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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; Shopping</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Plädoyer für Spaghetti Carbonara</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 16:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gekauft]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
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		<description><![CDATA[Man könnte es einseitige Ernährung nennen. Ich nenne  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Man könnte es einseitige Ernährung nennen. Ich nenne es ausgedehntes Slow Food. Spaghetti Carbonara. Eine Art biologischer Prozess hin vom flüssigen zum festeren Aggregatzustand. Die Zutaten einfach und befreit von jeglicher industrieller Vorfertigung. Hartweizennudeln, Bioeier, durchwachsener Bauchspeck, Zwiebeln, Knoblauch, Parmesan, Sahne und etwas Muskat, Salz und Pfeffer. Dazu eine Pfanne und ein großer Topf mit Wasser. Als erstes den Topf mit dem Wasser aufsetzen und das Wasser zum kochen bringen. Während das Wasser vor sich hindimmt, die Zwiebeln schälen und dann ebenso wie den Speck würfeln. Eine große Pfanne mit etwas Fett erhitzen und während dessen den Knoblauch hacken. Wenn das Fett in der Pfanne heiß ist, den Speck hinzugeben und leicht auslassen. Nach erreichen der gewünschten Bräune die Hitze reduzieren und Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und glasieren. In der Regel kocht nun das Wasser im anderen Topf. Salz hineingeben und dann die Nudeln, bevorzugt Spaghetti. Die Pfanne kann komplett von der Platte genommen werden und zur Seite gestellt werden. Anschließend die Eier nehmen und in einer Schüssel schlagen. Mit Sahne vermengen und mit schwarzem Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit Salz kann man sich zurückhalten, Speck und Parmesan bringen schon an sich ziemlich viel davon mit. Nun den Parmesan reiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Sobald die Nudeln die gewünschte Konsitenz haben diese abgießen, aber bitte nicht abschrecken. Die Platte abschalten und den Topf wieder darauf stellen. Die abgegossenen Nudeln wieder in den Topf geben. Das Zwiebel-Knoblauch-Speck-Gemenge hinzugeben und durchmischen. Anschließend den Parmesan langsam unter rühren einmischen. Als letztes das Emulgat aus Ei und Sahne hinzugeben und nochmal kräftig durchmischen. Fertig sind die perfekten und unglaublich leckeren Spaghetti Carbonara.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/spaghetti_carbonara_2.gif" rel="lightbox[1381]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1382" title="Spaghetti Carbonara" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/spaghetti_carbonara_2.gif" alt="Spaghetti Carbonara" width="400" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Da ich das ganze mit einem vollen Pfund Nudeln mache, ist es mir unmöglich den Topf in einem Zug zu leeren. Doch jetzt folgt der Clou. Die Mischung einfach auf der Herdplatte stehen lassen. Durch die Restwärme von Nudeln, Topf und Platte stockt das Ei vollständig. Schon habe ich für mindestens zwei weitere Tage unglaublich leckere Schinkennudeln. Das perfekte Essen für den Singlehaushalt. Schmackhaft, nahrhaft und schnell für den Verzehr zu bereiten. Functional Food for Friends of Functionality.</p>
<p style="text-align: justify;">P.S.: Es soll Menschen geben, die essen morgens im Bett schon die produzierten Schinkennudeln: Kalt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Nachtrag:</em></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt sogar Lieder darüber. Lang nicht mehr gehört.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/P_HYmLzxj2Y&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="255" src="http://www.youtube.com/v/P_HYmLzxj2Y&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">

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		<title>Konsumrebellion</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/konsumrebellion/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 17:41:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich möchte meinen Artikel über die Re:publica 10 noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich möchte <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/re-publica-2010/" target="_blank">meinen Artikel über die Re:publica 10 </a>noch um weitere Belege ergänzen um die These: &#8220;Internet, ein Wohlstandsproblem&#8221; zu stärken. Ohne Verschwörungstheorien weiter zu verfolgen beobachte ich derzeit zwei Phänomene mit großem Interesse. Wobei dieses Interesse eher dem Interesse ein einem Unfall entspricht: &#8220;Es ist schrecklich, aber ich kann nicht weg sehen.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1. OneClickActivism:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nur weil ich auf meinem digitalen Profil einer Seite oder Gruppe beitrete, die sich für den Schutz des Regenwaldes einsetzt, trägt dies in gar keiner Weise zum Schutz des Regenwaldes bei. Wozu macht man dies dann?</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der einen Seite definitiv aus persönlichem Engagement. Die grüne Seele blickt hervor und es tut ja auch nicht weh, sich zum Schutz der Umwelt zu bekennen. Speziell wenn es so einfach mit einem Click geschehen kann. Aber wieviel ist dieses Bekenntnis wert? Kann ich anschließend gleich ins Möbelhaus gehen und mir schöne Tropenwaldstücke zulegen? Ok, soweit würde vermutlich keiner gehen, aber dennoch behaupte ich, dass man diese Bekenntnisse eher auf Grund der Aussenwirkung macht, als das man wirklich die Ziele einer solchen Bewegung aktiv verfolgt. Sicher, ein öffentliches Bekenntnis kommt Werbung für die Idee gleich. Aber die Idee allein ohne persönliches Engagement bleibt eine reine Idee. Ein Worthülse zur Stärkung des eigenen Charakters.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2. Konsumrebellion:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin mit Sicherheit weder ein Freund von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3354flS1KJs&amp;feature=related" target="_blank">Wham</a> noch ein Freund der Fernsehcastingshows, ABER: Gegenkonsum sorgt in diesem Fall für höheren Gesamtkonsum. Um die Leser abzuholen:  Weihnachten 2009 organisierte ein Gruppe Menschen in England mit Hilfe diverser Online-Plattformen einen Konsumkrieg im Musikmarkt. Normalerweise stehen an der Spitze der britischen Charts vor Weihnachten <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3354flS1KJs&amp;feature=related" target="_blank">Wham mit &#8220;Last Christmas&#8221;</a>. Die Initatoren hinter der Bewegung haben dies erfolgreich verhindert, indem sie ihre Mitstreiter dazu aufforderten, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=clpCQFiSIBg" target="_blank">Rage Against The Machine mit &#8220;Killing In The Name Of&#8221;</a> an die Spitze der Charts zu befördern. Es hat funktioniert. Ein netter Gag. Das was ich nun für den aktuellen Konsumkrieg sehe erschreckt mich mehr:</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Status: <a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/musik/2010/04/22/dsds-mehrzad-bluemchen-led-zeppelin/boomerang-stairway-to-heaven-dont-believe-dreikampf-um-die-chartspitze.html" target="_blank">Im Moment kämpfen zwei Bewegungen gegen den designierten No. 1 Startplatz für den Gewinner der aktuellen Stafel von DSDS</a>. Einmal <a href="http://www.facebook.com/#!/group.php?gid=114758248551023&amp;ref=ts" target="_blank">Blümchen mit Boomerang</a> und auf der anderen Seite <a href="http://www.meinvz.net/bestimme-die-charts" target="_blank">Led Zeppelin mit Stairway To Heaven</a>. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich alle daran beteiligten im Klaren sind, wer am Ende des Tages der Gewinner ist. Denn eigentlich kann es nur einen geben. Die Musikindustrie. Dieser Konsumkriegt führt am Ende des Tages nur dazu, dass von allen drei sich herauskristallisiernden Favoriten mehr gekauft wird, als es sonst von einem Einzelnen gekauft worden wäre. Es steht nicht die Entscheidung &#8220;OB?&#8221; zu Debatte sondern nur &#8220;WAS?&#8221;. Eine Konsumentscheidung die auf keinerlei Konkurrenz zwischen den Titeln aufbaut, sondern einzig und allein ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rat_Race" target="_blank">Rat Race</a> anfeuert um die Spitze der Charts. Rebellion durch Konsum zeigt sich allerdings nicht an Bestsellerlisten oder Charterfolgen. Konsumrebellion bedeutet für mich Konsumverweigerung gegenüber den Produzenten. Verzicht und Intoleranz. Denn im aktuellen Beispiel sehe ich zwei Effekte: Gegner von DSDS kaufen viele Titel der anderen beiden. Es ist an sich auch kein hoher Betrag, 0,99 € für einen Download kann man verschmerzen. Fans des neuen &#8220;Superstars&#8221; kaufen hingegen viele Titel des Bohlentitels, denn auch hier gilt. Was sind 0,99€ wenn ich damit den Rebellen eines auswischen kann. Am Ende greift die Logik der Skaleneffekte nach dem jeder gekaufte Titel in der Kasse der Musikindustrie klingelt. Am Ende stellt sich die Frage: &#8220;Was bringt mir ein Titel meiner Plattensammlung auf Platz 1 der Charts?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Naja, wenn ich mir den obigen Post jetzt so ansehe stelle ich erschreckenderweise fest, dass ich vielleicht den einen oder anderen Leser nun dazu gebracht habe, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Bitte nicht. Wer keinen Bock auf DSDS hat soll sich einen Titel kaufen der ihm tatsächlich gefällt, die Kohle stecken lassen oder dem nächsten Obdachlosen geben <span style="text-decoration: line-through;">oder in den Klingelbeutel werfen</span>. Denn am Ende kann man dem Produzenten nur mit einem Schaden zufügen. Verzicht auf seine Produkte.</p>

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		<title>Wer braucht die ganzen Brötchen?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 18:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zurück in Deutschland, nach dem ersten Marsch durch di [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zurück in Deutschland, nach dem ersten Marsch durch die Stadt. das alte Gefühl der fehlenden Vielfalt. Während in sogenannten unterentwickelten Ländern die Straßen von vielfältigen Händlern gesäumt sind. Verwöhnte Augen durch den Anblick von Händlern die ihre Ware auf der Straße ausgebreitet haben, mobil auf Wägen, in den Händen oder kleine Auslagen in Geschäften haben, wo jeweils unterschiedliche Dinge angeboten werden, schockt mich hier die Monotonie. Die Monotonie der Kamps, Backhus und wie sie alles heißen, wiedert mich an. Dazu noch die neuen Konzepte der Selbstbedienungsbäckereien. Sind in der Vergangenheit freie Ladenfläche des sterbenden Einzelhandels schnell mit Handyläden besetzt gewesen, folgt nur die Welle der Verkoster. Sobald ein Laden frei wird, kann man fast eine Wette darauf abschließen, dass sich dort entweder ein Bäcker oder ein Dönerladen als nächstes niederlassen wird. Wurde ein Laden geschlossen und ein neuer Mieter hat bereits versagt, steigt anschließend die Wahrscheinlichkeit für die Eröffnung eines Nahrungsanbieters auf nahezu 100%. Wie kommt das? Wieso ausgerechnet Dönerläden und Bäckereien?</p>
<p style="text-align: center;"><a title="0046_Z by gemeinde.niederhelfenschwil, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/niederhelfenschwil/543593754/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1163/543593754_edb7bf10a5.jpg" alt="0046_Z" width="300" height="307" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich nehme an dies ist in der Einfachheit der notwendigen Ressource begründet. Für die Bäckerei brauche ich im Endeffekt eine Theke und einen Heißluftofen. Für den Dönerladen eine Theke und einen Dönergrill. Dazu eine Person als Arbeitskraft und die eigentlichen Rohstoffe kommen aus der Gefriertruhe. Und die sind dann überall die gleichen. Teiglinge oder Spieße aus der Großproduktion, mit billigstem Arbeitseinsatz und dem Ausnutzen von Mitarbeitern gepaart mit den günstigsten Zutaten auf Grund von Staffeleffekten. Ich möchte die Qualität nicht in Frage stellen, ich vertraue auf das staatliche Lebensmittelkontrollsystem. Schmecken tut es mir dennoch nicht mehr. Es ist zu fad. Ich muss nicht zu jeder Zeit frisch aufgebackene Brötchen bekommen. Wieso muss ich die mir überhaupt noch in der Bäckerei holen? Im Endeffekt könnte ich dieses Aufbacken auch gleich bei mir im Herd machen. Und dann habe ich wirklich immer &#8220;frische Brötchen&#8221;, auch wenn ich mich gegen diesen Terminus zur Wehr setzten möchte.</p>
<p style="text-align: justify;">In meiner Jugend, sind wir regelmäßig nach Rückkehr aus Discothequen noch zum dörflichen Bäcker gegangen. Dort lagen er auf dem Tisch, der frische Teig. Der Geselle hat daraus Brötchen und Brezeln gedreht. Die kamen in den Ofen der Backstube, während wir noch Kaffee getrunken haben. Wenn sie fertig waren wurde sie in Kisten gefüllt und in die Filiale geschafft oder wanderten bevorzugt in Form von Käsestangen direkt in unsere Mägen. Das waren wirklich frische Brötchen. Meist hat man noch ein paar zu Hause für die Familie mitgenommen, immerhin umging man so das morgentliche Aufstehen zum Brötchenholen. Und irgendwann im Laufe des Nachmittags waren die Brötchen in der Bäckerei aus. Es gab noch etwas Brot, aber keine Brötchen mehr. Und das war auch gut so. Heute ist es on demand, wann immer ich zum Bäcker gehe liegen noch zig Brötchen in der Auslage. Was mit denen wohl anschließend passiert? Vermutlich wandern sie auf den Müll. Aus dem Film: <a href="http://www.we-feed-the-world.at/facts2.htm" target="_blank">We feed the world</a> ist mir folgendes Zitat hängen geblieben. &#8220;<em>Die Stadt Wien wirft täglich so viel Brot weg, wie die Stadt Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs pro Tag benötigt.</em>&#8221; Widerlich. Ich will keine Bäckereien mehr sehen, zumindest nicht in diesem Umfeld, ich möchte Bäckereien mit eigener Backstube, Bäckereien in denen ein Handwerk ausgeübt wird und keine Dienstleistung. Ich möchte wieder genießen. Doch es wird schwieriger. Hier in Hamburg kenne ich derzeit nur eine Bäckerei, die noch eine eigene Backstube hat.</p>

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		<title>Barcamp Hamburg 09 #bchh09</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/barcamp-hamburg-09-bchh09/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 22:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die letzten Tage mein Rechner etwas zickig war, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem die letzten Tage mein Rechner etwas zickig war, kommt mit etwas Verspätung nun meine persönliche, ultimative Zusammenfassung des <a href="http://www.barcamp-hamburg.de/" target="_blank">Barcamps Hamburg 2009</a> im <a href="http://www.otto.de" target="_blank">OTTO</a> Hauptquartier in Hamburg.<br />
Es war gut, witzig und einfach von der Art und Weise ne gute Freizeitgestaltung. Leider war dieses Jahr Freitag der erste Tag, der sich mir als &#8220;normaler Arbeitnehmer&#8221; nicht erschlossen hat. So blieb nur der Samstag, auch wenn der Freitag einen durchaus spannenden Sessionplan ergeben hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BILDUNG UND SOCIAL MEDIA</strong><br />
Nach der Einführungsveranstaltung besuchte ich als erstes die Session zum Thema: &#8220;Bildung und Social Media&#8221; von Ralf Appelt. Ein Blick auf die Präsentation langt grundsätzlich und ich muss nicht nochmal extra die Inhalte der Präsentation zusammenfassen.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="__ss_2498416" style="width: 425px; text-align: center;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Nutzung von social Software an der Fakultät EPB der Universität Hamburg" href="http://www.slideshare.net/ralfa/nutzung-von-social-software-an-der-fakultt-epb-der-universitt-hamburg">Nutzung von social Software an der Fakultät EPB der Universität Hamburg</a></p>
<p style="text-align: center;"><object style="margin:0px" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=bchh09-socialmedia-epb-091114051415-phpapp02&amp;stripped_title=nutzung-von-social-software-an-der-fakultt-epb-der-universitt-hamburg" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin:0px" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=bchh09-socialmedia-epb-091114051415-phpapp02&amp;stripped_title=nutzung-von-social-software-an-der-fakultt-epb-der-universitt-hamburg" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">documents</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/ralfa">Universität Hamburg</a>.</div>
</div>
<p style="text-align: justify;">Lieber gehe ich auf die Nachfragen und die Diskussion nach der Präsentation ein. Fakt ist, es gibt keine eierlegende Wollmilchsau für den Bildungsbereich. Im Endeffekt ist es ein bunter Werkzeugkasten, aus dem Dozenten, Studenten, Lehrer und Schüler sich selbstständig bedienen können und die Auswahl der gewählten Werkzeuge auf folgende Parameter beschränken: Bedienbarkeit, Akzeptanz und Relevanz. Leider wurde der Punkt Relevanz zu wenig beachtet. Social Media sollte heute nicht nur bedeuten, dass ich alles was ich zu einem bestimmten Thema gefunden habe mit jedem teile, sondern das gesammelte Inhalte auch bewertet werden und nur die relevantesten Punkte (basierend auf basisdemokratischer Entscheidung aller Nutzer (daher Akzeptanz)) allen zugänglich sind, ohne dass man sich durch all die Dokumente klicken muss um am Schluss seine Quintessenz zu entnehmen. Im Endeffekt geht es genau darum, die richtige Aggregation der Inhalte zu finden, so dass man möglichst viel Inhalt und Hintergrund aufnehmen kann. Ob wir mit Social Media dort wirklich was erreichen können? Gibt es da draußen Doppelgänger, die so ticken wie ich es tue? Die ein ähnliches Lernbild haben? Kann mir jemand die Arbeit der Aggregation abnehmen und mich dort entlasten, so dass ich anschließend besser und mehr lernen kann?</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen Ende der Session driftete die Runde etwas in Richtung Social Media und Lehrer ab. Pauschal wurden alle Lehrer mit fehlendem Wissen und Verständnis für Social Media Plattformen abgestempelt. Allerdings wurde noch auf das <a href="http://www.loveitorchangeit.com/2009/07/06/educamp-in-hamburg-2010/" target="_blank">EduCamp im Hamburg</a> <a href="http://twitter.com/ec10hh" target="_blank">hingewiesen, </a>welches vom 5.+6. Februar stattfinden soll. Wenn ich Zeit habe werde ich dort hingehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
GOOGLE WAVE</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Google Wave Session war zwar gut besucht, aber leider habe ich dort nichts neues erfahren. <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/google-wave-uberwaltigend/" target="_blank">Meine persönliche Einschätzung</a> zu Wave hat sich seit dem letzten Eintrag zu diesem Thema nicht wirklich geändert.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>TWO FOR FASHION</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie letztes Jahr auch haben die Social Media Mitarbeiter von <a href="http://www.otto.de" target="_blank">Otto</a> den <a href="http://www.twoforfashion.de" target="_blank">Two for Fashion</a> Blog vorgestellt. Nachdem es im letzten Jahr noch um den Blog an sich ging und die Bewertung bezüglich der Besucherzahlen wurde das Projekt mittlerweile in den Regelbetrieb überführt und stellt ein angesehenes Onlinemedium im Gesamtonlinemarketingfundus des Ottokonzerns dar.<br />
Dieses Jahr die spannende Frage: &#8220;Wie kann ich für Social Media finanziell rechtfertigen? Wie kann ich die Conversion berechnen?&#8221; Leider konnte diese Frage niemand im Auditorium richtig gut beantworten. Da die bloße Verlinkung zu einer Shoppingsite nicht wirklich darstellt, wie hoch die Qualität der Beiträge und Einträge, die Qualität der Leser und Kommenteure ist. Im Gegensatz zu reinen Above The Line Werbekonzepten gibt es keine wirklichen Werbeequivalenzwerte, vermutlich einfach noch nicht. Eines ist klar, der klassische Conversion- bzw. Affiliateansatz der Online-Werbung ist hier nicht durchsetzbar, da der Social Media Bereich in der Regel keine direkten Kaufimpulse auslöst, sondern eher eine Schnittstelle der Firmen darstellt, sich nach Außen zu öffnen um mit den Kunden zu kommunizieren, was grundsätzlich auch bedeutet sich mit Kritik auseinander zu setzen. Zu dem ganzen Thema habe ich mich <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wie-sich-organisationen-im-marketing-anpassen-sollten/" target="_blank">jedoch vor längerem ausgelassen</a> und möchte hier bei der kurzen Zusammenfassung bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Two For Fashion Session war es Zeit Mittag zu essen und ein paar Gespräche abseits von Sessions zu führen. Dies überdauerte auch den anschließenden Sessionblock. So blieb nur noch eine Session, die mich wirklich interessierte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>FACEBOOK CONNECT</strong></p>
<p style="text-align: center;">
<div id="__ss_2512436" style="width: 425px; text-align: center;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Hamburg Barcamp: Facebook Connect" href="http://www.slideshare.net/Tribal_DDB_Hamburg/hamburg-barcamp-facebook-connect">Hamburg Barcamp: Facebook Connect</a><object style="margin:0px" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=091114fbconnectbchh09-091116130053-phpapp02&amp;stripped_title=hamburg-barcamp-facebook-connect" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin:0px" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=091114fbconnectbchh09-091116130053-phpapp02&amp;stripped_title=hamburg-barcamp-facebook-connect" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/Tribal_DDB_Hamburg">Tribal DDB Hamburg</a>.</div>
</div>
<p style="text-align: justify;">Der Ansatz für diese Session von Hertje Brodersen von Tribal DBB war der Punkt, dass wir so viel im Netz unterwegs sind und so viele unterschiedliche Logins beherrschen müssen, so dass eine konstante und konsitente Identität die Nutzbarkeit deutlich erhöhen würde. Zumindest aus Usersicht. Aus Sicht von Unternehmen ist es natürlich auch interessant, das Profil des Kunden zu kennen. Seine Interessen, seine Freunde, seine Leidenschaft. Auch dem Kunden kann es von Vorteil sein, wenn er seinen Kontakten von allen Seiten die er besucht hat, Inhalte empfehlen kann. Genau hier setzt Facebook Connect an. Es geht schnell, ich kann auf ein existierendes Login zurückgreifen und dieses &#8220;überall&#8221; verwenden. Im Endeffekt ist dies eine weitere Ausbaustufe des <a href="http://openid.net/" target="_blank">OpenID</a> Ansatzes nur diesmal mit mehr Power. Facebook ist mittlerweile immerhin das größte Netzwerk der Welt mit über 300 Mio Nutzern. Wenn ich diesen Nutzern keine zusätzlichen Schwellen in den Weg lege, besteht eine größere Wahrscheinlichkeit diese auf meine Inhalte zu lenken. Irgendwie ist der Ansatz auch für mich ganz nett. Wenn ich mir vorstelle heute bei einem Shop einzukaufen, bei dem ich noch nie eingekauft habe und dort dann meine Adresse nicht mehr eingeben muss, sondern diese aus Facebook ziehen kann, spare ich mir mit Sicherheit ein paar Minuten. Dies auf ein Jahr hochgerechnet, ein paar Stunden. Im Endeffekt spare ich aber auch dem Internt weitere Redundanzen. Ich reduziere den Informationsoverhead. Das ist der praktische Teil. Meine Interessen und Leidenschaften möchte ich nicht unbedingt in Unternehmenshänden wissen um dementsprechend individualisierte Werbung zu erhalten. Das größte Problem, wirklich mit einer einzigen ID durchs Netz zu kommen sehe ich im Moment grundsätzlich darin, dass Facebookprofile und auch die Profile in anderen Netzwerken gefälscht werden können. Wenn ich einen Webshop betreiben würde und Kunden ermöglichen würde, sich mit Facebook Connect einzuloggen bestünde die Gefahr, dass es ein Fakeprofil ist und ich die Ware an jemanden sende, der am Ende nicht zahlt. Diese Sicherheit hätte ich nur mit der Kombination von Bezahlmethoden wie PayPal, Kreditkarte oder Vorabzahlung. Ansonsten würde mir für diese Anbindung derzeit noch das Vertrauen fehlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies war die letzte Session und anschließend hat es auch gelangt und ich hab mich wieder auf den Heimweg gemacht. Nächstes Jahr werde ich gerne wieder teilnehmen. Davor kommt am 2. Dezember erst mal die nächste <a href="https://www.xing.com/events/twittnite-hamburg-2-12-2009-422442" target="_blank" class="broken_link">Twittnite</a>, das <a href="http://twitter.com/twittgluehenHH" target="_blank">Twitterglühweintreffen</a> und das <a href="http://www.loveitorchangeit.com/2009/07/06/educamp-in-hamburg-2010/" target="_blank">EduCamp.</a> Und was sonst noch passiert wird man mit Sicherheit hier lesen können. <a href="http://blog.kassenzone.de/2009/11/16/barcamp-hamburg-2009-die-abrechnung/" target="_blank">Ich kann auch noch die zahlenmäßige Zusammenfassung zum Barcamp Hamburg empfehlen.</a></p>

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		<title>Autopiesis oder Sammeln für Fortgeschrittene</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 21:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Niklas Luhmann beschrieb gesellschaftliche Systeme. Sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann" target="_blank">Niklas Luhmann</a> beschrieb gesellschaftliche Systeme. Seine Definition von Systemen besteht darin, dass Systeme in Differenz zur Umwelt und in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autopoiesis" target="_blank">Autopoiesis</a> operieren. Seine Systemtheorie beruft sich auf die Theorie der sich selbst herstellenden, autopoietischen Systeme. So sieht er zum Beispiel eine Uhr nicht als System an, da diese zwar aus Teilen besteht, die systematisch ineinander arbeiten, aber die Uhr ist von jemandem ausserhalb der Uhr hergestellt. Ihr Regelwerk kommt von außerhalb der Uhr selbst. Ein weiteres Beispiel hierfür wären Computer und Software.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute wurde ich erneut eines Systems, das definitiv als autopoietisch anzusehen ist. Kundenbindungsmaßnahmen in Form von Bonusprogrammen.Beispiel hierfür ist die <a href="http://www.payback.de/" target="_blank">Payback</a> Card. Ab einem bestimmten Einkaufswert werden dem Kunden Bonuspunkte gutgeschrieben, die er dann ab einer bestimmten Punktezahl gegen eine Prämie eintauschen kann. Ein weiteres Beispiel stellt die <a href="http://www.bahn.de/p/view/bahncard/bahncard.shtml" target="_blank">Bahncard </a>dar. Doch kann man dort auch nicht mehr als Punkte sammeln und am Ende gegen Prämien eintauschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Folgendes habe ich gelernt: Das höchste der Gefühle ist das <a href="http://www.miles-and-more.com/online/portal/mam/de/homepage" target="_blank">Miles&amp;More</a> Programm. Ab einer gewissen Anzahl von Flugmeilen, die man für alles mögliche gutgeschrieben bekommt (Flüge, Hotelbuchungen, Zeitungsabonments, etc.), erhält man einen besonderen Status. Vielflieger. Frequent Traveller. Dieser Status hebt einen auf eine neue Ebene. Man kann immer schneller einchecken, da man als Businesskunde gilt. Ab einem gewissen Status erhält man inklusive einem Gast, dem man Stolz seine Wichtigkeit beweisen kann, Zutritt zu Flughafenloungen überall auf dem Globus um sich die Wartezeit zu vertreiben. Mit freiem Essen, Trinken und Internet.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn das kein Leben ist. Wer diesen Status erreicht hat, muss ihn aber auch dementsprechend pflegen. Bei einem Transitflug sollte man ab einer Wartezeit von 20 Minuten auf alle Fälle mal kurz in diese Lounge gehen. Denn wenn man schon was umsonst bekommt&#8230;.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer hat sich dieses Konzept ausgedacht? Irgendwelche Genies in Diensten von Konzernen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer nutzt diese Konzepte? Genies in Diensten von Konzernen. Denn, die nötigen Meilen werden die wenigsten Personen für ihr privates Reiseverhalten erwerben. Dienstreisen machen den Großteil der Meilen aus. Und plötzlich wertet die Dienstreise die Person auf. Das Ziel ist nicht mehr nur die eigentliche Aufgabe für die man bezahlt wird. Das Ziel ist plötzlich auch Erhalt und Ausbau des Status.</p>
<p style="text-align: justify;">Da die Unternehmen aber keine Wohltäter sind, werden diese Bonusleistungen für Organisation und Exekution des Bonussystems auf alle Kunden umgelegt und schon ist jeder Teil dieses Systems und wir können uns dagegen nicht mehr wehren. Dabei möchte ich doch nur reisen, wenn ich reisen muss und kaufen, wenn ich kaufen muss. Nur dadurch allein kann dieses System anscheinend nicht funktionieren.</p>

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		<title>Wer war das?</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 17:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist es eine Ehre, seinen Namen im Mediamarktprospekt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ist es eine Ehre, seinen Namen im Mediamarktprospekt zu finden? Mit komischem Kosenamen der vorausgechickt wird und mit einem Bild, auf dem ich mich gar nicht erkennen kann. Von dem Film habe ich nie was gehört. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich ihn jemals ansehen werde. Eines zeigt sich wieder deutlich: Deutschland, deine Fremdsprachen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-992 aligncenter" title="donkey_schott" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2009/10/donkey_schott-300x225.jpg" alt="donkey_schott" width="300" height="225" /></p>

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		<title>Die Leere des freien Marktes</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 21:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Geister die ich rief]]></category>
		<category><![CDATA[Gekauft]]></category>
		<category><![CDATA[finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Während am Montag die großen Einzelhändler erneut ei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Während am Montag die <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,622789,00.html" target="_blank">großen Einzelhändler</a> erneut eine <strong>Senkung des Milchtütenabgabepreises</strong> bekannt gegeben haben, </span><span style="color: #000000;">bietet </span><span style="color: #000000;">der andere Discounter<strong> Gurken und Salat zu Preisen</strong> an, die ich selbst nur aus Erzählungen <strong>der Großeltern</strong> kenne. </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #000000;"><img class="alignnone size-medium wp-image-635" title="lidl" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2009/05/lidl-300x161.jpg" alt="lidl" width="383" height="205" /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Damals noch in Pfennig. Heute Cent. Sprich wir hätten eine <strong>absolute Inflation</strong> bei diesen Produkten von <strong>195 %</strong>. Auf die letzen 60 Jahre gesehen ist das aber verwunderlich. Denn, wenn man bedenkt, dass <strong>seit 1952</strong> der <strong>Preisindex</strong> um <strong>über 400 % gestiegen</strong> ist. Das bedeutet im Umkehrschluss wohl, dass <strong>Salat, Gurken und Milch heute weniger Wert</strong> sind. Das kann ich nur schwer glauben und möchte dies einmal kurz nachvollziehen und den <strong>Fehler des Marktes</strong> aufzeichnen, der hier strenggenommen funktioniert, jedoch gleichzeitig klar vor Augen führt, dass <strong>der freie Markt menschenverachtend und gesellschaftsgefährdend ist</strong>. Wie komme ich zu dieser These?</span></p>
<div class="im">
<h2>Adam Smiths definiert die Anarchie</h2>
<p style="text-align: justify;"><a title="Adam Smith" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Smith" target="_blank">Adam Smith</a> schreibt im <a title="Reichtum der Nationen" href="http://www.amazon.de/Reichtum-Nationen-Hauptwerke-gro%C3%9Fen-Denker/dp/3937229353/ref=sr_1_6?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1241612878&amp;sr=8-6" target="_blank">Wohlstand der Nationen</a>, dass unsere Gesellschaft auf drei Grundfundamenten basiert: die erste ist das <strong>ökonomische Primat des Selbstinteresse</strong>, das zweite das <strong>Prinzip der Arbeitsteilung</strong> und das dritte der <strong><a title="Freier Markt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freier_Markt" target="_blank">freie Markt</a></strong>. Diese Thesen sind richtig und spiegeln unsere derzeitige Gesellschaft wieder. Und das, obwohl Smith diese These schon 1772 verfasst hat. Nichtsdestotrotz sind Fehler in diesem Konstrukt, die eine <strong>Gefahr für unsere Wirtschaft</strong> darstellen, ähnlich wie die <strong>Anarchie</strong> eine Gefahr für unseren Staat, bzw. für unser Rechtssystem ist. Befreien wir das Selbstinteresse von &#8220;ökonomisch&#8221;. Übertragen wir das Selbstinteresse auf unser Gesellschaftssystem. Wenn ich immer in <strong>Eigeninteresse handle</strong>, dann kann ich Mitglieder der Gesellschaft <strong>töten</strong>, denn grundsätzlich schränken sie mich ein. Nicht zwingend, aber wenn sie mich einschränken, dann habe ich ein Interesse daran, dass sie verschwinden. Die <strong>Arbeitsteilung</strong> ist das einzige Konstrukt, welches ich <strong>nicht anzweifeln</strong> kann, da unsere komplizierte Welt mit ihren unglaublich komplizierten Produktionsprozessen auf Spezialisten angewiesen ist, die eine Sache sehr gut beherrschen und andere dafür andere Dinge. Ich will nicht zurück in eine Welt der Selbstversorgung, in der jeder selbst die lebensnotwendigen Dinge (Essen, Wasser, Heizung oder Wohnung) selbst erzeugen muss. <strong>Den freien Markt gibt es nicht</strong>. Die Definition des freien Markts, auf die ich mich jetzt berufe setzt voraus, dass <strong>alle Konsumenten alle Daten über alle Angebote vorliegen</strong> haben. Selbst heute, in unserer so genannten Informationsgesellschaft ist dies zwar möglich, für den Einzelnen aber nicht machbar, alle Daten abzurufen und zu interpretieren, nötige Information zu generieren und Entscheidungen darauf aufzubauen. In einem Staat wäre der f<strong>reie Markt gleich zu setzen, mit dem Nicht-Staat</strong>. Sprich die  <strong>Anarchie</strong>. <strong>Der Staat ist auf Grund des mündigen Bürgers überflüssig</strong>. Der mündige Bürger hat alle Daten zur gesellschaftlichen Lage vorliegen und leitet darauf aufbauend Entscheidungen ab, wie er sich in der Gesellschaft verhalten muss. Im Sinne Gesellschaft sprechen wir über den mündigen Bürger. Betrachten wir die Wirtschaft, sprechen wir vom <strong>mündigen Verbraucher</strong>. Ich will niemandem zu Nahe treten und gehe grundsätzlich davon aus, dass es sowohl den mündigen Bürger, als auch den mündigen Verbraucher gibt. Nur: Als Staat haben wir die Schlüsse soweit gezogen, dass <strong>nicht alle Bürger mündig sind</strong> und haben deshalb ein <strong>Rechtssystem</strong> eingesetzt, welches gewisse <strong>Grundrechte des Einzelnen sichert</strong>, die zwar dennoch von Zeit zu Zeit übertreten werden, dann aber eine konkrete Strafe durch den Staat, das Volk, uns, also der Gesellschaft zu Folge haben. Der freie Markt bietet diese Möglichkeit nicht. <a title="Milton Friedman" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milton_Friedman" target="_blank">Milton Friedman</a> ein starker Verfechter des freien Marktes geht davon aus, dass sich der <strong>Markt selbst reguliert</strong>. Durch <strong>Angebot und Nachfrage</strong>.</p>
<h2>Friedman überschätzt Selbstregulierung</h2>
</div>
<p style="text-align: justify;">Theoretisch mag dieses Modell funktionieren. Praktisch ist es, ich wiederhole mich, <strong>menschenverachtend</strong> und <strong>gesellschaftsgefährdend</strong>. Der Markt mag sich irgendwann selbst regulieren. <strong>Bis</strong> diese <strong>Regulierung</strong> eingetreten ist, straft er die Teilnehmer mit viel <strong>Leid</strong> und <strong>psychischen Verletzungen</strong>. Seit ich geboren wurde kenne ich den Markt im klassischen Sinne nicht. Der <strong>Supermarkt</strong> in dem ich <span style="color: #000000;">einkaufe</span> <strong>bietet mir ein Überangebot</strong> an Gütern, über welche ich frei entscheiden kann, ob sie mir den genannten Preis wert sind, oder ob ich sie im Regal liegen lasse. Es handelt sich hier um einen <strong><a title="Käufermarkt" href="http://www.handelswissen.de/data/handelslexikon/buchstabe_k/Kaeufermarkt.php" target="_blank">Nachfragermarkt</a></strong>, bei dem der Konsument aus einem großen Angebot an Gütern, gemäß seiner Vorlieben und Interessen frei entscheiden kann. Nicht alle Güter sind für alle Verbraucher relevant und selbst bei relevanten Gütern gibt es Unterschiede bez<span style="color: #000000;">üglich Qualität und Preis. Das Angebot im Supermarkt wird durch den Besitzer des Supermarktes bestimmt, der sich gegenüber den Verbrauchern in einer Position wägt zu wissen, wie die Regale am sinnvollsten zu füllen sind, so dass er ein geringes Lager hat und dennoch das Interesse des Großteils der Kunden bedient.</span> Somit ist der <strong>Anbieter</strong> <strong>nicht</strong> mehr der <strong>Produzent</strong>, sondern der Handel. Und der <strong>Abnehmer</strong> des Produzenten ist <strong>nicht mehr der Konsument</strong>, sondern der <strong>Handel</strong>. Ein weiterer Markt auf dem ich mich in der Vergangenheit bewegt habe ist der <strong>Bildungsmarkt</strong>. <span style="color: #000000;">Ich investiere meine Zeit, das Geld meiner Eltern und meine Arbeit in eine Ausbildung, die mir später eine Nachfrage nach dem erworbenen Wissen sichert.</span> Soweit die Theorie. In der Praxis ist die Entscheidung bezüglich meiner Ausbildung ein <strong>Lotteriespiel</strong>. Ich treffe Entscheidungen, investiere und arbeite daran, einen Platz in der Welt der Arbeitsteilung zu finden. Das <strong>Angebot ist riesig, die Nachfrage konstant</strong>. Wieder ein <strong><a title="Käufermarkt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4ufermarkt" target="_blank">Nachfragermarkt</a></strong>. Wenn ich meine Ausbildung abgeschlossen habe lande ich auf dem <strong>Arbeitsmarkt</strong>. Der Arbeitsmarkt ist heute genauso wieder ein <strong><a title="Käufermarkt" href="http://www.vorlagen.de/lexikon/marketing/-qs-id-vc-317-qc-/Kaeufermarkt/" target="_blank">Nachfragemarkt</a>.</strong> Es gibt nur noch eine beschränkte Nachfrage von Arbeitgebern nach Arbeitnehmern. Nur im Gegensatz zu Produkten im Regal kann ich keinem anderen Verwendungszweck zugeführt werden, da ich weiterhin auf den Erhalt meines Lebens angewiesen bin. <span style="color: #000000;">Ein Produkt, das schlecht wird kann ich schlimmsten Fall immer noch wegschmeisen oder an die Schweine verfüttern</span>. Wer mir den gleichen Lebenszyklus vorschlägt sollte sich bitte mit unserem Grundgesetzt befassen oder einfach einmal tief in sich hören, wie es ihm in solch einer Situation ergehen würde. Aus diesen unterschiedlichen Märkte bildet sich für mich ein klarer <strong>Konflikt zu den Thesen von Friedman</strong> heraus. Auch wenn wir alle mit <strong>gleichen Fähigkeiten</strong> gesegnet sind und zu Beginn unseres Lebens die <strong>gleichen Möglichkeiten</strong> haben sind wir <strong>unfähig</strong> diese im <strong>gleichen Außmaß zu nutzen</strong>. Zu Beginn unseres Lebens werden wir durch unsere Eltern geprägt. Darauf haben wir keinen Einfluss. Irgendwann beginnen wir uns selbst zu finden und treffen Entscheidungen, in welche Richtung wir uns entwickeln wollen. Diese Entwicklung verbraucht eine der <strong>wichtigsten Ressourcen</strong> des menschlichen Lebens: <strong>Zeit</strong>. Auch wenn wir seit Einstein wissen, dass <a title="Relativtätstheorie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4tstheorie#Relativit.C3.A4t_von_Raum_und_Zeit" target="_blank">Zeit relativ</a> ist können wir auf die Ressource der <strong>Zeit nicht parallel</strong> zugreifen. Sprich, sobald wir eine Entscheidung gefällt haben und diese realisieren, entwickeln wir uns am Markt entlang oder daran vorbei. Auch der Markt arbeitet seriell. Wenn ich heute das beste Produkt erzeuge, weil ich viel Zeit in Entwicklung und Test investiert habe, kann es passieren, dass jemand anders schneller war, zwar mit einem schlechteren Produkt, aber dafür günstiger und schon einen Teil des Marktes befriedigt hat. Plötzlich komme ich zu den <strong>kalkulierten Preisen</strong> nicht mehr auf die <strong>ausgelegten Kosten</strong>. Nun habe ich auch nicht mehr die Ressourcen um ein neues Produkt zu entwickeln. Selbst wenn ich diese hätte, müsste ich um wirtschaftlich auf einen grünen Zweig zu kommen, die Verluste des ersten Produktes mit dem zweiten mit einspielen. Der Ostblock hat gezeigt, dass die P<strong>lanwirtschaft</strong>, als Gegenpol zu freien Marktwirtschaft <strong>nicht funktioniert</strong>. Dennoch bin ich der Ansicht, eine reine, <strong>freie Marktwirtschaft stellt eine Bedrohung für das Individuum dar.</strong> Der, der sich falsch entwickelt hat wird von der freien Marktwirtschaft zu einem <strong>Menschen zweiter Klasse</strong> degradiert, da ihm die Möglichkeiten fehlen dem Markt zu geben, was der Markt verla<span style="color: #000000;">ngt. </span><strong><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Die Verantwortung fürMenschenwürde und gesellschaftlichen Wohlstands an eine imaginäre und komplexe Instanz zu übergeben bedeutet für mich sein Fortkommen auf die wöchentliche Ziehung der Lottozahlen zu beschränken</span>.</span></strong></p>
<div class="im" style="text-align: justify;">
<h2>Mikroökonomie und Makroökonomie</h2>
<p><strong>Mikroökonomischer Erfolg</strong> ist der Erfolg des <strong>Selbstinteresses</strong>. <strong>Makroökonomischer Erfolg</strong> ist der Erfolg der <strong>Gesellschaft</strong>. Ich möchte zurückkommen auf das Eingangsbeispiel, das mich erst dazu bewogen hat diesen <em>(falls hier noch jemand mitliest, es tut mir leid um diesen langen Artikel, ich kann es nicht einfacher sagen)</em> Post zu schreiben. Ein Milchpreis von 42 Cent stellt einen Wert dar, der es einem Landwirt nicht erlaubt, <strong>kostendeckend</strong> zu <strong>produzieren</strong>.</p>
<p><em>Laut einer <a title="Wasserverbrauch" href="http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/HG_Wasserverbrauch_060600.pdf" target="_blank">Studie des WWF</a> benötigt man für einen Liter Milch ca. 1m³ Wasser, der Kubikmeter Wasser kostet in <a href="http://www.hamburgwasser.de/cms/website.php?id=/de/index/service/gebuehrenabgabenpreise/trinkwasser.htm" target="_blank">Hamburg 1,47 netto</a>. Die Studie des <a title="WWF" href="http://www.wwf.de/" target="_blank">WWF</a> spricht vom benötigten Wasser, dieses ist nicht zwingendermaßen Leitungswasser, sondern ist im Idealfall Regenwasser das dafür sorgt, dass das Futter für die Tiere wächst und gedeiht. Sollte dies wirklich komplett mit Leitungswasser gespeist werden, sähen wir morgen in der Zeitung Bilder von erhängten Landwirten.</em></div>
<p style="text-align: justify;">Ein Landwirt sieht sich wie jeder Produzent zwei unterschiedlicher Produktionskosten gegenüber: <strong><span style="color: #000000;">variable Kosten</span></strong>, die bei der Produktion des Stücks entstehen und <strong>Fixkosten</strong>, die unabhängig der Produktion entstehen. Im Falle des Bauerns sind die<span style="color: #ff0000;"> <span style="color: #000000;">variablen Kosten</span></span><span style="color: #000000;"> die Futtergewinnung, die Energiekosten für die Melkmaschine, Belüftung und nicht zuletzt die Arbeit und die Fixkosten die Kosten für Miete oder Abschreibung auf Stall, Flächen, Maschinen, Nachzucht und Kühe.</span> <span style="color: #000000;">Wenn der Landwirt nun für sein Produkt einen geringeren Preis erzielt muss er Kosten einsparen. Gehen wir davon aus, dass die Stückkosten relativ stabil und grundsätzlich unter dem Abgabepreis sind, bleibt ihm als <strong>erste Stellschraube an den Fixkosten</strong> zu drehen. Er <strong>verkauft</strong> oder schlachtet alle <strong>Kühe</strong> die wenig Milch geben. Er <strong>stößt Flächen ab</strong>, die nun nicht mehr benötigt werden. Er vermietet Stellflächen seines Stalls unter. Er <strong>verkauft</strong> einige seiner <strong>Maschinen</strong>. Somit erzielt er vielleicht einen <strong>Abgabepreis</strong> der <strong>wieder kostendeckend</strong> ist.</span> Nur was sind die nachgelagerten Auswirkungen dieser Entscheidungen. <strong>Weniger Kühe bedeutet weniger Kälber.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone" title="Weide" src="http://1.bp.blogspot.com/_L6d18-Z30Rk/Sf2XuKRhg5I/AAAAAAAAAWA/DJGtX08Amww/s1600/IMG_9188%2Bklein%2B02.JPG" alt="" width="448" height="336" /></p>
<p style="text-align: justify;">Denn selbst in unserer modernen Welt müssen Kühe erst Kälber gebären, bevor sie Milch geben. Diese Kälber werden anschließend wieder selber Kühe oder eben Fleisch für die hungrigen Mägen der Verbraucher. Wenn es <strong>weniger Kälber</strong> gibt wird es langfristiger <strong>weniger Fleisch</strong> geben.<strong> Weniger Fleisch</strong> <strong>treibt den Preis</strong> für Fleisch in die Höhe (bei gleichbleibender Nachfrage zum derzeitigen Preis). Dies muss nicht der Fall sein, für mich aber durchaus ein denkbares Szenario. Wenn der <strong>Bauer</strong> nun an seinem <strong>Lohn sparen</strong> sollte, dies ist ein Teil der <strong>Stückkosten</strong>, dann verdient er weniger und hat <strong>weniger Geld zu konsumieren</strong>. Sprich von ihm als Konsument fließt <strong>weniger Geld in andere Bereich der Wirtschaft</strong>. Wenn nun alle Bauern unter den Bedinungen leiden und weniger konsumieren <strong>sinkt der Gesamtkonsum der Gesellschaft.</strong> Dies hat zur Folge, dass <strong>weniger produziert</strong> werden muss. Wenn weniger produziert werden muss, wird <strong>weniger Arbeit </strong>benötigt. Wenn <strong>weniger Arbeit</strong> benötigt wird, <strong>sinkt das Volkseinkommen</strong>. Worauf will ich hinaus? Selbst wenn ich mich heute noch so sehr drüber freuen würde, dass Milch zu einem solch günstigen Preis angeboten wird und alle anderen dies mit mir tun, kann diese Haltung dazu beitragen, dass die Gesamtwirtschaft schrumpft. Ein <strong>schrumpfen der Gesamtwirtschaft bedeutet</strong> für die Gesellschaft: <span style="text-decoration: underline;"><strong>Rückschritt</strong></span>. Wir verlieren Wohlstand, den wir heute noch genießen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit: Boykott der Preistreiber</h2>
<p style="text-align: justify;">Laut aktuellen Berichten haben auch die Discounter unter der permanenten Bedrohungslage der Wirtschaftskrise gelitten. Die Verbraucher hielten sich mit dem Konsum zurück um Geld zu sparen. Grund hierfür ist die Angst, sollte die Krise dem schlimmsten Szenario entsprechend eintreten. Diese Konsumverweigerung hat zu einem <a title="Umsatzrückgang" href="http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE54509820090506" target="_blank">Umsatzrückgang bei den Discounter</a> geführt. Nun zünden diese ein Strohfeuer. Sieben cent brutto weniger, bedeutet netto einen Umsatzrückgang bei Milch pro Liter von 14 %. Diese 14 % müssen erst einmal durch Mehrkonsum egalisiert werden. Selbst wenn diese 14% im Umsatz aufgeholt werden können, werden sie nicht an den Produzenten, auf dessen Rücken diese 14% auf Grund von Mengenstaffeln ausgetragen werden weitergegeben. Sollte sich ein positiver Umsatztrend zeigen wird dieser in andere Wirtschaftszweige verteilt, oder verbleibt beim Handel. Die Kosten des Produzenten von Milch sind zum Zeitpunkt solcher Ansätze schon längst entstanden. Selbst wenn sie kurzzeitig eine besser Cashflow Situation darstellen, verliert unsere Binnenwirtschaft als Ganzes. Aus diesem Grund bleibt mir nichts anderes als einen <strong>Boykott der Discounter</strong> auszurufen. Nur wenn wir, als mündige Verbrauchern unseren eigenen Profit nicht auf dem Verlust von anderen austragen können wir langfristig unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft nach vorne bringen und die Welt ein bisschen besser machen.</p>

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		<title>Grundeinkommen, die Rettung?</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/grundeinkommen-die-rettung/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 19:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Twitter-Search-Stream zum Thema "Grundeinkommen" st [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23basic_income+OR+%23GrundeInkommen+OR+%23RevenuUniversel+OR+%23BasisInkomen+OR+%23RendaB%C3%A1sica+OR+%23IngresoCiudadano+OR+%23BIEN" target="_blank">Twitter-Search-Stream zum Thema &#8220;Grundeinkommen&#8221;</a> steigt im Sekundentakt. Sprich, das Thema ist ziemlich aktuell. Auch erste Zeitungen sind darauf angesprungen und der dm-Gründer Götz Werner wird ein weiteres Mal durchgereicht. <a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/muenchner-runde/muenchner-runde-2008-talksendung-sigmund-gottlieb-ID1234793210162.xml" target="_blank" class="broken_link">Dienstag</a> bei der <a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/muenchner-runde/wirtschaftskrise-staatliche-hilfe-guttenberg-ID1234964432706.xml" target="_blank" class="broken_link">&#8220;Münchner Runde&#8221;</a>, <a href="http://blog.zdf.de/wahlimweb/2009/02/bedingungsloses-grundeinkommen.html" target="_blank">heute</a>, beim <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:dm-Gr%FCnder-Werner-Von-Krise,-Gier-Klopapier/655295.html" target="_blank">Stern</a>, <a href="http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=1903" target="_blank" class="broken_link">Brand Eins hat dazu eine Serie</a>, und die <a href="http://www.freitag.de/politik/0907-grundeinkommen-petition-bundestag?comments=4" target="_blank">Blogosphäre </a><a href="http://notatio.blogspot.com/2009/01/online-petition-bedingungsloses.html" target="_blank">folgt</a> in Form von: <a href="http://www.initiative-grundeinkommen.ch/content/stat/pop/01_wern_01.htm" target="_blank">Werbung</a>, <a href="http://www.sudelbuch.de/2009/bedingungsloses-grundeinkommen" target="_blank">Menschlichkeit</a>, <a href="http://www.unternimm-die-zukunft.de" target="_blank">Gutmenschsein</a>,<a href="http://fuckup.twoday.net/stories/1220475/" target="_blank">okultartige Systemerläuterungen</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ist passiert? <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1422" target="_blank" class="broken_link">Susanne Wiest hat beim deutschen Bundestag eine Petition eingereicht</a> um 50000 Befürworter zu bekommen, die diese Idee unterstützen.  Diese Anzahl wurde <a href="http://www.freitag.de/politik/0908-petition-grundeinkommen-bundestag" target="_blank">rechtzeitig</a> <a href="http://www.welt.de/politik/article3228781/50-000-Stimmen-fuer-Grundeinkommen-fuer-alle.html" target="_blank">vor Ende</a> der Zeichnungsfirst erreicht. So weit so gut. Auch ich habe unterzeichnet. Wieso? Ich finde die Idee an sich gut und habe diese Petition auch unterzeichnet. Jetzt muss sich der Bundestag mit diesem Thema beschäftigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer sind die 50.000 die diese Petition unterzeichnet haben? Da die Unterzeichnung sehr stark durch das Netz gefördert wurde, gehe ich davon aus, dass viele der Unterzeichner, wenn nicht Angehörige der Web 2.0 Gesellschaft, zumindest sehr internetaffin sind. Auf mich passen beide Beschreibungen. Wieso können gerade wir uns so stark mit dieser Idee identifizieren? Verschiedene Gründe sind denkbar:</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>1. Kostenlos</strong></h3>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>2. Beta</strong></h3>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>3. Spielen</strong></h3>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="text-decoration: underline;">1. Kostenlos:</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Netz sind viele Angebote umsonst für den Nutzer, oder werden von ihm mit dem Faktor Aufmerksamkeit gezahlt, sprich, ich zahle indirekt, da jemand anderes (Werbetreibender) für meinen Besuch dem Dienstbetreiber einen gewissen Betrag überweist. Grund für diese Zahlung bin in erster Linie ich. Der Dienst ist indirekt Grund für die Zahlung, jedoch Grund für meinen Besuch. Für Dienste die häufig frequentiert sind, sind Werbetreibenden bereit höhere Summen zu zahlen. Im Endeffekt stellt aber auch der Besuch einer x-beliebigen Seite, oder eines x-beliebiegen Dienstes von meiner Seite Arbeit dar. Arbeit an mir, Arbeit an meinem Wissen, Arbeit an meiner Entspannung, Arbeit, meine Langweile zu töten. Ich verbrenne Kalorien und stelle einen Dienst zur Verfügung, meine Aufmerksamkeit. Folglich leiste ich Arbeit für den Dienstbetreiber, für die er die Bezahlung erhält.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>2. Beta</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">Beta bedeutet unfertige Produkte auf den Markt zu bringen. Beta ist nicht final. Beta ist eine vorgegriffene Entschuldigung für Fehler, die noch gar nicht begangen wurden. Beta bedeutet unzuverlässigkeit. Beta bedeutet aber auch wieder, ich, der Nutzer eines Dienstes stelle meine Arbeit als Tester zur Verfügung. Die Verbesserung fließt in den Dienst ein, der so ein guter, in Zukunft häufig frequentierter Dienst werden will. Um? Um natürlich wieder die Alte Geschichte der Werbung und Ökonomie der Aufmerksamkeit zu betreiben, die in erstens schon ausgeführt ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="text-decoration: underline;">3. Spielen</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich hab ein Profil bei <a href="http://flickr.com/photos/moedahoe" target="_blank">Flickr</a>, <a href="http://www.youtube.com/my_videos" target="_blank">Youtube</a>, <a href="http://www.facebook.com/" target="_blank">Facebook</a>, <a href="http://www.ebay.de" target="_blank">ebay</a>,<a href="http://www.xing.com" target="_blank"> Xing</a>, <a href="http://www.meinvz.net" target="_blank">MeinVZ</a>, <a href="http://www.lokalisten.de" target="_blank">Lokalisten</a>, <a href="http://cometro.de" target="_blank">Cometro</a>, <a href="http://www.twitter.com/moedahoe" target="_blank">Twitter</a>, <a href="http://www.qype.de" target="_blank">Qype</a>, <a href="http://www.skype.com">Skype</a>, <a href="http://www.mixxt.de" target="_blank">mixxt</a>, <a href="http://blip.fm/moedahoe" target="_blank">blip.fm</a>, <a href="http://www.lastfm.de/user/moedahoe" target="_blank">last.fm</a>, <a href="http://www.myspace.com/moritz_schott" target="_blank" class="broken_link">myspace</a>, <a href="http://www.comunio.de" target="_blank">comunio</a>, <a href="http://www.kicktipp.de/" target="_blank">kicktipp</a>, <a href="http://www.schwarzekarte.de/" target="_blank">Schwarze Karte</a>, <a href="http://www.amazon.de/gp/registry/2XB1VKWKSYM7J" target="_blank">amazon</a>, <a href="http://www.tipp24.de" target="_blank">tipp24.de</a> und <a href="http://beta.skobbler.de" target="_blank">skobbler </a>(und weiß nicht, ob es das schon war, bei<a href="http://www.google.de/intl/de/options/" target="_blank"> google</a> [folglich alle Dienste noch mal mit dem Faktor 2 zu versehen] bin ich auch). Was mir das bringt? Nichts, aber ich arbeite an all diesen Profilen irgendwie. Und wer bekommt dafür was? Ich nicht. (Ob es Sinn macht bei so vielen Diensten angemeldet zu sein überlasse ich jedem einzelnen) Aber es kostet Zeit. Momos graue Männer stehen mir die ganze Zeit auf den Socken und knapsen, knapsen und knapsen an meiner Zeit. Also gebe ich ihnen meine Zeit, ich zahle sie ein auf mein Konto bei der grauen Bank. Mein Kontostand sollte nicht unerheblich sein. Und die grauen Männer leiten ihn weiter. An Unternehmen die meine Zeit brauchen. Und bereit sind dafür die Zinsen zu zahlen. Die Seiten und Medien auf denen ich mich tumle stellen in einer gewissen Art und Weise nichts anderes als Einzahlschalter der Bank der grauen Männer dar. Sie stehen an jeder Ecke. Ich kann ihnen nicht entkommen. Diese Einzahlschalter sind vielfältig in Ihrer Ausprägung: Internetangebote, Fernseher, Zeitungen, Kino, Magazine und Montagen and Gegenständen des öffentlichen Lebens (Häuser, Wände, Busse, Schiffe, Himmel, etc.) Ich kann ihnen nicht entkommen. Jedesmal wenn ich dort eine Einzahlung vornehme verrichte ich Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Arbeit muss auch gezahlt werden. Wie? Ich wünsche mir dafür ein Grundkeinkommen. Ich wünsche mir dafür ein Einkommen, das mir garantiert weiterhin meine Zeit einzahlen zu können und dafür keine Sorgen um mein Auskommen zu haben. Ich werde das Geld nicht in Form von Konsum zurückzahlen. Folglich kann ich das Geld auch nicht aus einer Anteiligen Konsumsteuer erhalten.Und all die Unterzeichner, die dank Netz die Petition gefunden und unterzeichnet haben stell ich mir näher vor, als sie sich vielleicht wünschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie die Konsumsteuer in heutiger Zeit funktionieren soll, muss ich in einem weiteren Artikel hinterfragen.</p>

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		<title>Die Geister die ich rief</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 19:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geister die ich rief]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
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		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Kapitel 1
"Alle in einer Gesellschaft geschaffenen Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: justify;">Kapitel 1</h3>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Alle in einer Gesellschaft geschaffenen Werte werden entweder privat konsumiert oder für staatliche Aufgaben ausgegeben.&#8221;<br />
(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner" target="_blank">Götz Werner</a>: &#8220;<strong>Einkommen für alle</strong>&#8221; Kapitel <em>Ausgaben- statt Einkommensteuer</em>, Seite 172: &#8220;Geld, Kapital, Einkommen und Konsum&#8221;)<br />
Diese Aussage reduziert uns auf ein Minimum: Wir, die Gesellschaft, konsumieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Konsum bedeutet auswählen. Wir laben uns an der Vielfalt der produzierten Güter und zur Verfügung stehenden Dienstleistungen. Darüber definieren wir uns in der Gesellschaft. Damit grenzen wir uns von den einen ab und wollen bei den anderen dazu gehören. Oder auch frei aller Zugehörigkeit sein. Zum Ausdruck kommt es als erstes durch unser visuelles Auftreten. Die Kleidung und Haare die wir tragen. Auch das Haus, das Viertel, das Auto und die Anzahl der Urlaubsreisen sowie deren Exklusivität. Was davon macht man wirklich für sich? Ein ständiges Befüllen des eigenen Tagebuchs, des Lebenslaufs, des CVs um nach oben zu kommen, ohne zu wissen wo oben ist, außer vielleicht das es verdammt weit weg ist. Gesprächsrunden mit unseren ach so vielen Bekannten überstehen und statt von Angst und Gefühlen zu reden, lieber nur zu Reden. PR-Arbeit im eigenen Sinne zu betreiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sind keine Selbstversorger mehr. Wir sind Fremdproduzenten und Fremdbezieher. Wir wählen oder produzieren das Produkt, dass zu bestimmten Kosten den höchsten Nutzen bietet und Profit verspricht.<br />
Der Nutzen für den Konsumenten setzt sich aus unterschiedlichen Attributen zusammen. Der reine Nutzwert, sprich die Funktionalität die uns das Produkt bietet, den Status, sprich das Ansehen, das wir mit diesen Produkt auf dem Markt der Aufmerksamkeit gewinnen können. Der Status ist eng verknüpft mit der Gruppe, der wir uns zugehörig fühlen und wird so auch als Erkennungszeichen genutzt um dazu zu gehören. Des Weiteren existiert der Zeitgeist. Produkte die gestern modern waren sind heute schon verpönt und morgen peinlich. Der Nutzen spiegelt sich auch in der Technologie wieder. Technologie steht für Fortschritt und geht eng mit dem Zeitgeist einher. Kann mir jemand erklären wieso ich nur noch UMTS-Karten bekomme, selbst wenn der eigentliche Nutzwert meines Mobiltelefons auch mit GSM-Karten erfüllt war. Ein weiteres Attribut des Nutzen ist der Wert der der Investition entgegengesetzt wird. Wie beständig ist die Anlage? Kann ich eventuell sogar auf spekulativen Gewinn setzen? All diese Attribute fließen in meine Entscheidung/Wahl beim Kauf ein.<br />
Je nachdem wo ich meine Prioritäten setze entscheide ich mich für ein bestimmtes Angebot zum besten Preis.</p>
<p style="text-align: justify;">Alleine diese Vielzahl, der individuellen Entscheidungsgrundlagen erschweren mir die Kaufentscheidung. Wieso soll ich mich noch in altruistischer Weise um das Wohl der anderen kümmern? Der Produzenten? Mir doch egal ob das Hemd aus einem Sweatshop in Asien kommt wo es von einer hochschwangeren Frau in brütender Hitze im Akkord eines zwölf Stunden Tages geschneidert wurde. Ich lebe hier. Sie lebt dort. Das hier ist meine Gesellschaft, ihr ist dort. Und dort ist das ganz normal. Was wäre, wenn diese Hinterhofschneider und Menschenschindereien nicht im Sweatshop am anderen Ende der Welt wären, sondern hier, gegenüber meiner Wohnung, jeden Morgen, wenn ich mit meinem frischen Latte Machiatto ausgeschlafen am Fenster stehen würde und mich auf meinen acht Stunden Arbeitstag im klimatisierten Büro vorbereite, schrie mir diese Hinterhofschneiderei entgegen: &#8220;Hilfe, ich quäle mich für uns.&#8221; Für meinen Wohlstand und ihr Brot.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entfernung zwischen Produzenten und Konsumenten gibt uns Konsumenten die wunderbare Möglichkeit die Augen vor dem Schaden, den wir eigentlich mit unserem Konsum anrichten, übersehen zu können. Wir, die Gesellschaft Disney Worlds wo jeder alles schaffen kann. Das sehen wir doch jeden Tag im Fernsehen und in den Hochglanzmagazinen. Die Stars und Emporkömmlinge führen ein Leben in Saus und Braus in dem sie auf diejenigen treffen, denen dieses Leben in die Wiege gelegt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wo stehe ich? Irgendwo dazwischen. Unten ist weit weg. Oben auch. Was will ich erreichen? Mich weiter nach oben arbeiten, dabei die Rücken der vor mir stehenden erklimmen und als Leiter missbrauchen: Für jede erklommene Stufe muss das Fundament verbreitet werden. Sprich nicht nur den aktuellen Rücken gilt es zu beachten, sondern der Druck aufs Fundament, damit mein Turm nicht zusammenbricht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich selbst bin Teil des Fundaments für andere Kletterer. Ich halte es aus, noch. Die Last in den mittleren Stockwerken ist erträglich, die Wetter und Witterung greift mich nicht so an wie wenn ich an der Spitze stehen würde. Ich reiche den Druck von oben durch. Mein Gehalt, der nicht meinen Vorstellungen entspricht ein Leben zu finanzieren, welches ich mir vorstelle, führt dazu, andere Menschen zu zwingen mir mein Leben finanzierbar zu machen. Indem sie sich noch weiter einschränken und sich von meiner Vorstellung des Lebens unendlich weit entfernen müssen. Reduziert aufs absolute. Luft und vielleicht Wasser und Brot. Es ist Zeit umzudenken.</p>
<p style="text-align: justify;">Produkten und der Produktion einen höheren Stellenwert einzuräumen. Jede Entlassung die der Technologie geschuldet ist, sollte dem Entlassenen Eigentum an der Produktionsstätte einräumen und ihn weiterhin an der Wertschöpfung partizipieren lassen. Dadurch würden die Produkte nicht billiger, die Arbeit würde zurückgehen. Der Konsum bliebe gleich. Und wir könnten uns auf die oben beschriebenen Entscheidungskriterien des Konsums beschränken, ohne zu befürchten, Druck auf andere auszuüben.</p>
<p style="text-align: justify;">

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		<title>Netbookwahnsinn</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 19:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[mozzen]]></category>
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		<category><![CDATA[technik]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob der Name Netbook jetzt geschützt ist oder nicht, mi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ob der Name Netbook jetzt geschützt ist oder nicht, mir egal. Netbook ist ein Synonym für kleine, handliche Rechner, mit Funktionen und Bausteinen die vor zwei Jahren Standard waren bei ihren großen Brüdern/Schwestern mit den 13&#8243;+X Bildschirmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wem nützt ein Netbook und was bringt es?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich spiele derzeit selbst mit dem Gedanken mir eines dieser Teile zuzulegen, da die Funktionen für meine Anliegen: ein bisschen surfen, ein bisschen schreiben, ein bisschen lesen, ein bisschen mailen, ein bisschen chatten, ein bisschen verrücktes machen. Folglich sollte mir auch ein bisschen Notebook reichen. Ein bisschen Notebook zum Preis eines Mobiltelefons. Ich will nicht unken, aber irgendwie habe ich das Gefühl hinter das Licht geführt zu werden. Ich glaube ich habe den Hacken auch entdeckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Hacken ist: <strong>Wertminderung</strong> meines Besitzes und der erste Schritt in Richtung <strong>Datenfremdspeicherung.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wertminderung:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Gegenstand, den ich kaufe hat einen <strong>materiellen Wert</strong> den er beim Kauf auf dem Markt verliehen bekommt und sich in Euro wiederspiegelt. Ein Gegenstand hat darüber hinaus einen gewissen <strong>Nutzwert</strong>, der sich an meinem <strong>individuellen</strong> Geschmack orientiert. Wenn ich mir jetzt ein Gerät kaufe das einen hohen Nutzwert hat, aber nur einen geringen Preis, dann wird mein <strong>Geschmack billig</strong>, was erst mal nicht schlimm ist. Nur werde ich, sollte das Gerät kaputt oder verloren gehen diesem nicht lange nachweinen, sondern mir direkt ein neues kaufen. Hatte ich den ersten Rechner für fünf Jahre, die anderen dann jeweils für ca. drei Jahre, erwarte ich bei einem Netbook eine <strong>durchschnittliche Halbwertszeit von sechs Monaten</strong>, sprich, sollte das Gerät nach zwölf Monaten defekt sein, kaufe ich mir vermutlich gleich ein neues. Für mich sind diese Kosten zwar überschaubar, jedoch beschleicht mich das Gefühl, dass die Hersteller genau auf diesen Faktor setzen. Musste ich in der Vergangenheit den Preis eines vollwertigen Rechners immer auf dem Konto haben (1000€ + x) sind es jetzt nur noch 350€ + x. Und was mach ich mit dem Geld, das jetzt nicht für ein <strong>Substitutionsgut &#8220;gesparrt&#8221;</strong> werden muss? Ich <strong>konsumiere</strong>. Kaufe mir ein neues Handy oder andere Dinge, lege zumindest weniger Geld zurück. Das bedeutet doch im Umkehrschluss, <strong>der Wert meines Besitzes sinkt direkt proportional zum Wert meines Bankkontos.</strong> Ich habe mehr billige Gerätschaften mit hohem Wertverfall und brauche auch keine Rücklagen, alles kann billig wiederbeschafft werden. Paradox. So wandert mein Besitz (Geld) in die Hände der Produzenten, in die Wirtschaft.</p>
<p style="text-align: justify;">Der zweite Punkt den ich genannt habe, mit der <strong>Fremddatenspeicherung</strong> ist fast gefährlicher als erster und in Kombination mit ersterem fast schon menschenverachtend. Datenfremdspeicherung. Den <strong>Datenberg</strong>, den ich mit mir rumschleppe <strong>wächst täglich</strong>. Mit jedem Post, mit jeder Geldtransaktion, mit jeder Mail, mit jedem Bild, mit allen Tätigkeiten die ich im digitalen Netz verrichte. Wenn ich meine Infrastruktur jetzt auf hoch mobile Geräte umstelle, die durch die Mobilität wahrscheinlich schneller oder öfter defekt sind als die alten, stationären, bin ich dazu bereit mehr meiner <strong>Daten im Netz</strong> zu <strong>speichern</strong>, da sie dort vermutlich sicherer sind als auf dem mobilen Gerät welches bei <strong>schwerem Defekt</strong> oder <strong>Verlust</strong>, gleich der Daten weg ist. Allerdings sind die Skandale der letzten Zeit nicht spurlos an mir vorbeigezogen. Was ist nun, wenn hoch sensible Daten über mein Person, ich meine nicht meinen Verdienst oder Kontostand, sondern eher welche die meine <strong>Gesundheit</strong> oder andere <strong>wirklich persönliche Dinge</strong> betreffen, vielleicht bin ich <strong>Hobbypyromane</strong>, <strong>Fallschirmspringer</strong>, <strong>Gewalttätig</strong>, <strong>Psychisch belastet</strong>, <strong>Musiker</strong>,  <strong>Ausgestoßener</strong>, nicht &#8220;<strong>normal</strong>&#8220;. Plötzlich erhalte ich die Kündigung von meiner Krankenversicherung/Hausverwaltung/Haftpflicht: &#8220;Sehr geehrter Moritz, Sie sind für uns nicht mehr tragbar, bitte suchen Sie sich eine andere Versicherung.&#8221; Und dann stehe ich da.  Diese <strong>Daten</strong> sind mein <strong>Eigentum</strong>, mein<strong> höchstes Gut</strong>, mein <strong>Erkennungs-</strong> und vielleicht auch <strong>Alleinstellungsmerkmal</strong>, was, wenn sie in die falschen Hände geraten?</p>
<p style="text-align: justify;">Dann bin ich <strong>vogelfrei</strong>. Kein Schutz mehr für mich und meine Leidenschaften. <strong>Ausgestoßen</strong>. Geld hab ich auch keines mehr. Hab ich ja fleißig verkonsumiert. Für billige Gegenstände. Und plötzlich stelle ich fest. Billig ist gar kein Ausdruck.  <strong>Wertlos</strong> passt.</p>

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