einem quietschegrünen Fiat Punto. Mit Björk auf dem Player und Multivitaminbonbons im Mund. Trotz dieser schwierigen Umständen kommen wir pünktlich in Bremen an und finden auch gleich einen Parkplatz um die Ecke.</p>
<p style="text-align: justify;">Über den Skatepark hinweg sieht man vor dem Eingang schon eine große Menschentraube. Komisch, ich dachte immer <a href="http://www.notwist.com/" target="_blank">Notwist </a>sei eher ein Geheimtip. Vielleicht liegt das aber auch an den Bremern, die einfach einen besseren Geschmack haben als andere Regionen. Vielleicht waren es auch alles Hamburger, so wie wir, die einfach mal ein gutes Konzert wo anders besuchen wollen. Oder vielleicht auch nur den Schlachthof besuchen wollen. Ich hatte eigentlich mit einer schnöden Halle, ein bisschen schranzig, aber immer noch funktional gerechnet und wurde von der tatsächlichen Begebenheit schon so sehr überrascht, dass das Konzert nur noch gut werden konnte. Der Schlachthof ist mehr ein Theatersaal wie eine Konzerthalle. Mit Empore und Balkonen. Von drei Seiten kann Publikum den Musikern auf der Bühne zusehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Vorband, ich weiß den Namen gar nicht, war eine Vorband. Viel zu sehen gab es nicht, ein bisschen live gespielte Fahrstuhlmusik. Gut, wenn man noch ein bisschen gucken, schnacken und Bier trinken will. Wenn man nicht wüßte was man tun soll, dann wäre es aber auch nur bedingt störend. Man kann auf den Emporen und Balkonen sicher schön schlafen dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann kommen sie. Notwist. Pünktlich gehts los. Stücke vom letzten Album: <a href="http://www.amazon.de/Devil-You-Me-Notwist/dp/B0015YBOL4" target="_blank">The Devil, You and Me</a>. Einfach Schön. Der Sound, die Musik die live genauso fragil und abgestimmt wirkt wie auf Platte. Das Licht, schlicht mit Nebel, klar bleiben die Konturen der Künstler.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-463 aligncenter" title="pic-0016" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2009/02/pic-0016-225x300.jpg" alt="pic-0016" width="225" height="300" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Künstler, das sind allerdings eher<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Console" target="_blank"> Console</a> und die Band. Console, der einen ganzen Wühltisch aus elektronischen Gerätschaften aufgebaut hat, die er eigentlich ständig mit Controllern der Wii bedient. Witzig, ja, aber nicht störend. Es geht nicht um Show. Es geht ums Geräusch. Um den Sound. Um fantastische Musik.</p>
<p style="text-align: center;"><object width="445" height="364" data="http://www.youtube.com/v/qI0prZWmxQk&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qI0prZWmxQk&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe meinen dritten Besuch in Bremen nicht bereut. Mein erstes Notwist Konzert auch nicht. Und den Schlachthof werde ich als hervorragends Konzerthaus weiterempfehlen.</p>

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		<title>Jazz in Hamburg</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 15:13:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Verspätet ein Post zum gestrigen Abend. Entgegen dem P [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Verspätet ein Post zum gestrigen Abend. Entgegen dem Plan und Tribut zollend der eigengen Unfitheit, das frivole <a href="http://www.cabaret-vulgaire.com/" target="_blank">Cabaret-Vulgaire</a> saußen gelassen. Stattdessen: GiGi-Artspace. Jazz des <a href="http://www.myspace.com/martinzenker" target="_blank">Martin Zenker</a> Quartetts.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-440" title="martin-zenker-quartett" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2009/02/martin-zenker-quartett.jpg" alt="martin-zenker-quartett" width="425" height="576" /></p>
<p style="text-align: justify;">Super Arrangements, angenehme Atmosphäre und Bio-Rotwein. Ein rundum gelungener Abend. Wieso ich das hier poste?</p>
<p style="text-align: justify;">Weil ich die Gruppe so gut fand, dass ich allen, die gestern nicht da waren die Chance geben möchte das Versäumte nachzuholen und sich das Quartett heute Abend im wohl bekanntesten Jazzclub Hamburgs anzusehen. <a href="http://www.jazzclub-birdland.de" target="_blank">Birdland</a>. Hingehen, gehen lassen und geh-nießen.</p>

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		<title>Girl Monster: VIVE LA CRAFT</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 23:18:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Girl Monster ist eine Serie die seit September 2008 in  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.kampnagel.de/?page=detail&amp;cluster=367764" target="_blank">Girl Monster</a> ist eine Serie die seit September 2008 in regelmäßigen Abständen und wechselndem Motto im <a href="http://www.kampnagel.de/index.php" target="_blank">Kampnagel</a> stattfindet. Dieses mal unter dem Motto: <a href="http://www.kampnagel.de/index.php?page=detail&amp;cluster=410488" target="_blank">VIVE LA CRAFT</a>. Denjenigen, die mit dem Titel nicht viel Anfangen können will ich hiermit kurz erklären was CRAFT bedeutet. Mit eigenen Worten, wers nicht versteht kann es ja auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Handicraft" target="_blank">Wikipedia googlen</a>. Craft ist das was wir Männer früher in der Schule etwa so gehaßt haben, wie Mädechen Fußball. Handarbeit. Häckeln, Stricken, halt einfach basteln. Etwas das ich mit Ende der Grundschule dankbar vergessen habe und heute nicht mal mehr die Strickliesel bedienen kann. Muss ich auch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Craft oder Crafting beschäftigt sich grundsätzlich mit dem Problem, Sachen selbst zu machen. In der heutigen Veranstaltung wurde ein empfehlenswerter Film: <a href="http://www.handmadenationmovie.com" target="_blank">handmade NATION</a> über die &#8220;Szene&#8221; der Handarbeiter in Amerika gezeigt. Die Protagonisten dieses Films betonten wiederholt, sie hätten mit dem Selbstherstellung begonnen, weil sie nicht mehr Teil geplanter Prozesse sein wollten. Selbst die Zeit und das Produkt zu bestimmen. Weg zu kommen vom maschinengleich in Prozessen arbeitenden Angestellten hin zum freien Menschen. Sie haben für sich begriffen: Der Konsument hat nur die Möglichkeit zu wählen, der Produzent die macht zu gestalten. Nebenbei konnten viele von ihnen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, da sich für ihre Produkte auch andere Menschen begeistern. Am anschaulichsten wurd dies in einem Vortrag von <a href="http://www.tattydevine.com/boutique/index.php" target="_blank">Tatty Devine</a> beschrieben. Die beiden &#8220;Chefinnen&#8221; starteten ihr Hobby im Schlafzimmer der einen und führten es über Coverfotos in Vogue und sonstigen Modezeitschriften mittlerweile in eigene Räumlichkeiten und einer Boutique im Herzen von London.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/indiecraftdocumentary/3235812445/"><img class="alignnone" title="Girl Monster// Viva La Craft street flyers in Hamburg" src="http://farm4.static.flickr.com/3344/3235812445_53b6939bff_b.jpg" alt="" width="410" height="272" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Aber zurück zu der Art der Veranstaltung. Als ich dort ankam, junge Menschen, alle ein bisschen arty, wie Franz Ferdinand es ausdrücken würden. Im Saal Instrumente auf der Bühne, eine Leinwand im Hintergrund gespannt, ich ging mit der Erwartung einer Show der Chicks on Speed dorthin. Leichtes Wundern über die Diagonal zur Bühne aufgebauten Biertischgarnitur. Auf den Tischen lag Wolle, über Wäscheleinen hingen weiße Jutetaschen und in Eimern war Farbe angemischt. Gleich zu Beginn die Aufforderung sich an der Tischreihe niederzulassen und anfangen zu craften. Bommel, Taschen färben und batiken von Stoffresten. Und viele haben mitgemacht. Ich nicht. Habe schließlich schon den ganzen Tag gearbeitet. Da hab ich dann doch Abends frei&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Während unten das Publikum saß und bastelte, startete der erste Kurzfilm von <a href="http://alexmurrayleslie.wordpress.com/2009/01/23/viva-la-craft-girl-monster-kampnagel-theatre-hamburg/" target="_blank">Travis Boyer</a> “Indigo Girls”. Wie färbe ich mir die Jeans selbst wäre das Motto. Schaut gar nicht so schwierig aus. Vielleicht mal probieren, aber erst brauch ich nen Raum wo ich den Boden auch vollsauen kann. Ansonsten hab ich am Schluss meine weißen Socken blau gefärbt. Wer will das schon? Die ersten Taschen färbten sich bunt. Batik. Ich glaub das hab ich das letzte Mal auf irgendwelchen Festivals Ende der neunziger gesehen. Ob das jetzt wieder aktuell wird? Wir sind gespannt. Anschließend der schon erwähnte Film: &#8220;<a href="http://www.handmadenationmovie.com" target="_blank">Handmade Nation</a>&#8221; und abschließend ein Konzert der Pariser Band: <a href="http://www.myspace.com/kokovonnapoo" target="_blank">Koko von Napoo</a>. Nett, aber leider hatte sich der Saal schon stark geleert. Stimmung kam nicht mehr auf und so habe ich auch während des Konzerts meine Sachen gepackt und mich auf den Weg nach Hause gemacht. Chicks on Speed DJ-Set ließ ich ausfallen. Ich glaube auch nicht, es wäre noch lange gegangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings hat mich das Thema Craft, Crafting, DIY und Handarbeit jetzt irgendwie angestachelt. Im Laufe des Wochenendes werde ich noch ein paar Gedanken hinzufügen, die jetzt den Umfang des Artikels und meine Konzentration sprengen würden.</p>

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		<title>Kulturernte</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 18:38:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wildwuchs: "Wachstum von Pflanzen, das nicht von Mensch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wildwuchs: <em>&#8220;Wachstum von Pflanzen, das nicht von Menschen beeinflusst ist.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Hätte ich Grundstücksbesitz und einen Garten in dem ich verschiedene Planzen kultiviere und anbaue, dann gäbe es dennoch einen ständigen Wildwuchs, der durch Vögelexkremente, natürliche Aussaat von Gewächsen anliegender Schollen oder durch den Wind in meinen Garten getragen werden. Wenn ich Glück habe, kann sich diese ungewollte Aussaat zur Kulturpflanze entwickeln. Und plötzlich, ohne das ich es wollte kann ich im Herbst Früchte ernten, die ich nie angebaut, geschweige den geplant habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe keinen Haus. Auch keinen Garten. In meiner Wohnung gibt es für Wildwuchs keinen Platz. Es sei denn irgendwo da draußen säen Pflanzen aus, deren Nachwuchs auf Dielen und Mörtel gedeit. Aber dann hat diese Saat meine vier Wände noch nicht erreicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Boden, den ich zur Aussaat bereit stelle sind meine Sinne. Mein Gehör, meine Augen, meine Nase, meine Hände und Füße und natürlich mein Hirn und mein Bauch. Der Boden ist bestellt und bereit, die Saat aufzunehmen. Muss aber gar nicht sein. Glücklicherweise gibt es um mich herum genügend Menschen die diesen Boden auch besitzen und ihn aus Eigenantrieb bewirtschaften. Ich komme dann vorbei zu Ernte und nasche die Früchte. Früchte sind bei den meisten Kulturpflanzen gleichzeitig auch die Saat. Ich bin gespannt was die genoßenen Früchte des Wochenende entstehen lassen. Hoffentlich verstehen sie sich. Das fabelhafte Stück: <a href="http://www.kampnagel.de/index.php?page=detail&amp;cluster=375743" target="_blank">Othello, ce qui?</a> im Kampnagel und im <a href="http://www.westwerk.org/" target="_blank">Westwerk</a>: <a href="http://www.sur-plus.org/drupal/?q=node/309" target="_blank">Sur-plus</a>. Hierbei ist der Auftritt der Band <a href="http://www.myspace.com/lestrucs" target="_blank">Les Trucs</a> als besonders überraschend bezeichnet werden muss. Zwei Personen an einem mit Elektronik gedeckten Tisch. Mitten auf der Tanzfläche unter allen Gästen.</p>

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