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Twitter Lists – one months, what happend? #twittnite

December 2nd, 2009 written by moritz

Es handelt sich hierbei um den begleitenden Blogeintrag zur Twittnite in Hamburg vom 02.12.2009.

Die Präsentation zum Stand-Up:


Twitterlisten. Ende September im Blog von Twitter angekündigt, wurden sie für mehr und mehr Nutzer freigeschaltet und Ende Oktober dann für alle Nutzer freigeschaltet. Aber irgendwie hats keinen richtig interessiert. Die Listen fristen ein eher kümmerliches Dasein. Kaum beachtet, kaum genutzt und die meisten Nutzer erwecken den Eindruck die Funktionen von Listen nicht wirklich durchblickt zu haben.

Denn: Listen stellen endlich eine Möglichkeit zur Verfügung, meinen Tweatstream wieder unter Kontrolle zu bringen.

Zum besseren Verständnis stelle ich vorerst einmal meine Definition von Twitter und meine Definition der Follower dar.
Grundsätzlich stellt Twitter in erster Linie ein Publish-Tool dar. Ich als Mitglied bei Twitter versende kurze Textmitteilungen. Ohne diese Tweets würde Twitter grundsätzlich keinen Sinn machen, denn nur durch einen aktiven Push, werden die 140-Zeichen Texte überhaupt publiziert.

Wenn die Publikation aber keinen Abnehmer findet, was bringt es dann?

Das ist in erster Linie richtig, aber selbst, wenn mir niemand folgt ist die Meldung erst mal im Netz und kann von Suchmaschinen zumindest gefunden werden. Dennoch ist ein wichtiger Bestandteil des Twitteruniversums die Möglichkeit, dass ich Leuten folgen kann und an Hand derer Mitteilungen nachverfolgen kann, was diese derzeit beschäftigt. Vor der Einführung von Twitterlisten folgte ich allen, die ich irgendwie interessant fand und spätestens nachdem die Anzeige in meinem Profil die Zahl von 100 bei Following überschritten hat, wurde mein Twittstream so gut wie unlesbar. Viel zu viel Tweets, die mich viel zu wenig interessieren. Um dieses mangelnde Interesse zu unterstreichen möchte ich kurz noch einmal auf die unterschiedlichen Kontakte auf Twitter eingehen.

Unterschiedliche Kontakttiefe

Meine Kontakt auf Twitter bestehen aus: Familie, Freunden, Bekannten, Promis und ich nenne es immaterielle Personen: Firmen, Verlage, Bands, etc. Auch wenn sich dort am Ende auch wieder Menschen verstecken, die die Meldungen lostreten. Wer davon interessiert mich wirklich? Im Endeffekt nur Familie und Freunde. Dort finde ich es angenehm, zu wissen was gerade passiert, da ich sie wieder treffen werde und ich so schon im vorneherein weis, um was sich unsere nächsten Themen drehen könnten, oder aber auch, weil ich ihren Empfehlungen mehr vertraue als denen anderer und so einen höheren Nutzen in Ihren Meldungen habe. Alle anderen Profile, denen ich folge sind nett aber zerstören meinen Twittstream und senken die Relevanz, auch wenn sie von Zeit zu Zeit durchaus unterhaltsam sein können.

Listen

Gottseidank gibt es mittlerweile Listen. Die einfachste Funktionalität der Listen ist die Reinigung meines Streams. Hatte ich zuvor über 150 Profilen denen ich gefolgt bin, so habe ich diese Anzahl massiv reduziert und all die Profile, die ich unfollowed habe, unter einer eigenen Liste abgelegt. So kann ich diesen Profilen weiterhin folgen, aber nur, wenn ich auch wirklich daran Interesse habe. Mein Stream ist aufs wesentliche reduziert und ich bekomme nur noch Nachrichten von Profilen, die mir wichtig sind.

Man kann natürlich berechtigt behaupten, dies war auch schon zuvor möglich. Richtig. Wenn ich den Twitternamen kenne, dann konnte ich das Profil über die URL direkt aufrufen, oder die Suchfunktion verwenden. Hat geklappt, war aber umständlich. Mit den Listen bin ich nur einen Klick von den “LIPs” (Less important Profiles) entfernt und kann bei Langeweile oder aus sonstigen Gründen sofort raus finden was diese Profile gerade zu berichten haben. Es gibt Profile, die sind einfach nicht immer von Interesse. Zum Beispiel interessieren mich allgemeine Veranstaltungstipps in der Regel nur wenn ich zum entsprechenden Zeitpunkt auch die Zeit habe, dieser Veranstaltung beizuwohnen. Also nehme ich alle Profile, die Veranstaltungshinweise veröffentlichen in eine Liste auf und kann bei fehlendem Plan für meine Freizeitgestaltung genau dann darauf zugreifen, wenn ich diese Information auch brauche. Sobald ich eine solche Liste angelegt habe und dem Web2.0 Gedanken weiter verfolge, schalte ich die Liste auf “public” somit ist diese Liste für jeden einsehbar und kann von jedem abonniert werden. Meine Sammlung kann jedem Anderen helfen, der sich ab und zu für Themen der gelisteten Profile interessiert. Hilfreich ist hier die eindeutige, selbsterklärende Benennung von Listen.

Metrik der Aufmerksamkeit

Des weiteren fördere ich mit meiner Einordnung in eine Liste die Selbstreflektion des Gelisteten. Mit Einführung der Listen ist ein weiterer Zähler im Profil von Twitter erschienen. “listed” Hier sehe ich wie oft mich andere in Listen aufführen. Und wer sich ansonsten noch so in diesen Listen tummelt.

Was, wenn ich in Listen auftauche in denen ich nicht auftauchen will?

Das Zauberwort heißt “blocken” mit zwei Klicks kann ich mich aus jeder Liste entfernen. Sollte derjenige, der mich gelistet hat auch unter meinen Followern sein, oder ich ihm followen, muss ich dies vorerst killen, kann ihn aber anschließend wieder hinzufügen.

Anonymes Followen

Die Königsdisziplin, die sich mir durch Listen jedoch ermöglicht ist anonymes Followen. Setze ich eine Liste auf “private” und adde ein Profil, wird der “listed” Zähler nicht um eins inkrementiert, nein, der Gelistete bekommt von seinem Glück nichts mit.

Auch wenn für mich Listen in erster Linie eine Funktion darstellen, dass es mir als Leser oder Follower vereinfacht, meinen Twitter-Mainstream wieder unter Kontrolle zu bringen gibt es auch für Firmen zusätzliche Anwendungsgebiete:

1. Bündelung der unterschiedlichen Konzeraccounts
2. Bündelung der Mitarbeiteraccounts
3. Honorierung wichtiger Kunden / Multiplikatoren / Fans
4. Anonyme Konkurrenzüberwachung
5. Suchmaschinenrelevanz
7. Veröffentlichung des eigenen Twittstreams und eigener Listen durch Widgets auf anderen Seiten

Best Practice Beispiele:

1. Hohe Relevanz durch starke Einschränkung, niemand will Listen folgen, die einen Stream von 200 Profilen aufzeigen.
2. Selbstsprechende Bezeichnungen
3. Füge dich selbst zu den erstellten Listen hinzu, so entsteht ein Bezug zum Gründer der Liste, Reputation
4. Kontrolliere die Listen in denen du erscheinst
5. Mache so viele Listen wie möglich öffentlich
6. Nutze dynamische Tools wie pip.io um den Überblick über die Listenstreams zu behalten

Fazit:

Durch den richtigen Einsatz von Listen kann ich mir und Anderen einen besseren Überblick über die aktuellen Geschehnisse auf Twitter geben und die Relevanz erhöhen.

One Response to “Twitter Lists – one months, what happend? #twittnite”

  1. Facebook Listen | Lonely People Talk A Lot

    [...] Motorix könnte ich meinen Namen in Kürze auch in Molist ändern. Wieso? Naja, Twitterlisten, Facebooklisten und jetzt nochmal Facebooklisten, quasi die erste Stufe der Listen in Facebook die [...]

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