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Yuppies in Urbanity

Weihnachtswahnsinn

December 6th, 2008 written by moritz

Nachdem der erste Schritt vollzogen ist und der erste Eintrag steht, der diesen Blog einleitet können jetzt durchaus ernstere Themen angegangen werden. Was heißt “ernste Themen”?

Liebe, wohin man schaut. Es lebe Weihnachten. Die Schanze ist schon gut gefüllt. Vermutlich aber eher Frühstücksgänger, mittags um zwei. Für Weihnachten fehlen die Säcke. Leider sind Plattenladen und Buchladen nicht perfekt ausgestattet, doch erste Erfolge erzielt. Zumindest wir zeigen weihnachtliches Aussehen dank der ersten bunt bedruckten Säcke. Teilerfolg. Doch kommen wir nicht umhin die Shoppingmeile schlechthin Mönckebergstraße aufzusuchen. Wir trauen uns noch weiter. Douglas in der Europa-passage, da sage nochmal einer Rezession und Konjunkturabschwung. Selbst wenn die Umsätze tatsächlich sinken, die Besucherzahlen tun es definitiv nicht. Vielleicht liegt es aber auch am Gemeinschaftsgefühl: Shopping. Oder daran, dass man sich jetzt eben keine Ausflüge mehr in den Ski-Dome leisten kann. Love is in the air. Krach an allen Ecken, dazwischen bieten Gutmenschen: “Free Hugs” – Nicht mein Typ, ansonsten hätte ich es mir vielleicht nicht entgehen lassen – Trotz extremem Menschenauflauf alles organisiert bekommen. Zauberwort: Effektivität. Die einzigen die unter dem Ansturm zu leiden scheinen sind die Verkäuferinnen und Verkäufer.

Szene Buchladen:

“Ein schönes Buch.”
Danke, ist ein Geschenk.
“Da gibts auch einen Film dazu, auch sehr schön.”
Ich kenne den Titel, hab ihn aber leider nicht gesehen.”
“Danke für Ihren Einkauf, ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.”
“???”

Ist das die Rezession, das man Bücher als Weihnachtsgeschenke jetzt schon drei Wochen vor dem Fest kauft, damit man sie selbst noch lesen kann?

Ähnliche Szene im Café:

“Ein frittata bitte.”
“Gerne, mit Salat oder ohne?”
“Danke, keinen Salat.”
Haben eh keinen…”
“???”

Ist das die Rezession, das man sich die Hälfte des Essen à la Peter Pan dazu denken muss?

Naja, bisher kenn ich die Rezession nur aus Zeitungen und Berichten. Selbst konnte ich sie noch nicht feststellen. Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe. Hauptsache miteinander gesprochen. Obs irgendjemanden interessiert ist ja auch egal.

WIr leben im Jahr 2008. Wir leben digital.

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2 Responses to “Weihnachtswahnsinn”

  1. Simone

    Jaja, der Weihnachtswahnsinn greift voll um sich. Nicht nur die Stadt ist überfüllt sondern auch die Busse des Nahverkehrs, inklusive singender Kleinkinder, die ihre Eltern in den Wahnsinn treiben – es ist ja so gemütlich in der Adventszeit…

  2. Norbert

    Hallo Moritz!
    Nachdem wir Dich ja näher kannten und teilweise auch noch kennen bekommen wir so ja aktuelle neue Einblicke, um unseren Kenntnisstand zu verbessern. Zwischen den Zeilen zu lesen ist äußerst spannend.
    Das und dass, ein Problem der deutschen Sprache, das sich bis in Führungspositionen auswirkt, und keine Hoffnung, dass das mal besser wird mit dem das dass.
    Fröhlichen Advent, den zweiten

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