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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; Wochenende</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Großväter</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 09:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Großvater hat damit begonnen seine Familienbilder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mein Großvater hat damit begonnen seine Familienbilder zu digitalisieren und mir eine Kopie des Albums gegeben. 180 Bilder aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Er, seine Geschwister und seine Familie, gebannt auf schwarzweiß. Ich habe mir alle Bilder von ihm vorführen lassen. Wir verbrachten den gesamten Nachmittag damit. Ein schöner Nachmittag. Vielleicht ähnlich dem, den er auf unterem Bild mit seinem Großvater in der Stadt verbracht hat.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/07/000013.jpg" rel="lightbox[1630]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1631" title="000013" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/07/000013-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a></p>

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		<title>Nachts in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 16:53:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin macht sich daran seine Faszination mehr und mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Berlin macht sich daran seine Faszination mehr und mehr einzubüßen. Zumindest für mich. Nicht auf Grund <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,701234,00.html">der aktuellen Schlagzeilen</a>, dass sie den Spitzenplatz in der Unterhaltungsgastronomie verloren haben, nein, mein Gefühl sagt mir: „Berlin kocht auch nur mit Wasser.“ Am Ende treffe ich auf meinen Ausflügen die gleichen Menschen wie überall anders auch. Ausgehend, mit dem Wunsch sich der kollektiven Identität der Ausgeher und Unternehmungslustigen anzuschließen. Nicht allein zu sein, Menschen zu treffen die man treffen müsste. Und so steht man in Kneipen, Bars und Clubs und lässt den Blick durch die Menge schweifen. Hoffend in einem klaren Ausschnitt eine interessante Person allein auf Grund ihres Aussehens zu erkennen. Man kann nur gucken. Sprechen ist unmöglich, die Katze im Sack. Nehm ich das Heft in die Hand und spreche den ersten Satz oder nicht. Was, wenn sich der Angesprochene nicht für meinen Text interessiert? Vielleicht schätz ich die Person auch falsch ein und sie ist gar nicht auf der Suche nach Anschluss, sondern geht hier einem anderen Antrieb nach? Oder was mache ich, wenn die Angesprochene sich als Hohlbrot entpuppt? Als hübsches Ding, als Schmuck, der Inhalt der Erstkontaktaufnahme allerdings schon so langweilig, das man eigentlich sofort die Flucht ergreifen sollte. Doch was sagt man dann? „Sorry, du bist mir zu doof. Tschüss dann.“  Ich wünschte ich könnte, doch so quäle ich mich durch die Gespräche bis sich die Möglichkeit zur Flucht ergibt. Also was ist das Ziel des Ausgehens? Die Antwort bleibt mir auch Berlin schuldig. Wir waren viele, zu fünft unterwegs den Abschied eines Freundes zu feiern. Deshalb waren wir dort, doch was war dein Antrieb?</p>

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		<title>Hamburger Auflauf am 09. Mai 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 19:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aufstieg von St. Pauli in die erste Fußballbundesliga. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Aufstieg von St. Pauli in die erste Fußballbundesliga. Tausende drängen sich Nachmittags auf dem Spielbudenplatz zum Public Viewing. Unglücklicherweise müssen einige der Besucher entweder am Vortag zu tief ins Glas geblickt haben, oder aber einen ausgiebigen Frühschoppen eingelegt haben. Denn viele der besten Plätze außerhalb der Absperrungsgitter um den Spielbudenplatz waren von Kotze bedeckt. Nicht wirklich attraktiv um von dort das Spiel zu verfolgen. Am Ende hat man aber auch nicht wirklich was versäumt. Das Spiel endete mit einer Niederlage für St. Pauli was den anwesenden Fans in keinster Weise die Laune verdorben hat, da der Aufstieg schon in der Woche zuvor schon (so gut wie) besiegelt war. Aber es war voll auf der Reeperbahn. Die Straße für Autos schon frühzeitig gesperrt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/spielbudenplatz.jpg" rel="lightbox[1371]"><img class="size-medium wp-image-1372  aligncenter" title="spielbudenplatz" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/spielbudenplatz-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich schenkte mir die Aufstiegsfeier und besichtigte noch die Grünanlagenfeier im Schanzenpark. In den letzten beiden Jahren ein Garant für ausgelassene Stimmung, gute Musik und vor allem schönes Wetter. Da letztes nicht vorhanden war, kam auch ersteres nicht zum Zuge. Dennoch, auch hier viele Besucher und der Park gut gefüllt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/gruenanlagen.jpg" rel="lightbox[1371]"><img class="size-medium wp-image-1374  aligncenter" title="gruenanlagen" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/gruenanlagen-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Lang hielt es mich auch hier nicht. Es war zu kalt. Ich will lieber wieder Sonne. Auch wenn es dann nicht so voll ist. Aber es war auch dieses Jahr schon mal anders.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/strandpauli.jpg" rel="lightbox[1371]"><img class="size-medium wp-image-1373  aligncenter" title="strandpauli" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/05/strandpauli-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>

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		<title>Kongress für Anders</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 09:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Chapeau. Kongress für Anders in Hamburg im alten Micha [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Chapeau. <a href="http://kongressfueranders.de/" target="_blank">Kongress für Anders in Hamburg</a> im <a href="http://maps.google.de/maps/place?cid=16238285237460289062&amp;q=altes+michaelis+krankenhaus+am+weiher+7&amp;hl=de&amp;cd=1&amp;cad=src:pplink&amp;ei=T3PhS5S7Mdea_Qa0ufWnCA&amp;sig2=ZUkMDnnW4MU6LoqocUV5_A" target="_blank">alten Michaelis Krankenhaus</a>. Mit Kunst, Klamauk und Konsum. Bilder an Party. Bar an Installation. Nett. Die letzte Sternstunde des Michaelis Krankenhaus bevor es umgebaut wird in private Eigentumswohnungen. Eine hervorragende Zwischennutzung bevor die jetzigen Glasfasertapeten mitsamt den sie tragenden Wänden entfernt werden.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="tt-flickr tt-flickr-Medium" title="Kongress für Anders" href="http://www.flickr.com/photos/52957973@N00/sets/72157623998957432/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4010/4582027770_dbd2ba422b.jpg" border="0" alt="Kongress für Anders" width="350" height="198" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich war zweimal vor Ort. Zur Eröffnung und Schließung. In den sieben Tagen dazwischen habe ich es leider nicht geschafft. Aber schon allein die beiden besuchten Veranstaltungen wirkten auf mich so entspannt, offen und erfrischend, dass sie sich sofort in meine persönlichen Top Ten der besuchten Hamburger Abendveranstaltungen geschossen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Gut, eine leichte Reminiszenz an meine Zeit in der <a href="http://maps.google.de/maps?q=53.586465,9.985692&amp;num=1&amp;t=h&amp;sll=53.585913,9.984889&amp;sspn=0.006295,0.006295&amp;hl=de&amp;ie=UTF8&amp;ll=53.586433,9.985709&amp;spn=0.000553,0.001367&amp;z=20" target="_blank">Bleibe</a>, als ich zu Beginn in Hamburg mit fast 60 anderen Personen in einem ehemaligen Krankenhaus in Eppendorf gewohnt habe, aber irgendwie netter. Wenn auch ähnlich. Helles Leuchtstoffröhrenlicht und in den Gängen biertrinkende junge Menschen. Alles vor der erwähnten Glasfasertapete, der ich nun schon zu einer zweiten Nennung verhelfe. Ich habe eine Glasfasertapetenphobie.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ende der Veranstaltung abrupt. Plötzlicher Stromausfall. Vielleicht lag es an den verstopften Toiletten, die auf Grund von vollständig versenkten Klopapierrollen nur eingeschränkt ihre Dienste verrichten konnten. Dafür floss das Wasser unter den Türen hervor. Auch hier kommen Erinnerungen hoch an die Zeit in der Krankenhauskomune. Die Küche sah oft ähnlich aus. Dabei muss ich an eine ältere Kinowerbung der Bahn denken: &#8220;Machen Sie in unseren Zügen nichts, was sie nicht auch in Ihrem Wohnzimmer machen würden.&#8221; Man kann es nicht passender formulieren. Dennoch: Nur weil einige postpupertäre Pupser Prolattitüde an den Tag legten, waren die Veranstaltungen ausserordentlich gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hoffe das weitere Gebäude vor dem Umbau für eine solche Art der Zwischennutzung freigegeben werden.</p>

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		<title>Karfreitagnachmittag in Hamburg</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 18:15:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem der Vorabend von den standartisierten Industrie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem der Vorabend von den standartisierten Industriecocktails aus der Pappdose geprägt war, startete der Karfreitagmorgen mit Sonnenschein und einem großen Klumpen Zuckerwürfel in der Magengrube. Nichtdestorotz, es war Zeit mein neues Spielzeug auszupacken, denn nicht umsonst bin ich seit gestern Abend einen Spitznamen reicher: &#8220;Motoritz&#8221; und seit heute erweitert um &#8220;Motorix&#8221;.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Mein neues Spielzeug by moedahoe, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/4484830136/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4008/4484830136_69a41e0750.jpg" alt="Mein neues Spielzeug" width="400" height="235" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ab zur Golden Pudel Lounge, in den dahinterliegenden Steingarten. Nachmittag in der Sonne, Blick auf die Elbe und die darunterliegende Straße (es geht jetzt schneller zu sage, ich weiß nicht wie die Straße die vor dem Pudel liegt heißt, als es auf Maps nachzusehen). Alle bewegen ihre Sommermobile, wenn sie den welche haben. Es ist sonnig, etwas frisch, aber windstill. Ein schöner Nachmittag, der auf der Schanze seinen Ausklang findet. Plötzlich ist es sechs und die Sonne strahlt immer noch ins Gesicht. Es scheint die harte Zeit ist nun wirklich vorbei und wir Vampire begeben uns zurück ins wahre Licht, abseits der Neonröhren unserer Büros und Energiesparlampen unserer Wohnungen. Tut gut.</p>

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		<title>Spontan ist das neue Geplant</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 14:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[War für Donnerstag als abendliche Freizeitgestaltung d [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">War für Donnerstag als abendliche Freizeitgestaltung die <a href="http://ignite.bettertastethansorry.com/" target="_blank">Ignite</a> in Hamburg erschienen, war es am Freitag das <a href="http://kunstverein.de/veranstaltungen/aktuell/20100305-livemagazin.php" target="_blank">7Live Magazin im Kunstverein Hamburg</a>. Was haben die beiden Veranstaltungen miteinander zu tun? In erster Linie gar nix. Einzig das Konzept der beiden Veranstaltungen war vergleichbar. Beim einen 20 Folien zu je 20 Sekunden als Präsentation. Die Vortragenden Vorbereitet und mit den Inhalten vertraut, dennoch sollte eine gewisse Spontanität und Leichtigkeit mit transportiert werden. Auch wenn es die Dank vorheriger Anmeldung und der Vorbereitung der Präsentationen gar nicht geben konnte. Ein ausführlicher und guter Post mit Bildern zur Ignite steht beim <a href="http://stilpir.at/ignite-hamburg/" target="_blank">Stilpiraten</a>. Beim anderen, pro Artikel 7 Minuten. Dies wurde dann meist spontan überzogen oder durch spontane Aussetzer der Technik zunichte gemacht. Angekündigt als Show a la &#8220;Wetten dass&#8230;?&#8221; stellte die Moderation und Durchführung mich regelmäßig auf eine harte Geduldsprobe. Was ist eigentlich mit der anfänglich angekündigten Saalwette passiert? Die Ignite, spritzig, vielfältig in den Themen und kurzweilig. 7Live altbacken, konservativ, mehr arty als spritzig. Der Inhalt der Show lahm wie die meisten mir bekannten Live-Style und Lebensmagazine. Ein bisschen Gesellschaft und das Leben der Anderen, ein bisschen Mode, ein bisschen Musik, ein bisschen Ernährung und nicht zu Letzt ein bisschen Sex. Leider sind gute Journalisten nicht gleich gute Showmaster und so tröpfelte die Veranstaltung eher so dahin. Abschließend wurde noch der <a href="http://www.gute-seiten.net/site/award" target="_blank">Gute Seiten Preis</a> verliehen, an das Berliner Magazin: <a href="http://www.derwedding.de/" target="_blank">Der Wedding</a>, aber das wars dann auch schon.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="p1010103.jpg by moedahoe, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe/4411139064/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2682/4411139064_8bf8e4170d.jpg" alt="p1010103.jpg" width="250" height="140" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Was ist mir sonst aufgefallen. Wahnsinnig wenig Hamburger auf Seiten der Veranstalter. Der eine oder die andere kommt vielleicht mittlerweile aus Hamburg ansonst aber alles Zugereiste (wie man in meinem Herkunftsbundesland Bayern sagen würde). Wieso? Wo zur Hölle sind die alteingesessenen Hamburger? Die sogenannten Hanseaten? Verfangen im Geflecht der herrschenden Ordnung? Gefangen im Untermilieu? Ist am Ende der Marketingspruch der Hamburg AGs: &#8220;Die schönste Stadt der Welt.&#8221; alles was Hamburg ausmacht? Die Suche nach meiner Definition von Hamburg hat eben erst begonnen.</p>

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		<title>Raum Schiff Erde #rse10</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 22:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Überschrift hört sich ein bisschen an, wie die Sc [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Überschrift hört sich ein bisschen an, wie die Sci-Fi Version von &#8220;Stadt Land Fluß&#8221;, ist aber was ganz anderes. Etwas abgedreht und dem Sci-Fi näher, als das klassiche Rythmusvorbild, jedoch kein Spiel, zumindest nicht im Ganzen. Thematisch behandelte diese Unkonferenz das Digitale an sich. Der Einfluss des Digitalen auf unser tägliches Leben und die sich daraus ergebenden Änderungen. Laut Veranstalter gewissermaßen ein Ableger der <a href="http://www.reboot.dk/" target="_blank">Reboot</a>, <a href="http://www.raumschiffer.de/" target="_blank">in Hamburg</a>, an einem Sonntag. Schön. Der Veranstaltungsort gut gewählt. Im Bahnhof Hamburg Harburg, dort im <a href="http://www.stellwerk-hamburg.de/" target="_blank">Jazzclub</a> zwischen Gleis drei und vier. Das erinnert etwas an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Being_John_Malkovich" target="_blank">Being John Malkovic </a>und den Eingang in dessen Kopf. (Ich glaube bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Potter" target="_blank">Harry Potter</a> war da auch irgendwo so ein Zwischengleis auf dem der Zug nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Handlungsorte_der_Harry-Potter-Romane#Hogwarts" target="_blank">Hogwarts</a> in die Zauberschule abfuhr, aber bei Harry Potter bin ich nicht wirklich sattelfest.) Egal ob ich jetzt den Vergleich zum Einstieg in andere Köpfe oder magische Momente beschwöre, beides ist passend und es war ein Nachmittag in netter Atmosphäre mit interessanten und weniger interessanten Vorträgen. Das vollständige Programm kann <a href="http://www.raumschiffer.de/programm.html" target="_blank">hier</a> eingesehen werden wo sich mittlerweile auch eine umfangreiche Linksammlung befindet. Die Twitterlist der Teilnehmer findet sich <a href="http://twitter.com/moedahoe/rse10" target="_blank">hier</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>The web is the message</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Vortrag von <a href="http://www.b-sid.es/about-b-sides/" target="_blank">Christian Jung</a> über die Zukunft des Musikbusiness und wie es funktionieren könnte. Zu meinem bedauern muss ich sagen, dass der Inhalt des Vortrages mich nicht wirklich begeistert hat. Am interessantesten fand ich den Hinweis auf <a href="http://twitter.com/gleonhard" target="_blank">Gerd Leonhard</a>, einem sogenannten <a href="http://www.mediafuturist.com/" target="_blank">Media Futurist</a>. Auf dessen <a href="http://www.mediafuturist.com/2010/02/new-podcast-mobile-first-again.html" target="_blank">Blog die Überraschung</a>, er bietet Podcasts an, die exklusiv über seine <a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewSoftware?id=356086599&amp;mt=8#" target="_blank">eigene, kostenlose iPhone-App </a>bezogen werden können. Schräg, sind wir soweit, dass wir uns nach eigenem Weblog auch noch eine eigene App basteln sollen um exklusive Inhalte zu veröffentlichen? Interessantes Vertriebsmodell, bei dem ich als Non-iPhonebesitzer aussen vor bin. Ist das die Zukunft der Inhaltsdistribution? The Web is the message? Erinnerungen kommen hoch an <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,673182,00.html" target="_blank">Vergleiche mit kastrierten Pudeln</a> und <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E9E6A6552410C476C8BD314DA9346FFE6~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">selbsternannten Social Media Beratern</a>. Aber das war nicht das Thema von Christian Jung. Was hat er eigentlich gesagt? Das Musiker Social Media Tools authentisch nutzen sollten und nicht nur für Werbebotschaften. Ganz im Sinne von &#8220;The Web is the message&#8221;. Meine Frage ist: Gibt es vielleicht eine Welt hinter der Message? Muss man im Bereich Social Media nicht auch auf Kommunikation und Austausch setzen? Vielleicht sollte sich der Musiker aber auch weiterhin auf die Musik konzentrieren und die Bewerbung und die Verbreitung seiner Inhalte der Masse überlassen? Mir fehlten erfolgreiche Beispiele neuer Distributionskonzepte von Künstlern wie <a href="http://www.nin.com/" target="_blank">Trent Reznor</a> oder auch <a href="http://radiohead.com" target="_blank">Radiohead</a>. Kommerzieller Erfolg ganz ohne Label mit kostenlosen Inhalten. Die Musikaufzeichnung verstanden als eigentliches Marketinginstrument für Konzerte und Exklusivproduktionen. Digitale Musik muss frei sein, kostenlos da die Reproduktion der Inhalte weder Wertmindernd noch  Diebstahl geistigen Eigentum ist. Nur wie können wir die Existenz von Künstlern und Musikern sichern, wenn wir die bisherigen Distributionsmodelle abschaffen? Nur über Konzerte und Auftritte? Spenden? Ich weiß es nicht, einzig eines erscheint mir klar. Die Dinosaurierapparate die heute im Hintergrund stehen werden aussterben oder sich gesundschrumpfen müssen. Schade, auch dort haben viele Leute ihren Lebensunterhalt verdient.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Protonet &#8211; Changing the Internet one node at a time</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein klasse Vortrag und eine schöne Präsentation über die Befreiung des Internets von den Kommunikationsgiganten aus den Händen der Privatwirtschaft, das Netz zurück in die Hände der Gestalter, der Bereitsteller der Inhalte. Eine Infrastruktur die im Besitz aller ist. Meine Daten auf meiner Node, wenn ich meine Node abschalte sind meine Daten weg für die anderen und bei mir. Ausserdem sehe ich Möglichkeiten diese Nodes in Ländern auszurollen, die heute von allen Geschwindigkeitsnetzen ausgeschlossen sind, die nicht teil haben dürfen, am Datenaustausch großer Mengen. Eine tolle Vision, eine schöne Idee, ich werde die Umsetzung weiter <a href="http://protonet.info/" target="_blank">beobachten.</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Urban Play</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://leapfrog.nl/" target="_blank">Kars Alfrink</a> sprach kurz über seine Ansichten von Spielmöglichkeiten im Urbanen und die nicht notwendige Verkümmerung der Innenstädte zu Konsumregionen. Ansonsten war sein Vortrag eine analoge Linksammlung unterschiedlicher Beispiele für Urbane Games. <a href="http://whatsthehubbub.nl/" target="_blank">Hubbub</a> als Agentur für Urban Games, <a href="http://www2.dotankstudios.com/portfolio/the-soho-project/" target="_blank">The Soho Project</a>, <a href="http://www.cruelgame.com/" target="_blank">Cruel 2 B Kind</a>, <a href="http://www.smokescreengame.com/" target="_blank">Smokescreen</a>, <a href="http://www.worldwithoutoil.org/" target="_blank">World Without Oil</a>, <a href="http://www.chromaroma.com/" target="_blank">Chromaroma</a>, <a href="http://www.tweenbots.com/" target="_blank">Tweenbots</a> und <a href="http://www.thehiddenpark.com/" target="_blank">The Hidden Park</a> als Beispiele für Urban Games, für Augemented Reality Games, für Multiplayer Games und irgendwie auch Alternate Reality Games. Was hinter den jeweiligen Titeln steckt konnte ich mir in der Kürze der Zeit nicht merken und sah mich mit dem Problem konfrontiert, welches ich heute noch habe, wenn ich davon berichten will, was wir damals mit dem <a href="http://www.argwiki.de/index.php5?title=Rettet_den_Fu%C3%9Fball_%28ARG%29" target="_blank">ersten Alternate Reality Game in Deutschland</a> umgesetzt haben. <a href="http://www.flickr.com/photos/kirstens/" target="_blank">Rettet-den-Fußball</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bewegende Pixel</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.ico-online.com/" target="_blank">Daniel Schäfer</a> zeigte einen Einblick in die Entwicklung von Online und interaktiven Filmen. Interessante Konzepte, Umsetzungen und Möglichkeiten. Am Ende des Tages bleibt das klassische Problem, welches ich mit Videoinhalten im generellen habe. Der zeitliche Aufwand um den Inhalt zu verstehen ist zu stark abhängig von der Dauer des Videos. Ich kann Passagen nur schlecht überspringen, sondern muss mir die Filme in voller Länge ansehen. Das gefällt mir grundsätzlich nicht, ich lese lieber aber das Potential für bewegte Bilder im und aus dem Netz sehe ich durchaus. Vielleicht werden genau Filme den Durchbruch des semantischen Webs vorantreiben, wenn die Inhalte des Ablaufs des Videos so beschrieben sind, dass sie von Maschinen verstanden werden können und mir diese dann genau den gesuchten, relevanten Inhalt ausspucken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über Stühle, Sushi und die Granulatsynthese</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://imve.informatik.uni-hamburg.de/people/Steffi-Beckhaus" target="_blank">Steffi Beckhaus</a> von der Uni Hamburg sprach über neue Bedienkonzepte und Oberflächen für Computer, Anwendungen, bzw. Maschinen im Generellen. Die beiden vorgestellten Konzepte waren <a href="http://imve.informatik.uni-hamburg.de/projects/chairio" target="_blank">ein Stuhl</a> zur intuitiveren Steuerung von Computerspielen (zumindest wurde es an Computerspielen demonstriert) und ein <a href="http://imve.informatik.uni-hamburg.de/projects/GranulatSynthese" target="_blank">Touch Table</a>, der mit Granulat belegt war und mit dem verschiedene Anwendungen mit Hilfe des Verschiebens und Umhäufens des Granulats gesteuert werden konnten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Pecha Kucha</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn ich das Konzept für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pecha_Kucha" target="_blank">Pecha Kucha</a> erst kürzlich bei meiner Anmeldung zur <a href="http://ignite.bettertastethansorry.com/" target="_blank">Ignite-Veranstaltung</a> in Hamburg kennen gelernt habe, gefiel mir das Konzept auf Anhieb und auch wenn die Vorgaben nicht absolut verbindlich umgesetzt wurden waren beide Vorträge gut. <a href="http://nonuts.de/" target="_blank">Benjamin Rabe</a> zum <a href="http://brushesapp.com/" target="_blank">iPhone</a> <a href="http://www.fingerpainted.it/" target="_blank">Fingerpainting</a> wofür sich das Pecha Kucha Konzept hervorragend geeignet hat und <a href="http://twitter.com/birgitgcom" target="_blank">Birgit Geiberger</a>, die über die <a href="http://interaction.ixda.org/" target="_blank">IxDA</a> gesprochen hat. Für zweiteres Thema fand ich Pecha Kucha nicht so gelungen, zu viel Information als das es in 20 Slides a 20 Sekunden gut vermittelt werden könnte. Einfach zu viel Inhalt oder es scheiterte einfach und allein an meiner Aufnahmekapazität zu diesem Zeitpunkt. Aber dennoch scheint die IxDA eine interessante, informative und starke Konferenz gewesen zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Closing Keynote</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.reboot.dk/person/55/en" target="_blank">Thomas Madsen-Mygdal</a>, einer der Initiatoren der Reboot, sprach die finale Keynote. Über die Notwendigkeit unser Gesamtsystem, welches mittlerweile einfach heiß gelaufen ist, neu zu starten. Er sprach davon, dass nichts was wir derzeit erleben wirklich neu ist, sondern sich &#8220;nur&#8221; unser Verhalten ändert. So wie Rechner neu gestartet werden müssen, wenn die Performance und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten nicht mehr richtig klappt. Mich erinnert es an die Geschichte des Frosches im Kochtopf. Wenn man einen Frosch, in einen Kochtopf mit heißem oder sehr warmen Wasser setzt, wird er sofort versuchen, den Topf zu verlassen und das rettende Ufer zu erreichen. Wenn ein Frosch, in einen Kochtopf mit kaltem Wasser gesetzt wird und dieser stetig erhitzt wird, merkt der Frosch die langsame Veränderung der Wassertemperatur nicht und lässt sich zu Tode kochen. (Ich habe dies gelesen und nie selbst probiert.) Ich stimme <a href="http://twitter.com/mygdal" target="_blank">Thomas</a> zu. Wenn Systeme sich in eine Richtung verändert haben, aus der sie nicht mehr zu befreien sind, hilft oft der große Knall. Die radikalste Form der Lösung. Der Neubeginn. Wie dies vollständig umgesetzt werden kann reduziert er auf fünf Patterns: HUMAN, PARTICIPATION, TRUST, FREE und ACTION.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese fünf Patterns möchte ich gerne so stehen lassen und dem geneigten Leser, der sich bis hierher durchgekämpft hat die Interpretation dieser überlassen. Zum Abschluss möchte ich mich bei den Organisatoren für einen gelungen Sonntag Nachmittag bedanken und wünsche mir weitere Veranstaltungen dieser Art im näheren Hamburger Umland.</p>

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		<title>Wo die wilden Kerle wohnen?</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 18:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wochenende]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Altpapiercontainer. Heute mit Johannes Altpapier weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Im Altpapiercontainer. Heute mit Johannes Altpapier weggebracht. Zu oberst lag ein Buch. Meine Neugier musste befriedigt werden und so nahm ich es heraus:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://jetztimg.sueddeutsche.de/upl/images/user/sc/schokobohne/706460.jpg" rel="lightbox[1188]"><img class="aligncenter" src="http://jetztimg.sueddeutsche.de/upl/images/user/sc/schokobohne/706460.jpg" alt="" width="420" height="420" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Schön. Kindheitserinnerungen kommen hoch. Obwohl ich das Buch selbst nie besessen habe. Ich kenn es von Freunden, aus fremden Spielzimmern. Aus dem Kindergarten oder sonstwoher. Jetzt habe ich es. Habe ich letzte Woche noch <a href="http://twitter.com/herrmeyer/status/8691748044" target="_blank">Schelte</a> <a href="http://twitter.com/roitsch/status/8690935129" target="_blank">bekommen</a> <a href="http://twitter.com/ec10hh/status/8677492928" target="_blank">für</a> einen <a href="http://twitter.com/moedahoe/status/8677354461" target="_blank">Kommentar</a> bezüglich Bücherverbrennung. Sehe ich nun dieses Buch und weitere im Altpapier. Ja sicher, recycling. Besser als sie zu verbrennen oder einfach in die Straße oder den Restmüll zu werfen. Aber Bücher wegschmeissen? Bücher haben einen beständigen Wert. Auf ebay hätte es dafür sicher noch einen Euro gegeben. Ein Kindergarten hätte sich gefreut. Welches Drama steckt hinter dieser Entsorgung? Welches Drama mussten die wilden Kerle miterleben? Ich lasse sie raus. Vielleicht erzählen sie es mir.</p>

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		<title>Januar 2010, Schnee und Eis wohin man blickt</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 21:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[winter]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenende]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lethargie entkommen.

Mittags auf den Weg durch d [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Der Lethargie entkommen.</p>
<p style="text-align: center;">Mittags auf den Weg durch die Stadt gemacht.<br />
Die Hafencity durchschritten,<br />
die Elbe durchfahren,<br />
durchgefroren.<br />
Einkehrschwung in Teufelsküche.<br />
Zurück mit der Bahn.<br />
Ankunft auf dem Sofa.<br />
Ins Koma gefallen.<br />
Aufgewärmt.</p>
<p style="text-align: center;">Der Kopf ist frei.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="tt-flickr tt-flickr-Medium" title="Winter Hamburg 2010" href="http://www.flickr.com/photos/52957973@N00/sets/72157623322071626/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2213/4320144734_71e4aa315e.jpg" border="0" alt="Winter Hamburg 2010" width="500" height="281" /></a></p>
<p style="text-align: center;">

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		<title>Tocotronic Album Release</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 13:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[mozzen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezession]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenende]]></category>

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		<description><![CDATA[Schall und Wahn
Ich bin euch Untertan
Ich bin euch zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em>Schall und Wahn<br />
Ich bin euch Untertan<br />
Ich bin euch zugeteilt<br />
Ich bin ein Teil des Teils</em></p>
<p style="text-align: justify;">So beginnt der Titelsong des neuen, gleichnamigen <a href="http://www.tocotronic.de/" target="_blank">Tocotronic</a> Albums. Erschienen ist es am Freitag, 22. Januar. Abends sollte es im Rahmen des <a href="http://www.spex.de/tag/Tocotronic/" target="_blank">Spex 30</a> Live Konzerts im <a href="http://www.uebelundgefaehrlich.com/" target="_blank">Übel und Gefährlich</a> vorgestellt werden. Die Tickets habe ich schon lange und mein kleiner Bruder Jakob aus Berlin hatte sich auch schon lang angekündigt mich an diesem Tag zu besuchen um mit mir daran teil zu nehmen. Haben wir dann auch gemacht. Zuerst zum Album.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn mich die Berichterstattung der letzten Woche, bzw. der letzten Tage vor dem Konzert etwas überrascht hat: <a href="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/bigview.php?url=http%3A//paper.meedia.de/titelgallery_drupal/%3Fq%3Dgallery/%26g2_view%3Dcore.DownloadItem%26g2_itemId%3D74645" target="_blank">Titelseite in der Welt Kompakt</a>, <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,673245,00.html" target="_blank">Artikel in SPON</a>, <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32373" target="_blank">Süddeutsche</a>, <a href="http://www.ard.de/kultur/musik/rock-und-pop/tocotronic-interview-dirk-von-lowtzow/-/id=825782/nid=825782/did=1360904/17meotk/index.html" target="_blank">Tagesschau</a>, <a href="http://www.spex.de/ausgaben/spex324/" target="_blank">Cover der Spex</a>, viele mehr und sogar fürs <a href="http://www.lustiges-taschenbuch.de/index.php?id=25" target="_blank">lustige Taschenbuch</a>. Ihm war nicht zu entrinnen. Was sehen wir dort? Der letzte Aufstand der alten Garde? Wird es kein zehntes Album mehr geben? Oder soll der Titel des Albums möglichst authentisch gelebt werden, indem die Propagandamaschine gefüttert wird? Ist dies eher Schall oder Wahn?</p>
<p style="text-align: justify;">Das Album ist gut, toco-like. Wenig anders als die letzten drei, aber die eindeutig erkennbare Handschrift der Popotronic, dazu der weiter verbesserte Gesang von Dirk von Lotzow gepaart mit Texten, deren eindeutige Doppeldeutigkeit unendlichen Raum zur Interpretation und Transformation in alle Lebensräume lässt, ohne arrogant oder besserwisserisch zu wirken. Subtiler Widerstand. Subtile Kritik aber eingängig. Nach dem ersten Durchhören freute ich mich richtig aufs Konzert.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider war es kein Tocotronickonzert, sondern die Veranstaltung einer bedeutenden Musikzeitschrift, die ihren 30igsten Geburstag feiern wollte. Das Übel und Gefährlich dennoch ausverkauft bis auf den letzten Platz. Wir treten zu Beginn der ersten <span style="text-decoration: line-through;">Vor</span>band, <a href="http://www.owenpalletteternal.com/" target="_blank">Final Fantasy</a> ein. Die Violine schmerzt meinen Ohren, Final Fantasy nutzt die Violine als Leadinstrument und baut aus Fragmenten ständige Loops. Es tat einfach nur weh. Das Rest des Publikums wirkte auch nicht wirklich angetan davon. Wieso auch. Seitenscheitel und langer Pony, die Mehrheit männlich. Eindeutig: Tocotronic Anhänger. Freundlich, Final Fantasy nicht beleidigend, aber grundsätzlich wartend. Irgendwann war es dann auch vorbei und nach kurzer Umbauphase kamen sie auf die Bühne. Euphorisch empfangen und selbst auch gut gelaunt. Es machte fast den Eindruck als seien sie froh, wieder live spielen zu dürfen, Grinsen umspielen die Münder als alte Kalauer in Richtung Bühne gedroschen werden. Der Ruf nach &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=UCOpPWc70as" target="_blank">Michael Ende</a>&#8221; wird mit breitem Grinsen quitiert. Hier sind Zuschauer, die die Band lange kennen, hier ist eine Band, die sich freut an der Geburtstätte ihres Zusammenschlusses wieder vor den Langzeitanhänger aufzutreten. Ein Konzert unter Freunden. Die Opener vom neuen Album, die tatsächliche Playlist habe ich mir nicht gemerkt. Gespickt mit ein paar Songs von vorangegangenen Alben, &#8220;<a href="http://www.myvideo.de/watch/319285/Tocotronic_Let_There_Be_Rock" target="_blank">Let there be Rock</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Z6IkRmEUTxw" target="_blank">Drüben auf dem Hügel</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=B4Jl4_jattI" target="_blank">Jungs hier kommt der Masterplan</a>&#8221; noch herausragend, da diesmal auch in Vier-Mann Besetzung vorgetragen, endet das Konzert mit &#8220;Gift&#8221;, dem ebenso letzten Lied des neuen Albums. Naja, Gitarrenvirtuosen werden Tocotronic vermutlich nicht mehr, aber sie haben es versucht. Mir zu Art-Rock-Schwülstige-Gitarrensoli-Verzerr-Gedöns, leider war danach dann nach ca. 60 Minuten und dem Song Schluss. Noch eine Zugabe, mit Querverweis auf das veranstaltende Musikmagazin, die 93 als erstes deutsches Musikmagazin über Toco geschrieben haben. Da muss man dann anscheinend unterwürfig sein. &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=GYY4nSy5eis" target="_blank">Die Idee ist gut, doch&#8230;</a>&#8221; und schon war Schluss und es ging weiter mit Reggae.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Liebes Spex Magazin,</p>
<p style="text-align: justify;">ich möchte mich für 30 Jahre Musikjournalismus bedanken und hoffe ihr hattet ebenso viel Spaß an der Sache wie es eure Leser mit der rezitierten Musik hatten. Es ist bedauerlich, wenn auch eure Auflage im Zuge der Modernisierung der Medienwelt schmilzt, Anzeigenpreise ausfallen, der Umsatz einbricht und Bands ihre Vermarktung auch ohne euch zu Stande bekommen. Ja, der Eigentümer will Rendite und wenn er die aus dem Zeitschriften- und Anzeigenverkauf nicht mehr erhält, dann macht ihr halt auch Konzerte. Es ist auch ein willkommener Aufhänger für Konzerte zum 30igsten Geburtstag 30 Euro Eintritt zu verlangen, eine loyale Band zu verpflichten und ihr einen Termin zu geben, den sie sowieso wahr genommen hätte und die Zuschauer in ihrem veränderten Musikkonsumverhalten zu melken.</p>
<p style="text-align: justify;">Danke für die fehlende Loyalität und Verachtung gegenüber den eigenen Kunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Danke das ihr auch mich gemolken habt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte euch einen Satz mitgeben: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8iLKjv2Sz04" target="_blank">Digital ist Besser</a>&#8220;</p>

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