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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; unterwegs</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Großväter</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 09:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Großvater hat damit begonnen seine Familienbilder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mein Großvater hat damit begonnen seine Familienbilder zu digitalisieren und mir eine Kopie des Albums gegeben. 180 Bilder aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Er, seine Geschwister und seine Familie, gebannt auf schwarzweiß. Ich habe mir alle Bilder von ihm vorführen lassen. Wir verbrachten den gesamten Nachmittag damit. Ein schöner Nachmittag. Vielleicht ähnlich dem, den er auf unterem Bild mit seinem Großvater in der Stadt verbracht hat.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/07/000013.jpg" rel="lightbox[1630]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1631" title="000013" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/07/000013-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a></p>

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		<title>Klimawandel</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 07:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Sommer 2010, es ist heiß. Alle Orte mit Klimaan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Sommer 2010, es ist heiß. Alle Orte mit Klimaanlage potentielle Rettungsorte zum Schutz vor Schweißflecken und unangenehmen Geruch. Ungeschützt in der Hitze am Bahngleis freut man sich der nahenden Erfrischung im klimatisierten ICE. Schon beim Eintritt weicht dieses Gefühl entsetzen. Drinnen wie Draußen, kein Unterschied auszumachen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Reise beginnt. Gleich nach der Fahrkartenkontrolle verteilt die nette Schaffnerin mit den roten Haaren und dem dicken roten Lippenstift Wasser.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Entschuldigen Sie bitte, die Klimaanlage ist defekt. Möchten Sie gerne ein kostenloses Wasser haben?“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ihr ist die Hitze nicht anzumerken. Wie auch? Puder und Make-Up lassen die echte Gesichtsfarbe nur durch die Referenz des Haaransatzes erkennen.</p>
<p style="text-align: justify;">„Kein Problem, ich bin Hobbyklimaanlagentechniker, soll ich mir die Maschine mal ansehen?“</p>
<p style="text-align: justify;">Sie lacht.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Ja, ich verteil nur noch kurz die Getränke, kommen Sie doch einfach hinter zum Schaltschrank dann können wir das Problem sicher lösen.“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Vor dem Wegdrehen zwinkert sie mir nochmals auffordernd zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bleib natürlich sitzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach 20 Minuten kommt sie enttäuscht zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Jetzt habe ich die ganze Zeit auf Sie gewartet.“</em></p>
<p style="text-align: justify;">„Oh, Entschuldigung, das war nur ein Scherz und glauben Sie mir, wenn ich Ihnen zum Schaltschrank gefolgt wäre, dann wäre uns auch nicht kühler geworden.“</p>
<p style="text-align: justify;">Auf ihrer Wange bahnt sich ein Tropfen in Bronze den Weg zum Hals.</p>

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		<title>Hamburger Behörden 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 16:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ich im Besitz meines Motorads bin und mir den zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit ich im Besitz meines Motorads bin und mir den zweifelhaften Namen: <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/karfreitagnachmittag-in-hamburg/" target="_blank">Motoritz</a> erworben habe, warte ich eigentlich darauf, dass die Hamburger Behörden mich von der Rakete ziehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerne erzähl ich den Witz: &#8220;Ich wart nur darauf, dass mich die Polente beim Schlängeln zwischen den an der roten Ampel stehenden Autos anhält und mir nach dem Abnehmen des Helms sagt: <em>&#8220;Das macht man vielleicht in Ihrem Heimatland, hier in Deutschland nicht!&#8221;</em>&#8220;</p>
<p style="text-align: left;">Leider kam es anders. Der Begegnung meines Fahrzeugs mit der Hamburger Obrigkeit konnte ich letzten Sonntag im Stadtpark beiwohnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Freunden zum Grillen verabredet hatte ich die ehrvolle Aufgabe meinen Rucksack mit kühlem Bier befüllt beizusteuern. 15 Kilo auf dem Rücken war ich einfach zu faul, zu Fuß in den Stadtpark zu gehen. Daher nutzte ich meinen fahrbaren Untersatz und ritt ihn zum Grillplatz der Anderen. Dort angekommen stellte ich ihn ab. Erstmal passierte gar nix. Wir lagen im Grass, aßen, quatschten und tranken. Plötzlich tauchen zwei Menschen in schwarzer Montur auf und betrachten Interessant die grünbraune Bestie.</p>
<p style="text-align: justify;">Um sie mit diesen mir fremden Menschen nicht allein zu lassen gehe ich auf die Menschen zu. BOD. Nein, nicht der <em>Bund Ordnungsliebender Deutscher </em>steht vor mir, sondern das Bezirksordnungsamt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Ist dies ihr Fahrzeug?&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Ja.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Sie wissen, dass es verboten ist mit Kraftfahrzeugen in den Stadtpark zu fahren?&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Nein.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Haben Sie die grünen Schilder nicht gesehen?&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Nein.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Tja, geben Sie mir bitte Ihren Personalausweis.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Hier&#8230;, was passiert jetzt?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Sie bekommen eine Anzeige, meine Kollegin (zum Glück hat er mich drauf hingewießen, wäre mir sonst nicht aufgefallen.) macht noch schnell ein Bild.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Hmm, ok, was kostet mich das?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Das geht nach Metern.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich blicke an mir hinab und meine spötisch:<br />
&#8220;Das kann ist ja zum Glück nicht so viel sein.&#8221;<em><br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Der Witz zündet nicht wie mich der Gesichtsausdruck der hinzukommenden Dame unschwer erkennen lässt.<br />
<em>&#8220;Hey, wollen wir die Geschichte nicht bei ner Wurst für euch beide  beilegen?&#8221;</em> Der Tip von Fred eingeworfen überzeugt die strengen Kontrolleure leider auch nicht.<br />
<em>&#8220;Ach, lasst ihn doch einfach heute Abend hier Müll sammeln.&#8221;</em> Tolle Freunde hab ich da.<br />
Um die Sache abzukürzen mache ich mich daran das Fahrzeug weg zu schieben. Daraufhin meint der Beamte:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Sie sind einsichtig?&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Ja, ist es jetzt billiger?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Ja, ich vermerke das. Wir messen dann auf Google Earth aus, wie viele Meter sie im Stadtpark standen und dann bekommen Sie ihren Bescheid.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Na super. Mürrisch schiebe ich die Kiste hinaus. Wir waren im absoluten Zentrum des Parks. Die Würste haben sie trotzdem nicht gewollt. Einen Bescheid habe ich bis heute noch nicht erhalten. Wer weiß, vielleicht war die Einsicht ausreichend. Und einen Vorwurf mache ich den Beiden auch nicht. Find es eigentlich gut, Motorfahrzeuge aus öffentlichen Grünanlagen fernzuhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">

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		<title>Reisezeit ist Lesezeit &#8211; Chantal Mouffe</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 13:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte nicht unbedingt behaupten, dass ich gerne v [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/weihnachten-und-jahreswechsel-2009-in-indien/">möchte</a> <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/autopiesis-oder-sammeln-fur-fortgeschrittene/" target="_blank">nicht </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/vier-tage-prag-fur-30-jahre-wahnsinn/" target="_blank">unbedingt </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/die-deutsche-bahn-verarschung-am-kunden/" target="_blank">behaupten</a>, <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wochenendausfluge-und-die-entsprechenden-leiden/" target="_blank">dass </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/munchner-tage/" target="_blank">ich </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/istanbul/" target="_blank">gerne </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/nachts-in-berlin/" target="_blank">verreise</a>. Aber wenn dann richtig. Dies bedeutet nicht, dass ich zwingend weit weg muss, aber es bedeutet, die Vorteile der Reise zu nutzen. Nicht die Vorteile nach der Ankunft, sondern die Reise als Reise. Kürzlich Griechenland und die Türkei, danach Berlin und dieses Wochenende bayrischer Wald. Nicht spektakulär, alles mit Grund und einem gewissen Zwang versehen. Zumindest für die Zeit nach der Ankunft. Die Reise an sich nervt mich eigentlich unendlich. Gefangen in Röhren, Blechhüllen, Vakuumzylindern. Abgenabelt von der Nabelschnur der Gegenwart, kein oder nur schlechten Empfang mit den mobilen Geräten, gewöhnlich alleine unter Fremden, als Fremder für Fremde, was bleibt ist die Zeit. Sie verinnt und geht dahin. Wurmlochhaft, doch statt einem Stehenbleiben der Zeit während der Fahrt, läuft sie mit und weiter. Also was kann ich tun? Schlafen? Nein, unbequem und nicht wirklich vorteilhaft. Vorbereiten und Aufbereiten von Projekten, Präsentationen und Stellungsnahmen? Nein, wenn ich reise halte ich mir den Rücken frei. Die Reise als Reise zu verstehen, deren Inhalt die Bewegung von A nach B ist. Das Sprung zwischen Lokalitäten. Die Arbeit kann ich im Büro oder zu Hause verrichten, mit all den Mitteln und Werkzeugen, die ich hierzu benötige. Unterwegs wäre es doch nur eingeschränkte Normalität. Ich muss es anders füllen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich lese.</p>
<p style="text-align: justify;">Überraschenderweise mehr und aufmerksamer als sonst irgendwo. Die letzten Wochen waren es Romane von<a href="http://www.tcboyle.de/" target="_blank"> T.C. Boyle</a>, <a href="http://chuckpalahniuk.net/" target="_blank">Chuck Palahniuk</a>, <a href="http://www.houellebecq.info/deutsch.php3" target="_blank">Michel Houellebecq</a> und Sachbücher von <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26676.html" target="_blank">Chantal Mouffe</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ein Zug ging es hindurch durch die Texte. Kurzgeschichten, Erzählungen, <a href="http://www.amazon.de/Ausweitung-Kampfzone-rororo-Michel-Houellebecq/dp/3499243393/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383889&amp;sr=8-2" target="_blank">meine eigene Biographie</a> oder wirklich gute politische Festellungen wie sie <a href="http://www.amazon.de/%C3%9Cber-das-Politische-kosmopolitische-Illusion/dp/3518124838/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383957&amp;sr=1-1" target="_blank">Chantal Mouffe</a> an den Tag legt. Selten habe ich ein Werk gelesen, welches den aktuellen Zeitpunkt und die aktuelle gesellschaftliche Lage so klar und deutlich beschreibt, wie ich wünschte es selbst darlegen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Zusammenbruch des eisernen Vorhangs sieht Chantal Mouffe den Neoliberalismus und das kapitalistische Wirtschaftssystem als allein verbleibendes Gesellschaftssystem, welches sich in seiner Alleinstellung und der moralischen Vereinnahmung der &#8220;Menschlichkeit&#8221; als einzig wahres System für alle Menschen profiliert. Auf dem Weg dorthin wird jeder Konflikt im Konsens beigelegt und führt zu einer &#8220;dialogischen Politik&#8221;, welche in der neuen Mitte aufgeht. Doch bevor ich mühsam den Inhalt mit meinen eigenen Worten zusammenfasse zitiere ich lieber aus ihrem Buch: <strong>&#8220;Über das Politische &#8211; Wider die kosmopolitische Illusion&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Thema Unsicherheit der &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; zerlegt sie <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Giddens,_Anthony" target="_blank">Giddens</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Beck,_Ulrich" target="_blank">Beck</a>:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Beck sieht auch Giddens die Ursache vieler dieser Ungewißheiten allein im Abwachsen des menschlichen Wissens. Die seien das Ergebnis menschlicher Eingriffe in das gesellschaftliche Leben und in die Natur. Die neuen Möglichkeiten globaler Kommunikation in Echtzeit hätte die Globalisierung noch intensiviert und dadurch den Trend zu &#8220;hergestellter Unsicherheit&#8221; beschleunigt. Vermittels der Entwicklung einer globalisierten kosmoplotischen Gesellschaft könnten deren Traditionen nun in Frage gestellt werden; ihr Status habe sich verändert, da sie jetzt gerechtfertigt werden müssten und nicht mehr wie in der Vergangenheit vorausgesetzt würden.&#8221; (S. 57)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies mündet in die &#8220;reflexive Modernisierung&#8221; zu der Mouffe sagt:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Die Theoretiker der reflexiven Modernisierung stellen die von ihnen befürwortete Politik als in ihrer soziologischen Analyse begründet dar. Sie behaupten, aus den Veränderungen der Gesellschaft &#8211; dem Bedeutungsverlust der kollektiven Identitäten und dem Veralten des Modells der Gegnerschaft &#8211; nur die Konsequenzen für den Bereich der Politik zu ziehen. Das verleiht ihrer postpolitischen Vision einen Anschein von Wissenschaftlichkeit und Selbstverständlichkeit und lässt all jene, die nicht ihrer Meinung sind, als Gefangene eines altmodischen Denkens erscheinen. Das Schlüsselwort dieser Strategie ist natürlich &#8220;Modernisierung&#8221;. (S.72)<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; mit ihrem Drang nach &#8220;Modernisierung&#8221; führt zum dritten Weg, der &#8220;dialogischen Politik&#8221;:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Nur aus diesem Grund kann er (</em>Anmerkung: Giddens<em>) eine &#8220;dialogische Politik&#8221; anvisieren, die vermeintlich das Modell der Gegnerschaft überschreitet und für alle Bereiche der Gesellschaft vorteilhafte Lösungen findet. Bezeichnend für diese konsensorientierte, postpolitische Perspektive ist das Ausweichen vor fundamentalen Konflikten und das Vermeiden jeder kritischen Analyse des modernen Kapitalismus. Daher ist sie nicht in der Lage, die Hegemonie des Neoliberalismus in Frage zu stellen.&#8221; (S.79)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In dieser Konsensorientierung und Nicht-in-Frage-Stellung der herrschenden Ordnung sieht sie die Verantwortung für die aktuellen Probleme mit unseren Volksvertretern.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Statt ein Terrain für eine agonistische Diskussion zwischen linker und rechter Politik zu eröffnen, wird Politik aufs &#8220;Spinning&#8221;, auf Öffentlichkeitsarbeit, reduziert. Da es keinen fundamentalen Unterschied mehr zwischen den Parteien gibt, versuchen sie, ihre Produkte mit Hilfe von Werbeagenturen durch cleveres Marketing zu verkaufen. Die Folge ist eine wachsende Politikverdrossenheit und ein dramatisches Sinken der Wahlbeteiligung. Wie lange wird es dauern, bis die Bürger das Vertrauen in den demokratischen Prozess vollkommen verloren haben?&#8221; (S.84)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In den darauf folgenden Seite verteufelt Chanta Mouffe die Aussage der Modernisierer, rechtspopulistisches Gedankengut entstehe auf Grund von Rückwärtsgewantheit der Wähler und zeigt auf, dass dieser Erfolg Großteils auf der Berufung auf eine kollektive Identität besteht, die die ähnlichen, ja fast gleichen Parteien der Mitte auf Grund ihrer Austauschbarkeit nicht mehr bieten können. Und um die Aussage nach Differenzierung zu unterstreichen zitiert sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt" target="_blank">Carl Schmitt</a> der bemerkte, <em>&#8220;daß die Welt, &#8230;,  kein &#8220;Universum&#8221;, sondern ein &#8220;Pluriversum&#8221; ist.&#8221; (S. 114)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem auf dieses Zitat eine tiefere Auseinandersetzung mit dem postsozialistischen Werk <a href="http://www.amazon.de/Empire-neue-Weltordnung-Michael-Hardt/dp/3593372304/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277386074&amp;sr=8-4" target="_blank">Empire</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Habermas,_J%C3%BCrgen" target="_blank">Habermas</a> erfolgt fasst sie ab Seite 156 zusammen um in einer radikalen aber argumentativ vertretbaren These zu schließen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Niklas Luhmann betont hat, fordert moderne Demokratie eine &#8220;Spaltung der Spitze&#8221;, eine klare Trennung zwischen Regierung und Opposition.&#8221; (S.157)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies widerspricht jedoch nicht der Bindung an gewisse Prinzipen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Eine demokratische Gesellschaft verlangt ihren Bürgern die Bindung an gemeinsame ethisch-politische Prinzipien ab, die üblicherweise in einer Verfassung artikuliert und in einem gesetzlichen Rahmen verankert werden. Sie kann keine Koexistenz widerstreitender Legitimitätsprinzipien in ihrer Mitte zulassen. Zu glauben, einer Gruppe von Immigranten sollte im Namen des Pluralismus eine Ausnahme zugestanden werden, ist nach meiner Ansicht ein Fehler, der von mangelnder Kenntnis um die Rolle des Politischen bei der symbolischen Ordnung gesellschaftlicher Beziehungen zeugt.&#8221; (S. 160)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Über eine letzte Stellungsnahme zur Position die Europa in ihren Augen in Zukunft einnehmen sollte führt sie letztendlich auf Seite 170 all ihre Aussagen in diesem letzten Zitat zusammen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Daher kommen wir, wenn wir das demokratische Projekt verteidigen und radikalisieren wollen, nicht darum herum, das Politische in seiner antagonistischen Dimension anzuerkennen und den Traum von einer versöhnten Welt, die Macht, Souveränität und Hegemonie überwunden hätte, aufzugeben.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">In der Hoffnung, die wichtigsten Argumentationslinien des Buchs getroffen zu haben möchte ich mit einem eigenen Statement schließen. Nur weil wir in einer Welt leben, die nicht mehr die Bipolarität besitzt, wie sie dies noch vor 1990 getan hat, bedeutet noch lange nicht, dass sich das bessere System durchgesetzt hat. Es hat sich eines der beiden damals vorliegenden Modelle durchgesetzt und somit den, aus dem Wettbewerb hervorgehenden, Anspruch das Bessere zu sein erworben. &#8220;Ceasar dominus et supra grammaticam: <em>Der Kaiser ist Herr auch über die Grammatik.</em>&#8221; Wenn wir uns nicht kritisch mit dem was im Moment passiert auseinandersetzen und uns nicht dazu durchringen können, dass Konflikte nicht immer im Konsens gelöst werden müssen, werden die nächsten Jahre nicht sonderlich angenehm für uns werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt sitze ich hier auf dem <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=edenhof,+wiesenfelden&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=11.256167,43.286133&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Edenhof,+94344+Wiesenfelden,+Straubing-Bogen,+Bayern&amp;ll=49.064391,12.579989&amp;spn=0.011472,0.042272&amp;t=h&amp;z=15" target="_blank">Hof meiner Eltern</a> und treffe all meine Geschwister wieder. Sollte ich bleiben? Ich glaube nein. Ohne Reise, weniger Zeit zu lesen. Daher nehme ich mir für den Rückweg ein weiteres Werk vor, oder ich versuche endlich nach sechs Monaten Qual das Buch: &#8220;Unendlicher Spaß&#8221; zu Ende zu bringen.</p>

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		<title>Nachts in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 16:53:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin macht sich daran seine Faszination mehr und mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Berlin macht sich daran seine Faszination mehr und mehr einzubüßen. Zumindest für mich. Nicht auf Grund <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,701234,00.html">der aktuellen Schlagzeilen</a>, dass sie den Spitzenplatz in der Unterhaltungsgastronomie verloren haben, nein, mein Gefühl sagt mir: „Berlin kocht auch nur mit Wasser.“ Am Ende treffe ich auf meinen Ausflügen die gleichen Menschen wie überall anders auch. Ausgehend, mit dem Wunsch sich der kollektiven Identität der Ausgeher und Unternehmungslustigen anzuschließen. Nicht allein zu sein, Menschen zu treffen die man treffen müsste. Und so steht man in Kneipen, Bars und Clubs und lässt den Blick durch die Menge schweifen. Hoffend in einem klaren Ausschnitt eine interessante Person allein auf Grund ihres Aussehens zu erkennen. Man kann nur gucken. Sprechen ist unmöglich, die Katze im Sack. Nehm ich das Heft in die Hand und spreche den ersten Satz oder nicht. Was, wenn sich der Angesprochene nicht für meinen Text interessiert? Vielleicht schätz ich die Person auch falsch ein und sie ist gar nicht auf der Suche nach Anschluss, sondern geht hier einem anderen Antrieb nach? Oder was mache ich, wenn die Angesprochene sich als Hohlbrot entpuppt? Als hübsches Ding, als Schmuck, der Inhalt der Erstkontaktaufnahme allerdings schon so langweilig, das man eigentlich sofort die Flucht ergreifen sollte. Doch was sagt man dann? „Sorry, du bist mir zu doof. Tschüss dann.“  Ich wünschte ich könnte, doch so quäle ich mich durch die Gespräche bis sich die Möglichkeit zur Flucht ergibt. Also was ist das Ziel des Ausgehens? Die Antwort bleibt mir auch Berlin schuldig. Wir waren viele, zu fünft unterwegs den Abschied eines Freundes zu feiern. Deshalb waren wir dort, doch was war dein Antrieb?</p>

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		<title>Istanbul</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 11:54:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während in Deutschland alles dem für dieses Jahr grö [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Während in Deutschland alles dem für dieses Jahr größten Sportereigniss entgegenfiebert, hat es mich für das Wochenende nach Istanbul verschlagen. Auch wenn ich in der Vergangenheit schon hier gewesen bin, bin ich von der Energie und der Lebensfreude dieser Stadt überrascht. Die Plätze und Straßen voll mit Menschen, die erhobenen Hauptes stolz dahin schreiten. Die Sonne und Temperatur tut ihr übriges dazu. Istanbul und seine Menschen wissen, was sie haben. Wo sie derzeit stehen. Ich sehe nicht, dass hier ein größeres Verständnis für Politik, Wirtschaft und Kultur vorherrscht als dies in meinem Heimatland der Fall wäre, aber es kommt ein gewisses &#8220;Savoir-Vivre&#8221; zum Ausdruck welches in dieser Form mir schon fast fremd scheint. Die Dynamik und der Fluss der diese Stadt durchströmt ist elektrifizierend. Sicher, die Innenstadt am Taksim ähnlich jeder Großstadteinkaufsmeile und auch hier gehen die Menschen dem bekannten Konsum nach, doch irgendwie anders. Der Bosporus und Teile des Meers, die immer wieder am Ende der Häuserschluchten in türkisblau hervorblitzen bieten einen Anlaufpunkt zum rasten.</p>
<p style="text-align: justify;">Um einen Moment inne zu halten, die Gedanken treiben zu lassen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Einzig die  politisch/wirtschaftliche Konstante, die ansonst fester Bestandteil meines Lebens ist, ist verschwunden. Der Bann von Google durch die türkische Regierung erschwert die Orientierung. Doch kann er auch genutzt werden um eine andere Form der Orientierung aufzubauen. Fragen und Sprechen mit Händen und Füßen, auch wenn der jeweilige Gegenüber mir ob meines Aussehens gerne in türkischem Gegurre antwortet. Ich finde mich zurecht und lobe den öffentlichen Nahverkehr. Das Skellett und Rückrat der Nichtorstansässigen welches die Orientierung ungemein erleichtert. Sauber, modern und klimatisiert. Die Rückzugsmöglichkeit um dennoch im Fluss zu bleiben.</p>

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		<title>TEDx Hamburg</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 19:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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Eine kurze Übersicht über das, was heute a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Eine kurze Übersicht über das, was heute auf der <a href="http://tedxhamburg.de" target="_blank">TEDx in Hamburg</a> passiert ist. Für die, die nicht wissen was eine TEDx ist, eine kurze persönliche Zusammenfassung. Die Idee der TED Kongresse ist in Amerika entstanden und basiert darauf, unterschiedliche Welten zusammenbringen, konkret: Technologie, Entertainment und Design. Einzige Beschränkung ist die Reduzierung der einzelnen Sprecher auf eine Vortragslänge von 18 Minuten. Das ist jetzt sicher nicht super-korrekt und tiefer Interessierten empfehle ich die Zusammenfassung auf der Seiten der <a href="http://tedxhamburg.de/?page_id=4" target="_blank">TEDxHamburg</a>. Leider kann ich derzeit weder Bilder noch Videomaterial bieten, aber da ich die nächsten Tage sicher nicht dazu kommen werde einen Post hierzu zu schreiben und ich andererseits auch die eben erlangten Eindrücke umgehend auf &#8220;Papier&#8221; bringen möchte: Nun eine rein subjektive Inhaltszusammenfassung in Worten und Zeichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Veranstaltung unterteilte sich in drei Sessions:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 1: Capability</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer kurzen Einführung des Veranstalters Stephan Balzer übergab er das Wort umgehend an Thorkil Sonne.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Specialisterne</em><br />
<a href="http://www.specialistpeople.com/" target="_blank">Thorkil Sonne</a> ist mit dem harten Schicksal konfrontiert, einen autistischen Sohn zu haben. Seine Nachfrage im Saal, wer alles Rainman kenne, führte zu einem nur aus pseudodemokratischen Systemen bekannten Zustimmung: Alle. Doch sofort schränkte er ein, Rainman wäre auch sein einziger Bezug zum Autismus gewesen und in Wirklichkeit sei alles ganz anders. Autisten und Behinderte im generellen seien mit speziellen Fähigkeiten gesegnet, die eben nicht auf den von uns geforderten Attributen: Emotion, Teamwork, Empathie basieren, sondern leben in ihrer ganz speziellen Welt: Frei von Ironie. Seine Lösung für dieses, im Endeffekt unser Problem war, eine Beratungsfirma zu gründen, die Autisten als Berater einsetzt, welche den Kunden aus anderen Blickwinkeln und mit Direktheit Änderungsmöglichkeiten aufzeigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Aimee Mullins And Her 12 Legs</em><br />
Als nächstes wurde ein Video eines anderen TED Events eingespielt in dem <a href="http://www.aimeemullins.com" target="_blank">Aimee Mullins</a>, Unterschenkelamputiert und so landläufig behindert geltend über die Vorteile ihrer Behinderungen sprach. Sie kam zu dieser Einsicht im Gespräch mit Kindern, die, als sie gefragt wurden, was sie ihr für Beine empfehlen würden mit verrücktesten Antworten kamen. Beine mit denen man laufen kann wie eine Gazelle, Beine, mit denen man schwimmen kann wie ein Fisch oder Beine, mit denen man Fliegen kann, wie ein Vogel. Ab diesem Zeitpunkt verstand sie, dieses Handicap in einen Vorteil um zu münzen. Sie besitzt nun 12 Paar Unterschenkel unterschiedlichster Ausprägung und freut sich darüber, dass sie frei Ihre Körpergröße bestimmen könnte. Eine Freundin von ihr meinte zu ihr, als sie die Größenwandlungen festgestellt hat: &#8220;That&#8217;s Unfair.&#8221; Lautes Lachen im Saal. Ähnlich wie das Statement: &#8220;Pamela Anderson has more prothetics in her body than I, yet nobody calls her disabled&#8221;<br />
Das Schöne an den Videos anderer Veranstaltungen: Ich kann sie gleich einbetten. Daher: Wer will, hier:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="186" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1b263r75_pg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="186" src="http://www.youtube.com/v/1b263r75_pg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Neue Bank &#8211; Werte Sind Das Neue Kapital</em><br />
<a href="http://www.triodos.de/" target="_blank">Georg Schürmann</a> zeigte einen Vortrag über die notwendigen und möglichen Schritte zur Änderung des Banksystems. Wobei ich hier einen Punkt vermisste. Dass Banken mit meinem Geld machen können, was sie wollen hängt leider auch etwas mit meiner persönlichen Trägheit zusammen. Ich will mich nicht den lieben langen Tag um mein Geld kümmern. Mein Arbeitgeber überweist es an die Bank und ich schau ab und zu mal nach, ob noch genug da ist um meinen Konsum zu stillen. That&#8217;s it. Vielleicht bin ich in diesem Punkt einfach anders, denn wenn dies nicht nur auf mich zutrifft, dann wird dieser Punkt in der allgemeinen Betrachtung des Bankenwesens viel zu wenig beachtet.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Butoh Dance</em><br />
<a href="http://www.minakoseki.com/" target="_blank">Minako Seki</a> führte einen Tanz auf. Es fällt mir etwas schwer dies hier zu beschreiben. Ich muss aber ganz ehrlich sagen. Es war nett ihn gesehen zu haben, aber so richtig was mit anfangen kann ich nicht. Vielleicht verlink ich das Video, wenn es eines Tages online ist, dann kann sich jeder ein eigenes Bild des audiovisuellen Erlebnisses machen. Ich hatte auf meinem Stuhl zu Beginn nur etwas Sorge den Tag nicht zu überleben, wenn der sie begleitende Cellist, sein Instrument, das er Derwisch-gleich um sich drehte, im falschen Moment loslässt. Es wirkte mit seinem Spitzen Fuß wie eine gefährliche Waffe. Ich bin noch hier, also ist nix passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 2: Transformation</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Child Line / Child Finance</em><br />
<a href="http://www.aflatoun.org/" target="_blank">Jeroo Billimoria</a> sprach über ihre Organisation und wie sie Kindern in Entwicklungsländern beibringt mit Geld und Macht um zu gehen umso zu kleinen Unternehmern zu werden. Dabei am erstaunlichsten ihr kalkulatorisches Beispiel. 560.000 Kinder, der Großteil aus Familien die von weniger als einem $ am Tag leben müssen, hätten im vergangenen Jahr 2,7 Mio $ angespart. Ein erstaunlicher Wert. Darüber hinaus hätten sie über 5000 kleine Firmen gegründet und so den Umgang mit Geld und Verantwortung erlernt. Erziehung zur Selbstständigkeit. Ein Wert, den Konzerne und Firmen diesen Kindern sonst nie hätten zukommen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hero Rats</em><br />
Über den Einsatz von Ratten zur Landreinigung von Tretminen sprach <a href="http://www.apopo.org/" target="_blank">Bart Weetjens</a>. Er zeigte, wie die Tiere trainiert werden und was der Erfolg dieser Reinigungsaktionen ist. Darüber hinaus würde die Reinigung eines Hektars mit Ratten ungefähr 1,80 $ kosten, was derzeit die günstigste Form der Minenbeseitigung wäre. Beim Einsatz der Ratten werden die Bewohner der befallenen Landstriche eingesetzt um ihnen dabei zu helfen, ihr Land zurück zu bekommen und es wieder bewirtschaften zu können. Desweiteren zeigte er auch den Einsatz der Ratten zur Tuberkolosediagnose. Auch hier wird wieder auf einheimische Arbeiter zurückgegriffen um sie von der Abhängigkeit großer Pharmazie und Medizinkonzerne zu befreien.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>How Food Shapes Our Cities</em></p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="218" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/CarolynSteel_2009G-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/CarolynSteel-2009G.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=650&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities;year=2009;theme=architectural_inspiration;theme=the_power_of_cities;theme=speaking_at_tedglobal2009;event=TEDGlobal+2009;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="218" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/CarolynSteel_2009G-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/CarolynSteel-2009G.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=650&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities;year=2009;theme=architectural_inspiration;theme=the_power_of_cities;theme=speaking_at_tedglobal2009;event=TEDGlobal+2009;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ted.com/talks/carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities.html" target="_blank">Als Video einer anderen TED Veranstaltung</a> wurde Carolyn Steel gezeigt, die in ihrem Vortrag über den Einfluss der Landwirtschaft, bzw. der Nahrungsmittel auf unsere Stadtentwicklung sprach. Historisch entstand beides ungefähr gleichzeitig und Hand in Hand trug die Industrialisierung der Landwirtschaft zum Wachstum unserer Megastädte bei. Heute wissen wir Stadtmenschen nichts mehr über unser Essen. Noch über das Kochen. Kochen ist für uns schon die Vermengung eines Tüteninhalts mit Wasser. Sie empfiehlt uns hiervon abzuwenden. Wieder Wert auf nachhaltiges Essen zu legen. Weniger Fleisch und tierische Erzeugnisse, mehr Gemüse. Nur so sieht sie die Chance, unseren Planeten für alle Menschen erlebbar zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Architecture In Times Of Need</em><br />
Der Architekt<a href="http://www.graftlab.com/" target="_blank"> Wolfram Putz</a> erzählte von einer Wiederaufbaukampagne in New Orleans nach dem verehrenden Wirbelsturm Catherina. Darüber, dass unsere Gebäude der Hauptverursacher für die Klimaerwärmung sind und wir alle verantwortungsbewusster mit unseren Häusern und unserem Lebensstandard umgehen müssen. Auch sein Konzept basierte auf der Einbeziehung der Betroffenen mit der Unterrichtung durch Organisatoren und deren Expertise für nachhaltigen Wohnungsbau. In der Präsentation war auffällig, dass alle Häuser, die nach der Flut errichtet wurden auf Stelzen standen um so zukünftigen Katastrophen nicht so schutzlos ausgeliefert zu sein wie dies in der Vergangenheit der Fall war.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Stars Of Tomorrow</em><br />
Die Fußball WM 2010 in Südafrika kam auch auf der TEDx kurz zur Sprache. <a href="http://www.stars-of-tomorrow.org/" target="_blank">Kai Hill</a> sprach über sein Projekt in Südafrika, wo AIDS- und Gewaltwaisen zu einem sozialen und nachhaltigen Umgang mit sich und ihrer Umwelt erzogen werden sollten. Am stärksten eingeprägt hat sich bei mir der Verweis wie Ungleichheiten zwischen Geschlechtern ausgeglichen werden können. Eine Regeländerung im Fußball mit getrenntgeschlechtlichen Teams. &#8220;Das erste Tor muss immer von einem Mädchen geschossen werden.&#8221; Ein Konzept das funktionieren könnte. Es könnte vielleicht noch mehr auf die Einbeziehung der Mädchen setzen, wenn die Regeln dahingehend geändert werden müssen, dass jedes zweite Tor von einem Mädchen geschossen werden muss.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Projekt Lebensbaum</em><br />
Das einzige, wirklich regionale Projekt Hamburgs wurde von <a href="http://www.dasgeldhaengtandenbaeumen.de/" target="_blank">Jan Schierhorn</a> präsentiert. Nach dem Umzug in ein Haus mit Garten war er zu Beginn immer darüber erbost, das er im Herbst die Äpfel unter seinem Baum zusammenrechen musste um diese zu entsorgen, bevor sie vergammeln. Er guckte sich um und sah, dass fast allen Äpfeln auf öffentlichen und privaten Flächen in Hamburg das gleiche Schicksal blühte. In Anbetracht seines Apfelkaufs im Reformhaus wunderte er sich über die Absurdität seines Tuns. Daraufhin entwickelte er den Plan, die nicht Verwendeten, der Verwesung freigegebenen Äpfel zu sammeln und sie in Saft umzuwandeln, den er dann in Hamburg verkaufen möchte. In Zusammenarbeit mit den Behindertenwerkstätten Winterhuder Werkstätten startete er das Projekt und das anspruchsvolle Ziel für dieses Jahr ist der Vertrieb von 50.000 Flaschen Apfelsaft. Am Ende des Vortrages gab es eine Kostprobe des Safts, der äußerst delikat schmeckte.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 3: Imagination</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>The Gift Of Time &#8211; The Present As A Present</em><br />
<a href="http://www.imp.med.uni-muenchen.de/research/systems_neuroscience/index.html" target="_blank">Ernst Pöppel</a> sprach über die Bedeutung der Gegenwart und versuchte diese auch gleich zu definieren. Die Quintessenz seines Vortrags für mich war: &#8220;Die menschliche Auffassungsgabe ist auf 3 Sekunden beschränkt.&#8221; anschließend wird unser Hirn für 500 Millisekunden das es aktuell Beschäftigende neu bewerten. Daher ist das Versmaß von Gedichten in allen Sprachen auf ca. 3 Sekunden beschränkt. Anschließend folgt eine kurze Pause. Dieser Rhythmus wird auch in unseren alltäglichen Dialogen fortgeführt. Die 500 Millisekunden auch gerne mit einer paralinguistischen Vokalisation, also z.B. eines &#8220;Ääähs&#8221; überbrückt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Renaissance Of Space</em><br />
Über die Rückführung des Digitalen ins Reale widmete sich der Vortrag von <a href="http://www.joachimsauter.com/" target="_blank">Joachim Sauter</a>. Es ging um Design. Um die Möglichkeiten, die das Digitale dem Realen bietet. Augmented Reality veranschaulicht an Hand der Betrachtungsprojektoren im historischen Museum Berlin. Eine weiter schöne Umsetzung war die Entwicklung eines Wellenlaufstegs. Der Laufsteg im Trockenen an einem Wasserteich entlang. Beim Auftritt auf den Laufsteg zeichnete dieser vom Auftrittspunkt aus Lichtwellen unter den Steg, die sich im anschließenden Wasser fortsetzen. Als drittes Beispiel zeigte er die Visualisierung der Rasterentwicklung im Design im Realen. Beispiel hierfür ist eine Installation im Museum eines bayrischen Autoherstellers. Punkte, visualisiert durch Stahlkugeln, heben und senken sich sinnlos, bis nach einiger Zeit und unterschiedlichen Zwischenzuständen das fertige Design des Autos entsteht. Durchaus imposant, wobei eher als Kunstprojekt, da mir ein wenig der Bezug zur tatsächlichen Realität fehlt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Design Reaktor</em><br />
Ein weiterer Vortrag zum Thema Design wurde von<a href="http://www.kufus.de/" target="_blank"> Axel Kufus</a> gestaltet. Sein Fazit: „Einfachheit ist nicht Reduktion, sonder Konzentration.“ Er zeigte perfektes Design am Beispiel von q-ton (hab den Namen leider nicht notiert), einem Kanister der im innersten einen holen Zylinder aufweist, durch welchen ein Seil gezogen werden kann und somit der Kanister nicht nur Wasserbehältnis ist, sondern gleichzeitig auch das eigentliche Transportwerkzeug. Wozu Kanister auf Karren klemmen, wenn der Kanister selbst der Karren sein kann. Ein weiteres Beispiel war der Gummibandball. Der Einfachheit und Genialität dieser Art der Aufbewahrung von Gummis kann jeder zustimmen, der seine Gummis bisher andersartig aufbewahrt hat und jedes Mal, wenn er einen benötigte mit verknoteten Gummis zu kämpfen hatte. Genau diesen Spirit versucht Axel Kufus im Design Reactor in Berlin zu vermitteln. Mit erstaunlichen Ergebnissen. Unter anderem ein Teebeutel, der die Durchzugszeit des Tees an Hand eines aus der IT bekannten Statusbalkens am Kopf des Teebeutels anzeigt. Mit was? Mit den einfachen osmotischen Funktionsweisen von Papier.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gaming Can Make A Better World</em></p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="219" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/JaneMcGonigal_2010-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/JaneMcGonigal-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=799&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world;year=2010;theme=the_rise_of_collaboration;theme=art_unusual;theme=a_taste_of_ted2010;theme=design_like_you_give_a_damn;theme=what_s_next_in_tech;theme=new_on_ted_com;theme=media_that_matters;event=TED2010;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="219" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/JaneMcGonigal_2010-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/JaneMcGonigal-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=799&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world;year=2010;theme=the_rise_of_collaboration;theme=art_unusual;theme=a_taste_of_ted2010;theme=design_like_you_give_a_damn;theme=what_s_next_in_tech;theme=new_on_ted_com;theme=media_that_matters;event=TED2010;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Auch in der dritten Session wurde ein <a href="http://www.ted.com/talks/jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world.html" target="_blank">Video einer anderen TED Veranstaltung </a>gezeigt. Jane McGonigal sprach über die Zeit die in Computerspielen investiert wird und das es an uns liegt, diese Zeit als Arbeit wert zu schätzen und zu versuchen, die Energie und Zeit, die Spieler in diese Spiele investieren, in Verbesserungen unserer Gesellschaft zu übertragen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Sternbilder</em><br />
<a href="http://oma.wassergasse.org/" target="_blank">OMA International</a>, eine Wiener Künstlertruppe zeigte audiovisuelles Live Malen. Digital über den Beamer erzählten zwei Akteure allein mit dem Stift und der Drehung des Bildes eine Geschichte zur Orgelbegleitung des dritten Akteurs.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Enantiodromia</em><br />
Alles wird sein Gegenteil, die These von <a href="http://www.eff.org/" target="_blank">John Berry Barlow</a>. Er sprach über die Umkehrungsprozesse der Gesellschaft und die Macht des Teilens von Ideen. Wir müssen uns weiter entwickeln. Weg vom Einbehalten von Ideen, hin zum Teilen. Information ist nur machtvoll, wenn sie geteilt werden kann. Weg vom Monotheismus, als wir auf wenigen Büchern, die wir gelesen haben unser volles Verständnis und unsere Weltanschauung aufgebaut haben, hin zum Multitheismus. Das Internet ist die größte Erfindung, seit der Erfindung des Feuers. Wir sollten damit das Bestmögliche machen: &#8220;Let us be good ancestors.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Das ist meine erste und schnelle Zusammenfassung des heutigen Tages. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Der Umfang des Gehört und Gesehenen könnte diesen Artikel gut auf die doppelte Länge strecken. Würde ich die geführten Gespräche der Pause ebenfalls mit aufnehmen, würde ich heute vermutlich nicht mehr schlafen. Es war eine inspirierende und gut organisierte Veranstaltung. Ich denke ich konnte einiges mitnehmen und kann allen nur empfehlen, die Chance einer TEDx, sollte sie sich bieten, wahr zu nehmen.</p>

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		<title>Hamburg ist erstklassig!</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/hamburg-ist-erstklassig/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 17:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Geschichte über den 1. FC St. Pauli habe ich bere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/fusballlokalpatriotismus-in-hamburg/" target="_blank">Geschichte über den 1. FC St. Pauli habe ich bereits erzählt</a>. Als ich vor drei Jahren nach Hamburg gekommen bin, kickten die Jungs noch in der 3. Liga, wenn es diese damals überhaupt gab und sich nicht noch Regionalliga schimpfte. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Zum meiner Ankunft anschließenden Saisonabschluss stieg St. Pauli in die zweite Liga auf. Ein rauschendes Fest auf dem Kiez. Auch dort hielt sich der Verein nur kurz auf, eine Zwischenstation. Jetzt sind sie <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/hamburger-auflauf-am-09-mai-2010/" target="_blank">angekommen</a>. Wie passend. Hamburg in der ersten Liga. Mit beiden Vereinen. Die einzige Stadt Deutschlands die dies im Moment vorweisen kann. Und mit was? Mit Recht.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="320" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/KPLYJ7uySK8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="320" src="http://www.youtube.com/v/KPLYJ7uySK8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn <a href="http://www.clueso.de/" target="_blank">Clueso</a> nicht aus Hamburg kommt, trifft er den Ton der Zeit. Ich kam allein, war außer einmal zu einem Vorstellungsgespräch noch nie hier. Ich kannte eine Person. Und dennoch, ich wollte dorthin. Heute kann ich sagen, nie war eine Entscheidung besser. Die Menschen um mich herum, meine Freunde und Bekannten. Das Gefühl Teil einer Gemeinschaft zu sein. Die Stadt bei Sonne und Licht ein Traum. Selbst unter Regen eine Homage an die Sentimentalität. Die Vorfreude auf den Tag, an dem die Wolken Sonnenschein und blauem Himmel weichen. Was auch immer um Hamburg herum ist, es interessiert mich nicht. Ich lebe hier, die Stadt als Epizentrum meines persönlichen Bebens. Die Wege nicht weiter als von Stadtpark bis Elbstrand mit gelegentlichen Ausreißern aus der die beiden Punkte verbindenden Elipse. Wenn Clueso am Ende sagt: &#8220;Wer wohin wohl am besten passt.&#8221; Dann geh ich davon aus, hierher am besten zu passen. Hamburg ist erstklassig.</p>

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		<title>Sonntagmorgen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 17:59:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[nacht]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon spät. Oder früh. Der Unterschied liegt i [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist schon spät. Oder früh. Der Unterschied liegt im Auge des Betrachters. Wir stehen auf der Reeperbahn. Der Abend soweit mäßig erfolgreich verlaufen. Gefangen im Chaos des Feiervolks. Hier muss man Spaß haben. Wer ihn nicht hat, hilft nach. Mit Alkohol oder sonstigen Brandbeschleunigern. Diese haben bereits die erste Wirkung gezeigt. Die Köpfe mit I-Gel-Frisur wanken beängstigend, die Wortfetzen gelallt oder gebrüllt. Immer laut Lachen, es handelt sich schließlich um Spaß. Mir langts. Als letzte Rettung erchore ich den Golden Pudel am Fuße der Hafentreppe aus. Über die Rückseite der Reeperbahn hinunter in die Hafenstraße. Der Blick auf die Elbe im fortgeschrittenen Sonnenaufgang ein Traum. Schade das es heute wieder bewölkt ist. Auf der gegenüberliegenden Seite, direkt an der Elbe die Wallfahrt der Survivaljacken. Bevorzugt Rot mit Schwarz, getoppt von silbergrauem Haar, Halbglatze oder der Bubifrisur der über 45-jährigen Frauen. Die Gäste Hamburgs haben sich früh aus dem Bett gequält um  die Attraktionen des Fischmarktes zu erleben. Um Bilder zu machen, Fischbrötchen zu frühstücken, den Marktschreiern zu lauschen oder in der Fischauktionshalle die Unterhaltungsbands mit den ewig alten Gassenhauern zu bejubeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Danach steht es mir überhaupt nicht. Zuviel Spaß am frühen morgen. Dann lieber nochmal Pudel. Der Eintritt lächerlich. Schon im Eingangsbereich schlägt einem menschlicher Geruch in Form einer Dampfwolke entgegen. Die Brille meiner Begleitung beschlägt umgehend. Doch gute Musik lässt uns tiefer vordringen in die ewige Nacht der Musikkatakomben. Französischer House. Fluffig weich nimmt uns die Musik auf, umarmt vom Dampf der anderen Besucher. Wenn Musik eine Wolke wäre, hier würde ich mich gerne fallen lassen. Hineinlegen, die Glieder von mir strecken, die Augen schließen und mich tragen lassen, hinweg ins Licht.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider unvollendbare Phantasie. Doch auch so ist der Bann der Musik zu anziehend als das man den Raum verlassen könnte. Um einen zuckende Leiber, sich ekstatisch im Rythmus bewegend. Blicke treffen sich. Sehen und gesehen werden. Das Spiel der Überlebenden der Nacht. Zu nüchtern oder zu aufgedreht um wach zu bleiben, die letzten Energieschübe vernichtend. Meine Begleitung hat die Energie schon verlassen, ich bleibe allein zurück in einer Herde Fremder, die sich gebaren wie Freunde. Mitstreiter im Kampf gegen das Licht und die Ruhe. Die Dame gegenüber starrt mich an, versucht mich zum Lächeln zu animieren. Ich bin allein, ich bin frei, ich lasse mich nicht unter Druck setzen. Tapfer verweigere ich die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Sie bewegt sich aus meinem Blickfeld, eher hinter mich. Ist das schon der Sieg? Nein, sie tänzelt wieder zurück in mein Blickfeld. Weiterhin bleibt mein Gesicht wie versteinert. Plötzlich geht alles ganz schnell. Die Neonröhren an der Decke bringen Licht ins Dunkel. Mein Blick auf die Gesichter wirkt wie ein Spiegel auf mich. Erschrocken von der Bleiche der Gesichter, die im schummrigen Discolicht noch so attraktiv und fit wirkten drehe ich mich auf der Stelle um, schnappe mir meine Jacke und stolpere hinaus in den Hamburger Regen. Die zum Fischmarkt Wallenden keines Blickes würdigend, stoppe ich das nächste Taxi zurück in meine Wohnung. Beim Einsteigen ein letzter Blick auf den Strom der Versprengten die den Laden nun ebenso verlassen. Die Gesichter noch bleicher als die, die mich zuvor schon erschreckten.</p>
<p style="text-align: justify;">Sonntagmorgen in Hamburg.</p>

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		<title>Hamburger Auflauf am 09. Mai 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 19:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenende]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufstieg von St. Pauli in die erste Fußballbundesliga. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Aufstieg von St. Pauli in die erste Fußballbundesliga. Tausende drängen sich Nachmittags auf dem Spielbudenplatz zum Public Viewing. Unglücklicherweise müssen einige der Besucher entweder am Vortag zu tief ins Glas geblickt haben, oder aber einen ausgiebigen Frühschoppen eingelegt haben. Denn viele der besten Plätze außerhalb der Absperrungsgitter um den Spielbudenplatz waren von Kotze bedeckt. Nicht wirklich attraktiv um von dort das Spiel zu verfolgen. Am Ende hat man aber auch nicht wirklich was versäumt. Das Spiel endete mit einer Niederlage für St. Pauli was den anwesenden Fans in keinster Weise die Laune verdorben hat, da der Aufstieg schon in der Woche zuvor schon (so gut wie) besiegelt war. Aber es war voll auf der Reeperbahn. Die Straße für Autos schon frühzeitig gesperrt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/spielbudenplatz.jpg" rel="lightbox[1371]"><img class="size-medium wp-image-1372  aligncenter" title="spielbudenplatz" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/spielbudenplatz-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich schenkte mir die Aufstiegsfeier und besichtigte noch die Grünanlagenfeier im Schanzenpark. In den letzten beiden Jahren ein Garant für ausgelassene Stimmung, gute Musik und vor allem schönes Wetter. Da letztes nicht vorhanden war, kam auch ersteres nicht zum Zuge. Dennoch, auch hier viele Besucher und der Park gut gefüllt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/gruenanlagen.jpg" rel="lightbox[1371]"><img class="size-medium wp-image-1374  aligncenter" title="gruenanlagen" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/gruenanlagen-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Lang hielt es mich auch hier nicht. Es war zu kalt. Ich will lieber wieder Sonne. Auch wenn es dann nicht so voll ist. Aber es war auch dieses Jahr schon mal anders.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/strandpauli.jpg" rel="lightbox[1371]"><img class="size-medium wp-image-1373  aligncenter" title="strandpauli" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/strandpauli-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>

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