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	<title>Lonely People Talk A Lot &#187; Zahlen</title>
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	<description>Yuppies in Urbanity</description>
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		<title>Manipulation und Aufmerksamkeitswellen im Web Zeitalter</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 20:52:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzten Donnerstag traf sich erneut die Interessengemeinschaft I-15 in den Räumen des Hamburger Business Clubs. In Vorbereitung, Teilnahme und jetziger Nachbearbeitung komme ich zu folgenden Gedanken, die nicht als Protokoll oder I-15 Statement gelten sollen und daher auch hier, in meinem eigenen Blog veröffentlicht werden.
Folgende Punkte stechen hierbei besonders hervor:
Das Internet ist immer noch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Letzten Donnerstag traf sich erneut die <a href="http://www.i-15.de/" target="_blank">Interessengemeinschaft I-15</a> in den Räumen des <a href="http://www.bch.de" target="_blank">Hamburger Business Clubs</a>. In Vorbereitung, Teilnahme und jetziger Nachbearbeitung komme ich zu folgenden Gedanken, die nicht als Protokoll oder I-15 Statement gelten sollen und daher auch hier, in meinem eigenen Blog veröffentlicht werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Folgende Punkte stechen hierbei besonders hervor:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Internet ist immer noch kein 	Massenphänomen</strong><br />
Spiegel Online, die vermutlich am 		stärksten frequentierte Nachrichtenseite im deutschen Raum hat bei 		guten Artikeln eine quantitative Besucheranzahl von 100.000. Wenn 		man bedenkt, dass die allabendliche Tagesschau eine Reichweite von 		10 Mio Personen hat sind die überschlagenen 1% selbst unter 		Berücksichtigung von nicht erfassten Mehrfachbesuchen fast 		vernachlässigbar. Da die meisten Internetangebote die sich im 		Bereich der Meldungen oder Nachrichten befinden, diese 		Besucheranzahl nicht erreichen bleiben viele der dort verbreiteten 		Meldungen unentdeckt. Jedenfalls solange sie nicht von den alten, klassischen 		Mainstreammedien aufgenommen und verstärkt werden. Ansonsten 		versickert die Meldung im Netz, welches sie vielleicht mit seinen 		Verteilungskanälen der sozialen Netzwerke weiterverbreitet und ein Meer tosender Wellen produziert, jedoch bewegt 		sich nur das Wenigste mit den aktiven Teilnehmern des Netzes 		heraus, denn diese sind ja aktiv im Netz und somit klar vom Draußen 		abgegrenzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Technologie des Netzes ist 	neutral</strong><br />
Unabhängig von den aktuellen 		Diskussionen um Netzneutralität, ist die Technologie des Netzes 		grundsätzlich neutral. Das Netz selbst ist ein Resonanzboden, ein 		Teilchenbeschleuniger für Meldungen, die nun schneller von A nach 		B kommen können. Ob sie auf Grund dieser Schnelligkeit wichtiger 		sind, bleibt zu bezweifeln. Man kann es eher in die These 		umformulieren: „Mit der Schnelligkeit der Distribution von 		Meldungen, sinkt deren Halbwertzeit, es steigt einzig die 		Schnelllebigkeit.“ Was heute ein Blumentopf ist, ist in einer 		Stunde der nächste Teilnehmer des Grand Prix Eurovision oder 		Kapitän einer Fußballmannschaft.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Inhalte des Netzes als 	Dauerirritation</strong><br />
Twitter, Facebook und andere 		Social Media Dienste beschießen mich unablässig mit Daten. Ich 		kann nicht alle diese Daten verarbeiten, in Information ummünzen. 		Ich filtere. Sicher es sind die Geister die ich selbst gerufen habe und 		ich werde darin auch nicht ertrinken oder einen Meister um Hilfe 		bitten, ich nehme die Dauerirritation hin und versuche mich von 		dieser nicht zu sehr ablenken zu lassen, mit der vollkommenen 		Sicherheit: „Wichtige Meldungen erreichen mich sowieso.“ Alles 		andere ist nett, ebenso wie ein voller Kühlschrank nett ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alles ist Manipulation</strong><br />
Ohne jetzt irgendjemandem 		persönliche einen Vorwurf zu machen. Die Lehre der Mathematik, 		nach der eins und eins zwei ergibt existiert nur als theoretisches 		Konstrukt. Die einzelnen Einsen der Realität werden durch 		Abstraktion in die Theorie überführt und wer kann mit 		allumfassender Sicherheit sagen, dass sich nicht genau bei dieser 		Abstraktion bereits Fehler eingeschlichen haben, bewusst oder unbewusst. Wenn meine Rückübersetzung dieser Theorie in meine 		Realität nicht der Realität des Abstrahierenden entspricht, wurde 		ich bereits manipuliert. Im Endeffekt ständig. Ich bin mir meiner 		Manipulation bewusst.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Netz funktioniert nur für 	Nischen</strong><br />
Es mag in diesem Netz 		hervorragende Anleitungen zur perfekten Kaninchenzucht oder zu den 		Werten von Modellgetränkelastwagen geben. Besser geschrieben, 		subjektiver und zielgerichteter als alles, was in den klassischen 		Medien verkündet wird. Und das ist auch gut so. Endlich ein Platz 		für den Austausch unter Experten, die grenzübergreifende 		Kommunikationsmaschine. Doch sind Nischen wie die Bezeichnung nahe 		legt kein Massenphänomen und der Befall der Honigbiene durch 		eingeschleppte Parasiten war in der Nische vermutlich schon eine 		Aufmerksamkeitswelle, bevor sie von dort in die übergreifende 		mediale Welt schwappte. Es leben die Nischen, doch sollte durch 		aktive Teilnahme innerhalb einer Nische nicht der Verdacht 		entstehen, dass alle Menschen mit Internetanschluss tatsächlich 		erreicht werden. Was sind schon 5000 Follower bei Twitter?</p>
<p style="text-align: justify;">Was bleibt als Fazit? Vielleicht nur der Denkanstoß ob alle verfügbaren Meldungen tatsächlich eine allübergreifende Wichtigkeit haben. Ich glaube nicht und bleibe dabei: „Alles was für mich von Relevanz ist, wird mich erreichen.“</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1697&amp;md5=6ded06d7baccdcea3778313074dbba73" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abgesang auf Social Media -Teil 5-</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 17:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[technik]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA["Es ist erschreckend aber wahr,
die Dürftigkeit in die wir Jahr für Jahr,
in allen Lebenslangen sozusagen
eingeschlossen sind.
Wird mehr und mehr und mehr und mehr
Wird mehr und mehr und mehr und mehr
uns unerträglicher."
Diese Textpassage ist dem Lied: Das Unglück muss zurückgeschlagen werden von Tocotronics Meisterwerk, KOOK entnommen. Das Album erschien im Jahr 2000. Eine Zeitpunkt zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Es ist erschreckend aber wahr,<br />
die Dürftigkeit in die wir Jahr für Jahr,<br />
in allen Lebenslangen sozusagen<br />
eingeschlossen sind.</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>Wird mehr und mehr und mehr und mehr<br />
Wird mehr und mehr und mehr und mehr<br />
uns unerträglicher.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Diese Textpassage ist dem Lied: <a href="http://www.leoslyrics.com/listlyrics.php?hid=Y0bRSvDBKG8%3D" target="_blank" class="broken_link">Das Unglück muss zurückgeschlagen werde</a>n von <a href="http://www.tocotronic.de" target="_blank">Tocotronics</a> Meisterwerk, <a href="http://www.tocotronic.de/diskographie/kook/" target="_blank">KOOK</a> entnommen. Das Album erschien im Jahr 2000. Eine Zeitpunkt zu dem zumindest ich das Wort Social Media noch nicht gehört hatte. Beim kürzlichen erneuten Hören kamen mir unweigerlich Assoziationen zum derzeitigen Status des Social Medias:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sWN4GY6KS8g&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="255" src="http://www.youtube.com/v/sWN4GY6KS8g&amp;hl=de_DE&amp;fs=1?color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Dann sollten wir wissen</em><em><br />
dass mit jedem Bissen<br />
den wir wie von Sinnen<br />
nahezu herunterschlingen<br />
ehe wir uns versehen<br />
<strong>unser Stolz und unsere Würde verloren gehen</strong><br />
Und die Alltäglichkeit<br />
die man uns jederzeit<br />
aus vollen Fässern zapft<br />
<strong>macht uns nicht mehr betrunken</strong> sondern vielmehr bewußt<br />
Dass das Unglück überall zurückgeschlagen werden muss.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Der Kick ist weg. Es bleibt einzig und allein die Kontaktbuchfunktion der Plattformen. Alles andere interessiert mich nicht mehr wirklich. Ja, ich möchte mit euch in Kontakt bleiben, ich möchte all meine Kontakte wiedertreffen. Aber im realen. Auch wenn ich es lange nicht wahrhaben wollte. Ihr habt nichts mit meinem Leben zu tun. Mein Leben basiert auf  echten, physischen Menschen. Ich freue mich zu sehen, dass es euch noch gibt und das ich mich jederzeit mit euch in Verbindung setzen kann. Aber mir fehlt die Zeit um dies mit allen zu machen und ganz nebenbei bemerkt, ihr nehmt mich auch nicht war. Ihr erzählt von eurem Leben und zeigt mir damit, dass auch ich kein Bestandteil dieses bin. Da les ich doch lieber Romane, die sind zumindest gut erfunden.</p>
<p style="text-align: left;">Ich glaube fest daran, dass die Social Mediabewegung ihrem quantitativen Wahnsinn abschwören wird und sich besinnen auf die tatsächliche Qualität von Menschen, denn am Ende mündet es in Titel und Inhalt des Buches: <a href="http://www.amazon.de/Zusammen-ist-man-weniger-allein/dp/3596173035?tag=jasonwiener-20" target="_blank">Zusammen ist man weniger allein.</a></p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 63px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">&lt;object width=&#8221;300&#8243; height=&#8221;255&#8243;&gt;&lt;param name=&#8221;movie&#8221; value=&#8221;http://www.youtube.com/v/sWN4GY6KS8g&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1?color1=0&#215;402061&amp;amp;color2=0x9461ca&amp;amp;border=1&#8243;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&#8221;allowFullScreen&#8221; value=&#8221;true&#8221;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&#8221;allowscriptaccess&#8221; value=&#8221;always&#8221;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&#8221;http://www.youtube.com/v/sWN4GY6KS8g&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1?color1=0&#215;402061&amp;amp;color2=0x9461ca&amp;amp;border=1&#8243; type=&#8221;application/x-shockwave-flash&#8221; allowscriptaccess=&#8221;always&#8221; allowfullscreen=&#8221;true&#8221; width=&#8221;300&#8243; height=&#8221;255&#8243;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</div>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1607&amp;md5=b91fcdb328a5e42b6a57908eaad0227e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abgesang auf Social Media -Teil 4-</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-4/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 10:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im vierten Teil der Social Media Betrachtung möchte ich übergehen zum Irrglauben von Firmen, mit Social Media irgendetwas anders zu machen, als klassisches Marketing.
Unternehmen interessieren sich nicht für ihre Kunden
Diese These klingt hart, aber meine Erfahrung und meine Betrachtung der unterschiedlichsten Social Media Strategien lassen keinen anderen Schluss zu. Ich möchte diese Erläuterung an ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Im vierten Teil der Social Media Betrachtung möchte ich übergehen zum Irrglauben von Firmen, mit Social Media irgendetwas anders zu machen, als klassisches Marketing.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unternehmen interessieren sich nicht für ihre Kunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Diese These klingt hart, aber meine Erfahrung und meine Betrachtung der unterschiedlichsten Social Media Strategien lassen keinen anderen Schluss zu. Ich möchte diese Erläuterung an Hand der Taylor-Wanne herleiten, die ich dem Buch: <a href="http://www.amazon.de/Denkwerkzeuge-H%C3%B6chstleister-dynamikrobuste-Unternehmen-Marktdruck/dp/3867740208/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277972495&amp;sr=8-1" target="_blank">Denkwerkzeuge der Höchstleister</a> entliehen habe. Hierbei speziell die Grafik zu Verdeutlichung der Marktverhältnisse und wie diese bedient werden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ratwechsel.de/Hintergrund_Dynamikproblem___Taylorismus_Aufstieg_und_Fall.pdf"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1600" title="taylor" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/07/taylor-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></p>
<p style="text-align: justify;"></a>Waren die Märkte zu beginn weit und die herschende Bedürfnisse mit standartisierten Produkten und der Ausweitung der Distribution zu befriedigen, stellte sich Mitte des letzten Jahrhunderts eine Sättigung ein. Diese Sättigung rührte daher, dass die Bedürfnisse der Konsumenten in bestimmten Märkten befriedigt waren und der Anreiz sich neue Produkte zu kaufen nicht mehr auf Grund von Mangel bestand, sondern einen anderen Auslöser benötigte. Die Geburtsstunde des Marketing. Mit Hilfe des Marketings wurden Konsumenten dazu erzogen, die Vorteile eines entwickelten Produktes zu erkennen. Jedoch ging diese Kommunikation rein vom Unternehmen, bzw. Produzenten aus und basierte auf der Heraushebung der Alleinstellungsmerkmale des Produkts. Ein Fernseher ist ein Fernseher ist ein Fernseher. Auch wenn mir fünf Hersteller verklickern möchten, dass sich diese Geräte ja ach so unterscheiden. Mein Ziel, Filme und Sendungen verfolgen zu können ist unabhängig von Hertzwerten, Bildschirmstärke und Hintergrundbeleuchtung. Das Unternehmen produziert Produkte, von denen es denkt auf dem Markt eine Nachfrage zu haben. Existiert diese Nachfrage nicht, oder nicht in dem Ausmaß wie erhofft oder berechnet, wird mit Hilfe des Marketings, welches schon in der Entstehungsphase des Produkts zu einem gewissen Teil als Stimulator einkalkuliert wird, und vorausgesetzt das Unternehmen kann zusätzliche Marketingleistungen vorfinanzieren, der Markt penetriert und Aufmerksamkeit erzeugt. Doch diese Aufmerksamkeit und der sich daraus ergebende Konsum basiert auf dem Überreden von Kunden. Es wird hierbei nicht auf die tatsächlichen Bedürfnisse eingegangen, sondern es werden Bedürfnisse erzeugt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Social Media ist alter Wein in neuen Schläuchen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte betonen, dass ich vom Status Quo ausgehe, am Ende zwar eine kurze Prognose wagen möchte, aber zum aktuellen Zeitpunkt kann ich zum Thema Social Media und Unternehmen nichts anderes attestieren als oben genanntes. Social Media ist eine Form des Marketings. Eine gemeine Form des Marketings noch dazu. Unternehmen nutzen diesen Kanal um sich für ihre Produkte zu rechtfertigen und erzeugen damit einen Buzz. Es geht nicht darum, Produkte tatächlich zu verbessern, sondern erneut darum, die eigenen Alleinstellungsmerkmale hervorzuheben. Kommt Kritik, wird wild im Kreis gelaufen und Standard-Sing-Sang verbreitet. Im Sinne von: <em>&#8220;Lieber Kunde, wir können nachvollziehen, dass sie mit der Funktion xyz nicht zufrieden sind, aber auf Grund ökonomischer Entscheidungen und unseren Prozessen sehen wir uns ausser Stande Ihren Wunsch zu erfüllen, denn hierfür wurde das Produkt nicht entwickelt. Es besteht für Sie dennoch kein Grund den Kauf zu bereuen, denn denken Sie nur an die herausragende Fähigkeit unseres&#8230;&#8230;&#8221;</em> Sollte sich ein Unternehmen öffentlich zu so einem Statement hinreissen lassen erzeugt es damit zumindest eines: Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit verteilt sich über die Sozialen Netzwerke schneller und breiter. Denn wenn ein Unternehmen einen Auftritt auf einer Plattform wie Facebook hat und ich als Person dort Kritik ablasse, sehen alle meine Freunde diese Kritik in ihrer Timeline und werden so von mir gezwungen, zumindest den Namen des Unternehmens kurz aufzunehmen oder sich im Idealfall ebenso in die Diskussion einschalten oder meinen Kommentar gut finden und so zu einer weiteren Verteilung der Unternehmensmessage oder zumindest des Namens beitragen. &#8220;There is no bad PR.&#8221; Im Grunde hat Social Media wie in <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-1/" target="_blank">Teil -1-</a> der Serie bereits angedeutet, nichts mit &#8220;Sozial&#8221;, &#8220;Gesellschaftlich&#8221; sondern wenn dann höchsten mit &#8220;gesellig&#8221; zu tun um die wichtigsten Übersetzungen des Wortes Social abzudecken. Der Wikipedia Artikel zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media_Marketing" target="_blank">Social Media Marketing</a> umschreibt die Ziele die von Unternehmen verfolgt werden kurz und knapp und mir bleibt dem nichts hinzuzufügen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hoffnung auf ein vorübergehendes Experiment</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Zahlen aus <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-2/" target="_blank">Teil </a>2 zeigen, dass es sich bei den Nutzern von Social Media Angeboten zwar um eine große Anzahl von Menschen handelt, dies im Vergleich zur Gesamtbevölkerung jedoch noch keine Mehrheit darstellt. <a href="http://twitter.com/zynaesthesie" target="_blank">@zynaesthesie</a> hat es in einem Tweet recht passend und prägnant dargestellt: <a href="http://twitter.com/zynaesthesie/status/17407342290" target="_blank">&#8220;Social Media ist, wenn Dir mehr Leute auf den Keks  gehen, als Du kennst&#8221;</a>. Dieser Aussage kann ich beipflichten. War es zu Beginn meiner Social Media Ausflüge noch spannend, witzig und interessant, steigt mit der Anzahl meiner Bekannte auf den Social Media Plattformen direkt proportional der Inhalt der mich eigentlich nicht interessiert. (Dies soll keine Abwertung derjenigen sein, die sich erst jetzt mit mir befreunden) Genau diese Entwicklung wird am Ende des Tages dazu führen, dass sich Unternehmen wieder von den gezeigten Plattformen verabschieden, da sich die Mitglieder ihrer One-Click-Mentalität bewußt werden müssen, sich selbst zu bremsen um andere Mitmenschen nicht ebenso zu belästigen, wie es ihnen im Moment noch täglich widerfährt. Daher liebe Unternehmen, macht was ihr wollt. Verbrennt weiterhin eure Budgets in Social Media Aktionen und ja liebe Agenturen, verkauft weiterhin Social Media als innovatives Instrument zur Reichweitensteigerung und Imageverbesserung.</p>
<p style="text-align: left;">Die Andeutungen im letzten Absatz und die Rückführung zum eigentlichen Titel möchte ich in einem letzten Post vollbringen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1599&amp;md5=cd78049fa330f76d4a5af9899ad45a16" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abgesang auf Social Media -Teil 3-</title>
		<link>http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 22:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es folgt der dritte Teil meiner Social Media Betrachtung. Mehr und mehr wird mir klar, dass es sich nicht um eine Social Media Betrachtung handelt als viel mehr um eine Betrachtung der Kommunikation. In Teil 1 versuchte ich darzustellen, wie klassisch im sozialen, sprich menschlichen Umfeld kommuniziert wurde. Teil 2 widmet sich der Abgrenzung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es folgt der dritte Teil meiner Social Media Betrachtung. Mehr und mehr wird mir klar, dass es sich nicht um eine Social Media Betrachtung handelt als viel mehr um eine Betrachtung der Kommunikation. In <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-1" target="_blank">Teil 1</a> versuchte ich darzustellen, wie klassisch im sozialen, sprich menschlichen Umfeld kommuniziert wurde. <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-2" target="_blank">Teil 2</a> widmet sich der Abgrenzung von Web 2.0 vs. Social Media. Im dritten Teil möchte ich näher auf die Problematik eingehen, die ich im ersten Teil als These gestellt habe:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Im Überfluss der geposteten Daten auf allen Social Media Plattformen  besteht der Haupteil meiner Zeit darin, diese Daten zu bewerten, zu  sortieren und die Relevanz abzuschätzen. <strong>Ersaufen an der  Oberflächlichkeit.</strong>&#8220;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Social Networks sind restriktiv und beschränkt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Internet war lange Zeit ein Ort, an dem alle Informationen allen zugänglich waren. Mit dem Aufkommen der Social Networks endete diese Barrierefreiheit. Inhalte auf Social Media Plattformen wie Facebook oder Xing kann ich nur sehen, wenn ich mir einen Account bei diesen Netzwerken anlege. Der Betreiber des Netzwerkes nutzt die Informationen dieses Accounts um seine Mitglieder besser zu kennen, bzw. kennen zu lernen und sie mit zielgerichteten Hinweisen, aka Werbung zu beschallen. Bei diesen Betreibern handelt es sich definitiv nicht um Altruisten, die der Menschheit einen Gefallen tun wollen, indem sie uns ermöglichen uns zu vernetzen und uns auszutauschen. Sie bieten uns diese Möglichkeiten zwar an, wollen damit aber eine Abhängigkeit von ihren Angeboten schaffen, so dass wir mehr Zeit dort verbringen und so tendenziell anfälliger für die von den Betreibern angebotenen  Werbungen sind, als wenn wir weniger Zeit dort verbringen würden. Je mehr Menschen, Freunde, Gruppen und Apps in diesen Plattformen zu finden sind, desto mehr Information ist für den einzelnen abrufbar und man muss weniger auf das &#8220;freie&#8221;, das &#8220;wilde&#8221; Internet ausweichen. Extremes Beispiel ist das Einbinden von externen Inhalten, wie YouTube Clips, die in Facebook abgespielt werden können. So vermeidet der Betreiber, dass der Kunde (das Mitglied) die schützenden Seiten verlassen muss.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nur wenige Mitglieder sind wirklich aktiv</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn ich mir meine Pinnwand ansehe und betrachte wie viele meiner ca. 300 Freunde auf Facebook aktiv Inhalte posten, sehe ich 10% täglich Postings veröffentlichen, 20% wöchentlich und eine Gruppe von 60% die so gut wie nie Postings abgibt. Heißt dies, diese Personen sind nicht unterwegs? Nein, Gespräche mit diesen Personen lassen eher den Schluss zu, sie haben keine Lust irgendwas zu posten, bzw. einfach ein reales Leben haben, dass ihnen nur bedingt die Zeit zum Posten lässt. Dennoch sehen sie regelmäßig (fast täglich) auf den entsprechenden Seiten nach, was im Bekanntenkreis so passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die Gruppen zu bennen möchte ich folgende Einteilung vornehmen:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1. Gruppe:  10% täglich Poster: Einsamen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Trotz Smartphone und der Möglichkeit ständig posten zu können, sind tägliche Postings ein Zeichen von Einsamkeit und Minderwertigkeitskomplexen. Der Großteil der Postings beschränkt sich auf die Weitergabe von Inhalten, die man sich zuvor irgendwann auch mal angesehen haben muss. Selbst wenn ich just in diesem Moment ein super witziges Video von einem Bekannten zugesendet bekomme, muss ich es mir ansehen bevor ich es weiterverteilen kann. (Oder mache ich hier etwas falsch?) Ständiges Posten lässt für mich den Schluss zu, es mit einem Supermultitasker zu tun zu haben, der entweder die ganze Zeit allein vor seinem Rechner klammert um die Fundstücke die er gerade wieder entdeckt hat zu verteilen. Oder aber mit anderen Personen irgendwo zu Gange ist, diese Personen aber so langweilig und uninteressant findet, dass er seinen ganzen &#8220;coolen&#8221; Freunden und Followern im Netz seine Cool- und Hipness beweisen muss. Die Königsdisziplin ist, und für diesen Ausdruck bin ich einer Leserin dankbar welche ihn mir auf den ersten Post zugeworfen hat, <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=Vaguebooking" target="_blank">Vaguebooking</a>: Die Abgabe von Statusmeldungen, die ein Rückfrage der Freunde erfordern, à la: &#8220;Frage mich, ob es das wert ist?&#8221;. Reaktionshascherei, um das Gefühl zu erhalten, nicht allein zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2. Gruppe: 20% weekly Poster: Narzissten</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Gruppe rechne ich all die Personen zu, die die Plattformen zur Selbstdarstellung (oder wie kürzlich gelernt: <a href="http://diepresse.com/home/leben/kreativ/577000/index.do" target="_blank">Authenzitätspornographie</a>) nutzen. Diese Personen posten Beiträge wie: <em>&#8220;Schon wieder 14 Stunden im Büro verbracht.&#8221;</em> oder <em>&#8220;Im Hotel XYZ eingecheckt, fühl mich hier schon fast zu Hause.&#8221;</em>, am allerliebsten sind mir die Meldungen über Flughäfen. <em>&#8220;Stehe am Flughafen XYZ.&#8221;</em> Dazu kommen noch Aussagen zu aktuellen politischen Ereignissen, die die eigene Universalgelehrtheit verdeutlichen soll. Alles was damit ausgedrückt werden soll ist die eigene Wichtigkeit und dies muss mit allen Personen, die mich kennen geteilt werden, damit diese wissen was für eine wichtige Persönlichkeit ich bin. Dort sieht man auch die stärkste Verschmelzung zwischen Beruf und Person. Die vollständige Identifikation mit der Tätigkeit. Ein Leben für den Job. Leider missachten diese Personen das fehlende Interesse von ihren Freunden an Jobthemen. Ich für meinen Teil will den Menschen und nicht nur sein Profil.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3. Gruppe: 60% selten Poster: Realos</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Realos sind für mich die Guten. Die Menschen, die das Leben ausserhalb der Displays kennen. Die eine Sozialisation haben, die über das Digitale hinaus geht. Sie versäumen nichts, da sie sowieso kontaktiert werden, wenn sie jemand dabei haben will und sind nicht gezwungen auf jeden Hinweis in ihrem Netzwerk aufzuspringen um zu bewerten ob oder was sie versäumen.  Sie versäumen nichts. Dies ist für mich die wirkliche <a href="http://wirnennenesarbeit.de/index.html?nr=20061013221540" target="_blank">digitale Boheme</a>. Das Digitale als Werkzeug genutzt um nicht als Werkzeug fürs Digitale zu enden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich selbst muss mich ehrlicherweise den Gruppen 1 und 2 zurechnen. Sozusagen der einsame Narzisst. Aber ich gelobe Besserung. Ich werde versuchen nicht mehr so viele Menschen mit eigentlich irrellevanten Themen zu penetrieren und wieder mehr aufs menschliche zu setzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider wird die Abhängigkeit mancher Menschen von diesen Plattformen auch von Firmen und Organisationen durchschaut. Deshalb werde ich im nächsten Teil tiefer darauf eingehen, wie Firmen versuchen ihre verlorenen Kunden mit Social Media wieder einzufangen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1583&amp;md5=9a785e8a3a16f35cd7ea9c0cac78e20c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Abgesang auf Social Media -Teil 2-</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 18:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich im letzten Post einen Rückblick über mein Kommunikationsverhalten gegeben habe, möchte ich nun mit den aktuellen Entwicklungen, die ich angerissen habe fortfahren.
Abgrenzung Web 2.0 vs. Social Media

Mit dem Einzug unterschiedlicher Web 2.0 Plattformen gibt es für Hinz und Kunz und alle, die über einen Internetanschluss verfügen die Möglichkeit Inhalte im Netz einfachst ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich im <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-1" target="_blank">letzten Post</a> einen Rückblick über mein Kommunikationsverhalten gegeben habe, möchte ich nun mit den aktuellen Entwicklungen, die ich angerissen habe fortfahren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Abgrenzung Web 2.0 vs. Social Media<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Einzug unterschiedlicher Web 2.0 Plattformen gibt es für Hinz und Kunz und alle, die über einen Internetanschluss verfügen die Möglichkeit Inhalte im Netz einfachst und ohne Programmier oder technisches Grundwissen zu publizieren. Beispiele hierfür sind: <a href="http://www.flickr.com/photos/moedahoe" target="_blank">Flickr</a> (Bilder), <a href="http://www.youtube.com/moedahoe" target="_blank">YouTube</a> (Videos), <a href="http://www.lastfm.de/user/moedahoe" target="_blank">Last.fm</a> (Musik), <a href="http://twitter.com/moedahoe" target="_blank">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com/moritz.schott" target="_blank">Facebook </a>(um nur die in meinen Augen Wichtigsten zu nennen). Der kritische Leser wundert sich über die fehlende Nennung von Blogs. Blogs sind in meinen Augen eine gewisse Sondergattung des Web 2.0. Mit Sicherheit gilt für Blogs auch die Einfachheit der Nutzbarkeit und die Möglichkeit der Teilnahme für viele. Die Inhalte unterscheiden sich jedoch gegenüber den Inhalten auf den oben genannten Beispielen. Blogs sind deutlich stärker textbasiert, unabhängiger und unterschiedlicher als die Aussendarstellung von Nutzern der zuvor genannten Plattformen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Blogs als Flaggschiff des Web 2.0<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte Blogs aus dem Abgesang für Social Media herausnehmen, <a href="http://www.robertbasic.de/2010/06/warum-mir-blogger-fast-auf-den-sack-gehen/" target="_blank">Robert Basic</a> hat in diesem Zusammenhang kürzlich Kritik geübt. Es gibt vermutlich <a href="http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=2999" target="_blank">600.000 deutschsprachige Blogs</a>, dem Gegenüber stehen bei Facebook über 14 Mio Nutzer. (Laut Werbeanzeigenmarkt vom 29.06.2010)</p>
<p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/06/facebook_nutzer.jpg" rel="lightbox[1576]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1577" title="facebook_nutzer" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2010/06/facebook_nutzer.jpg" alt="" width="450" height="170" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Twitter sind es vermutlich über <a href="http://blog.sysomos.com/2010/01/22/the-top-twitter-countries-and-cities-part-2/" target="_blank">1,5 Mio Nutzer</a>, bei last.fm sind es <a href="http://www.socialmedia-blog.de/tag/nutzerzahlen/" target="_blank">1,3 Mio Nutzer</a>. Bei YouTube und Flickr habe ich gerade meine Probleme die tatsächlichen Account Zahlen zu finden, jedoch sollte hier auch nochmal davon unterschieden werden, dass es sich nicht um tatsächliche Social Media Sites handelt, sondern diese Plattformen eher dem <strong>Publishing </strong>als dem <strong>Connecting </strong>dienen. Sprich, YouTube und Flickr Inhalte können auch ohne Mitgliedschaft betrachtet werden. Selbiges gilt auch für Twitter und Weblogs. Ein wichtiges deutschsprachiges Netzwerk habe ich unterschlagen. Die StudiVZ-Gruppe mit über <a href="http://www.socialmedia-blog.de/2010/04/regionale-nutzung-von-social-networks-in-deutschland/" target="_blank">15 Mio Mitgliedern</a>. Ich möchte nicht auf diesen Zahlen herumreiten. Ich versuche dar zu stellen, dass die Relevanz an teilnehmenden Akteuren bei Blogs geringer ist und mit mehr Aufwand verbunden ist, als auf den weiteren Plattformen. Einen Blog zu betreiben ist mit höherem Aufwand verbunden, als eine Mitgliedschaft in einer Community. Für die Inhalte auf einem Blog steht der Autor oder Blogbetreiber im Hintergrund. Die Möglichkeit der Partizipation besteht für Besucher in den Kommentaren. Im Grunde sind Blogs eine differenzierte Berichterstattung die sich gerne in den Nischen aufhält die klassische Medien nicht abdecken können. Ausserdem basiert ein Blog auf den subjektiven Ansichten des Autors. An eine anonymen Masse gerichtet und nicht an einen direkten Empfänger, aber die einzig mir bekannte Art, sich einem breiten Publikum vollständig und ausführlich zu öffnen. Inklusive der Möglichkeit des uneingeschränkten Rückkanals im Kommentarbereich, sowie der direkten Verlinkung auf Quellen und Stellungsnahmen. Der Grundgedanke der diesem Mechanismus zu Grunde liegt erinnerte stark an die Brechtsche <a href="http://www.hdm-stuttgart.de/ifak/medienwissenschaft/medienkritik_medienwirkung/medienutopien/medienutopien_planck" target="_blank">Radiotheorie</a>, der Möglichkeit jeder könnte ein Sender sein. Das ist sozial. Jeder kann mitmachen. Das ist zwar auch Social Media, aber wurde zuvor noch Web2.0 genannt. Social Media als Buzzword wurde erst mit dem hohen Anteil von Nutzern auf den Social Media Plattformen eingeführt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Web 2.0 ist ein Werkzeug, Social Media eine Sekte</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Während es bei Web 2.0 eher inhaltsorientiert war, ist Social Media mitgliedorientiert. Teilhaben darf nur der, der auch bei uns angemeldet ist. Restriktiv. Netzwerkinhalte (Facebook, StudiVZ, etc.) kann ich nur betrachten, wenn ich Mitglied dieser Seiten bin. Also für alle die nicht Mitglied sind:</p>
<p style="text-align: justify;">Was bekomme ich dort zu sehen?Die erschreckende Antwort: <strong>Nichts von Bedeutung.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Inhalte die dort eingefügt werden, erinnern mich schwer an den gestern entdeckten Begriff: <a href="http://diepresse.com/home/leben/kreativ/577000/index.do" target="_blank"><strong>Authentizitätspornographie</strong></a></p>
<p>Was es damit auf sich hat und wieso hinter Social Media eigentlich nur Media und kein Social steckt, möchte ich im <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/abgesang-auf-social-media-teil-3/">dritten Teil der gestarteten Reihe erläutern</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1576&amp;md5=607b3a3706ffdcadcdfbe37207023ec5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Education Camp 2010 Hamburg #ec10hh</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 14:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[bildung]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Rückkehr an die Hochschule, zumindest für zwei Tage, am 4. und 5. Februar 2010. Die Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften, beziehungsweise ein Dutzend engagierter Studenten waren Gastgeber des EduCamps 2010. Aufmerksam auf die Veranstaltung wurde ich auf dem Barcamp Hamburg im letzten Herbst. Auch wenn mein persönlicher Bezug zum Thema Bildung nach Abschluss des ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Meine Rückkehr an die Hochschule, zumindest für zwei Tage, am 4. und 5. Februar 2010. Die Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften, beziehungsweise ein Dutzend engagierter Studenten waren Gastgeber des <a href="http://educamp.mixxt.de/">EduCamps 2010</a>. Aufmerksam auf die Veranstaltung wurde ich auf dem <a href="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/barcamp-hamburg-09-bchh09/">Barcamp Hamburg im letzten Herbst</a>. Auch wenn mein persönlicher Bezug zum Thema Bildung nach Abschluss des Studiums etwas eingeschlafen ist, wollte ich die Möglichkeit nicht missen, mir neue Tendenzen, Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse näher bringen zu lassen. Meine Erwartungen waren gering und ich kann und möchte die Veranstaltung  nicht in den Olymp meiner besuchten Barcamps heben, aber es war die Zeit wert und ich bin froh, teilgenommen zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Großteil der Besucher kam aus dem Bildungsbereich. Von Schulen, Hochschulen oder der Erwachsenenbildung. Als die Themen des ersten Tages vorgestellt wurden, überraschte mich etwas die häufige Nennung von Second Life, welches ich für meinen Teil schon lange ad acta gelegt habe und dieser &#8220;Welt&#8221; die letzten zwei Jahre keinen Besuch mehr abgestattet habe. Auch auf dem EduCamp habe ich diese Themen außen vor gelassen, ich werde mit dem Thema einfach nicht warm. Die angebotenen Sessions waren vielfältig, irgendwo zwischen Technik, Pädagogik und Kultur angesiedelt. Gespickt mit philosophischen Ansätzen. Der erste Vortrag der meine Interesse geweckt hatte war Cloud Computing.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cloud Computing</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es ist nicht so, dass ich nicht wüsste was Cloud Computing ist und wie es funktioniert, jedoch stellt die Vermittlung dieses Wissens mich von Zeit zu Zeit vor gewisse Probleme. Der Referent, <a href="http://twitter.com/TMetschke" target="_blank">Thomas Metschke </a>kündigte auf der Sessionvorstellung an, Cloud Computing so erklären zu können, dass es alle verstehen könnten. &#8220;Cloud Computing ist wie unsere Wasserversorgung und diese Analogien möchte ich zeigen.&#8221;, war der Satz, der mich die Veranstaltung wählen ließ. Die Umsetzung? Zu kompliziert, zu wenig Analogien zum Wasser, zu bekannten Begrifflichkeiten. Zu viel SaaS, PaaS und Iaas. Ich kann mir nicht vorstellen, jemand der dieses Thema nicht wirklich kennt steigt mit diesen Begriffen besser durch. Schade.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Operationales Menschenbild</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://twitter.com/lisarosa" target="_blank">Lisarosa</a> bot an, eine Diskussionsrunde mit <a href="http://jeanpol.wordpress.com/" target="_blank">Jean Pol Martin</a> moderieren zu wollen, um dessen &#8220;operationales Menschenbild&#8221; zu diskutieren. Ich habe es mir angetan und muss sagen, ich bin etwas enttäuscht. Alt 68er Weisheiten gepaart mit postmodernen Ansichten zum Thema Selbstverwirklichung, hochgezogen an der <a href="http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien#I._KONTROLLE_als_.C3.BCbergreifendes_Motiv_.28nach_Martin.2C_1994.29" target="_blank">Maslowschen Bedürfnispyramide</a>. Und alle so: &#8220;Yeah!&#8221; Fassen die Thematik auf, zur Selbstdarstellung und Rechtfertigung des individuellen Selbstverwirklichungsplans. Und eins zwei drei im Sauseschritt rennen wir weiter wie die Lemminge und machen uns das Leben zu Hölle, indem wir versuchen unseren Selbstverwirklichungsplan in die Tat umzusetzen. Blicken auf die hinab, die unter uns stehen und lassen sie es spüren und versuchen denen oben eines auszuwischen, sie zu fordern, sich bemerkbar zu machen und langfristig, sie zu stürzen. Ich höre hier auf, da diese Ausführung zu weit vom eigentlichen Thema wegführt, aber etwas schockiert hat es mich schon auf einer Veranstaltung zum Thema Bildung mit solch egozentrischen Meinungen konfrontiert zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer kurzen Mittagspause in der Mensa ging es weiter zum nächsten Vortrag.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cultural Hacking</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://twitter.com/herrmeyer" target="_blank">Torsten Meyer</a> präsentierte unterschiedliche Beispiele des Cultural Hackings, die man alle auf <a href="http://medialogy.de/" target="_blank">seinem Blog </a>finden kann. Die Definition von Cultural Hacking wurde als Eindringen in den Code der Kultur definiert um diesen zu Verändern und somit einen neue Betrachtungsweise zu erzeugen. Es war unterhaltsam, auch wenn keine rechte Diskussion aufkommen mochte. Der Zusammenhang zu Bildungseinrichtungen und Möglichkeiten in diesem Umfeld wurde angedeeutet aber so richtig überzeugend war all das nicht, obwohl das Ziel klar sein könnte und sich im Fazit des Posts findet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Campus 2.0 – Wie lassen sich Studierende durch WEB 2.0 Dienste unterstützen</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: line-through;">Studenten</span> Mitarbeiter der TU Braunschweig zeigten ihren Ansatz der Integration von Web2.0 Diensten im Studium. Das Ergebnis: <a href="http://tugether.tu-braunschweig.de" target="_blank">Tugether.</a>Überzeugt bin ich nicht, aber beurteilen kann ich es nicht wirklich, ich kann mich aus den Zeiten meines Studiums nur daran erinnern, das mich die Vielzahl der Plattformen, an denen ich schon aus Studiengründen angemeldet sein musste mich jede weitere verteufeln lassen. Der einzige Ansatz kann in der vollen Integration aller Dienste in eine Plattform liegen. Ob hier eine Eigenentwicklung der Hochschule der richtige Ansatz ist, möchte ich bezweifeln.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mobile Campus</strong></p>
<p style="text-align: justify;">War ebenfalls ein Konzept von <span style="text-decoration: line-through;">Studenten</span> Mitarbeitern der TU Braunschweig. Gut, aber in solch früher Phase, dass ich die Umsetzung noch nicht ansatzweise erkennen kann. Die Diskussion am Ende verflachte dann auch in der Diskussion über unterschiedliche Mobiltelefonplattformen.</p>
<p style="text-align: justify;">Abschließend für Freitag besuchte ich noch die Vorstellung des Lemur Touchpads von <a href="http://twitter.com/jon_gilb" target="_blank" class="broken_link">Arne Bense</a>:  <strong>Neue Musikinterfaces</strong>. Die These: &#8220;Musikinstrumente sind beeinflusst von der Leittechnologie der jeweiligen Zeit.&#8221; Es klang nach Elektronik. Es folgte eine kurze Einführung in Abelton live und dann ein bisschen zur Schaustellen der Möglichkeiten sich individuelle Interfaces zur besseren Kontrolle von Musiksoftware auf Laptops zu basteln und zu nutzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Samstag begann mit einer Podiumsdiskussion zum Thema: <strong>&#8220;Das Internet &#8211; ein Bildungsraum?&#8221;</strong> am Anfang plätscherte die Diskussion eher lahm dahin, bis dann irgendwann zwangsläufig das Wort &#8220;Revolution&#8221; fiel und sich die Diskussion weg von den Möglichkeiten und hin zu den Tatsachen, der Beschränkung des Netzes als Medium. Interessant war die Frage nach Zertifizierung. Kann ich das Wissen, welches ich mir in irgendeiner Form privat aneigne angeben, ohne von einer staatlichen oder zertifizierten Zertifizierungsstelle dafür zertifiziert worden zu sein? Anschließend Mittag in der Mensa und am Nachmittag noch eine Session zu <a href="http://www.slideshare.net/wir_sie/web-30-semantisches-web-opendata-co-in-der-politischen-bildung" target="_blank">Semantic Web</a>, die meine Ansprüche nicht erreichte aber nette <a href="http://graphs.gapminder.org/" target="_blank">Visualisierungstools für UN-Daten</a> zeigte. Des weiteren besuchte ich die Session zu ePortfolio, in der es um den Einsatz von digitalen Arbeitsmappen geht. Studien begleitend oder als Prüfungsform fürs Studium. Noch eine Plattform, noch ein Login, noch eine Möglichkeit der Mehrfachverwertung um Datenkopien zu erzeugen. Die letzte Session war <a href="http://www.capetowndeclaration.org/" target="_blank">Open Education</a>. Dort fand ich zwar auch keine neuen Ansichten, oder Einblicke, <a href="http://ocw.mit.edu/OcwWeb/web/home/home/index.htm" target="_blank">aber</a> <a href="http://p2pu.org/" target="_blank">zumindest</a> <a href="http://cnx.org/" target="_blank">ein</a> <a href="http://www.flatworldknowledge.com/" target="_blank">paar</a> <a href="http://www.e-learning.tu-darmstadt.de/openlearnware/index.de.jsp" target="_blank">Beispiele.</a> <a href="http://oerwiki.iiep-unesco.org/index.php?title=Main_Page" target="_blank" class="broken_link">Die</a> <a href="http://www.wikiversity.org/" target="_blank">kann</a> ich leider nicht bewerten, aber ich möchte sie zumindest aufführen und nach und <a href="http://www.lernen-aus-der-geschichte.de/drupal/" target="_blank">nach</a> <a href="http://wiki.zum.de/F%C3%A4cher" target="_blank">besuchen</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mich habend die Inhalte der Veranstaltung nicht wirklich überzeugt. Anstatt die Möglichkeit zu nutzen und die Bildung um zu krempeln hingehend zu weniger wissen zu müssen, als einen stärkeren Zugriff auf Quellen zu haben, wird weiterhin krampfhaft versucht die traditionelle Lehr- und Lerntheorie am Leben zu halten und das Netz und die digitalen Medien auf das Geringste zu reduzieren. Als Ersatz für Blätter, für Tonbänder und Videos. Ich glaube nicht, dass wir in Zukunft weiterhin so viel Lernen müssen wie wir es bisher mussten, wir können von überall auf alles zugreifen um Ansichten zu verifizieren. Das Einzige was gelernt werden muss ist der Umgang und die Disziplin im Umgang mit diesen Medien ansonsten bleibt es beim bekannten Problem: &#8220;A Fool with a Tool, remains a Fool!.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Dank für gilt den Veranstaltern, die einen ruhigen und reibungsfreien Ablauf organisiert haben.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Inmitten der Unbedeutsamkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 11:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[generation]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[mozzen]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2009 liegen gerade mal seit sieben Tagen vor. Die sogenannten Gewinner sind nach anfänglichen Feier- und Dankesreden in den Kammern verschwunden und streiten den Koalitionsvertrag aus. Die Verlierer starten eine Kampagne gegen die für das Debakel verantwortlichen Persönlichkeiten oder sitzen in Trash-TV Sendungen auf der Couch um dort Sympathiepunkte zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die <a href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/index.html" target="_blank">Ergebnisse der Bundestagswahl 2009</a> liegen gerade mal seit sieben Tagen vor. Die sogenannten Gewinner sind nach anfänglichen Feier- und Dankesreden in den Kammern verschwunden und streiten den Koalitionsvertrag aus. Die Verlierer starten eine Kampagne gegen die für das Debakel verantwortlichen Persönlichkeiten oder sitzen in Trash-TV Sendungen auf der Couch um dort Sympathiepunkte zu sammeln. Wen interessierts? Niemanden. Das ist Politik. Die Geschicke dieses Landes werden von Parteien und deren Vertretern bestimmt. Doch wird hier nach meinem Gutdünken bestimmt? Sicherlich nicht. Selbst der Mitgliederschwund der großen Parteien wirkt sich in keinster Weise auf die Schlagfertigkeit und Durchsetzungskraft der Parteien aus. Stundenlange organisatorische Selbstmarterungsexzesse füllen zwar die Sendezeit der Tagesnachrichten und Zeitungen. Aber wen interessierts? Genauso spannend ist die Neubesetzung von Trainerstühlen in den höchsten Fußballligen und die Aussenwirkung sind nicht minder unbedeutend.) Was zählt das Individuum? Nix. Niemand kann raus aus der Rolle, die ihm seine Organisation überstülpt. Prozesstechnisch betrachtet macht dies vielleicht Sinn und hat vielleicht auch eine gewissen Notwendigkeit. Am Ende des Tages kommen wir aber auf einen Kernansatz der Prozesse im wirtschaftlichen und arbeitstechnischen Umfeld zurück. &#8220;Jeder ist austauschbar.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht das mir das bis heute noch nicht aufgefallen ist und das ich ein sonderlich großes Problem damit hätte. Spätestens Rocko Schmamoni hat mit seinem Werk: &#8220;<a href="Sternstunden der Bedeutungslosigkeit" target="_blank" class="broken_link">Sternstunden der Bedeutungslosigkeit</a>&#8221; die eigene Unbedeutsamkeit in unserer Gesellschaft hervorragend scharf gezeichnet. Es nährt sich mein Verdacht, mehr und mehr Bewohner dieses Landes werden sich dieser Bedeutungslosigkeit und der damit einhergehenden Ohnmacht bewusst. Dies spiegelt sich in den Eingangs skizzierten Wahlergebnissen wieder. Eine Wahlbeteiligung von 70 % davon nochmals über 1% ungültige Stimmen: Da haben ziemlich viele keinen Bock mehr auf die bewährten Mittel der parlamentarischen Demokratie. Das diese Personen stattdessen politisch uninteressiert sind ist angesichts der absoluten Anzahl von 18.774.900 eine falsche, aber gern genannte Aussage. Das würde bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl einen Anteil von 20% politisch uninteressierter Menschen ausmachen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe gewählt. Widerwillig, aber ich habe. Das Gesamtergebnis hat jedoch nichts mit dem, was ich auf dem Wahlzettel angekreuzt habe zu tun. Was ist eigentlich das Ergebnis der Wahl? Fünf Parteien ziehen ins Parlament ein. Mit jeweils einer zweistelligen Prozentzahl. Ich möchte jetzt nicht in den Abgesang auf die Volksparteien einstimmen, da dies im Blätterwald der Republik zur Genüge getan wird. Ich frage mich: Wer sind die Personen die hier wählen?</p>
<p style="text-align: justify;">Auf Grund fehlender Zahlen muss ich die Argumentation auf mein eigenes Empfinden und Indizien aufbauen. Wähler sind für mich: Meine Großeltern, meine Eltern, meine Onkel und Tanten und deren Generation. Also ungefähr alles was gesetzt und einigermaßen fest verwurzelt ist in der Gemeinschaft. Was Werte besitzt und jahrelang die Steuern und Renten gezahlt hat und im Falle eines Umbruchs Angst vor dem Ruin hat. Darüber hinaus ist die Generation 45+, die Generation die am Stärksten von dem herrschenden System profitiert hat. Ich möchte jetzt keine historischen Tatsachen wie 68 und den daraus folgenden deutschen Herbst vernachlässigen. Jedoch sind das für mich nur Nebenerscheinungen der Systementwicklung und Systemfestigung. (Ich möchte es gerne als die Pubertät der Bundesrepublik bezeichnen.) Die 80er geprägt von der Öko- und Friedensbewegung, die in der Entstehung einer neuen Partei des guten Gewissens gipfelte, stellt für mich die Abnabelung und teilweise Eigenständigkeit der Generation 45+ dar. Dann kommt der harte Schnitt.</p>
<p style="text-align: justify;">Camille de Toledo bringt in seinem Buch: &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Goodbye-Tristesse-Bekenntnisse-unbequemen-Zeitgenossen/dp/3453810864/ref=sr_1_7?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1254651567&amp;sr=8-7" target="_blank">Goodbye Tristesse</a>&#8221; diese Tatsache schön auf den Punkt in dem er die darauf folgende Generation als 9/11 Generation bezeichnet. Damit meint er die Personen, die in der Zeit zwischen dem Mauerfall und Zusammenbruch des eisernen Vorhangs (9. November 1989) und dem Einsturz der Zwillingstürmen (11. September 2001) erwachsen wurden und eigenständig werden sollten. Konnten diese Personen eigenständig werden?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube nicht. Das einzige lebende System war zu dieser Zeit das liberale kapitalistische Konzept. Alternative Entwürfe waren auf Grund des Versagens des früheren Gegenpols unpopulär und außer auf kleinen Inselstaaten nicht lebensfähig. Was macht eine Entwicklung aus, bzw. was ist das Ziel der Entwicklung?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklung zum eigenständigen und selbstständigen Individuum setzt die Fähigkeit voraus, Entscheidungen zwischen Alternativen fällen zu können unter Abwägung der möglichen Konsequenzen. Was aber, wenn ich auf Grund von fehlenden Alternativen keine Entscheidung treffen kann, sondern in bester: &#8220;Friss oder Stirb-Manier.&#8221; Ein System annehmen muss, zu dem niemand Alternativen bieten kann? Was, wenn selbst Gedankenspiele bezüglich anderer Systeme und Möglichkeiten im allgemeinen Jubel der Befürworter des Siegessystems untergehen, oder schlimmer, erst gar nicht geführt werden? Kann ich in einem solchen Umfeld eigenständig werden? Ich glaube nicht. Da die Möglichkeit zur wirklichen Wahl und Entscheidung vorweggenommen ist durch fehlende Alternativen kann ich nur mitlaufen. Mitlaufen mit den Älteren, in der Hoffnung diese haben zu Recht den Weg der verbleibenden Alternative gewählt. Ist dies Eigenständigkeit? Wohl kaum.Das ist eher eine Art Lotterie. Ich mache mein Kreuz nach Gutdünken und die Zahlen wenden sich dem statistischen Mittel zu. Oder ich verzichte aufs Glücksspiel und verzichte auf die Stimmabgabe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin relativ fest davon überzeugt, dass die Mehrzahl der Stimmverweigerer aus  dem Umfeld der Zweit-, Dritt- und Viertwähler kommt. Aus Enttäuschung über die eigene Machtlosigkeit und das fehlende Verständnis für das derzeitige System. Ich kann nur zu einem System stehen, welches ich gegen andere verteidigen muss. Es muss Alternativen geben, damit ich wählen kann. Wenn alle das Gleiche sagen, dann kann ich auch mit Stimmverweigerung zustimmen. Somit kann ich durch Untätigkeit dem Ruf von Joseph Heath und Andrew Potter nachkommen, die in ihrem Buch: &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Konsumrebellen-Mythos-Gegenkultur-Joseph-Heath/dp/3936252203/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1254655125&amp;sr=1-1" target="_blank">Konsumrebellen</a>&#8221; Ende des Kapitels 6 und eigentlich durchgehend fordern: &#8220;<em>Statt &#8220;den Mut zu haben, anders zu sein&#8221;, sollten wir vielleicht den Mut haben, die Gleichen zu sein.</em>&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Dem möchte ich grundsätzlich nicht widersprechen, nur ist ein Gleich zu sein auf Grund fehlender Alternativen nicht wirklich schwer. Wenn man sich dessen bewusst wird, erlangt man die Gleichheit nicht durch Aktion, sondern durch Nichtstun. Da wir ja alle gleich sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Schöne neue Welt. Die Ohnmacht vor dem Markt und der fehlende Wille unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen zu fällen wird uns die nächsten Jahre weiterhin begleiten. Wir werden in die Geschichte eingehen als Ära Konsens. Der Versuch es allen zu allen Zeiten recht zu machen legt uns die Fesseln der Untätigkeit an.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gentrifizierung &#8211; was ist das? Und was hat es mit St.Pauli zu tun?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 17:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Empire St.Pauli. Die News und Datensüchtlinge werden schon den einen oder anderen Artikel zu dieser Doku gelesen haben, unter anderem hat SPON letzte Woche zwei Stunden vor (??) der Premiere schon eine Kritik über diesen Film im Kulturteil verlauten lassen.  Ich musste mich zu dieser Zeit noch ein bisschen gedulden, bis ich einer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://empire-stpauli.de" target="_blank">Empire St.Pauli.</a> Die News und Datensüchtlinge werden schon den einen oder anderen Artikel zu dieser Doku gelesen haben, unter anderem hat SPON letzte Woche zwei Stunden vor (??) der Premiere schon eine<a title="SPON Empire St.Pauli" href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,623399,00.html" target="_blank"> Kritik über diesen Film im Kulturteil</a> verlauten lassen.  Ich musste mich zu dieser Zeit noch ein bisschen gedulden, bis ich einer der zahlreichen Gäste sein konnte, der sich die Premiere zusammen mit hunderten Anderen und vermutlich stärker Betroffenen im <a title="SKAM" href="http://www.skam.org/skam_db/index.php?selection=1&amp;sn=sub2" target="_blank">SKAM</a> über dem ehemaligen <a title="Mandarin Kasino Hamburg" href="http://www.mandarin-kasino.de/" target="_blank">Mandarin Casino</a> (ich weiß, dieses Gebäude hat in seiner langen Geschichte zig Clubs und Lokale beherbergt, seit ich hier bin gabs aber nur Mandarin oder wie eben jetzt,  gar nix). Nette Atmosphäre um einen Film anzusehen. Vollständig bestuhlt im mosaikartigen, &#8220;Hauptsache-Man-Kann-Sitzen-Stühlen&#8221; haben Johannes, Silvi und ich uns eine alte, leicht durchgesetzte VW-Typ-2-Rückbank erobert und den Film von relativ weit vorne und guter Nähe zu den Boxen, die den Sound leider viel zu leise und schlecht ins Publikum schmissen, verfolgt. Ein guter Film. Einfach eine Aneinanderreihung von Tatsachen. Aus der Perspektive des Beobachters. Betroffene aller Lager sind zu Wort gekommen und stellen ihre Sicht der Dinge dar. Von der Machart erinnert er mich stark an die Filme von <a title="Erwin Wagenhofer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Wagenhofer" target="_blank">Erwin Wagenhofer</a>, nur diesmal fühlt man sich näher dran.  Und das, obwohl das Thema Gentrifizierung im Moment, dank aktueller wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen nicht sonderlich stark im Vordergrund steht. Dennoch sehe ich einen direkten Zusammenhang zu eben jenen Auslösern, denen wir die aktuelle &#8220;Krise&#8221; zu verdanken haben.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.empire-stpauli.de"><img class="aligncenter" title="Empire-St.Pauli" src="http://www.empire-stpauli.de/common/image/poster.jpg" alt="" width="400" height="480" /></a></p>
<h4>Was ist Gentrifizierung?</h4>
<p>Von Gentrifizierung spricht man, wenn einer (inner-)städtischer Bereich sozial aufgewertet werden soll.</p>
<h4>Was bedeutet soziale Aufwertung?</h4>
<p style="text-align: justify;">Soziale Aufwertung bedeutet nichts anderes als: teurere Wohnungen, ergeben wohlhabendere Mieter, ergeben mehr Konsum, ergeben attraktivere Geschäftsflächen, ergeben höhere Gewerbemieten, ergeben mehr Steuern für die Stadt.</p>
<h4>Was ist daran sozial?</h4>
<p style="text-align: justify;">Nix. Alteingesessene Bewohner werden nach und nach aus ihren angestammten Wohnvierteln vertrieben und umgesiedelt. Die Verwaltungsbehörden lassen Wohnraum verkommen, bis dort niemand mehr wohnen kann, oder wohnen mag und wenn dann alle Bewohner draußen sind, wird die Immobilie erst verkauft, dann teuer renoviert (oder gleich abgerissen und neu aufgebaut) und dann zu höheren Preisen, die sich die vorherigen Mieter nicht leisten können, verkauft oder neu vermietet. Ein weiteres beliebtes Mittel ist die Ansiedlung von Büroflächen in diesen Regionen. Büros ziehen Firmen an. Firmen ziehen Arbeiter/Angestellte an. Angestellte brauchen um die Arbeit herum eine gewisse Infrastruktur wo sie wiederum konsumieren können und schon schließt sich der Kreis erneut. Geld, Geld, Geld, it&#8217;s all about the money.</p>
<h4>Funktioniert Gentrifizierung immer?</h4>
<p style="text-align: justify;">Mir fehlen ein bisschen die Grundlagen um diese Frage zu beantworten. In meinen Augen kann sie nicht immer funktionieren, aber bisher hat es funktioniert. Zu Beginn ist ein relativ günstiger Grund vorhanden. Der Eigentümer des Grundes (oft auch die  Stadt) verkauft. Ein Investor kauft den Grund und lässt einen Bebauungsplan erstellen. Der Bebauungsplan wird nun von einem Bauträger umgesetzt. Nach der Umsetzung wird der aufgewertete Grund dann entweder zu einem höheren Preis verkauft, oder aber zu einem höheren Preis vermietet. Dabei gewinnt der Erstbesitzer durch den Verkauf seines billigen Grundes. Der Bauträger durch den Um-/Neubau und der Investor durch hohe Einnahmen aus dem Verkauf, der Vermietung des Gebäudes. Und wenn der Investor dabei nicht gewinnt? Dann schreibt er ab. Und wenn er abschreibt muss er weniger oder gar keine Steuern mehr zahlen.</p>
<h4>Da fällt mir nur der Leitspruch des Kartenspiels ein: &#8220;Wer schreibt, der bleibt.&#8221;</h4>
<p style="text-align: justify;">Empire St.Pauli. Guter Film und absolut sehenswert. Was mich noch besonder freut ist die Veröffentlichung unter <a title="Creative Commons" href="http://de.creativecommons.org/" target="_blank">creative-commons Lizenz</a>. Hier noch ein Ausschnitt:</p>
<p style="text-align: center;"><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/envVmgmRyNw&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/envVmgmRyNw&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Leere des freien Marktes</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 21:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während am Montag die großen Einzelhändler erneut eine Senkung des Milchtütenabgabepreises bekannt gegeben haben, bietet der andere Discounter Gurken und Salat zu Preisen an, die ich selbst nur aus Erzählungen der Großeltern kenne. 

Damals noch in Pfennig. Heute Cent. Sprich wir hätten eine absolute Inflation bei diesen Produkten von 195 %. Auf die letzen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Während am Montag die <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,622789,00.html" target="_blank">großen Einzelhändler</a> erneut eine <strong>Senkung des Milchtütenabgabepreises</strong> bekannt gegeben haben, </span><span style="color: #000000;">bietet </span><span style="color: #000000;">der andere Discounter<strong> Gurken und Salat zu Preisen</strong> an, die ich selbst nur aus Erzählungen <strong>der Großeltern</strong> kenne. </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #000000;"><img class="alignnone size-medium wp-image-635" title="lidl" src="http://www.lonely-people-talk-a-lot.com/wp-content/uploads/2009/05/lidl-300x161.jpg" alt="lidl" width="383" height="205" /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Damals noch in Pfennig. Heute Cent. Sprich wir hätten eine <strong>absolute Inflation</strong> bei diesen Produkten von <strong>195 %</strong>. Auf die letzen 60 Jahre gesehen ist das aber verwunderlich. Denn, wenn man bedenkt, dass <strong>seit 1952</strong> der <strong>Preisindex</strong> um <strong>über 400 % gestiegen</strong> ist. Das bedeutet im Umkehrschluss wohl, dass <strong>Salat, Gurken und Milch heute weniger Wert</strong> sind. Das kann ich nur schwer glauben und möchte dies einmal kurz nachvollziehen und den <strong>Fehler des Marktes</strong> aufzeichnen, der hier strenggenommen funktioniert, jedoch gleichzeitig klar vor Augen führt, dass <strong>der freie Markt menschenverachtend und gesellschaftsgefährdend ist</strong>. Wie komme ich zu dieser These?</span></p>
<div class="im">
<h2>Adam Smiths definiert die Anarchie</h2>
<p style="text-align: justify;"><a title="Adam Smith" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Smith" target="_blank">Adam Smith</a> schreibt im <a title="Reichtum der Nationen" href="http://www.amazon.de/Reichtum-Nationen-Hauptwerke-gro%C3%9Fen-Denker/dp/3937229353/ref=sr_1_6?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1241612878&amp;sr=8-6" target="_blank">Wohlstand der Nationen</a>, dass unsere Gesellschaft auf drei Grundfundamenten basiert: die erste ist das <strong>ökonomische Primat des Selbstinteresse</strong>, das zweite das <strong>Prinzip der Arbeitsteilung</strong> und das dritte der <strong><a title="Freier Markt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freier_Markt" target="_blank">freie Markt</a></strong>. Diese Thesen sind richtig und spiegeln unsere derzeitige Gesellschaft wieder. Und das, obwohl Smith diese These schon 1772 verfasst hat. Nichtsdestotrotz sind Fehler in diesem Konstrukt, die eine <strong>Gefahr für unsere Wirtschaft</strong> darstellen, ähnlich wie die <strong>Anarchie</strong> eine Gefahr für unseren Staat, bzw. für unser Rechtssystem ist. Befreien wir das Selbstinteresse von &#8220;ökonomisch&#8221;. Übertragen wir das Selbstinteresse auf unser Gesellschaftssystem. Wenn ich immer in <strong>Eigeninteresse handle</strong>, dann kann ich Mitglieder der Gesellschaft <strong>töten</strong>, denn grundsätzlich schränken sie mich ein. Nicht zwingend, aber wenn sie mich einschränken, dann habe ich ein Interesse daran, dass sie verschwinden. Die <strong>Arbeitsteilung</strong> ist das einzige Konstrukt, welches ich <strong>nicht anzweifeln</strong> kann, da unsere komplizierte Welt mit ihren unglaublich komplizierten Produktionsprozessen auf Spezialisten angewiesen ist, die eine Sache sehr gut beherrschen und andere dafür andere Dinge. Ich will nicht zurück in eine Welt der Selbstversorgung, in der jeder selbst die lebensnotwendigen Dinge (Essen, Wasser, Heizung oder Wohnung) selbst erzeugen muss. <strong>Den freien Markt gibt es nicht</strong>. Die Definition des freien Markts, auf die ich mich jetzt berufe setzt voraus, dass <strong>alle Konsumenten alle Daten über alle Angebote vorliegen</strong> haben. Selbst heute, in unserer so genannten Informationsgesellschaft ist dies zwar möglich, für den Einzelnen aber nicht machbar, alle Daten abzurufen und zu interpretieren, nötige Information zu generieren und Entscheidungen darauf aufzubauen. In einem Staat wäre der f<strong>reie Markt gleich zu setzen, mit dem Nicht-Staat</strong>. Sprich die  <strong>Anarchie</strong>. <strong>Der Staat ist auf Grund des mündigen Bürgers überflüssig</strong>. Der mündige Bürger hat alle Daten zur gesellschaftlichen Lage vorliegen und leitet darauf aufbauend Entscheidungen ab, wie er sich in der Gesellschaft verhalten muss. Im Sinne Gesellschaft sprechen wir über den mündigen Bürger. Betrachten wir die Wirtschaft, sprechen wir vom <strong>mündigen Verbraucher</strong>. Ich will niemandem zu Nahe treten und gehe grundsätzlich davon aus, dass es sowohl den mündigen Bürger, als auch den mündigen Verbraucher gibt. Nur: Als Staat haben wir die Schlüsse soweit gezogen, dass <strong>nicht alle Bürger mündig sind</strong> und haben deshalb ein <strong>Rechtssystem</strong> eingesetzt, welches gewisse <strong>Grundrechte des Einzelnen sichert</strong>, die zwar dennoch von Zeit zu Zeit übertreten werden, dann aber eine konkrete Strafe durch den Staat, das Volk, uns, also der Gesellschaft zu Folge haben. Der freie Markt bietet diese Möglichkeit nicht. <a title="Milton Friedman" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milton_Friedman" target="_blank">Milton Friedman</a> ein starker Verfechter des freien Marktes geht davon aus, dass sich der <strong>Markt selbst reguliert</strong>. Durch <strong>Angebot und Nachfrage</strong>.</p>
<h2>Friedman überschätzt Selbstregulierung</h2>
</div>
<p style="text-align: justify;">Theoretisch mag dieses Modell funktionieren. Praktisch ist es, ich wiederhole mich, <strong>menschenverachtend</strong> und <strong>gesellschaftsgefährdend</strong>. Der Markt mag sich irgendwann selbst regulieren. <strong>Bis</strong> diese <strong>Regulierung</strong> eingetreten ist, straft er die Teilnehmer mit viel <strong>Leid</strong> und <strong>psychischen Verletzungen</strong>. Seit ich geboren wurde kenne ich den Markt im klassischen Sinne nicht. Der <strong>Supermarkt</strong> in dem ich <span style="color: #000000;">einkaufe</span> <strong>bietet mir ein Überangebot</strong> an Gütern, über welche ich frei entscheiden kann, ob sie mir den genannten Preis wert sind, oder ob ich sie im Regal liegen lasse. Es handelt sich hier um einen <strong><a title="Käufermarkt" href="http://www.handelswissen.de/data/handelslexikon/buchstabe_k/Kaeufermarkt.php" target="_blank">Nachfragermarkt</a></strong>, bei dem der Konsument aus einem großen Angebot an Gütern, gemäß seiner Vorlieben und Interessen frei entscheiden kann. Nicht alle Güter sind für alle Verbraucher relevant und selbst bei relevanten Gütern gibt es Unterschiede bez<span style="color: #000000;">üglich Qualität und Preis. Das Angebot im Supermarkt wird durch den Besitzer des Supermarktes bestimmt, der sich gegenüber den Verbrauchern in einer Position wägt zu wissen, wie die Regale am sinnvollsten zu füllen sind, so dass er ein geringes Lager hat und dennoch das Interesse des Großteils der Kunden bedient.</span> Somit ist der <strong>Anbieter</strong> <strong>nicht</strong> mehr der <strong>Produzent</strong>, sondern der Handel. Und der <strong>Abnehmer</strong> des Produzenten ist <strong>nicht mehr der Konsument</strong>, sondern der <strong>Handel</strong>. Ein weiterer Markt auf dem ich mich in der Vergangenheit bewegt habe ist der <strong>Bildungsmarkt</strong>. <span style="color: #000000;">Ich investiere meine Zeit, das Geld meiner Eltern und meine Arbeit in eine Ausbildung, die mir später eine Nachfrage nach dem erworbenen Wissen sichert.</span> Soweit die Theorie. In der Praxis ist die Entscheidung bezüglich meiner Ausbildung ein <strong>Lotteriespiel</strong>. Ich treffe Entscheidungen, investiere und arbeite daran, einen Platz in der Welt der Arbeitsteilung zu finden. Das <strong>Angebot ist riesig, die Nachfrage konstant</strong>. Wieder ein <strong><a title="Käufermarkt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4ufermarkt" target="_blank">Nachfragermarkt</a></strong>. Wenn ich meine Ausbildung abgeschlossen habe lande ich auf dem <strong>Arbeitsmarkt</strong>. Der Arbeitsmarkt ist heute genauso wieder ein <strong><a title="Käufermarkt" href="http://www.vorlagen.de/lexikon/marketing/-qs-id-vc-317-qc-/Kaeufermarkt/" target="_blank">Nachfragemarkt</a>.</strong> Es gibt nur noch eine beschränkte Nachfrage von Arbeitgebern nach Arbeitnehmern. Nur im Gegensatz zu Produkten im Regal kann ich keinem anderen Verwendungszweck zugeführt werden, da ich weiterhin auf den Erhalt meines Lebens angewiesen bin. <span style="color: #000000;">Ein Produkt, das schlecht wird kann ich schlimmsten Fall immer noch wegschmeisen oder an die Schweine verfüttern</span>. Wer mir den gleichen Lebenszyklus vorschlägt sollte sich bitte mit unserem Grundgesetzt befassen oder einfach einmal tief in sich hören, wie es ihm in solch einer Situation ergehen würde. Aus diesen unterschiedlichen Märkte bildet sich für mich ein klarer <strong>Konflikt zu den Thesen von Friedman</strong> heraus. Auch wenn wir alle mit <strong>gleichen Fähigkeiten</strong> gesegnet sind und zu Beginn unseres Lebens die <strong>gleichen Möglichkeiten</strong> haben sind wir <strong>unfähig</strong> diese im <strong>gleichen Außmaß zu nutzen</strong>. Zu Beginn unseres Lebens werden wir durch unsere Eltern geprägt. Darauf haben wir keinen Einfluss. Irgendwann beginnen wir uns selbst zu finden und treffen Entscheidungen, in welche Richtung wir uns entwickeln wollen. Diese Entwicklung verbraucht eine der <strong>wichtigsten Ressourcen</strong> des menschlichen Lebens: <strong>Zeit</strong>. Auch wenn wir seit Einstein wissen, dass <a title="Relativtätstheorie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4tstheorie#Relativit.C3.A4t_von_Raum_und_Zeit" target="_blank">Zeit relativ</a> ist können wir auf die Ressource der <strong>Zeit nicht parallel</strong> zugreifen. Sprich, sobald wir eine Entscheidung gefällt haben und diese realisieren, entwickeln wir uns am Markt entlang oder daran vorbei. Auch der Markt arbeitet seriell. Wenn ich heute das beste Produkt erzeuge, weil ich viel Zeit in Entwicklung und Test investiert habe, kann es passieren, dass jemand anders schneller war, zwar mit einem schlechteren Produkt, aber dafür günstiger und schon einen Teil des Marktes befriedigt hat. Plötzlich komme ich zu den <strong>kalkulierten Preisen</strong> nicht mehr auf die <strong>ausgelegten Kosten</strong>. Nun habe ich auch nicht mehr die Ressourcen um ein neues Produkt zu entwickeln. Selbst wenn ich diese hätte, müsste ich um wirtschaftlich auf einen grünen Zweig zu kommen, die Verluste des ersten Produktes mit dem zweiten mit einspielen. Der Ostblock hat gezeigt, dass die P<strong>lanwirtschaft</strong>, als Gegenpol zu freien Marktwirtschaft <strong>nicht funktioniert</strong>. Dennoch bin ich der Ansicht, eine reine, <strong>freie Marktwirtschaft stellt eine Bedrohung für das Individuum dar.</strong> Der, der sich falsch entwickelt hat wird von der freien Marktwirtschaft zu einem <strong>Menschen zweiter Klasse</strong> degradiert, da ihm die Möglichkeiten fehlen dem Markt zu geben, was der Markt verla<span style="color: #000000;">ngt. </span><strong><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Die Verantwortung fürMenschenwürde und gesellschaftlichen Wohlstands an eine imaginäre und komplexe Instanz zu übergeben bedeutet für mich sein Fortkommen auf die wöchentliche Ziehung der Lottozahlen zu beschränken</span>.</span></strong></p>
<div class="im" style="text-align: justify;">
<h2>Mikroökonomie und Makroökonomie</h2>
<p><strong>Mikroökonomischer Erfolg</strong> ist der Erfolg des <strong>Selbstinteresses</strong>. <strong>Makroökonomischer Erfolg</strong> ist der Erfolg der <strong>Gesellschaft</strong>. Ich möchte zurückkommen auf das Eingangsbeispiel, das mich erst dazu bewogen hat diesen <em>(falls hier noch jemand mitliest, es tut mir leid um diesen langen Artikel, ich kann es nicht einfacher sagen)</em> Post zu schreiben. Ein Milchpreis von 42 Cent stellt einen Wert dar, der es einem Landwirt nicht erlaubt, <strong>kostendeckend</strong> zu <strong>produzieren</strong>.</p>
<p><em>Laut einer <a title="Wasserverbrauch" href="http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/HG_Wasserverbrauch_060600.pdf" target="_blank">Studie des WWF</a> benötigt man für einen Liter Milch ca. 1m³ Wasser, der Kubikmeter Wasser kostet in <a href="http://www.hamburgwasser.de/cms/website.php?id=/de/index/service/gebuehrenabgabenpreise/trinkwasser.htm" target="_blank">Hamburg 1,47 netto</a>. Die Studie des <a title="WWF" href="http://www.wwf.de/" target="_blank">WWF</a> spricht vom benötigten Wasser, dieses ist nicht zwingendermaßen Leitungswasser, sondern ist im Idealfall Regenwasser das dafür sorgt, dass das Futter für die Tiere wächst und gedeiht. Sollte dies wirklich komplett mit Leitungswasser gespeist werden, sähen wir morgen in der Zeitung Bilder von erhängten Landwirten.</em></div>
<p style="text-align: justify;">Ein Landwirt sieht sich wie jeder Produzent zwei unterschiedlicher Produktionskosten gegenüber: <strong><span style="color: #000000;">variable Kosten</span></strong>, die bei der Produktion des Stücks entstehen und <strong>Fixkosten</strong>, die unabhängig der Produktion entstehen. Im Falle des Bauerns sind die<span style="color: #ff0000;"> <span style="color: #000000;">variablen Kosten</span></span><span style="color: #000000;"> die Futtergewinnung, die Energiekosten für die Melkmaschine, Belüftung und nicht zuletzt die Arbeit und die Fixkosten die Kosten für Miete oder Abschreibung auf Stall, Flächen, Maschinen, Nachzucht und Kühe.</span> <span style="color: #000000;">Wenn der Landwirt nun für sein Produkt einen geringeren Preis erzielt muss er Kosten einsparen. Gehen wir davon aus, dass die Stückkosten relativ stabil und grundsätzlich unter dem Abgabepreis sind, bleibt ihm als <strong>erste Stellschraube an den Fixkosten</strong> zu drehen. Er <strong>verkauft</strong> oder schlachtet alle <strong>Kühe</strong> die wenig Milch geben. Er <strong>stößt Flächen ab</strong>, die nun nicht mehr benötigt werden. Er vermietet Stellflächen seines Stalls unter. Er <strong>verkauft</strong> einige seiner <strong>Maschinen</strong>. Somit erzielt er vielleicht einen <strong>Abgabepreis</strong> der <strong>wieder kostendeckend</strong> ist.</span> Nur was sind die nachgelagerten Auswirkungen dieser Entscheidungen. <strong>Weniger Kühe bedeutet weniger Kälber.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone" title="Weide" src="http://1.bp.blogspot.com/_L6d18-Z30Rk/Sf2XuKRhg5I/AAAAAAAAAWA/DJGtX08Amww/s1600/IMG_9188%2Bklein%2B02.JPG" alt="" width="448" height="336" /></p>
<p style="text-align: justify;">Denn selbst in unserer modernen Welt müssen Kühe erst Kälber gebären, bevor sie Milch geben. Diese Kälber werden anschließend wieder selber Kühe oder eben Fleisch für die hungrigen Mägen der Verbraucher. Wenn es <strong>weniger Kälber</strong> gibt wird es langfristiger <strong>weniger Fleisch</strong> geben.<strong> Weniger Fleisch</strong> <strong>treibt den Preis</strong> für Fleisch in die Höhe (bei gleichbleibender Nachfrage zum derzeitigen Preis). Dies muss nicht der Fall sein, für mich aber durchaus ein denkbares Szenario. Wenn der <strong>Bauer</strong> nun an seinem <strong>Lohn sparen</strong> sollte, dies ist ein Teil der <strong>Stückkosten</strong>, dann verdient er weniger und hat <strong>weniger Geld zu konsumieren</strong>. Sprich von ihm als Konsument fließt <strong>weniger Geld in andere Bereich der Wirtschaft</strong>. Wenn nun alle Bauern unter den Bedinungen leiden und weniger konsumieren <strong>sinkt der Gesamtkonsum der Gesellschaft.</strong> Dies hat zur Folge, dass <strong>weniger produziert</strong> werden muss. Wenn weniger produziert werden muss, wird <strong>weniger Arbeit </strong>benötigt. Wenn <strong>weniger Arbeit</strong> benötigt wird, <strong>sinkt das Volkseinkommen</strong>. Worauf will ich hinaus? Selbst wenn ich mich heute noch so sehr drüber freuen würde, dass Milch zu einem solch günstigen Preis angeboten wird und alle anderen dies mit mir tun, kann diese Haltung dazu beitragen, dass die Gesamtwirtschaft schrumpft. Ein <strong>schrumpfen der Gesamtwirtschaft bedeutet</strong> für die Gesellschaft: <span style="text-decoration: underline;"><strong>Rückschritt</strong></span>. Wir verlieren Wohlstand, den wir heute noch genießen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit: Boykott der Preistreiber</h2>
<p style="text-align: justify;">Laut aktuellen Berichten haben auch die Discounter unter der permanenten Bedrohungslage der Wirtschaftskrise gelitten. Die Verbraucher hielten sich mit dem Konsum zurück um Geld zu sparen. Grund hierfür ist die Angst, sollte die Krise dem schlimmsten Szenario entsprechend eintreten. Diese Konsumverweigerung hat zu einem <a title="Umsatzrückgang" href="http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE54509820090506" target="_blank">Umsatzrückgang bei den Discounter</a> geführt. Nun zünden diese ein Strohfeuer. Sieben cent brutto weniger, bedeutet netto einen Umsatzrückgang bei Milch pro Liter von 14 %. Diese 14 % müssen erst einmal durch Mehrkonsum egalisiert werden. Selbst wenn diese 14% im Umsatz aufgeholt werden können, werden sie nicht an den Produzenten, auf dessen Rücken diese 14% auf Grund von Mengenstaffeln ausgetragen werden weitergegeben. Sollte sich ein positiver Umsatztrend zeigen wird dieser in andere Wirtschaftszweige verteilt, oder verbleibt beim Handel. Die Kosten des Produzenten von Milch sind zum Zeitpunkt solcher Ansätze schon längst entstanden. Selbst wenn sie kurzzeitig eine besser Cashflow Situation darstellen, verliert unsere Binnenwirtschaft als Ganzes. Aus diesem Grund bleibt mir nichts anderes als einen <strong>Boykott der Discounter</strong> auszurufen. Nur wenn wir, als mündige Verbrauchern unseren eigenen Profit nicht auf dem Verlust von anderen austragen können wir langfristig unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft nach vorne bringen und die Welt ein bisschen besser machen.</p>
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		<title>Wenigstens Öko über den Tisch gezogen worden&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 19:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist ein schwieriges Thema. Wie kann ich mir dessen sicher sein wenn der Strom aus der Steckdose nicht grün ist. Ok, schon klar. Ich kann mir relativ sicher sein, mein Geld geht an einen Produzenten der sogenannten Ökostrom einspeist. Ich vertraue auf die Rechnung und auf den Anbieter. Auch wenn es mir schwerfällt. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist ein schwieriges Thema. Wie kann ich mir dessen sicher sein wenn der Strom aus der Steckdose nicht grün ist. Ok, schon klar. Ich kann mir relativ sicher sein, mein Geld geht an einen Produzenten der sogenannten Ökostrom einspeist. Ich vertraue auf die Rechnung und auf den Anbieter. Auch wenn es mir schwerfällt. Als schlauer Preisfuchs habe ich mir den günstigsten Ökoanbieter gesucht und bin bei <a href="http://www.flexstrom.de/" target="_blank">Flexstrom</a> gelandet. 17 cent für die Kilowattstunde bei 7,90€ Grundgebühr hört sich erst mal nicht schlecht an. Ich zahle im vorraus, klar, dann können die auf einen Preis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hedgegesch%C3%A4ft" target="_blank">hedgen</a> und sich ihre Marge rausrechnen. Beim Verbrauch gehe ich von deren Vorgaben aus: 2400 kWh. Ich habe keine Ahnung was ich in der neuen Wohnung brauchen werde. Frisch eingezogen, zwei Personen, vierter Stock, die werden schon wissen was sie dort angeben. Brav den Zählerstand und die Nummer dem Anbieter übermittelt und überwiesen. 460 €, ungefähr, irgendeine Erstkundenprämie wurde noch angerechnet. So weit so gut. Ich und mein Mitbewohner, beide werktätig im Büro. Da ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, das wir auf Grund der vielen Abwesenheit den erworbenen Verbrauch nicht erfüllen werden. Auf der anderen Seite, beide aus der Informatikbranche und ausgestattet mit allerlei technischen Spielereien, neue Wohnung dazu mit Küchengeräten die wir nicht selbst angeschafft haben und irgendwie auch mit einer gesunden &#8220;Leck-mich-am-Arsch&#8221; Haltung an die Sache rangegangen. 12 Monate ziehen ins Land. Der Jahreswechsel. Die nette Erinnerung: &#8220;Bitte den Zählerstand ablesen und eintragen.&#8221; Gesagt, getan. Überaschung. Nur 1040 kWh benötigt. Geil, wir sind Helden. Da könnte man ja noch was zurückbekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Denkste. Ein Anruf sorgt für Ernüchterung. Nicht nur die Rekordverdächtige Wartezeit von 14 Minuten in der Schleife mit Verweis auf das grandiose Online Portal (diese Großartigkeit ist so lächerlich, das ich keine weiteren Worte dafür verschwenden will), nein, keine Rückerstattung der Zahlung. Wieder mal abgezockt worden. Ich werde die Kündiung einreichen. Dieser Verein von <a href="http://www.flexstrom.de/" target="_blank">Flexstrom</a> kam auch erst auf meine Nachfrage zu dem Ergebnis, das man den Verbrauch für das laufende Jahr an den Vorjahresverbrauch anpassen könnte. Aber ich habe natürlich das 2400 Paket schon gezahlt. Jetzt sitz ich hier ich armer Thor und warte auf den Geldeingang. Auch wenn dieser Stromanbieter noch so viel Auszeichnungen von TÜV, EEIG, Focus Money, etc aufzuweisen hat. Einen Preis im Bereich Kundenbetreuung muss ihm verwehrt bleiben. Hätte ich nicht selbst dort angerufen und nachgehackt, ich hätte ein weiteres Jahr den Gewinn des Unternehmens erhöht. Sollten sie die von mir bestellten 2400 kWh auch schon im vorraus an den Einspeiser weiter geleitet haben ist bei Flexstrom mit Sicherheit ein beachtlicher Teil an Provision hängen geblieben. Ich habe es satt mich um alles selbst kümmern zu müssen. Bin ich nicht Kunde und somit König? Wo sind die Anbieter die wirklich guten Service anbieten wollen? Denen ich vertrauen kann und nicht das Gefühl haben muss, die ganze Zeit aufpassen zu müssen, ausgenommen zu werden. <a href="http://www.flexstrom.de/" target="_blank">Flexstrom </a>und ich <strong>werden</strong> zwei gemeinsame Jahre <strong>verbracht haben</strong>. Ein weiteres Jahr habe ich darauf keinen Bock mehr. Aus den angestrebten 17 cent pro kWh sind so 40 geworden. Da hätte ich auch zu <a href="http://www.greenpeace-energy.de/" target="_blank">Greenpeace</a> gehen können und hätte ein gutes Gewissen was die mit dem zusätzlich verdienten Geld machen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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