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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; wirtschaft</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Reisezeit ist Lesezeit &#8211; Chantal Mouffe</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 13:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich möchte nicht unbedingt behaupten, dass ich gerne v [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/weihnachten-und-jahreswechsel-2009-in-indien/">möchte</a> <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/autopiesis-oder-sammeln-fur-fortgeschrittene/" target="_blank">nicht </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/vier-tage-prag-fur-30-jahre-wahnsinn/" target="_blank">unbedingt </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/die-deutsche-bahn-verarschung-am-kunden/" target="_blank">behaupten</a>, <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wochenendausfluge-und-die-entsprechenden-leiden/" target="_blank">dass </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/munchner-tage/" target="_blank">ich </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/istanbul/" target="_blank">gerne </a><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/nachts-in-berlin/" target="_blank">verreise</a>. Aber wenn dann richtig. Dies bedeutet nicht, dass ich zwingend weit weg muss, aber es bedeutet, die Vorteile der Reise zu nutzen. Nicht die Vorteile nach der Ankunft, sondern die Reise als Reise. Kürzlich Griechenland und die Türkei, danach Berlin und dieses Wochenende bayrischer Wald. Nicht spektakulär, alles mit Grund und einem gewissen Zwang versehen. Zumindest für die Zeit nach der Ankunft. Die Reise an sich nervt mich eigentlich unendlich. Gefangen in Röhren, Blechhüllen, Vakuumzylindern. Abgenabelt von der Nabelschnur der Gegenwart, kein oder nur schlechten Empfang mit den mobilen Geräten, gewöhnlich alleine unter Fremden, als Fremder für Fremde, was bleibt ist die Zeit. Sie verinnt und geht dahin. Wurmlochhaft, doch statt einem Stehenbleiben der Zeit während der Fahrt, läuft sie mit und weiter. Also was kann ich tun? Schlafen? Nein, unbequem und nicht wirklich vorteilhaft. Vorbereiten und Aufbereiten von Projekten, Präsentationen und Stellungsnahmen? Nein, wenn ich reise halte ich mir den Rücken frei. Die Reise als Reise zu verstehen, deren Inhalt die Bewegung von A nach B ist. Das Sprung zwischen Lokalitäten. Die Arbeit kann ich im Büro oder zu Hause verrichten, mit all den Mitteln und Werkzeugen, die ich hierzu benötige. Unterwegs wäre es doch nur eingeschränkte Normalität. Ich muss es anders füllen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich lese.</p>
<p style="text-align: justify;">Überraschenderweise mehr und aufmerksamer als sonst irgendwo. Die letzten Wochen waren es Romane von<a href="http://www.tcboyle.de/" target="_blank"> T.C. Boyle</a>, <a href="http://chuckpalahniuk.net/" target="_blank">Chuck Palahniuk</a>, <a href="http://www.houellebecq.info/deutsch.php3" target="_blank">Michel Houellebecq</a> und Sachbücher von <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26676.html" target="_blank">Chantal Mouffe</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ein Zug ging es hindurch durch die Texte. Kurzgeschichten, Erzählungen, <a href="http://www.amazon.de/Ausweitung-Kampfzone-rororo-Michel-Houellebecq/dp/3499243393/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383889&amp;sr=8-2" target="_blank">meine eigene Biographie</a> oder wirklich gute politische Festellungen wie sie <a href="http://www.amazon.de/%C3%9Cber-das-Politische-kosmopolitische-Illusion/dp/3518124838/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277383957&amp;sr=1-1" target="_blank">Chantal Mouffe</a> an den Tag legt. Selten habe ich ein Werk gelesen, welches den aktuellen Zeitpunkt und die aktuelle gesellschaftliche Lage so klar und deutlich beschreibt, wie ich wünschte es selbst darlegen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Zusammenbruch des eisernen Vorhangs sieht Chantal Mouffe den Neoliberalismus und das kapitalistische Wirtschaftssystem als allein verbleibendes Gesellschaftssystem, welches sich in seiner Alleinstellung und der moralischen Vereinnahmung der &#8220;Menschlichkeit&#8221; als einzig wahres System für alle Menschen profiliert. Auf dem Weg dorthin wird jeder Konflikt im Konsens beigelegt und führt zu einer &#8220;dialogischen Politik&#8221;, welche in der neuen Mitte aufgeht. Doch bevor ich mühsam den Inhalt mit meinen eigenen Worten zusammenfasse zitiere ich lieber aus ihrem Buch: <strong>&#8220;Über das Politische &#8211; Wider die kosmopolitische Illusion&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Thema Unsicherheit der &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; zerlegt sie <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Giddens,_Anthony" target="_blank">Giddens</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Beck,_Ulrich" target="_blank">Beck</a>:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Beck sieht auch Giddens die Ursache vieler dieser Ungewißheiten allein im Abwachsen des menschlichen Wissens. Die seien das Ergebnis menschlicher Eingriffe in das gesellschaftliche Leben und in die Natur. Die neuen Möglichkeiten globaler Kommunikation in Echtzeit hätte die Globalisierung noch intensiviert und dadurch den Trend zu &#8220;hergestellter Unsicherheit&#8221; beschleunigt. Vermittels der Entwicklung einer globalisierten kosmoplotischen Gesellschaft könnten deren Traditionen nun in Frage gestellt werden; ihr Status habe sich verändert, da sie jetzt gerechtfertigt werden müssten und nicht mehr wie in der Vergangenheit vorausgesetzt würden.&#8221; (S. 57)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies mündet in die &#8220;reflexive Modernisierung&#8221; zu der Mouffe sagt:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Die Theoretiker der reflexiven Modernisierung stellen die von ihnen befürwortete Politik als in ihrer soziologischen Analyse begründet dar. Sie behaupten, aus den Veränderungen der Gesellschaft &#8211; dem Bedeutungsverlust der kollektiven Identitäten und dem Veralten des Modells der Gegnerschaft &#8211; nur die Konsequenzen für den Bereich der Politik zu ziehen. Das verleiht ihrer postpolitischen Vision einen Anschein von Wissenschaftlichkeit und Selbstverständlichkeit und lässt all jene, die nicht ihrer Meinung sind, als Gefangene eines altmodischen Denkens erscheinen. Das Schlüsselwort dieser Strategie ist natürlich &#8220;Modernisierung&#8221;. (S.72)<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die &#8220;posttraditionelle Gesellschaft&#8221; mit ihrem Drang nach &#8220;Modernisierung&#8221; führt zum dritten Weg, der &#8220;dialogischen Politik&#8221;:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Nur aus diesem Grund kann er (</em>Anmerkung: Giddens<em>) eine &#8220;dialogische Politik&#8221; anvisieren, die vermeintlich das Modell der Gegnerschaft überschreitet und für alle Bereiche der Gesellschaft vorteilhafte Lösungen findet. Bezeichnend für diese konsensorientierte, postpolitische Perspektive ist das Ausweichen vor fundamentalen Konflikten und das Vermeiden jeder kritischen Analyse des modernen Kapitalismus. Daher ist sie nicht in der Lage, die Hegemonie des Neoliberalismus in Frage zu stellen.&#8221; (S.79)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In dieser Konsensorientierung und Nicht-in-Frage-Stellung der herrschenden Ordnung sieht sie die Verantwortung für die aktuellen Probleme mit unseren Volksvertretern.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Statt ein Terrain für eine agonistische Diskussion zwischen linker und rechter Politik zu eröffnen, wird Politik aufs &#8220;Spinning&#8221;, auf Öffentlichkeitsarbeit, reduziert. Da es keinen fundamentalen Unterschied mehr zwischen den Parteien gibt, versuchen sie, ihre Produkte mit Hilfe von Werbeagenturen durch cleveres Marketing zu verkaufen. Die Folge ist eine wachsende Politikverdrossenheit und ein dramatisches Sinken der Wahlbeteiligung. Wie lange wird es dauern, bis die Bürger das Vertrauen in den demokratischen Prozess vollkommen verloren haben?&#8221; (S.84)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In den darauf folgenden Seite verteufelt Chanta Mouffe die Aussage der Modernisierer, rechtspopulistisches Gedankengut entstehe auf Grund von Rückwärtsgewantheit der Wähler und zeigt auf, dass dieser Erfolg Großteils auf der Berufung auf eine kollektive Identität besteht, die die ähnlichen, ja fast gleichen Parteien der Mitte auf Grund ihrer Austauschbarkeit nicht mehr bieten können. Und um die Aussage nach Differenzierung zu unterstreichen zitiert sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt" target="_blank">Carl Schmitt</a> der bemerkte, <em>&#8220;daß die Welt, &#8230;,  kein &#8220;Universum&#8221;, sondern ein &#8220;Pluriversum&#8221; ist.&#8221; (S. 114)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem auf dieses Zitat eine tiefere Auseinandersetzung mit dem postsozialistischen Werk <a href="http://www.amazon.de/Empire-neue-Weltordnung-Michael-Hardt/dp/3593372304/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277386074&amp;sr=8-4" target="_blank">Empire</a> und <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Habermas,_J%C3%BCrgen" target="_blank">Habermas</a> erfolgt fasst sie ab Seite 156 zusammen um in einer radikalen aber argumentativ vertretbaren These zu schließen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wie Niklas Luhmann betont hat, fordert moderne Demokratie eine &#8220;Spaltung der Spitze&#8221;, eine klare Trennung zwischen Regierung und Opposition.&#8221; (S.157)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies widerspricht jedoch nicht der Bindung an gewisse Prinzipen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Eine demokratische Gesellschaft verlangt ihren Bürgern die Bindung an gemeinsame ethisch-politische Prinzipien ab, die üblicherweise in einer Verfassung artikuliert und in einem gesetzlichen Rahmen verankert werden. Sie kann keine Koexistenz widerstreitender Legitimitätsprinzipien in ihrer Mitte zulassen. Zu glauben, einer Gruppe von Immigranten sollte im Namen des Pluralismus eine Ausnahme zugestanden werden, ist nach meiner Ansicht ein Fehler, der von mangelnder Kenntnis um die Rolle des Politischen bei der symbolischen Ordnung gesellschaftlicher Beziehungen zeugt.&#8221; (S. 160)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Über eine letzte Stellungsnahme zur Position die Europa in ihren Augen in Zukunft einnehmen sollte führt sie letztendlich auf Seite 170 all ihre Aussagen in diesem letzten Zitat zusammen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Daher kommen wir, wenn wir das demokratische Projekt verteidigen und radikalisieren wollen, nicht darum herum, das Politische in seiner antagonistischen Dimension anzuerkennen und den Traum von einer versöhnten Welt, die Macht, Souveränität und Hegemonie überwunden hätte, aufzugeben.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">In der Hoffnung, die wichtigsten Argumentationslinien des Buchs getroffen zu haben möchte ich mit einem eigenen Statement schließen. Nur weil wir in einer Welt leben, die nicht mehr die Bipolarität besitzt, wie sie dies noch vor 1990 getan hat, bedeutet noch lange nicht, dass sich das bessere System durchgesetzt hat. Es hat sich eines der beiden damals vorliegenden Modelle durchgesetzt und somit den, aus dem Wettbewerb hervorgehenden, Anspruch das Bessere zu sein erworben. &#8220;Ceasar dominus et supra grammaticam: <em>Der Kaiser ist Herr auch über die Grammatik.</em>&#8221; Wenn wir uns nicht kritisch mit dem was im Moment passiert auseinandersetzen und uns nicht dazu durchringen können, dass Konflikte nicht immer im Konsens gelöst werden müssen, werden die nächsten Jahre nicht sonderlich angenehm für uns werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt sitze ich hier auf dem <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=edenhof,+wiesenfelden&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=11.256167,43.286133&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Edenhof,+94344+Wiesenfelden,+Straubing-Bogen,+Bayern&amp;ll=49.064391,12.579989&amp;spn=0.011472,0.042272&amp;t=h&amp;z=15" target="_blank">Hof meiner Eltern</a> und treffe all meine Geschwister wieder. Sollte ich bleiben? Ich glaube nein. Ohne Reise, weniger Zeit zu lesen. Daher nehme ich mir für den Rückweg ein weiteres Werk vor, oder ich versuche endlich nach sechs Monaten Qual das Buch: &#8220;Unendlicher Spaß&#8221; zu Ende zu bringen.</p>

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		<title>TEDx Hamburg</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 19:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[// 



Eine kurze Übersicht über das, was heute a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Eine kurze Übersicht über das, was heute auf der <a href="http://tedxhamburg.de" target="_blank">TEDx in Hamburg</a> passiert ist. Für die, die nicht wissen was eine TEDx ist, eine kurze persönliche Zusammenfassung. Die Idee der TED Kongresse ist in Amerika entstanden und basiert darauf, unterschiedliche Welten zusammenbringen, konkret: Technologie, Entertainment und Design. Einzige Beschränkung ist die Reduzierung der einzelnen Sprecher auf eine Vortragslänge von 18 Minuten. Das ist jetzt sicher nicht super-korrekt und tiefer Interessierten empfehle ich die Zusammenfassung auf der Seiten der <a href="http://tedxhamburg.de/?page_id=4" target="_blank">TEDxHamburg</a>. Leider kann ich derzeit weder Bilder noch Videomaterial bieten, aber da ich die nächsten Tage sicher nicht dazu kommen werde einen Post hierzu zu schreiben und ich andererseits auch die eben erlangten Eindrücke umgehend auf &#8220;Papier&#8221; bringen möchte: Nun eine rein subjektive Inhaltszusammenfassung in Worten und Zeichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Veranstaltung unterteilte sich in drei Sessions:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 1: Capability</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer kurzen Einführung des Veranstalters Stephan Balzer übergab er das Wort umgehend an Thorkil Sonne.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Specialisterne</em><br />
<a href="http://www.specialistpeople.com/" target="_blank">Thorkil Sonne</a> ist mit dem harten Schicksal konfrontiert, einen autistischen Sohn zu haben. Seine Nachfrage im Saal, wer alles Rainman kenne, führte zu einem nur aus pseudodemokratischen Systemen bekannten Zustimmung: Alle. Doch sofort schränkte er ein, Rainman wäre auch sein einziger Bezug zum Autismus gewesen und in Wirklichkeit sei alles ganz anders. Autisten und Behinderte im generellen seien mit speziellen Fähigkeiten gesegnet, die eben nicht auf den von uns geforderten Attributen: Emotion, Teamwork, Empathie basieren, sondern leben in ihrer ganz speziellen Welt: Frei von Ironie. Seine Lösung für dieses, im Endeffekt unser Problem war, eine Beratungsfirma zu gründen, die Autisten als Berater einsetzt, welche den Kunden aus anderen Blickwinkeln und mit Direktheit Änderungsmöglichkeiten aufzeigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Aimee Mullins And Her 12 Legs</em><br />
Als nächstes wurde ein Video eines anderen TED Events eingespielt in dem <a href="http://www.aimeemullins.com" target="_blank">Aimee Mullins</a>, Unterschenkelamputiert und so landläufig behindert geltend über die Vorteile ihrer Behinderungen sprach. Sie kam zu dieser Einsicht im Gespräch mit Kindern, die, als sie gefragt wurden, was sie ihr für Beine empfehlen würden mit verrücktesten Antworten kamen. Beine mit denen man laufen kann wie eine Gazelle, Beine, mit denen man schwimmen kann wie ein Fisch oder Beine, mit denen man Fliegen kann, wie ein Vogel. Ab diesem Zeitpunkt verstand sie, dieses Handicap in einen Vorteil um zu münzen. Sie besitzt nun 12 Paar Unterschenkel unterschiedlichster Ausprägung und freut sich darüber, dass sie frei Ihre Körpergröße bestimmen könnte. Eine Freundin von ihr meinte zu ihr, als sie die Größenwandlungen festgestellt hat: &#8220;That&#8217;s Unfair.&#8221; Lautes Lachen im Saal. Ähnlich wie das Statement: &#8220;Pamela Anderson has more prothetics in her body than I, yet nobody calls her disabled&#8221;<br />
Das Schöne an den Videos anderer Veranstaltungen: Ich kann sie gleich einbetten. Daher: Wer will, hier:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="186" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1b263r75_pg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="186" src="http://www.youtube.com/v/1b263r75_pg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Neue Bank &#8211; Werte Sind Das Neue Kapital</em><br />
<a href="http://www.triodos.de/" target="_blank">Georg Schürmann</a> zeigte einen Vortrag über die notwendigen und möglichen Schritte zur Änderung des Banksystems. Wobei ich hier einen Punkt vermisste. Dass Banken mit meinem Geld machen können, was sie wollen hängt leider auch etwas mit meiner persönlichen Trägheit zusammen. Ich will mich nicht den lieben langen Tag um mein Geld kümmern. Mein Arbeitgeber überweist es an die Bank und ich schau ab und zu mal nach, ob noch genug da ist um meinen Konsum zu stillen. That&#8217;s it. Vielleicht bin ich in diesem Punkt einfach anders, denn wenn dies nicht nur auf mich zutrifft, dann wird dieser Punkt in der allgemeinen Betrachtung des Bankenwesens viel zu wenig beachtet.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Butoh Dance</em><br />
<a href="http://www.minakoseki.com/" target="_blank">Minako Seki</a> führte einen Tanz auf. Es fällt mir etwas schwer dies hier zu beschreiben. Ich muss aber ganz ehrlich sagen. Es war nett ihn gesehen zu haben, aber so richtig was mit anfangen kann ich nicht. Vielleicht verlink ich das Video, wenn es eines Tages online ist, dann kann sich jeder ein eigenes Bild des audiovisuellen Erlebnisses machen. Ich hatte auf meinem Stuhl zu Beginn nur etwas Sorge den Tag nicht zu überleben, wenn der sie begleitende Cellist, sein Instrument, das er Derwisch-gleich um sich drehte, im falschen Moment loslässt. Es wirkte mit seinem Spitzen Fuß wie eine gefährliche Waffe. Ich bin noch hier, also ist nix passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 2: Transformation</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Child Line / Child Finance</em><br />
<a href="http://www.aflatoun.org/" target="_blank">Jeroo Billimoria</a> sprach über ihre Organisation und wie sie Kindern in Entwicklungsländern beibringt mit Geld und Macht um zu gehen umso zu kleinen Unternehmern zu werden. Dabei am erstaunlichsten ihr kalkulatorisches Beispiel. 560.000 Kinder, der Großteil aus Familien die von weniger als einem $ am Tag leben müssen, hätten im vergangenen Jahr 2,7 Mio $ angespart. Ein erstaunlicher Wert. Darüber hinaus hätten sie über 5000 kleine Firmen gegründet und so den Umgang mit Geld und Verantwortung erlernt. Erziehung zur Selbstständigkeit. Ein Wert, den Konzerne und Firmen diesen Kindern sonst nie hätten zukommen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hero Rats</em><br />
Über den Einsatz von Ratten zur Landreinigung von Tretminen sprach <a href="http://www.apopo.org/" target="_blank">Bart Weetjens</a>. Er zeigte, wie die Tiere trainiert werden und was der Erfolg dieser Reinigungsaktionen ist. Darüber hinaus würde die Reinigung eines Hektars mit Ratten ungefähr 1,80 $ kosten, was derzeit die günstigste Form der Minenbeseitigung wäre. Beim Einsatz der Ratten werden die Bewohner der befallenen Landstriche eingesetzt um ihnen dabei zu helfen, ihr Land zurück zu bekommen und es wieder bewirtschaften zu können. Desweiteren zeigte er auch den Einsatz der Ratten zur Tuberkolosediagnose. Auch hier wird wieder auf einheimische Arbeiter zurückgegriffen um sie von der Abhängigkeit großer Pharmazie und Medizinkonzerne zu befreien.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>How Food Shapes Our Cities</em></p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="218" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/CarolynSteel_2009G-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/CarolynSteel-2009G.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=650&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities;year=2009;theme=architectural_inspiration;theme=the_power_of_cities;theme=speaking_at_tedglobal2009;event=TEDGlobal+2009;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="218" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/CarolynSteel_2009G-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/CarolynSteel-2009G.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=650&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities;year=2009;theme=architectural_inspiration;theme=the_power_of_cities;theme=speaking_at_tedglobal2009;event=TEDGlobal+2009;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ted.com/talks/carolyn_steel_how_food_shapes_our_cities.html" target="_blank">Als Video einer anderen TED Veranstaltung</a> wurde Carolyn Steel gezeigt, die in ihrem Vortrag über den Einfluss der Landwirtschaft, bzw. der Nahrungsmittel auf unsere Stadtentwicklung sprach. Historisch entstand beides ungefähr gleichzeitig und Hand in Hand trug die Industrialisierung der Landwirtschaft zum Wachstum unserer Megastädte bei. Heute wissen wir Stadtmenschen nichts mehr über unser Essen. Noch über das Kochen. Kochen ist für uns schon die Vermengung eines Tüteninhalts mit Wasser. Sie empfiehlt uns hiervon abzuwenden. Wieder Wert auf nachhaltiges Essen zu legen. Weniger Fleisch und tierische Erzeugnisse, mehr Gemüse. Nur so sieht sie die Chance, unseren Planeten für alle Menschen erlebbar zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Architecture In Times Of Need</em><br />
Der Architekt<a href="http://www.graftlab.com/" target="_blank"> Wolfram Putz</a> erzählte von einer Wiederaufbaukampagne in New Orleans nach dem verehrenden Wirbelsturm Catherina. Darüber, dass unsere Gebäude der Hauptverursacher für die Klimaerwärmung sind und wir alle verantwortungsbewusster mit unseren Häusern und unserem Lebensstandard umgehen müssen. Auch sein Konzept basierte auf der Einbeziehung der Betroffenen mit der Unterrichtung durch Organisatoren und deren Expertise für nachhaltigen Wohnungsbau. In der Präsentation war auffällig, dass alle Häuser, die nach der Flut errichtet wurden auf Stelzen standen um so zukünftigen Katastrophen nicht so schutzlos ausgeliefert zu sein wie dies in der Vergangenheit der Fall war.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Stars Of Tomorrow</em><br />
Die Fußball WM 2010 in Südafrika kam auch auf der TEDx kurz zur Sprache. <a href="http://www.stars-of-tomorrow.org/" target="_blank">Kai Hill</a> sprach über sein Projekt in Südafrika, wo AIDS- und Gewaltwaisen zu einem sozialen und nachhaltigen Umgang mit sich und ihrer Umwelt erzogen werden sollten. Am stärksten eingeprägt hat sich bei mir der Verweis wie Ungleichheiten zwischen Geschlechtern ausgeglichen werden können. Eine Regeländerung im Fußball mit getrenntgeschlechtlichen Teams. &#8220;Das erste Tor muss immer von einem Mädchen geschossen werden.&#8221; Ein Konzept das funktionieren könnte. Es könnte vielleicht noch mehr auf die Einbeziehung der Mädchen setzen, wenn die Regeln dahingehend geändert werden müssen, dass jedes zweite Tor von einem Mädchen geschossen werden muss.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Projekt Lebensbaum</em><br />
Das einzige, wirklich regionale Projekt Hamburgs wurde von <a href="http://www.dasgeldhaengtandenbaeumen.de/" target="_blank">Jan Schierhorn</a> präsentiert. Nach dem Umzug in ein Haus mit Garten war er zu Beginn immer darüber erbost, das er im Herbst die Äpfel unter seinem Baum zusammenrechen musste um diese zu entsorgen, bevor sie vergammeln. Er guckte sich um und sah, dass fast allen Äpfeln auf öffentlichen und privaten Flächen in Hamburg das gleiche Schicksal blühte. In Anbetracht seines Apfelkaufs im Reformhaus wunderte er sich über die Absurdität seines Tuns. Daraufhin entwickelte er den Plan, die nicht Verwendeten, der Verwesung freigegebenen Äpfel zu sammeln und sie in Saft umzuwandeln, den er dann in Hamburg verkaufen möchte. In Zusammenarbeit mit den Behindertenwerkstätten Winterhuder Werkstätten startete er das Projekt und das anspruchsvolle Ziel für dieses Jahr ist der Vertrieb von 50.000 Flaschen Apfelsaft. Am Ende des Vortrages gab es eine Kostprobe des Safts, der äußerst delikat schmeckte.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Session 3: Imagination</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>The Gift Of Time &#8211; The Present As A Present</em><br />
<a href="http://www.imp.med.uni-muenchen.de/research/systems_neuroscience/index.html" target="_blank">Ernst Pöppel</a> sprach über die Bedeutung der Gegenwart und versuchte diese auch gleich zu definieren. Die Quintessenz seines Vortrags für mich war: &#8220;Die menschliche Auffassungsgabe ist auf 3 Sekunden beschränkt.&#8221; anschließend wird unser Hirn für 500 Millisekunden das es aktuell Beschäftigende neu bewerten. Daher ist das Versmaß von Gedichten in allen Sprachen auf ca. 3 Sekunden beschränkt. Anschließend folgt eine kurze Pause. Dieser Rhythmus wird auch in unseren alltäglichen Dialogen fortgeführt. Die 500 Millisekunden auch gerne mit einer paralinguistischen Vokalisation, also z.B. eines &#8220;Ääähs&#8221; überbrückt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Renaissance Of Space</em><br />
Über die Rückführung des Digitalen ins Reale widmete sich der Vortrag von <a href="http://www.joachimsauter.com/" target="_blank">Joachim Sauter</a>. Es ging um Design. Um die Möglichkeiten, die das Digitale dem Realen bietet. Augmented Reality veranschaulicht an Hand der Betrachtungsprojektoren im historischen Museum Berlin. Eine weiter schöne Umsetzung war die Entwicklung eines Wellenlaufstegs. Der Laufsteg im Trockenen an einem Wasserteich entlang. Beim Auftritt auf den Laufsteg zeichnete dieser vom Auftrittspunkt aus Lichtwellen unter den Steg, die sich im anschließenden Wasser fortsetzen. Als drittes Beispiel zeigte er die Visualisierung der Rasterentwicklung im Design im Realen. Beispiel hierfür ist eine Installation im Museum eines bayrischen Autoherstellers. Punkte, visualisiert durch Stahlkugeln, heben und senken sich sinnlos, bis nach einiger Zeit und unterschiedlichen Zwischenzuständen das fertige Design des Autos entsteht. Durchaus imposant, wobei eher als Kunstprojekt, da mir ein wenig der Bezug zur tatsächlichen Realität fehlt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Design Reaktor</em><br />
Ein weiterer Vortrag zum Thema Design wurde von<a href="http://www.kufus.de/" target="_blank"> Axel Kufus</a> gestaltet. Sein Fazit: „Einfachheit ist nicht Reduktion, sonder Konzentration.“ Er zeigte perfektes Design am Beispiel von q-ton (hab den Namen leider nicht notiert), einem Kanister der im innersten einen holen Zylinder aufweist, durch welchen ein Seil gezogen werden kann und somit der Kanister nicht nur Wasserbehältnis ist, sondern gleichzeitig auch das eigentliche Transportwerkzeug. Wozu Kanister auf Karren klemmen, wenn der Kanister selbst der Karren sein kann. Ein weiteres Beispiel war der Gummibandball. Der Einfachheit und Genialität dieser Art der Aufbewahrung von Gummis kann jeder zustimmen, der seine Gummis bisher andersartig aufbewahrt hat und jedes Mal, wenn er einen benötigte mit verknoteten Gummis zu kämpfen hatte. Genau diesen Spirit versucht Axel Kufus im Design Reactor in Berlin zu vermitteln. Mit erstaunlichen Ergebnissen. Unter anderem ein Teebeutel, der die Durchzugszeit des Tees an Hand eines aus der IT bekannten Statusbalkens am Kopf des Teebeutels anzeigt. Mit was? Mit den einfachen osmotischen Funktionsweisen von Papier.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gaming Can Make A Better World</em></p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="219" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/JaneMcGonigal_2010-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/JaneMcGonigal-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=799&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world;year=2010;theme=the_rise_of_collaboration;theme=art_unusual;theme=a_taste_of_ted2010;theme=design_like_you_give_a_damn;theme=what_s_next_in_tech;theme=new_on_ted_com;theme=media_that_matters;event=TED2010;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="219" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/JaneMcGonigal_2010-medium.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/JaneMcGonigal-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=799&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world;year=2010;theme=the_rise_of_collaboration;theme=art_unusual;theme=a_taste_of_ted2010;theme=design_like_you_give_a_damn;theme=what_s_next_in_tech;theme=new_on_ted_com;theme=media_that_matters;event=TED2010;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Auch in der dritten Session wurde ein <a href="http://www.ted.com/talks/jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world.html" target="_blank">Video einer anderen TED Veranstaltung </a>gezeigt. Jane McGonigal sprach über die Zeit die in Computerspielen investiert wird und das es an uns liegt, diese Zeit als Arbeit wert zu schätzen und zu versuchen, die Energie und Zeit, die Spieler in diese Spiele investieren, in Verbesserungen unserer Gesellschaft zu übertragen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Sternbilder</em><br />
<a href="http://oma.wassergasse.org/" target="_blank">OMA International</a>, eine Wiener Künstlertruppe zeigte audiovisuelles Live Malen. Digital über den Beamer erzählten zwei Akteure allein mit dem Stift und der Drehung des Bildes eine Geschichte zur Orgelbegleitung des dritten Akteurs.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Enantiodromia</em><br />
Alles wird sein Gegenteil, die These von <a href="http://www.eff.org/" target="_blank">John Berry Barlow</a>. Er sprach über die Umkehrungsprozesse der Gesellschaft und die Macht des Teilens von Ideen. Wir müssen uns weiter entwickeln. Weg vom Einbehalten von Ideen, hin zum Teilen. Information ist nur machtvoll, wenn sie geteilt werden kann. Weg vom Monotheismus, als wir auf wenigen Büchern, die wir gelesen haben unser volles Verständnis und unsere Weltanschauung aufgebaut haben, hin zum Multitheismus. Das Internet ist die größte Erfindung, seit der Erfindung des Feuers. Wir sollten damit das Bestmögliche machen: &#8220;Let us be good ancestors.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Das ist meine erste und schnelle Zusammenfassung des heutigen Tages. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Der Umfang des Gehört und Gesehenen könnte diesen Artikel gut auf die doppelte Länge strecken. Würde ich die geführten Gespräche der Pause ebenfalls mit aufnehmen, würde ich heute vermutlich nicht mehr schlafen. Es war eine inspirierende und gut organisierte Veranstaltung. Ich denke ich konnte einiges mitnehmen und kann allen nur empfehlen, die Chance einer TEDx, sollte sie sich bieten, wahr zu nehmen.</p>

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		<title>WWF Facebook Campaign</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 17:45:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nette Kampagne vom WWF um auf das Aussterben der Tiger  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nette Kampagne vom <a href="http://www.wwf.de" target="_blank">WWF</a> um auf das Aussterben der Tiger aufmerksam zu machen. <a href="http://fb.wwf.de/index.php?FB=true" target="_blank">Aufmerksam zu machen</a>. Nicht mehr und nicht weniger. Aber die Umsetzung gefällt mir wirklich. Nicht nur durch die Bestätigung auf den &#8220;<a href="http://www.facebook.com/wwfde#" target="_blank">Gefällt mir</a>&#8221; Knopf.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/wwf.jpg" rel="lightbox[1398]"><img class="size-medium wp-image-1399  aligncenter" title="wwf" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/wwf-300x159.jpg" alt="" width="300" height="159" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wer sich jetzt mehrmals eingelogged hat und sich über die Änderungen wundert, ich startete den Versuch, Artikel von meinem Smartphone aus mit Hilfe einer Wordpress App zu veröffentlichen. Hat nicht wirklich funktioniert.</em></p>

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		<title>Handelsblattcover vom 29.04.2010</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 08:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[finanzkrise]]></category>
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		<description><![CDATA[Irgendwie genial. Leider kenn ich nur die Titelseite un [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie genial. Leider kenn ich nur die Titelseite und nicht den Inhalt. Er sollte vielleicht die gleiche Farbe haben.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/?q=gallery/&amp;g2_itemId=98349#c17993&amp;g2_page=&amp;thumbnail="><img class="aligncenter" src="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/?q=gallery/&amp;g2_view=core.DownloadItem&amp;g2_itemId=98367" alt="" width="350" height="515" /></a></p>

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		<title>Gedanken zu Dumm 3.0</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 16:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem wurde im Online Bereich der Zeit ein Intervi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor kurzem wurde im Online Bereich der Zeit <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/markus-reiter-dumm-3.0" target="_blank">ein Interview mit Markus Reiter </a>veröffentlicht, der zu seinem Buch: &#8220;Dumm 3.0&#8243; Auskunft gab und recht polemisch auf die schöne neue Webwelt einprügelte. Auch wenn ich mit ihm sicher nicht in allen Teilen übereinstimme und seine Herangehensweise als zu difamierend empfinde muss ich ihm leider zum Teil durchaus zustimmen. Er hat recht, wenn er sagt,  nur ein kleiner Teil der Menschen nimmt überhaupt die Möglichkeiten der Online-Präsenz wahr. Dies setzt er dann aber mit den sogenannten Eliten gleich, die schon in der Vergangenheit etwas zu sagen hatten. Dies zeugt von einer gewissen Ignoranz gegenüber dem, was tatsächlich im Netz passiert. Sicher, die allgemein gesellschaftliche Relevanz der von der Elite Zugehörigen publizierten Inhalte ist höher. Werfe ich jedoch einen Blick in die Foren und Seiten abseits des Mainstream sehe ich durchaus eine Partizipation von Menschen, die sich keinerlei Elite zugehörig fühlen. Beispiel Facebook: Facebook als Social Network ermöglicht den Austausch unter Gleichen. Das sind in erster Linie mal die Freunde, die sich gegenseitig Postings auf ihre Kommentare und Pinwände setzen und sich auf diese Art und Weise austauschen, auch über Kontinente und Gewässer hinweg. Dies ist sicher nicht von hoher gesellschaftlicher Relevanz, aber für das Individum von größtmöglicher Relevanz. Sicher, auch in der Vergangenheit konnte ich meine Rechnungen nicht durch die Gespräche und dem Austausch mit meinen Freunden begleichen, aber sind wir in einer Zeit angelangt, in der jede Handlung auf die ökonomische Dringlichkeit hin überprüft werden muss? Der Stammtisch, als Basiscamp des politischen Diskurs hat ökonomisch auch keinen Sinn gemacht. Abgesehen vielleicht für den Wirt. Und genau an diesem Punkt muss ich zustimmen. Befeuert auch durch einen Abgesang der <a href="http://www.taz.de/1/netz/netzoekonomie/artikel/1/wir-nennen-es-blase/" target="_blank">TAZ auf die &#8220;Digitale Bohème&#8221;</a>, sehe ich die aktuelle Entwicklung skeptisch. Durch unseren freiwilligen und aktiven Beitrag auf aktuellen Plattformen &#8220;<span id="hauptspalte">&#8230;werden wir  zu digitalen Bauern, die für Lords der digitalen Wolken (&#8230;) kostenlose Inhalte bereitstellen.&#8221; Die Einzigen, die aus diesen Inhalte dann tatsächlich Profit generieren können, sind die Plattformanbieter. Sicher, sie stellen uns Tools und Hilfsmittel zur Seite, mit Hilfe derer wir Inhalte publizieren können. Dank derer wir uns keine Gedanken über Speicherplatz, Dateiformat oder Schnittstellenkompatibilität machen müssen. Doch sicher nicht aus altruistischen Interessen. Sie geben uns die Tools, damit wir für sie die Felder bestellen. Die Ernte dieser Saat geht dann auch wieder zum Teil an uns zurück, indem sie Entwickler bezahlen, die noch bessere Tools für uns erstellen. Doch zumindest der Zehnte wird sich dabei in ihren Taschen finden. Leider fällt es mir schwer, Gegenentwürfe zu zeigen oder bessere Vorschläge zu bringen. Doch freue ich mich schon heute auf  den Vortrag von <a href="http://cargocollective.com/codingconduct/" target="_blank">Sebastian Deterdin</a>g zum Thema: </span><a title="'Der gefährliche Mythos vom dezentralen Internet'  lesen" rel="bookmark" href="http://re-publica.de/10/2010/03/29/der-gefahrliche-mythos-vom-dezentralen-internet/">Der gefährliche Mythos vom dezentralen Internet</a> sowie auch auf die anderen Vorträge der <a href="http://re-publica.de/10/" target="_blank">Re:publica</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Am Rande: Eventuell ist dieser Post etwas zu speziell auf meine derzeitigen Probleme beim Aufsetzen eines neuen Webangebots angelehnt. Zu meinem Erschrecken muss ich feststellen, dass ich all die Plattformen und Tools dort draußen sicher beherrsche, jedoch auf Coding-Ebene um eben wirklich etwas Neues anzubieten trotz Studium leicht überfordert bin. Und da überkommt mich ein leichtes Schaudern hinsichtlich der vielen Inhalte, die von Personen ins Netz gestellt werden, die dies vermutlich auch nur können, weil ihnen jemand die entsprechenden Tools gibt. Wo ist der Beitrag nachdem er einmal publiziert wurde?</em></p>

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		<title>Wer braucht die ganzen Brötchen?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 18:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zurück in Deutschland, nach dem ersten Marsch durch di [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zurück in Deutschland, nach dem ersten Marsch durch die Stadt. das alte Gefühl der fehlenden Vielfalt. Während in sogenannten unterentwickelten Ländern die Straßen von vielfältigen Händlern gesäumt sind. Verwöhnte Augen durch den Anblick von Händlern die ihre Ware auf der Straße ausgebreitet haben, mobil auf Wägen, in den Händen oder kleine Auslagen in Geschäften haben, wo jeweils unterschiedliche Dinge angeboten werden, schockt mich hier die Monotonie. Die Monotonie der Kamps, Backhus und wie sie alles heißen, wiedert mich an. Dazu noch die neuen Konzepte der Selbstbedienungsbäckereien. Sind in der Vergangenheit freie Ladenfläche des sterbenden Einzelhandels schnell mit Handyläden besetzt gewesen, folgt nur die Welle der Verkoster. Sobald ein Laden frei wird, kann man fast eine Wette darauf abschließen, dass sich dort entweder ein Bäcker oder ein Dönerladen als nächstes niederlassen wird. Wurde ein Laden geschlossen und ein neuer Mieter hat bereits versagt, steigt anschließend die Wahrscheinlichkeit für die Eröffnung eines Nahrungsanbieters auf nahezu 100%. Wie kommt das? Wieso ausgerechnet Dönerläden und Bäckereien?</p>
<p style="text-align: center;"><a title="0046_Z by gemeinde.niederhelfenschwil, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/niederhelfenschwil/543593754/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1163/543593754_edb7bf10a5.jpg" alt="0046_Z" width="300" height="307" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich nehme an dies ist in der Einfachheit der notwendigen Ressource begründet. Für die Bäckerei brauche ich im Endeffekt eine Theke und einen Heißluftofen. Für den Dönerladen eine Theke und einen Dönergrill. Dazu eine Person als Arbeitskraft und die eigentlichen Rohstoffe kommen aus der Gefriertruhe. Und die sind dann überall die gleichen. Teiglinge oder Spieße aus der Großproduktion, mit billigstem Arbeitseinsatz und dem Ausnutzen von Mitarbeitern gepaart mit den günstigsten Zutaten auf Grund von Staffeleffekten. Ich möchte die Qualität nicht in Frage stellen, ich vertraue auf das staatliche Lebensmittelkontrollsystem. Schmecken tut es mir dennoch nicht mehr. Es ist zu fad. Ich muss nicht zu jeder Zeit frisch aufgebackene Brötchen bekommen. Wieso muss ich die mir überhaupt noch in der Bäckerei holen? Im Endeffekt könnte ich dieses Aufbacken auch gleich bei mir im Herd machen. Und dann habe ich wirklich immer &#8220;frische Brötchen&#8221;, auch wenn ich mich gegen diesen Terminus zur Wehr setzten möchte.</p>
<p style="text-align: justify;">In meiner Jugend, sind wir regelmäßig nach Rückkehr aus Discothequen noch zum dörflichen Bäcker gegangen. Dort lagen er auf dem Tisch, der frische Teig. Der Geselle hat daraus Brötchen und Brezeln gedreht. Die kamen in den Ofen der Backstube, während wir noch Kaffee getrunken haben. Wenn sie fertig waren wurde sie in Kisten gefüllt und in die Filiale geschafft oder wanderten bevorzugt in Form von Käsestangen direkt in unsere Mägen. Das waren wirklich frische Brötchen. Meist hat man noch ein paar zu Hause für die Familie mitgenommen, immerhin umging man so das morgentliche Aufstehen zum Brötchenholen. Und irgendwann im Laufe des Nachmittags waren die Brötchen in der Bäckerei aus. Es gab noch etwas Brot, aber keine Brötchen mehr. Und das war auch gut so. Heute ist es on demand, wann immer ich zum Bäcker gehe liegen noch zig Brötchen in der Auslage. Was mit denen wohl anschließend passiert? Vermutlich wandern sie auf den Müll. Aus dem Film: <a href="http://www.we-feed-the-world.at/facts2.htm" target="_blank">We feed the world</a> ist mir folgendes Zitat hängen geblieben. &#8220;<em>Die Stadt Wien wirft täglich so viel Brot weg, wie die Stadt Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs pro Tag benötigt.</em>&#8221; Widerlich. Ich will keine Bäckereien mehr sehen, zumindest nicht in diesem Umfeld, ich möchte Bäckereien mit eigener Backstube, Bäckereien in denen ein Handwerk ausgeübt wird und keine Dienstleistung. Ich möchte wieder genießen. Doch es wird schwieriger. Hier in Hamburg kenne ich derzeit nur eine Bäckerei, die noch eine eigene Backstube hat.</p>

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		<title>Verkaufsoffene Sonntage. Nochmal Glück gehabt</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 21:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute fes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute festgestellt, die Freigabe aller vier Adventssonntag verstoße gegen den besonderen Sonntagsschutz im Grundgesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich freue mich über diese Entscheidung. Weshalb? Nicht weil ich den Sonntag als heiligen siebten Tag der Woche ansehe, sondern weil der Sonntag und auch der Samstag, sprich das Wochenende, für mich die höchste Erungenschaft unserer Kultur darstellt. Wochenende bedeutet frei haben, zumindest für mich, für Schüler und auch für den Großteil meiner Mitbürger. Frei bedeutet, frei von Arbeit, befreit von der Notwendigkeit dem Lebensunterhalt nach zu gehen. Die Freiheit den Tag zu planen wie es mir gefällt. Ob mit Freunden, mit kulturellen Veranstaltungen, mit ausgeprägten Spaziergängen oder Ausflügen oder aber auch einfach den Tag gediegen mit einem guten Buch im Bett oder der Wohnung wegdrücken.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich, ich könnte den Tag auch nutzen um Einkäufe zu tätigen, wenn die Geschäfte den offen wären. Schön wäre auch, wenn ich die Zeit für einen Arztbesuch nutzen könnte. Unter der Woche habe ich auch wenig Zeit um Ämter aufzusuchen. Es wäre auch mal Zeit sich über Versicherungen Gedanken zu machen. Ich gehe jetzt Sonntags zur Vermögensberatung. Plötzlich kann ich all diese Aufgaben auch am Sonntag wahr nehmen. Und irgendwie nicht mehr die Dinge, die ich noch früher gemacht habe. Freunde treffen, viele von ihnen arbeiten seit neustem auch am Sonntag. Was mach ich bloß, was mach ich bloß? Ich tue die Dinge, die ich sonst unter der Woche nicht schaffe. All das oben genannte. Und auf einmal will der Kunde meiner Firma sieben Tage durcharbeiten und braucht dafür unsere Zuarbeit. Ich sitze Sonntags nun auch im Büro. Die Freizeit die bleibt sind meine 30 Tage Urlaub.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit dies nicht passiert hoffe ich, dass Justiz und Politik noch lange ihre schützende Hand über das Wochenende halten und den Sonntag als besonders schützenswert ansehen. Freiheit statt Konsum.</p>

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		<title>Barcamp Hamburg 09 #bchh09</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 22:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die letzten Tage mein Rechner etwas zickig war, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem die letzten Tage mein Rechner etwas zickig war, kommt mit etwas Verspätung nun meine persönliche, ultimative Zusammenfassung des <a href="http://www.barcamp-hamburg.de/" target="_blank">Barcamps Hamburg 2009</a> im <a href="http://www.otto.de" target="_blank">OTTO</a> Hauptquartier in Hamburg.<br />
Es war gut, witzig und einfach von der Art und Weise ne gute Freizeitgestaltung. Leider war dieses Jahr Freitag der erste Tag, der sich mir als &#8220;normaler Arbeitnehmer&#8221; nicht erschlossen hat. So blieb nur der Samstag, auch wenn der Freitag einen durchaus spannenden Sessionplan ergeben hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>BILDUNG UND SOCIAL MEDIA</strong><br />
Nach der Einführungsveranstaltung besuchte ich als erstes die Session zum Thema: &#8220;Bildung und Social Media&#8221; von Ralf Appelt. Ein Blick auf die Präsentation langt grundsätzlich und ich muss nicht nochmal extra die Inhalte der Präsentation zusammenfassen.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="__ss_2498416" style="width: 425px; text-align: center;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Nutzung von social Software an der Fakultät EPB der Universität Hamburg" href="http://www.slideshare.net/ralfa/nutzung-von-social-software-an-der-fakultt-epb-der-universitt-hamburg">Nutzung von social Software an der Fakultät EPB der Universität Hamburg</a></p>
<p style="text-align: center;"><object style="margin:0px" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=bchh09-socialmedia-epb-091114051415-phpapp02&amp;stripped_title=nutzung-von-social-software-an-der-fakultt-epb-der-universitt-hamburg" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin:0px" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=bchh09-socialmedia-epb-091114051415-phpapp02&amp;stripped_title=nutzung-von-social-software-an-der-fakultt-epb-der-universitt-hamburg" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">documents</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/ralfa">Universität Hamburg</a>.</div>
</div>
<p style="text-align: justify;">Lieber gehe ich auf die Nachfragen und die Diskussion nach der Präsentation ein. Fakt ist, es gibt keine eierlegende Wollmilchsau für den Bildungsbereich. Im Endeffekt ist es ein bunter Werkzeugkasten, aus dem Dozenten, Studenten, Lehrer und Schüler sich selbstständig bedienen können und die Auswahl der gewählten Werkzeuge auf folgende Parameter beschränken: Bedienbarkeit, Akzeptanz und Relevanz. Leider wurde der Punkt Relevanz zu wenig beachtet. Social Media sollte heute nicht nur bedeuten, dass ich alles was ich zu einem bestimmten Thema gefunden habe mit jedem teile, sondern das gesammelte Inhalte auch bewertet werden und nur die relevantesten Punkte (basierend auf basisdemokratischer Entscheidung aller Nutzer (daher Akzeptanz)) allen zugänglich sind, ohne dass man sich durch all die Dokumente klicken muss um am Schluss seine Quintessenz zu entnehmen. Im Endeffekt geht es genau darum, die richtige Aggregation der Inhalte zu finden, so dass man möglichst viel Inhalt und Hintergrund aufnehmen kann. Ob wir mit Social Media dort wirklich was erreichen können? Gibt es da draußen Doppelgänger, die so ticken wie ich es tue? Die ein ähnliches Lernbild haben? Kann mir jemand die Arbeit der Aggregation abnehmen und mich dort entlasten, so dass ich anschließend besser und mehr lernen kann?</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen Ende der Session driftete die Runde etwas in Richtung Social Media und Lehrer ab. Pauschal wurden alle Lehrer mit fehlendem Wissen und Verständnis für Social Media Plattformen abgestempelt. Allerdings wurde noch auf das <a href="http://www.loveitorchangeit.com/2009/07/06/educamp-in-hamburg-2010/" target="_blank">EduCamp im Hamburg</a> <a href="http://twitter.com/ec10hh" target="_blank">hingewiesen, </a>welches vom 5.+6. Februar stattfinden soll. Wenn ich Zeit habe werde ich dort hingehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
GOOGLE WAVE</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Google Wave Session war zwar gut besucht, aber leider habe ich dort nichts neues erfahren. <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/google-wave-uberwaltigend/" target="_blank">Meine persönliche Einschätzung</a> zu Wave hat sich seit dem letzten Eintrag zu diesem Thema nicht wirklich geändert.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>TWO FOR FASHION</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie letztes Jahr auch haben die Social Media Mitarbeiter von <a href="http://www.otto.de" target="_blank">Otto</a> den <a href="http://www.twoforfashion.de" target="_blank">Two for Fashion</a> Blog vorgestellt. Nachdem es im letzten Jahr noch um den Blog an sich ging und die Bewertung bezüglich der Besucherzahlen wurde das Projekt mittlerweile in den Regelbetrieb überführt und stellt ein angesehenes Onlinemedium im Gesamtonlinemarketingfundus des Ottokonzerns dar.<br />
Dieses Jahr die spannende Frage: &#8220;Wie kann ich für Social Media finanziell rechtfertigen? Wie kann ich die Conversion berechnen?&#8221; Leider konnte diese Frage niemand im Auditorium richtig gut beantworten. Da die bloße Verlinkung zu einer Shoppingsite nicht wirklich darstellt, wie hoch die Qualität der Beiträge und Einträge, die Qualität der Leser und Kommenteure ist. Im Gegensatz zu reinen Above The Line Werbekonzepten gibt es keine wirklichen Werbeequivalenzwerte, vermutlich einfach noch nicht. Eines ist klar, der klassische Conversion- bzw. Affiliateansatz der Online-Werbung ist hier nicht durchsetzbar, da der Social Media Bereich in der Regel keine direkten Kaufimpulse auslöst, sondern eher eine Schnittstelle der Firmen darstellt, sich nach Außen zu öffnen um mit den Kunden zu kommunizieren, was grundsätzlich auch bedeutet sich mit Kritik auseinander zu setzen. Zu dem ganzen Thema habe ich mich <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wie-sich-organisationen-im-marketing-anpassen-sollten/" target="_blank">jedoch vor längerem ausgelassen</a> und möchte hier bei der kurzen Zusammenfassung bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Two For Fashion Session war es Zeit Mittag zu essen und ein paar Gespräche abseits von Sessions zu führen. Dies überdauerte auch den anschließenden Sessionblock. So blieb nur noch eine Session, die mich wirklich interessierte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>FACEBOOK CONNECT</strong></p>
<p style="text-align: center;">
<div id="__ss_2512436" style="width: 425px; text-align: center;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Hamburg Barcamp: Facebook Connect" href="http://www.slideshare.net/Tribal_DDB_Hamburg/hamburg-barcamp-facebook-connect">Hamburg Barcamp: Facebook Connect</a><object style="margin:0px" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=091114fbconnectbchh09-091116130053-phpapp02&amp;stripped_title=hamburg-barcamp-facebook-connect" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin:0px" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=091114fbconnectbchh09-091116130053-phpapp02&amp;stripped_title=hamburg-barcamp-facebook-connect" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/Tribal_DDB_Hamburg">Tribal DDB Hamburg</a>.</div>
</div>
<p style="text-align: justify;">Der Ansatz für diese Session von Hertje Brodersen von Tribal DBB war der Punkt, dass wir so viel im Netz unterwegs sind und so viele unterschiedliche Logins beherrschen müssen, so dass eine konstante und konsitente Identität die Nutzbarkeit deutlich erhöhen würde. Zumindest aus Usersicht. Aus Sicht von Unternehmen ist es natürlich auch interessant, das Profil des Kunden zu kennen. Seine Interessen, seine Freunde, seine Leidenschaft. Auch dem Kunden kann es von Vorteil sein, wenn er seinen Kontakten von allen Seiten die er besucht hat, Inhalte empfehlen kann. Genau hier setzt Facebook Connect an. Es geht schnell, ich kann auf ein existierendes Login zurückgreifen und dieses &#8220;überall&#8221; verwenden. Im Endeffekt ist dies eine weitere Ausbaustufe des <a href="http://openid.net/" target="_blank">OpenID</a> Ansatzes nur diesmal mit mehr Power. Facebook ist mittlerweile immerhin das größte Netzwerk der Welt mit über 300 Mio Nutzern. Wenn ich diesen Nutzern keine zusätzlichen Schwellen in den Weg lege, besteht eine größere Wahrscheinlichkeit diese auf meine Inhalte zu lenken. Irgendwie ist der Ansatz auch für mich ganz nett. Wenn ich mir vorstelle heute bei einem Shop einzukaufen, bei dem ich noch nie eingekauft habe und dort dann meine Adresse nicht mehr eingeben muss, sondern diese aus Facebook ziehen kann, spare ich mir mit Sicherheit ein paar Minuten. Dies auf ein Jahr hochgerechnet, ein paar Stunden. Im Endeffekt spare ich aber auch dem Internt weitere Redundanzen. Ich reduziere den Informationsoverhead. Das ist der praktische Teil. Meine Interessen und Leidenschaften möchte ich nicht unbedingt in Unternehmenshänden wissen um dementsprechend individualisierte Werbung zu erhalten. Das größte Problem, wirklich mit einer einzigen ID durchs Netz zu kommen sehe ich im Moment grundsätzlich darin, dass Facebookprofile und auch die Profile in anderen Netzwerken gefälscht werden können. Wenn ich einen Webshop betreiben würde und Kunden ermöglichen würde, sich mit Facebook Connect einzuloggen bestünde die Gefahr, dass es ein Fakeprofil ist und ich die Ware an jemanden sende, der am Ende nicht zahlt. Diese Sicherheit hätte ich nur mit der Kombination von Bezahlmethoden wie PayPal, Kreditkarte oder Vorabzahlung. Ansonsten würde mir für diese Anbindung derzeit noch das Vertrauen fehlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies war die letzte Session und anschließend hat es auch gelangt und ich hab mich wieder auf den Heimweg gemacht. Nächstes Jahr werde ich gerne wieder teilnehmen. Davor kommt am 2. Dezember erst mal die nächste <a href="https://www.xing.com/events/twittnite-hamburg-2-12-2009-422442" target="_blank" class="broken_link">Twittnite</a>, das <a href="http://twitter.com/twittgluehenHH" target="_blank">Twitterglühweintreffen</a> und das <a href="http://www.loveitorchangeit.com/2009/07/06/educamp-in-hamburg-2010/" target="_blank">EduCamp.</a> Und was sonst noch passiert wird man mit Sicherheit hier lesen können. <a href="http://blog.kassenzone.de/2009/11/16/barcamp-hamburg-2009-die-abrechnung/" target="_blank">Ich kann auch noch die zahlenmäßige Zusammenfassung zum Barcamp Hamburg empfehlen.</a></p>

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		<title>Gut gefülltes Wochenende in Hamburg</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 22:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenende]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn der Titel auf den Genuss von alkoholhaltigen  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Auch wenn der Titel auf den Genuss von alkoholhaltigen Getränken schließen lässt, ist dies nicht ganz richtig. Freitag Abend noch fürchterliche zwei Stunden auf <a href="http://www.drumsofdeath.com/" target="_blank">Drums of Death</a> gewartet und vor dessen Erscheinen dann lieber doch selbst verschwunden, da die Warm-Up DJs in der <a href="http://www.prinzenbar.net/" target="_blank">Prinzenbar</a> einfach zu schlecht waren.</p>
<p style="text-align: justify;">Samstag<a href="http://www.barcamp-hamburg.de/" target="_blank"> Barcamp Hamburg 2009</a>. Dazu folgt in den nächsten Tagen noch eine ausführlichere Zusammenfassung. Abends dann irgendeine schräge Party im <a href="http://www.koflerkompanie.com/de/spaces_de_curiohaus.html" target="_blank">Curio-Haus</a>. War nicht wirklich gut, daher der Abend früh zu Ende. Die Nacht vorbei. Doch wie es sich so darstellt, wenn man des Nachts die Energie nicht vollständig abbauen kann kommt am nächsten Tag die zu füllende Leere. Speziell Sonntags.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher hab ich heute noch die Chance genutzt, den vorletzten Tag der Ausstellung: &#8220;<a href="http://www.mkg-hamburg.de/mkg.php/de/sonderausstellungen/aktuell/detail/~S612/" target="_blank">Rosa. Eigenartig grün.</a>&#8221; im <a href="http://www.mkg-hamburg.de" target="_blank">Museum für Kunst und Gewerbe</a> zu besuchen. Die Sammlerin Rosa Schapira hat einiges an Werken der Künstlergruppe: &#8220;Die Brücke&#8221; zusammengetragen, die nun dort ausgestellt wurden. Neben den Kunstwerken wurden auch die Dokumente ihrer Vertreibung aus Deutschland zu Zeiten des Nationalsozialismus ausgestellt. Diese Dokumente auf denen in unschuldigen Zahlen, aber mit deutscher Akribe, die Eigentümer von Rosa Schapira inventarisiert werden. Nach ihrer Flucht nach England werden diese Eigentümer versteigert. Auch dies wieder akribisch erfasst. Mit Preis und Höchstbietendem. Leider gelten all die Kunstwerke dieser Einlagerung und Sammlung, nach ihrer Versteigerung als Verschollen. Vermutlich ist ziemlich viele von diesen Werken in den Bombennächten Hamburgs zerstört wurden. Immerhin gab es für die Eigentümerin gegen Ende ihres Lebens eine Entschädigung durch den deutschen Staat.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Kunst habe ich mir noch die Ausstellung: &#8220;<a href="http://www.fenomenikea.de/" target="_blank">Fenomenikea</a>&#8221; angesehen. Gewerbe, Gewerbe, Gewerbe. Speziell der Film zur Einstimmung auf die Ausstellung ist sehr gelungen, stellt für mich aber eher einen besseren Werbefilm dar und weniger eine kritische Auseinandersetzung mit dem Weltkonzern dar. In der Ausstellung wird IKEA hochleben gelassen und der Einfachheit und des Preises der Produkte gehuldigt. Einzig und allein der Satz: &#8220;IKEA als Gegenpol zum Statusdenken, will bewußt billig sein. Denn nur billige Güter ermöglichen die klassenlose Gesellschaft mit Gütern für alle.&#8221; Prost, Mahlzeit. Mit diesem Statement muss ich mich irgendwann noch einmal tiefer gehend beschäftigen. Am beeindruckensten war das von Jung von Matt zusammengestellte: &#8220;Deutsche Durschnittswohnzimmer 2009&#8243; &#8211; Sofa, Schrankwand und Glascouchtisch. Sowas kannte ich bisher nur aus schlechten Realitydokus der Privatsender. Eine nette Ausstellung, aber nicht wirklich weltbewegend. Beim Stromern durch die Räumlichkeiten des MKG bin ich dann noch auf die Hamburger Zimmer des Barock und des Jugendstils gestoßen. Krasser Kontrast zum IKEA-Programm, schön und teuer.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Aben hab dann endlich auch mal die <a href="http://www.zeise.de/" target="_blank">Zeise Kinos</a> besucht. Ein nettes Kino in einem interessanten ehemaligen Industriegebäude in Altona. Sollte man definitiv mal gesehen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Film wählte ich: &#8220;<a href="http://www.dasweisseband.x-verleih.de/" target="_blank">Das weiße Band</a>&#8220;. Schwarzweiß ohne Hintergrundmusik zeigt er den schon weiter oben genannten deutchen Geist am Anfang des 20. Jahrhunderts. Fleißig und ergeben, dennoch brutal und hinterhältig. Ob es wirklich so war? Ich weiß es nicht. Aber trotz der relativ langen Laufzeit ist der Film zu keinem Zeitpunkt langatmig oder anstrengend. Auch wenn dies hier jetzt alles nur ein kurzer Abriss ist, muss es sein, da ich nicht weiß, ob ich mich sonst noch daran erinnern kann, wenn ich es jetzt nicht anführe.</p>

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		<title>Autopiesis oder Sammeln für Fortgeschrittene</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 21:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Shopping]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Niklas Luhmann beschrieb gesellschaftliche Systeme. Sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann" target="_blank">Niklas Luhmann</a> beschrieb gesellschaftliche Systeme. Seine Definition von Systemen besteht darin, dass Systeme in Differenz zur Umwelt und in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autopoiesis" target="_blank">Autopoiesis</a> operieren. Seine Systemtheorie beruft sich auf die Theorie der sich selbst herstellenden, autopoietischen Systeme. So sieht er zum Beispiel eine Uhr nicht als System an, da diese zwar aus Teilen besteht, die systematisch ineinander arbeiten, aber die Uhr ist von jemandem ausserhalb der Uhr hergestellt. Ihr Regelwerk kommt von außerhalb der Uhr selbst. Ein weiteres Beispiel hierfür wären Computer und Software.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute wurde ich erneut eines Systems, das definitiv als autopoietisch anzusehen ist. Kundenbindungsmaßnahmen in Form von Bonusprogrammen.Beispiel hierfür ist die <a href="http://www.payback.de/" target="_blank">Payback</a> Card. Ab einem bestimmten Einkaufswert werden dem Kunden Bonuspunkte gutgeschrieben, die er dann ab einer bestimmten Punktezahl gegen eine Prämie eintauschen kann. Ein weiteres Beispiel stellt die <a href="http://www.bahn.de/p/view/bahncard/bahncard.shtml" target="_blank">Bahncard </a>dar. Doch kann man dort auch nicht mehr als Punkte sammeln und am Ende gegen Prämien eintauschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Folgendes habe ich gelernt: Das höchste der Gefühle ist das <a href="http://www.miles-and-more.com/online/portal/mam/de/homepage" target="_blank">Miles&amp;More</a> Programm. Ab einer gewissen Anzahl von Flugmeilen, die man für alles mögliche gutgeschrieben bekommt (Flüge, Hotelbuchungen, Zeitungsabonments, etc.), erhält man einen besonderen Status. Vielflieger. Frequent Traveller. Dieser Status hebt einen auf eine neue Ebene. Man kann immer schneller einchecken, da man als Businesskunde gilt. Ab einem gewissen Status erhält man inklusive einem Gast, dem man Stolz seine Wichtigkeit beweisen kann, Zutritt zu Flughafenloungen überall auf dem Globus um sich die Wartezeit zu vertreiben. Mit freiem Essen, Trinken und Internet.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn das kein Leben ist. Wer diesen Status erreicht hat, muss ihn aber auch dementsprechend pflegen. Bei einem Transitflug sollte man ab einer Wartezeit von 20 Minuten auf alle Fälle mal kurz in diese Lounge gehen. Denn wenn man schon was umsonst bekommt&#8230;.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer hat sich dieses Konzept ausgedacht? Irgendwelche Genies in Diensten von Konzernen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer nutzt diese Konzepte? Genies in Diensten von Konzernen. Denn, die nötigen Meilen werden die wenigsten Personen für ihr privates Reiseverhalten erwerben. Dienstreisen machen den Großteil der Meilen aus. Und plötzlich wertet die Dienstreise die Person auf. Das Ziel ist nicht mehr nur die eigentliche Aufgabe für die man bezahlt wird. Das Ziel ist plötzlich auch Erhalt und Ausbau des Status.</p>
<p style="text-align: justify;">Da die Unternehmen aber keine Wohltäter sind, werden diese Bonusleistungen für Organisation und Exekution des Bonussystems auf alle Kunden umgelegt und schon ist jeder Teil dieses Systems und wir können uns dagegen nicht mehr wehren. Dabei möchte ich doch nur reisen, wenn ich reisen muss und kaufen, wenn ich kaufen muss. Nur dadurch allein kann dieses System anscheinend nicht funktionieren.</p>

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