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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; wirtschaft</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Wulff vs. Euro</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 07:11:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für einen kurzen Moment verdrängt das Ringen um den Verbleib des aktuellen Bundespräsidenten im Amt, alle anderen politischen Themen. Ach wie schön. Endlich kann das Politikressort und die gesamte Bloggerlandschaft wieder im Boulevard der Politik sinnieren. Jenseits von komplizierten Zins, Kredit- und Wirtschaftszahlen und Zusammenhängen. Wie im Rausch wird über Privatübernachtungen, Hauskredite und Telefonanrufe ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Für einen kurzen Moment verdrängt das Ringen um den Verbleib des aktuellen Bundespräsidenten im Amt, alle anderen politischen Themen. Ach wie schön. Endlich kann das Politikressort und die gesamte Bloggerlandschaft wieder im Boulevard der Politik sinnieren. Jenseits von komplizierten Zins, Kredit- und Wirtschaftszahlen und Zusammenhängen. Wie im Rausch wird über Privatübernachtungen, Hauskredite und Telefonanrufe diskutiert, hergezogen, vorverurteilt. Über das Vergehen eines Politikers, der in etwa die Bedeutung des Königshaus in England für die hiesige Politik hat. Und diese Rolle erfüllt er doch mit Würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Dame an seiner Seite, adrett im Designerkostüm, seine Urlaube angemessen, in den Ferienhäusern von Freunden auf Domizillen des Glanz und Glamour. Was lassen wir uns von dieser Sinnlosigkeit einlullen? Je länger wir dorthin blicken und die bunten Bilder genießen, Desto weniger sieht man, was mit der zukünftigen Ausrichtung unserer europäischen Wirtschaftsunion und der Gemeinschaftswährung passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn Christian Wulff bald nicht mehr im Amt sein wird, dafür aber der Euro abstürzt und all meine Ersparnisse und mein Verdienst nichts mehr wert sein wird, wird Herr Wulff weiterhin Urlaub bei Freunden machen. Doch meine Sorge wird eine andere sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Plädoyer für mehr Rationalität.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=2036&amp;md5=2cf22fa57755f63a7e91d75eec3bd648" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Finanznebel</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 09:39:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Grundsätzlich fühle ich mich recht gut informiert. Als mündiger Konsument verstehe ich, hinter die Fratze der Selbstinszenierung der Hersteller zu blicken. Dachte ich zumindest bisher.
Dann beschloss ich mir eine Anlagestrategie zu überlegen. Es ist unmöglich Finanzprodukte ordentlich zu vergleichen, ohne das findige Suchmaschinenoptimierer, Affiliates oder Online-Marketing-Manager die Landungsseiten in irgendeiner Form manipuliert haben und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich fühle ich mich recht gut informiert. Als mündiger Konsument verstehe ich, hinter die Fratze der Selbstinszenierung der Hersteller zu blicken. Dachte ich zumindest bisher.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann beschloss ich mir eine Anlagestrategie zu überlegen. Es ist unmöglich Finanzprodukte ordentlich zu vergleichen, ohne das findige Suchmaschinenoptimierer, Affiliates oder Online-Marketing-Manager die Landungsseiten in irgendeiner Form manipuliert haben und somit jede Transparenz im Ansatz unterbinden. Als entscheidungsfreudige Person, ringt man sich dann auch auf Halbwissen basierend zu einem Abschluss durch. Als Willkommensgeschenk muss man in heutiger Zeit den Weg zum Postamt antreten um seine Identität zu bestätigen, in der Stadt sicher kein Problem, auf dem Land, wo ein Postamt nach dem anderen geschlossen wird, lassen die Banken dagegen deutlich mehr Momentum liegen, als im Marketing.</p>
<p style="text-align: justify;">Sobald dies Erfolg hat, kann man sich auf eine Ladung Altpapier einstellen. Mich würde interessieren, wer, außer den Erstellern ließt diese ewig gleichklingenden Imagebroschüren: <em>&#8220;Herzlichen Glückwunsch&#8230;.&#8221;</em> Das wird in Zukunft also auch mit meinen Einlagen finanziert. Ich wäre dankbar, wenn ich nicht andauernd Post erhalten würde und dafür höhere Zinsen, aber nein, Klappern gehört zum Geschäft. Sollte man sich dann auch noch für ein Aktiendepot entscheiden, folgen telefonbuchdicke Hinweise, deren Inhalt vermutlich nicht mal die Angestellten des Bankhauses kennen. Vielleicht sollte man zu einem unabhängigen Berater gehen. Aber ist der unabhängige Berater wirklich in der Lage, mir das schnell verständlich zu vermitteln, was ich in den Abhandlungen gekonnt ignoriert habe? Was wäre sein Anspruch? Ist er Altruist? Oder verfolgt er seinen eigenen Plan, der ihm eine Provision beschert, wenn er mir zu einem bestimmten Finanzprodukt rät?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich werde es nicht herausfinden, den am Ende steht man da, zerknüllt seine Strategie, krempelt die Ärmel hoch und wurstelt wieder einfach vor sich hin.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1984&amp;md5=8ae739527451cf80870b1419fc2c4d50" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Macht Kaputt, Was Euch Kaputt macht</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 19:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenig meines Handeln empfinde ich im Rückblick erwähnenswert. Dennoch gibt es zwei relativ kurz zurückliegende Dinge, die mich, wenn nicht mit Stolz, zumindest mit Freude erfüllen:
Erstens, das Rauchen aufgehört zu haben.
Zweitens und das empfinde ich als noch wichtigeren Punkt, ich habe Fernseher aus meiner Wohnung verbannt.
Während die Sinnhaftigkeit der ersten Tat für Raucher wie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wenig meines Handeln empfinde ich im Rückblick erwähnenswert. Dennoch gibt es zwei relativ kurz zurückliegende Dinge, die mich, wenn nicht mit Stolz, zumindest mit Freude erfüllen:</p>
<p style="text-align: justify;">Erstens, das Rauchen aufgehört zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Zweitens und das empfinde ich als noch wichtigeren Punkt, ich habe Fernseher aus meiner Wohnung verbannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Während die Sinnhaftigkeit der ersten Tat für Raucher wie Nichtraucher eventuell nachvollziehbar ist, ist es die zweite weniger. Mir selbst gibt die fehlende Flimmerkiste noch mehr Freiheit und Selbstbestimmung, da ich nicht aus &#8220;Langeweile&#8221; vor unterschiedlich niveaulosen Formaten vor mich hin vegetieren muss. Ja, es gibt auch Arte und 3Sat, doch senden die nicht unbedingt gute, bzw. interessante Formate, wenn ich mal Zeit habe den Kasten anzuschalten. Sicher, ich könnte mein Fernsehverhalten an Hand des Fernsehprogramms abstimmen, doch wo ist bitte dann die Freiheit? Wäre dies nicht eine Unterwerfung unter die Doktrin der Programm-Macher?</p>
<p style="text-align: justify;">Selbst Formate politischer Natur, welche von Zeit zu Zeit durchaus als Zitatquelle in alltäglichen Gesprächen genannt werden, sind in meinen Augen schlicht und einfach armselig polemisch und geben auch nur die Ansicht der herrschenden Meinung wieder. Neustes Beispiel: <a href="http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill2611.html" target="_blank" class="broken_link">Anne Will vom 16. Januar 2011. Thema: &#8220;Wirtschaftsboom und Jobwunder &#8211; wer träumt da noch vom Kommunismus?&#8221;</a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-18-um-09.08.17.png" rel="lightbox[1871]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1872" title="Anne Will Screen Shot" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-18-um-09.08.17-300x169.png" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Polemik vom allerfeinsten. Die Beteiligten nehmen sich nichts. Spalter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Lafontaine" target="_blank">Lafontaine</a> trifft Oberpolemiker und den inoffiziellen Propagandaminister der Konservativen: <a href="http://unterlinken.de/" target="_blank">Fleischhauer</a>. Eingerahmt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aelrun_Goette">Aelrun Goette</a>, deren Funktion in der Sendung mir nicht so ganz klar ist, (<em>vermutlich brauchte man einfach nur noch eine Frau, ansonsten wäre allein gewesen, ausserdem geht aus dem Wikipedia-Eintrag hervor, Aelrun hätte mal bei &#8220;Gute Zeiten, Schlechte Zeiten&#8221; mitgespielt, das sollte doch als Qualifikation für jegliche Couleur der Talkshows ausreichend sein.</em>) und Wirtschaftsminister <a href="http://www.rainer-bruederle.de/" target="_blank">Rainer Brüderle</a>, der sein liberales Wirtschaftsfachwissen vermutlich aus drei Stunden Lektüre des Comics: &#8220;Onkel Dagobert &#8211; oder wie es allen besser geht, wenn sich mein Geldspeicher füllt&#8221;, erworben hat und dieses Wissen als Erklärbär jedem auf die Nase binden muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ich darauf aufmerksam geworden bin, wo ich doch gar keinen Fernseher habe? <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/katharina-schmitz/der-kommunismus-bei-anne-will-eine-farce" target="_blank">Der Freitag</a> hat einen Artikel dazu veröffentlicht, der mich neugierig machte. Ich will gar nicht zu weiter inhaltlich darauf eingehen, ansonsten schenke ich dieser unsagbar schlechten Sendung mehr Aufmerksamkeit als sie so schon gefressen hat. Eine Stunde verschwendete Lebenszeit. Schmeißt den Fernseher raus, oder klemmt ihm zumindest vom Kabel ab um nicht mehr länger diesem Wahnsinn, dem letzten Massenmedium und Volksverführer aufzusitzen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1871&amp;md5=2d4f736a025c79a0c301f1780e9973ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kunst gegen Bares</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 06:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Markt für Unterhaltung bei dem ich nur für das zahle, was mir tatsächlich gefällt. Den Rest ziehe ich mir einfach so rein, mit der Hoffnung auf Neues. Am 26. September war ich Abends in der Fleetstreet bei der Aktionsveranstaltung Kunst gegen Bares. Das Konzept ist relativ einfach. Die Bühne steht 8 unterschiedlichen Künstlern ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ein Markt für Unterhaltung bei dem ich nur für das zahle, was mir tatsächlich gefällt. Den Rest ziehe ich mir einfach so rein, mit der Hoffnung auf Neues. Am 26. September war ich Abends in der <a href="http://www.fleetstreet-hamburg.de/" target="_blank">Fleetstreet</a> bei der Aktionsveranstaltung <a href="http://hamburg.kunstgegenbares.de/" target="_blank">Kunst gegen Bares</a>. Das Konzept ist relativ einfach. Die Bühne steht 8 unterschiedlichen Künstlern offen, die dann jeweils einen zehnminütigen Ausschnitt aus ihrem Programm zum besten geben. Dies kann äußerst vielfältig sein und war in de von mir besuchten Veranstaltung: Musik, Poetry Slam, Lyrik, Komik, Tanz und Jonglage. Im Endeffekt ein volles Set an Kleinkunst. Moderiert wird die Veranstaltung von zwei Moderatoren die vor dem Auftritt der Künstler jeweils ein kurzes Interview mit diesen führten. Am Ende der Veranstaltung stehen Sparschweine auf der Bühne und jeder hat die Möglichkeit die aus seiner Sicht besten Künstler zu belohnen. Am Ende des Abends wird dann das Kapitallistenschwein und der Sieger des Abends gekürt.</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher, die Vergleichbarkeit unterschiedlicher Kunstformen und daraus eine Ableitung hinsichtlich der Vergütung der Künstler ist nicht unbedingt klar und vielleicht auch nicht sinnvoll, dennoch bin ich überzeugt, dass solche Aktionen zur Steigerung der Bekanntheit beitragen können.<br />
Ich habe die Zukunft der Unterhaltung gesehen. Zumindest traue ich  dem gezeigten Format einiges zu und fand die besuchte Veranstaltung sehr  reizend.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer sich selbst ein Bild von einer solchen Aktion machen will sollte am 16.10.2010 auf den <a href="http://kampnagel.de" target="_blank">Kampnagel</a> gehen. Im Zuge der <a href="http://kampnagel.de/index.php?page=detail&amp;cluster=586856" target="_blank">Gespräche über Morgen wird das Thema Grundeinkommen</a> behandelt.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1736&amp;md5=0729cda4dad0a5e74fa8b7f1338bd63f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ergo Probleme</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 14:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hamburg änderte sein Gesicht in den letzten Wochen häufiger als sonst. Nein, nicht der Herbst, der die Blätter der Bäume färbt, ich spreche von den Billboards. Die Ergoversicherung schickte sich an, im zehntägigen Wechsel immer neue Protagonisten ihrer Werbekampagne auf die Hauswände zu tapezieren und mich zu verwirren. Es sind keine sonderlich aufdringlichen Bilder, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Hamburg änderte sein Gesicht in den letzten Wochen häufiger als sonst. Nein, nicht der Herbst, der die Blätter der Bäume färbt, ich spreche von den Billboards. Die Ergoversicherung schickte sich an, im zehntägigen Wechsel immer neue Protagonisten ihrer Werbekampagne auf die Hauswände zu tapezieren und mich zu verwirren. Es sind keine sonderlich aufdringlichen Bilder, zumindest nicht primär aufdringlich. Die Aufdringlichkeit entsteht eher durch die hohe Wiederholungsrate. Was will uns diese Versicherung damit sagen? Wir haben so unglaublich viele unterschiedliche Kunden und haben auch für dich die richtige Lösung oder ist die Aussage eine ungewollte, passend von einem Freund kommentiert:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Pff, bei denen weißte wenigstens wo dein Geld hingeht. Nur ins Marketing!“</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/10/ErgoProbleme.jpg" rel="lightbox[1751]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1752" title="ErgoProbleme" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/10/ErgoProbleme-300x173.jpg" alt="" width="300" height="173" /></a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1751&amp;md5=a81b1b2a3b523c9e8d1b04cd9221d374" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hamburger Dienstleister</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 08:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss eine Lanze für die Hamburger Dienstleister brechen.
Heute für die Taxifahrer Hamburgs. Deren Einsamkeit habe ich bereits thematisiert, heute muss ich ihre Aufrichtigkeit loben. Während meines Urlaubs in Israel habe ich meine Wohnung einem Bekannten geliehen, der im Moment mit dem Hamburger Wohnungsmarkt zu kämpfen hat. Er ist Architekt und Spanier. Wir trafen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich muss eine Lanze für die Hamburger Dienstleister brechen.<br />
Heute für die Taxifahrer Hamburgs. <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/einsamkeit-des-taxifahrers/" target="_blank">Deren Einsamkeit habe ich bereits thematisiert</a>, heute muss ich ihre Aufrichtigkeit loben. Während meines <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/tel-aviv/" target="_blank">Urlaubs in Israel</a> habe ich meine Wohnung einem Bekannten geliehen, der im Moment mit dem Hamburger Wohnungsmarkt zu kämpfen hat. Er ist Architekt und Spanier. Wir trafen uns am Tag meiner Abreise und ich gab ihm den Schlüssel zu meiner Wohnung. Während ich mich auf den Weg zum Flughafen machte nahm er ein Taxi und fuhr mit seinem Gepäck zu meiner Wohnung. Leider vergaß er eine Tasche im Taxi. Da es ein Taxi war, welches er auf der Straße gestoppt hatte und nicht über eine Funktaxiverbindung gerufen hatte, waren auch all seine und die Versuche anderer Freunde über die Taxizentralen den Fahrer ausfindig zu machen erfolglos. Geknickt die Tasche mit dem für ihn wertvollen Inhalt (Festplatte und Ladekabel) verloren zu haben verließ er nach fünf Tagen meine Wohnung. Ich kehrte am darauf folgende Tag zurück. An der Eingangstür prangte folgendes Bild:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/09/P1030543.jpg" rel="lightbox[1739]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1741" title="P1030543" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/09/P1030543-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin begeistert. Der Taxifahrer kam zurück und schrieb einen Brief auf Englisch mit seinen Kontaktdaten. Er wußte nichts über meinen Untermieter, außer das er dort anscheinend wohnte und das er Architekt ist. Der Rest des Hauses denkt dies jetzt wohl auch von mir, aber egal wenn es der Sache dient.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1739&amp;md5=95b5f2f299a756b696bf9ab71b14d82d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Reisezeit ist Lesezeit &#8211; Chantal Mouffe</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/reisezeit-ist-lesezeit-chantal-mouffe/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 13:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich möchte nicht unbedingt behaupten, dass ich gerne verreise. Aber wenn dann richtig. Dies bedeutet nicht, dass ich zwingend weit weg muss, aber es bedeutet, die Vorteile der Reise zu nutzen. Nicht die Vorteile nach der Ankunft, sondern die Reise als Reise. Kürzlich Griechenland und die Türkei, danach Berlin und dieses Wochenende bayrischer Wald. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/weihnachten-und-jahreswechsel-2009-in-indien/">möchte</a> <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/autopiesis-oder-sammeln-fur-fortgeschrittene/" target="_blank">nicht </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/vier-tage-prag-fur-30-jahre-wahnsinn/" target="_blank">unbedingt </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/die-deutsche-bahn-verarschung-am-kunden/" target="_blank">behaupten</a>, <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wochenendausfluge-und-die-entsprechenden-leiden/" target="_blank">dass </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/munchner-tage/" target="_blank">ich </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/istanbul/" target="_blank">gerne </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/nachts-in-berlin/" target="_blank">verreise</a>. Aber wenn dann richtig. Dies bedeutet nicht, dass ich zwingend weit weg muss, aber es bedeutet, die Vorteile der Reise zu nutzen. Nicht die Vorteile nach der Ankunft, sondern die Reise als Reise. Kürzlich Griechenland und die Türkei, danach Berlin und dieses Wochenende bayrischer Wald. Nicht spektakulär, alles mit Grund und einem gewissen Zwang versehen. Zumindest für die Zeit nach der Ankunft. Die Reise an sich nervt mich eigentlich unendlich. Gefangen in Röhren, Blechhüllen, Vakuumzylindern. Abgenabelt von der Nabelschnur der Gegenwart, kein oder nur schlechten Empfang mit den mobilen Geräten, gewöhnlich alleine unter Fremden, als Fremder für Fremde, was bleibt ist die Zeit. Sie verinnt und geht dahin. Wurmlochhaft, doch statt einem Stehenbleiben der Zeit während der Fahrt, läuft sie mit und weiter. Also was kann ich tun? Schlafen? Nein, unbequem und nicht wirklich vorteilhaft. Vorbereiten und Aufbereiten von Projekten, Präsentationen und Stellungsnahmen? Nein, wenn ich reise halte ich mir den Rücken frei. Die Reise als Reise zu verstehen, deren Inhalt die Bewegung von A nach B ist. Das Sprung zwischen Lokalitäten. Die Arbeit kann ich im Büro oder zu Hause verrichten, mit all den Mitteln und Werkzeugen, die ich hierzu benötige. Unterwegs wäre es doch nur eingeschränkte Normalität. Ich muss es anders füllen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich lese.</p>
<p style="text-align: justify;">Überraschenderweise mehr und aufmerksamer als sonst irgendwo. Die letzten Wochen waren es Romane von<a href="http://www.tcboyle.de/" target="_blank"> T.C. Boyle</a>, <a href="http://chuckpalahniuk.net/" target="_blank">Chuck Palahniuk</a>, <a href="http://www.houellebecq.info/deutsch.php3" target="_blank">Michel Houellebecq</a> und Sachbücher von <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26676.html" target="_blank">Chantal Mouffe</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ein Zug ging es hindurch durch die Texte. Kurzgeschichten, Erzählungen, <a href="http://www.amazon.de/Ausweitung-Kampfzone-rororo-Michel-Houellebecq/dp/3499243393/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383889&amp;sr=8-2" target="_blank">meine eigene Biographie</a> oder wirklich gute politische Festellungen wie sie <a href="http://www.amazon.de/%C3%9Cber-das-Politische-kosmopolitische-Illusion/dp/3518124838/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383957&amp;sr=1-1" target="_blank">Chantal Mouffe</a> an den Tag legt. Selten habe ich ein Werk gelesen, welches den aktuellen Zeitpunkt und die aktuelle gesellschaftliche Lage so klar und deutlich beschreibt, wie ich wünschte es selbst darlegen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Zusammenbruch des eisernen Vorhangs sieht Chantal Mouffe den Neoliberalismus und das kapitalistische Wirtschaftssystem als allein verbleibendes Gesellschaftssystem, welches sich in seiner Alleinstellung und der moralischen Vereinnahmung der &#8220;Menschlichkeit&#8221; als einzig wahres System für alle Menschen profiliert. Auf dem Weg dorthin wird jeder Konflikt im Konsens beigelegt und führt zu einer &#8220;dialogischen Politik&#8221;, welche in der neuen Mitte aufgeht. Doch bevor ich mühsam den Inhalt mit meinen eigenen Worten zusammenfasse zitiere ich lieber aus ihrem Buch: <strong>&#8220;Über das Politische &#8211; Wider die kosmopolitische Illusion&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Thema Unsicherheit der &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; zerlegt sie <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Giddens,_Anthony" target="_blank">Giddens</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Beck,_Ulrich" target="_blank">Beck</a>:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Beck sieht auch Giddens die Ursache vieler dieser Ungewißheiten allein im Abwachsen des menschlichen Wissens. Die seien das Ergebnis menschlicher Eingriffe in das gesellschaftliche Leben und in die Natur. Die neuen Möglichkeiten globaler Kommunikation in Echtzeit hätte die Globalisierung noch intensiviert und dadurch den Trend zu &#8220;hergestellter Unsicherheit&#8221; beschleunigt. Vermittels der Entwicklung einer globalisierten kosmoplotischen Gesellschaft könnten deren Traditionen nun in Frage gestellt werden; ihr Status habe sich verändert, da sie jetzt gerechtfertigt werden müssten und nicht mehr wie in der Vergangenheit vorausgesetzt würden.&#8221; (S. 57)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies mündet in die &#8220;reflexive Modernisierung&#8221; zu der Mouffe sagt:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Die Theoretiker der reflexiven Modernisierung stellen die von ihnen befürwortete Politik als in ihrer soziologischen Analyse begründet dar. Sie behaupten, aus den Veränderungen der Gesellschaft &#8211; dem Bedeutungsverlust der kollektiven Identitäten und dem Veralten des Modells der Gegnerschaft &#8211; nur die Konsequenzen für den Bereich der Politik zu ziehen. Das verleiht ihrer postpolitischen Vision einen Anschein von Wissenschaftlichkeit und Selbstverständlichkeit und lässt all jene, die nicht ihrer Meinung sind, als Gefangene eines altmodischen Denkens erscheinen. Das Schlüsselwort dieser Strategie ist natürlich &#8220;Modernisierung&#8221;. (S.72)<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; mit ihrem Drang nach &#8220;Modernisierung&#8221; führt zum dritten Weg, der &#8220;dialogischen Politik&#8221;:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Nur aus diesem Grund kann er (</em>Anmerkung: Giddens<em>) eine &#8220;dialogische Politik&#8221; anvisieren, die vermeintlich das Modell der Gegnerschaft überschreitet und für alle Bereiche der Gesellschaft vorteilhafte Lösungen findet. Bezeichnend für diese konsensorientierte, postpolitische Perspektive ist das Ausweichen vor fundamentalen Konflikten und das Vermeiden jeder kritischen Analyse des modernen Kapitalismus. Daher ist sie nicht in der Lage, die Hegemonie des Neoliberalismus in Frage zu stellen.&#8221; (S.79)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In dieser Konsensorientierung und Nicht-in-Frage-Stellung der herrschenden Ordnung sieht sie die Verantwortung für die aktuellen Probleme mit unseren Volksvertretern.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Statt ein Terrain für eine agonistische Diskussion zwischen linker und rechter Politik zu eröffnen, wird Politik aufs &#8220;Spinning&#8221;, auf Öffentlichkeitsarbeit, reduziert. Da es keinen fundamentalen Unterschied mehr zwischen den Parteien gibt, versuchen sie, ihre Produkte mit Hilfe von Werbeagenturen durch cleveres Marketing zu verkaufen. Die Folge ist eine wachsende Politikverdrossenheit und ein dramatisches Sinken der Wahlbeteiligung. Wie lange wird es dauern, bis die Bürger das Vertrauen in den demokratischen Prozess vollkommen verloren haben?&#8221; (S.84)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In den darauf folgenden Seite verteufelt Chanta Mouffe die Aussage der Modernisierer, rechtspopulistisches Gedankengut entstehe auf Grund von Rückwärtsgewantheit der Wähler und zeigt auf, dass dieser Erfolg Großteils auf der Berufung auf eine kollektive Identität besteht, die die ähnlichen, ja fast gleichen Parteien der Mitte auf Grund ihrer Austauschbarkeit nicht mehr bieten können. Und um die Aussage nach Differenzierung zu unterstreichen zitiert sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt" target="_blank">Carl Schmitt</a> der bemerkte, <em>&#8220;daß die Welt, &#8230;,  kein &#8220;Universum&#8221;, sondern ein &#8220;Pluriversum&#8221; ist.&#8221; (S. 114)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem auf dieses Zitat eine tiefere Auseinandersetzung mit dem postsozialistischen Werk <a href="http://www.amazon.de/Empire-neue-Weltordnung-Michael-Hardt/dp/3593372304/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277386074&amp;sr=8-4" target="_blank">Empire</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Habermas,_J%C3%BCrgen" target="_blank">Habermas</a> erfolgt fasst sie ab Seite 156 zusammen um in einer radikalen aber argumentativ vertretbaren These zu schließen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Niklas Luhmann betont hat, fordert moderne Demokratie eine &#8220;Spaltung der Spitze&#8221;, eine klare Trennung zwischen Regierung und Opposition.&#8221; (S.157)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies widerspricht jedoch nicht der Bindung an gewisse Prinzipen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Eine demokratische Gesellschaft verlangt ihren Bürgern die Bindung an gemeinsame ethisch-politische Prinzipien ab, die üblicherweise in einer Verfassung artikuliert und in einem gesetzlichen Rahmen verankert werden. Sie kann keine Koexistenz widerstreitender Legitimitätsprinzipien in ihrer Mitte zulassen. Zu glauben, einer Gruppe von Immigranten sollte im Namen des Pluralismus eine Ausnahme zugestanden werden, ist nach meiner Ansicht ein Fehler, der von mangelnder Kenntnis um die Rolle des Politischen bei der symbolischen Ordnung gesellschaftlicher Beziehungen zeugt.&#8221; (S. 160)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Über eine letzte Stellungsnahme zur Position die Europa in ihren Augen in Zukunft einnehmen sollte führt sie letztendlich auf Seite 170 all ihre Aussagen in diesem letzten Zitat zusammen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Daher kommen wir, wenn wir das demokratische Projekt verteidigen und radikalisieren wollen, nicht darum herum, das Politische in seiner antagonistischen Dimension anzuerkennen und den Traum von einer versöhnten Welt, die Macht, Souveränität und Hegemonie überwunden hätte, aufzugeben.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">In der Hoffnung, die wichtigsten Argumentationslinien des Buchs getroffen zu haben möchte ich mit einem eigenen Statement schließen. Nur weil wir in einer Welt leben, die nicht mehr die Bipolarität besitzt, wie sie dies noch vor 1990 getan hat, bedeutet noch lange nicht, dass sich das bessere System durchgesetzt hat. Es hat sich eines der beiden damals vorliegenden Modelle durchgesetzt und somit den, aus dem Wettbewerb hervorgehenden, Anspruch das Bessere zu sein erworben. &#8220;Ceasar dominus et supra grammaticam: <em>Der Kaiser ist Herr auch über die Grammatik.</em>&#8221; Wenn wir uns nicht kritisch mit dem was im Moment passiert auseinandersetzen und uns nicht dazu durchringen können, dass Konflikte nicht immer im Konsens gelöst werden müssen, werden die nächsten Jahre nicht sonderlich angenehm für uns werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt sitze ich hier auf dem <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=edenhof,+wiesenfelden&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=11.256167,43.286133&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Edenhof,+94344+Wiesenfelden,+Straubing-Bogen,+Bayern&amp;ll=49.064391,12.579989&amp;spn=0.011472,0.042272&amp;t=h&amp;z=15" target="_blank">Hof meiner Eltern</a> und treffe all meine Geschwister wieder. Sollte ich bleiben? Ich glaube nein. Ohne Reise, weniger Zeit zu lesen. Daher nehme ich mir für den Rückweg ein weiteres Werk vor, oder ich versuche endlich nach sechs Monaten Qual das Buch: &#8220;Unendlicher Spaß&#8221; zu Ende zu bringen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1567&amp;md5=9e47aa2ba256e8bb13f092ca3d7cbc74" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>TEDx Hamburg</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 19:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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Eine kurze Übersicht über das, was heute auf der TEDx in Hamburg passiert ist. Für die, die nicht wissen was eine TEDx ist, eine kurze persönliche Zusammenfassung. Die Idee der TED Kongresse ist in Amerika entstanden und basiert darauf, unterschiedliche Welten zusammenbringen, konkret: Technologie, Entertainment und Design. Einzige Beschränkung ist die Reduzierung der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Eine kurze Übersicht über das, was heute auf der <a href="http://tedxhamburg.de" target="_blank">TEDx in Hamburg</a> passiert ist. Für die, die nicht wissen was eine TEDx ist, eine kurze persönliche Zusammenfassung. Die Idee der TED Kongresse ist in Amerika entstanden und basiert darauf, unterschiedliche Welten zusammenbringen, konkret: Technologie, Entertainment und Design. Einzige Beschränkung ist die Reduzierung der einzelnen Sprecher auf eine Vortragslänge von 18 Minuten. Das ist jetzt sicher nicht super-korrekt und tiefer Interessierten empfehle ich die Zusammenfassung auf der Seiten der <a href="http://tedxhamburg.de/?page_id=4" target="_blank" class="broken_link">TEDxHamburg</a>. Leider kann ich derzeit weder Bilder noch Videomaterial bieten, aber da ich die nächsten Tage sicher nicht dazu kommen werde einen Post hierzu zu schreiben und ich andererseits auch die eben erlangten Eindrücke umgehend auf &#8220;Papier&#8221; bringen möchte: Nun eine rein subjektive Inhaltszusammenfassung in Worten und Zeichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Veranstaltung unterteilte sich in drei Sessions:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 1: Capability</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer kurzen Einführung des Veranstalters Stephan Balzer übergab er das Wort umgehend an Thorkil Sonne.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Specialisterne</em><br />
<a href="http://www.specialistpeople.com/" target="_blank">Thorkil Sonne</a> ist mit dem harten Schicksal konfrontiert, einen autistischen Sohn zu haben. Seine Nachfrage im Saal, wer alles Rainman kenne, führte zu einem nur aus pseudodemokratischen Systemen bekannten Zustimmung: Alle. Doch sofort schränkte er ein, Rainman wäre auch sein einziger Bezug zum Autismus gewesen und in Wirklichkeit sei alles ganz anders. Autisten und Behinderte im generellen seien mit speziellen Fähigkeiten gesegnet, die eben nicht auf den von uns geforderten Attributen: Emotion, Teamwork, Empathie basieren, sondern leben in ihrer ganz speziellen Welt: Frei von Ironie. Seine Lösung für dieses, im Endeffekt unser Problem war, eine Beratungsfirma zu gründen, die Autisten als Berater einsetzt, welche den Kunden aus anderen Blickwinkeln und mit Direktheit Änderungsmöglichkeiten aufzeigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Aimee Mullins And Her 12 Legs</em><br />
Als nächstes wurde ein Video eines anderen TED Events eingespielt in dem <a href="http://www.aimeemullins.com" target="_blank">Aimee Mullins</a>, Unterschenkelamputiert und so landläufig behindert geltend über die Vorteile ihrer Behinderungen sprach. Sie kam zu dieser Einsicht im Gespräch mit Kindern, die, als sie gefragt wurden, was sie ihr für Beine empfehlen würden mit verrücktesten Antworten kamen. Beine mit denen man laufen kann wie eine Gazelle, Beine, mit denen man schwimmen kann wie ein Fisch oder Beine, mit denen man Fliegen kann, wie ein Vogel. Ab diesem Zeitpunkt verstand sie, dieses Handicap in einen Vorteil um zu münzen. Sie besitzt nun 12 Paar Unterschenkel unterschiedlichster Ausprägung und freut sich darüber, dass sie frei Ihre Körpergröße bestimmen könnte. Eine Freundin von ihr meinte zu ihr, als sie die Größenwandlungen festgestellt hat: &#8220;That&#8217;s Unfair.&#8221; Lautes Lachen im Saal. Ähnlich wie das Statement: &#8220;Pamela Anderson has more prothetics in her body than I, yet nobody calls her disabled&#8221;<br />
Das Schöne an den Videos anderer Veranstaltungen: Ich kann sie gleich einbetten. Daher: Wer will, hier:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="186" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1b263r75_pg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="186" src="http://www.youtube.com/v/1b263r75_pg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Neue Bank &#8211; Werte Sind Das Neue Kapital</em><br />
<a href="http://www.triodos.de/" target="_blank">Georg Schürmann</a> zeigte einen Vortrag über die notwendigen und möglichen Schritte zur Änderung des Banksystems. Wobei ich hier einen Punkt vermisste. Dass Banken mit meinem Geld machen können, was sie wollen hängt leider auch etwas mit meiner persönlichen Trägheit zusammen. Ich will mich nicht den lieben langen Tag um mein Geld kümmern. Mein Arbeitgeber überweist es an die Bank und ich schau ab und zu mal nach, ob noch genug da ist um meinen Konsum zu stillen. That&#8217;s it. Vielleicht bin ich in diesem Punkt einfach anders, denn wenn dies nicht nur auf mich zutrifft, dann wird dieser Punkt in der allgemeinen Betrachtung des Bankenwesens viel zu wenig beachtet.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Butoh Dance</em><br />
<a href="http://www.minakoseki.com/" target="_blank">Minako Seki</a> führte einen Tanz auf. Es fällt mir etwas schwer dies hier zu beschreiben. Ich muss aber ganz ehrlich sagen. Es war nett ihn gesehen zu haben, aber so richtig was mit anfangen kann ich nicht. Vielleicht verlink ich das Video, wenn es eines Tages online ist, dann kann sich jeder ein eigenes Bild des audiovisuellen Erlebnisses machen. Ich hatte auf meinem Stuhl zu Beginn nur etwas Sorge den Tag nicht zu überleben, wenn der sie begleitende Cellist, sein Instrument, das er Derwisch-gleich um sich drehte, im falschen Moment loslässt. Es wirkte mit seinem Spitzen Fuß wie eine gefährliche Waffe. Ich bin noch hier, also ist nix passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 2: Transformation</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Child Line / Child Finance</em><br />
<a href="http://www.aflatoun.org/" target="_blank">Jeroo Billimoria</a> sprach über ihre Organisation und wie sie Kindern in Entwicklungsländern beibringt mit Geld und Macht um zu gehen umso zu kleinen Unternehmern zu werden. Dabei am erstaunlichsten ihr kalkulatorisches Beispiel. 560.000 Kinder, der Großteil aus Familien die von weniger als einem $ am Tag leben müssen, hätten im vergangenen Jahr 2,7 Mio $ angespart. Ein erstaunlicher Wert. Darüber hinaus hätten sie über 5000 kleine Firmen gegründet und so den Umgang mit Geld und Verantwortung erlernt. Erziehung zur Selbstständigkeit. Ein Wert, den Konzerne und Firmen diesen Kindern sonst nie hätten zukommen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hero Rats</em><br />
Über den Einsatz von Ratten zur Landreinigung von Tretminen sprach <a href="http://www.apopo.org/" target="_blank">Bart Weetjens</a>. Er zeigte, wie die Tiere trainiert werden und was der Erfolg dieser Reinigungsaktionen ist. Darüber hinaus würde die Reinigung eines Hektars mit Ratten ungefähr 1,80 $ kosten, was derzeit die günstigste Form der Minenbeseitigung wäre. Beim Einsatz der Ratten werden die Bewohner der befallenen Landstriche eingesetzt um ihnen dabei zu helfen, ihr Land zurück zu bekommen und es wieder bewirtschaften zu können. Desweiteren zeigte er auch den Einsatz der Ratten zur Tuberkolosediagnose. Auch hier wird wieder auf einheimische Arbeiter zurückgegriffen um sie von der Abhängigkeit großer Pharmazie und Medizinkonzerne zu befreien.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>How Food Shapes Our Cities</em></p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="218" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/CarolynSteel_2009G-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/CarolynSteel-2009G.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=650&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities;year=2009;theme=architectural_inspiration;theme=the_power_of_cities;theme=speaking_at_tedglobal2009;event=TEDGlobal+2009;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="218" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/CarolynSteel_2009G-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/CarolynSteel-2009G.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=650&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities;year=2009;theme=architectural_inspiration;theme=the_power_of_cities;theme=speaking_at_tedglobal2009;event=TEDGlobal+2009;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ted.com/talks/carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities.html" target="_blank">Als Video einer anderen TED Veranstaltung</a> wurde Carolyn Steel gezeigt, die in ihrem Vortrag über den Einfluss der Landwirtschaft, bzw. der Nahrungsmittel auf unsere Stadtentwicklung sprach. Historisch entstand beides ungefähr gleichzeitig und Hand in Hand trug die Industrialisierung der Landwirtschaft zum Wachstum unserer Megastädte bei. Heute wissen wir Stadtmenschen nichts mehr über unser Essen. Noch über das Kochen. Kochen ist für uns schon die Vermengung eines Tüteninhalts mit Wasser. Sie empfiehlt uns hiervon abzuwenden. Wieder Wert auf nachhaltiges Essen zu legen. Weniger Fleisch und tierische Erzeugnisse, mehr Gemüse. Nur so sieht sie die Chance, unseren Planeten für alle Menschen erlebbar zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Architecture In Times Of Need</em><br />
Der Architekt<a href="http://www.graftlab.com/" target="_blank"> Wolfram Putz</a> erzählte von einer Wiederaufbaukampagne in New Orleans nach dem verehrenden Wirbelsturm Catherina. Darüber, dass unsere Gebäude der Hauptverursacher für die Klimaerwärmung sind und wir alle verantwortungsbewusster mit unseren Häusern und unserem Lebensstandard umgehen müssen. Auch sein Konzept basierte auf der Einbeziehung der Betroffenen mit der Unterrichtung durch Organisatoren und deren Expertise für nachhaltigen Wohnungsbau. In der Präsentation war auffällig, dass alle Häuser, die nach der Flut errichtet wurden auf Stelzen standen um so zukünftigen Katastrophen nicht so schutzlos ausgeliefert zu sein wie dies in der Vergangenheit der Fall war.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Stars Of Tomorrow</em><br />
Die Fußball WM 2010 in Südafrika kam auch auf der TEDx kurz zur Sprache. <a href="http://www.stars-of-tomorrow.org/" target="_blank">Kai Hill</a> sprach über sein Projekt in Südafrika, wo AIDS- und Gewaltwaisen zu einem sozialen und nachhaltigen Umgang mit sich und ihrer Umwelt erzogen werden sollten. Am stärksten eingeprägt hat sich bei mir der Verweis wie Ungleichheiten zwischen Geschlechtern ausgeglichen werden können. Eine Regeländerung im Fußball mit getrenntgeschlechtlichen Teams. &#8220;Das erste Tor muss immer von einem Mädchen geschossen werden.&#8221; Ein Konzept das funktionieren könnte. Es könnte vielleicht noch mehr auf die Einbeziehung der Mädchen setzen, wenn die Regeln dahingehend geändert werden müssen, dass jedes zweite Tor von einem Mädchen geschossen werden muss.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Projekt Lebensbaum</em><br />
Das einzige, wirklich regionale Projekt Hamburgs wurde von <a href="http://www.dasgeldhaengtandenbaeumen.de/" target="_blank">Jan Schierhorn</a> präsentiert. Nach dem Umzug in ein Haus mit Garten war er zu Beginn immer darüber erbost, das er im Herbst die Äpfel unter seinem Baum zusammenrechen musste um diese zu entsorgen, bevor sie vergammeln. Er guckte sich um und sah, dass fast allen Äpfeln auf öffentlichen und privaten Flächen in Hamburg das gleiche Schicksal blühte. In Anbetracht seines Apfelkaufs im Reformhaus wunderte er sich über die Absurdität seines Tuns. Daraufhin entwickelte er den Plan, die nicht Verwendeten, der Verwesung freigegebenen Äpfel zu sammeln und sie in Saft umzuwandeln, den er dann in Hamburg verkaufen möchte. In Zusammenarbeit mit den Behindertenwerkstätten Winterhuder Werkstätten startete er das Projekt und das anspruchsvolle Ziel für dieses Jahr ist der Vertrieb von 50.000 Flaschen Apfelsaft. Am Ende des Vortrages gab es eine Kostprobe des Safts, der äußerst delikat schmeckte.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 3: Imagination</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>The Gift Of Time &#8211; The Present As A Present</em><br />
<a href="http://www.imp.med.uni-muenchen.de/research/systems_neuroscience/index.html" target="_blank">Ernst Pöppel</a> sprach über die Bedeutung der Gegenwart und versuchte diese auch gleich zu definieren. Die Quintessenz seines Vortrags für mich war: &#8220;Die menschliche Auffassungsgabe ist auf 3 Sekunden beschränkt.&#8221; anschließend wird unser Hirn für 500 Millisekunden das es aktuell Beschäftigende neu bewerten. Daher ist das Versmaß von Gedichten in allen Sprachen auf ca. 3 Sekunden beschränkt. Anschließend folgt eine kurze Pause. Dieser Rhythmus wird auch in unseren alltäglichen Dialogen fortgeführt. Die 500 Millisekunden auch gerne mit einer paralinguistischen Vokalisation, also z.B. eines &#8220;Ääähs&#8221; überbrückt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Renaissance Of Space</em><br />
Über die Rückführung des Digitalen ins Reale widmete sich der Vortrag von <a href="http://www.joachimsauter.com/" target="_blank">Joachim Sauter</a>. Es ging um Design. Um die Möglichkeiten, die das Digitale dem Realen bietet. Augmented Reality veranschaulicht an Hand der Betrachtungsprojektoren im historischen Museum Berlin. Eine weiter schöne Umsetzung war die Entwicklung eines Wellenlaufstegs. Der Laufsteg im Trockenen an einem Wasserteich entlang. Beim Auftritt auf den Laufsteg zeichnete dieser vom Auftrittspunkt aus Lichtwellen unter den Steg, die sich im anschließenden Wasser fortsetzen. Als drittes Beispiel zeigte er die Visualisierung der Rasterentwicklung im Design im Realen. Beispiel hierfür ist eine Installation im Museum eines bayrischen Autoherstellers. Punkte, visualisiert durch Stahlkugeln, heben und senken sich sinnlos, bis nach einiger Zeit und unterschiedlichen Zwischenzuständen das fertige Design des Autos entsteht. Durchaus imposant, wobei eher als Kunstprojekt, da mir ein wenig der Bezug zur tatsächlichen Realität fehlt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Design Reaktor</em><br />
Ein weiterer Vortrag zum Thema Design wurde von<a href="http://www.kufus.de/" target="_blank"> Axel Kufus</a> gestaltet. Sein Fazit: „Einfachheit ist nicht Reduktion, sonder Konzentration.“ Er zeigte perfektes Design am Beispiel von q-ton (hab den Namen leider nicht notiert), einem Kanister der im innersten einen holen Zylinder aufweist, durch welchen ein Seil gezogen werden kann und somit der Kanister nicht nur Wasserbehältnis ist, sondern gleichzeitig auch das eigentliche Transportwerkzeug. Wozu Kanister auf Karren klemmen, wenn der Kanister selbst der Karren sein kann. Ein weiteres Beispiel war der Gummibandball. Der Einfachheit und Genialität dieser Art der Aufbewahrung von Gummis kann jeder zustimmen, der seine Gummis bisher andersartig aufbewahrt hat und jedes Mal, wenn er einen benötigte mit verknoteten Gummis zu kämpfen hatte. Genau diesen Spirit versucht Axel Kufus im Design Reactor in Berlin zu vermitteln. Mit erstaunlichen Ergebnissen. Unter anderem ein Teebeutel, der die Durchzugszeit des Tees an Hand eines aus der IT bekannten Statusbalkens am Kopf des Teebeutels anzeigt. Mit was? Mit den einfachen osmotischen Funktionsweisen von Papier.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gaming Can Make A Better World</em></p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="219" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/JaneMcGonigal_2010-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/JaneMcGonigal-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=799&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world;year=2010;theme=the_rise_of_collaboration;theme=art_unusual;theme=a_taste_of_ted2010;theme=design_like_you_give_a_damn;theme=what_s_next_in_tech;theme=new_on_ted_com;theme=media_that_matters;event=TED2010;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="219" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/JaneMcGonigal_2010-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/JaneMcGonigal-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=799&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world;year=2010;theme=the_rise_of_collaboration;theme=art_unusual;theme=a_taste_of_ted2010;theme=design_like_you_give_a_damn;theme=what_s_next_in_tech;theme=new_on_ted_com;theme=media_that_matters;event=TED2010;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Auch in der dritten Session wurde ein <a href="http://www.ted.com/talks/jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world.html" target="_blank">Video einer anderen TED Veranstaltung </a>gezeigt. Jane McGonigal sprach über die Zeit die in Computerspielen investiert wird und das es an uns liegt, diese Zeit als Arbeit wert zu schätzen und zu versuchen, die Energie und Zeit, die Spieler in diese Spiele investieren, in Verbesserungen unserer Gesellschaft zu übertragen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Sternbilder</em><br />
<a href="http://oma.wassergasse.org/" target="_blank">OMA International</a>, eine Wiener Künstlertruppe zeigte audiovisuelles Live Malen. Digital über den Beamer erzählten zwei Akteure allein mit dem Stift und der Drehung des Bildes eine Geschichte zur Orgelbegleitung des dritten Akteurs.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Enantiodromia</em><br />
Alles wird sein Gegenteil, die These von <a href="http://www.eff.org/" target="_blank">John Berry Barlow</a>. Er sprach über die Umkehrungsprozesse der Gesellschaft und die Macht des Teilens von Ideen. Wir müssen uns weiter entwickeln. Weg vom Einbehalten von Ideen, hin zum Teilen. Information ist nur machtvoll, wenn sie geteilt werden kann. Weg vom Monotheismus, als wir auf wenigen Büchern, die wir gelesen haben unser volles Verständnis und unsere Weltanschauung aufgebaut haben, hin zum Multitheismus. Das Internet ist die größte Erfindung, seit der Erfindung des Feuers. Wir sollten damit das Bestmögliche machen: &#8220;Let us be good ancestors.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Das ist meine erste und schnelle Zusammenfassung des heutigen Tages. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Der Umfang des Gehört und Gesehenen könnte diesen Artikel gut auf die doppelte Länge strecken. Würde ich die geführten Gespräche der Pause ebenfalls mit aufnehmen, würde ich heute vermutlich nicht mehr schlafen. Es war eine inspirierende und gut organisierte Veranstaltung. Ich denke ich konnte einiges mitnehmen und kann allen nur empfehlen, die Chance einer TEDx, sollte sie sich bieten, wahr zu nehmen.</p>
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		<title>WWF Facebook Campaign</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 17:45:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nette Kampagne vom WWF um auf das Aussterben der Tiger aufmerksam zu machen. Aufmerksam zu machen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber die Umsetzung gefällt mir wirklich. Nicht nur durch die Bestätigung auf den "Gefällt mir" Knopf.

Wer sich jetzt mehrmals eingelogged hat und sich über die Änderungen wundert, ich startete den Versuch, Artikel von ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nette Kampagne vom <a href="http://www.wwf.de" target="_blank">WWF</a> um auf das Aussterben der Tiger aufmerksam zu machen. <a href="http://fb.wwf.de/index.php?FB=true" target="_blank">Aufmerksam zu machen</a>. Nicht mehr und nicht weniger. Aber die Umsetzung gefällt mir wirklich. Nicht nur durch die Bestätigung auf den &#8220;<a href="http://www.facebook.com/wwfde#" target="_blank">Gefällt mir</a>&#8221; Knopf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/wwf.jpg" rel="lightbox[1398]"><img class="size-medium wp-image-1399  aligncenter" title="wwf" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/wwf-300x159.jpg" alt="" width="300" height="159" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wer sich jetzt mehrmals eingelogged hat und sich über die Änderungen wundert, ich startete den Versuch, Artikel von meinem Smartphone aus mit Hilfe einer WordPress App zu veröffentlichen. Hat nicht wirklich funktioniert.</em></p>
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		<title>Handelsblattcover vom 29.04.2010</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 08:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie genial. Leider kenn ich nur die Titelseite und nicht den Inhalt. Er sollte vielleicht die gleiche Farbe haben.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/?q=gallery/&amp;g2_itemId=98349#c17993&amp;g2_page=&amp;thumbnail="><img class="aligncenter" src="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/?q=gallery/&amp;g2_view=core.DownloadItem&amp;g2_itemId=98367" alt="" width="350" height="515" /></a></p>
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